Wirtschaftlichkeitsbetrachtung eines 50 kW BHKW

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    • Ich muss gestehen, dass es mir, sollte es um Bitcoins gehen, extrem schwer fällt, hier auch nur irgendetwas zu einer Lösung beizutragen. Ist mir alles ein wenig zu windig und riecht alles insgesamt zu sehr nach generellem Beschiss....

      Kann mich aber auch irren...
      Thomas Deus
      -Geschäftsführer-
      Fa. GO BHKW GmbH
      Trinenkamp 50, 45889 Gelsenkirchen
      www.go-bhkw.de
    • Rein aus dem Bauch raus geht's mir auch so. Aber vielleicht muss man unter 30 sein um Erfindungen wie Krypto-"Währungen" etwas Positives abzugewinnen.

      Übrigens übersteigt laut Zeitungsmