Besteht abnahmepflicht auch bei einem gebrauchtem BHKW?

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    • Besteht abnahmepflicht auch bei einem gebrauchtem BHKW?

      Guten Tag,
      ich suche und lese schon eine ganze weile zum Thema BhKw.
      Was ich allerdings noch nicht finden konnte ist eine Antwort auf die Frage:
      Muss der Stromversorger auch meinen Strom von einem gebrauchten BhKw nach EEG oder KWK abnehmen?
      Oder muss er das nur bei Neu- oder modernisierten Anlagen?

      Vielen Dank für die Auskunft!

      Gruß
    • Moin,

      ich denke Du scheiterst bei Deiner Suche an der Fragestellung. Eine gesetzlich garantierte Einspeisevergütung verbunden mit Anschluß- und Abnahmepflicht ( EEG KWKG ) gibt es nur für Neuanlagen oder modernisierte Bestandsanlagen.

      Hast Du eine gebrauchte Anlage die bereits 10Jahre nach KWKG bzw. 20Jahre nach EEG eingespeist hat ist erstmal Schluß mit gesetzlicher Garantie.

      Willst Du dem Netzbetreiber Strom aus einer Anlage verkaufen die, egal aus welchem Grund, nicht nach KWKG oder EEG einspeist, kannst Du einen Einspeisevertrag mit ihm aushandeln, in der Regel zum EEx Preis.

      Grüße
      Pöl BHKW Tiger †
      Pöl BHKW Raptor †
      Ecopower 1.0
      Solarthermie 27m² Heat-Pipe-Röhren
      PV Anlage 1,8kWp Solarmax 2000C 15xKaneka k120
    • Ich hab mir einen 10 Jahren alten Dachs eigebaut. Bekomme den EEx Preis von den Bayernwerke. Eigenverbrauch ist angesagt. Er läd gerade meinen C-Zero und den Sonnenakku. Ein Herzschwert für den Überschuss wäre auch noch eine Alternative.

      @alikante was ist eigentlich Modernisierung? Muss der Motor auch neu sein?


      LG
    • Ist nicht mein Spezialgebiet, aber meines Wissens nach kannst Du Dir ne neue Geräteverkleidung kaufen, das reicht, vorausgesetzt, die kostet 50% dessen, was ein Neugerät kostet und die Büchse entspricht danach dann den aktuellen Anforderungen.

      Kann aber auch falsch sein...
      Thomas Deus
      -Geschäftsführer-
      Fa. GO BHKW GmbH
      Trinenkamp 50, 45889 Gelsenkirchen
      www.go-bhkw.de
    • Danke für die Antworten.

      Was ist denn der EEx Preis? Ist der individuell ausgehandelt mit dem Versorger?
      Nimmt der Versorger denn überhaupt den Strom an wenn er nicht muss?

      Mein Plan wäre ein BHKW in Einsatz zu bringen mit ~ 15kw elektrischer Leistung und ~ 30kw Thermischer.
      Strom würde bei mir im Betrieb genutz werden sowie im Haus. Ebenso die Wärme.
    • A.Bo. schrieb:

      Was ist denn der EEx Preis? Ist der individuell ausgehandelt mit dem Versorger?
      Nimmt der Versorger denn überhaupt den Strom an wenn er nicht muss?
      EEx oder "üblicher Preis" sind die Preise am Spotmarkt der Strombörse (gewesen), für KWK wird daraus ein Quartalsweiser Durchschnittspreis gemacht. eex.com/de/marktdaten/strom/sp…-index/kwk-index-download

      Ob Dein Netzbetreiber das zahlen will und wird mußt Du mit Ihm verhandeln, da kann ich nix zu sagen.

      Grüße
      Pöl BHKW Tiger †
      Pöl BHKW Raptor †
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    • nesami schrieb:

      Ich hab mir einen 10 Jahren alten Dachs eigebaut. Bekomme den EEx Preis von den Bayernwerke. Eigenverbrauch ist angesagt. Er läd gerade meinen C-Zero und den Sonnenakku. Ein Herzschwert für den Überschuss wäre auch noch eine Alternative.

      @alikante was ist eigentlich Modernisierung? Muss der Motor auch neu sein?


      LG
      Genau so hab ich das auch gemacht, lediglich die aktuelle Netztrennvorrichtung musste nachgerüstet werden.
    • A.Bo. schrieb:

      Ich habe hier gelesen das für eigenverbrauchten Strom 40% EEG Umlage gezahlt werden muss.!?
      Dies gilt aber doch sicher nur wenn der selbst produzierte Strom über das Versorgernetz läuft.

      Tut er das nicht (Netztrennung) fällt doch wohl kaum diese Umlage an?
      Soweit ich weiß fällt die EEG Umlage nur ab 10.000 kw / Jahr an. Falls du mit Netztrennung eine Inselanlage meinst, müsste keine EEG entrichtet werden. Ebenso musst du den Netzbetreiber nicht fragen, da du ja nicht an sein Netz angeschlossen bist. Jedoch musst du dann deinen Strom vollständig selbst Herstellen und kannst weder etwas über das öffentliche Netz beziehen oder einspeisen...
    • Danke für Eure Antworten.

      Als Neuling ist das Thema nicht so ganz einfach. Daher frag ich einfach mal weiter :D

      Die Einspeisevergütung die nicht nach EEG oder KWK geht und somit nicht Gesetzlich festgelegt ist.. Lohnt sich die?
      Zahlt hier der Versorger denn Preise die sich helbwegs Rechnen wenn er nicht muss?

      Noch eine Grundlegende Frage:
      Lohnt es denn überhaupt in ein BHKW (mal von den Beschaffungskosten abgesehen) zu betreiben?
      Also ich meine die investierte Energie (in meinem Fall Flüssiggas). Oder ist es Sinnvoller den Strom und das Gas weiter so zu beziehen und einzusetzen?

      Danke
    • Sorry, aber Du solltest Dich zumindest bemühen, in einer Sprache zu schreiben, auf die sich unsere Vorfahren mal in ganz groben Zügen geeinigt haben..., so ist das alles schwer zu lesen und zu verstehen.

      Ohne Deinen ganz konkreten Anwendungsfall zu kennen ist es unmöglich, Dir eine Aussage zu machen, ob sich die Sache lohnt. ein paar Info mehr wären gut...
      Thomas Deus
      -Geschäftsführer-
      Fa. GO BHKW GmbH
      Trinenkamp 50, 45889 Gelsenkirchen
      www.go-bhkw.de
    • Sorry als Laie tut man sich eben auch etwas schwer technisch korrekt zu Formulieren.

      ich versuche deutlicher zu werden :D

      Also..
      der Strom der nach EEG oder KWK eingespeist wird MUSS ja abgenommern und nach Gesetzeslage vergütet werden. Dauer und Höhe sind hier festgelegt. Das ist klar soweit.
      Meine erste Frage war ob es sich Lohnt Strom einzuspeisen der eben nicht nach EEG und oder KWK vergütet wird weil die Anlage gebraucht ist. Hier muss der versorger ja nicht Abnehmen und nach EEG und oder KWK Vergüten. Wie sind da Eure Erfahrungen?
      Das dieser Strom nach EEx vergütet wird weiss ich ja von weiter oben schon. Nur wo liegt da die Vergütung? Ca? Ist das völlig Individuell mit dem Versorger auszuhandeln oder gibt es einen Richtwert?

      Mein Vorhaben ist Folgendes:
      Kauf eines gebrauchten BHKW auf Flüssiggasbasis mit ~ 15kw el Leistung und ~ 30kw th Leistung
      Der Strom soll in meinem Betrieb (Brennholzproduktion und allgemein) verwendet werden. Ebenso die Wärme. Diese soll eine Kammertrocknung versorgen. Ebenso das Haus im Winter
      Hier war meine Frage ob es sich Lohnt den Umweg über ein BHKW zu machen und als Trägereniergie in Flüssiggas zu investieren oder ob es Sinnvoller ist weiterhin Strom, Öl oder Gas zu kaufen? Gehe ich also mit dem eingesetzten Flüssiggas und dem BHKW mit leichtem Plus aus der Sache oder nicht? Den Anlagenkauf lass ich dabei Außen vor denn in irgendeine Technik muss ich immer investieren.

      Ich hoffe es war diesmal Verständlich!?
      Danke
    • Na guck, das sind doch mal ein paar Infos....

      Die Frage ist, ob Du denn einen Teil des Stroms selber verbrauchen kannst oder willst und eben Summe x einspeist. Dann wird die Sache dramatisch interessanter als wenn Du den Strom nur und ohne KWK-Zuschlag einspeist.

      Bei der Variante 1 ohne BHKW hast Du Kosten für Brennstoff und Strom (Du sitzt ja nicht im Dunklen, wie hoch ist Dein Stromverbrauch in Summe???)

      Bei der Variante 2 mit BHKW werden die Brennstoffkosten höher, die Stromkosten niedriger. Uuuuund es gibt noch Einspeisevergütung. Sinnvoll wäre, vorher mal beim VNB anzurufen und zu fragen.

      Du musst darauf achten, dass das gebrauchte BHKW den heutigen Vorschriften entsprechen muss und eben auch nach den heutigen Vorschriften eingebunden werden muss.

      Warum soll es denn ausgerechnet ein 15/30 kW BHKW sein? Zufall? Gerade greifbar?
      Thomas Deus
      -Geschäftsführer-
      Fa. GO BHKW GmbH
      Trinenkamp 50, 45889 Gelsenkirchen
      www.go-bhkw.de
    • Den Strom Einspeisen wird ca. 3-5ct pro kw bringen das würde also lediglich den Brennstoffeinsatz abdecken, da du aber auch Wartungskosten hast wird Einspeisen sicher Verlust bedeuten. Falls du nur sehr wenig Überschuss Einspeist ist das sicher egal. Also ist die Frage wie hoch dein Eigenverbrauch ohne Hilfsmittel wie Heizstab oder Batteriespeicher wäre.

      Da ich meine Wartungen selbst mache sind diese Kosten für mich erheblich geringer, so das ich meinen Strombezug um mehr als 50% Senken konnte. In der Herstellung kostet mich das kW ca. 8ct. also 20ct. weniger als der Bezug. Den Überschuss verbrauche ich mit Hilfe eines Heizstabes so das das BHKW auch im Winter genügend Leistung hat um ohne Spitzenlastkessel laufen zu können. Der Verheizte Strom kostet mich etwa 4ct. Wartungskosten. Batteriespeicher wäre eine Option um die Grundlast auch wenn das BHKW aus ist und wenn die Produktion nicht ausreicht um Spitzenlasten abzudecken. Je nach Speicherart musst du mit 12-17ct pro kw Speicherkosten rechnen...

      Solltest also mal den Strombedarf ermitteln in Bezug auf die Dauer. Danach bestimmt sich dann die Leistungsklasse des BHKWs.
      Wie viele Stunden im Jahr benötigst du denn wieviel Wärme und Strom für die Holzauarbeitung?
      Wie groß ist der Wärmebedarf und Strombedarf von angrenzendem Wohneigentum?
    • Hans_Dampf schrieb:



      Warum soll es denn ausgerechnet ein 15/30 kW BHKW sein? Zufall? Gerade greifbar?
      Mein aktueller SSA hat einen 15kw Elektroantrieb. Da ich aber die Produktion hochfahren möchte muss ein anderer SSA her. Dieser hätte dann einmal 17kw und einmal 22kw. Mit einem 30kw Hausanschluss komm ich da halt nicht hin. Vorallem weil noch zusätzliche Motoren laufen. Späneabsaugung, Holzreinigung usw.

      Der Dachs läuft ;) schrieb:

      Den Strom Einspeisen wird ca. 3-5ct pro kw bringen das würde also lediglich den Brennstoffeinsatz abdecken, da du aber auch Wartungskosten hast wird Einspeisen sicher Verlust bedeuten. Falls du nur sehr wenig Überschuss Einspeist ist das sicher egal. Also ist die Frage wie hoch dein Eigenverbrauch ohne Hilfsmittel wie Heizstab oder Batteriespeicher wäre.

      Da ich meine Wartungen selbst mache sind diese Kosten für mich erheblich geringer, so das ich meinen Strombezug um mehr als 50% Senken konnte. In der Herstellung kostet mich das kW ca. 8ct. also 20ct. weniger als der Bezug. Den Überschuss verbrauche ich mit Hilfe eines Heizstabes so das das BHKW auch im Winter genügend Leistung hat um ohne Spitzenlastkessel laufen zu können. Der Verheizte Strom kostet mich etwa 4ct. Wartungskosten. Batteriespeicher wäre eine Option um die Grundlast auch wenn das BHKW aus ist und wenn die Produktion nicht ausreicht um Spitzenlasten abzudecken. Je nach Speicherart musst du mit 12-17ct pro kw Speicherkosten rechnen...

      Solltest also mal den Strombedarf ermitteln in Bezug auf die Dauer. Danach bestimmt sich dann die Leistungsklasse des BHKWs.
      Wie viele Stunden im Jahr benötigst du denn wieviel Wärme und Strom für die Holzauarbeitung?
      Wie groß ist der Wärmebedarf und Strombedarf von angrenzendem Wohneigentum?

      Wie oben beschrieben will ich die Produktion steigern und muss dazu andere Maschinen einsetzen. Diese haben entsprechende Anschlusswerte (siehe oben). Für mich als Laie bedeutet das ich muss das BHKW entsprechend diesen Anforderungen suchen.
      Geplant wäre somit das ein Teil der neuen Maschine (der Teil mit 15kw) am Hausanschluss hängt und der ganze andere Rest am BHKW. Das BHKW so zu Dimensionieren das ich die komplette Anlage damit versorgen könnte wäre natürlich auch Denkbar aber das wirft dann wieder zu viel thermische Leistung ab die ich nicht Abnehmen könnte. Die ca 30kw th kann ich in meinem zwei Trockenkammern schon Nutzen. Ich sollte dort 60 - 65Grad dauerhafte Temperatur erreichen um kurze Trockenphasen zu erreichen. Ein kleiner Anteil dann noch fürs Haus. So meine Gedanken bislang.

      Ich würde mir eben wünschen das das Gesamtpacket entweder Null-Null oder mit leichtem Plus funktioniert. Einbußen wären jetzt erher schlecht da am Brennholz nicht so die fetten Gewinne hängen bleiben.
    • Du wirst erhebliche Probleme mit dem Versorger bekommen, wenn Du weit mehr als 30 kW ziehst. Auf die Gefahr hin, dass ich Dich falsch verstehe: Es geht nicht, dass Du z. B. (Maschinen addiert) 45 kW ziehst, der Anschluss nur 30 kW hat und die fehlenden 15 kW vom BHKW kommen.

      Du musst in jedem Fall vorher eine Netzanfrage starten, ob Du das BHKW überhaupt installieren darfst und kannst in Teufels Küche kommen, wenn Du Dich da nicht dran hältst...
      Thomas Deus
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    • Hans_Dampf schrieb:

      Du wirst erhebliche Probleme mit dem Versorger bekommen, wenn Du weit mehr als 30 kW ziehst. Auf die Gefahr hin, dass ich Dich falsch verstehe: Es geht nicht, dass Du z. B. (Maschinen addiert) 45 kW ziehst, der Anschluss nur 30 kW hat und die fehlenden 15 kW vom BHKW kommen.

      Du musst in jedem Fall vorher eine Netzanfrage starten, ob Du das BHKW überhaupt installieren darfst und kannst in Teufels Küche kommen, wenn Du Dich da nicht dran hältst...
      Das ich über den Versorgeranschluss nicht mehr als 30kw ziehen kann ist mir klar. Darum ja die Idee mit dem BHKW.
      Mal angenommen ich verzichte auf die Einspeisevergütung.. warum kann ich mir kein BHKW auf den Hof stellen das mir meine Maschinen mit Strom versorgt?
    • Das BHKW ist kein Ersatz für eine Verstärkung des Hausanschlusses bzw. Netzzuganges !!
      Ohne Änderung der aktuellen Anschlußleistung/Kabelquerschnitte können die neuen Maschinen nur an einem echten Notstromgenerator entsprechender Größe betrieben werden. Dort dann Wärme auszukoppeln sollte das geringste Problem sein.

      Grüße
      Pöl BHKW Tiger †
      Pöl BHKW Raptor †
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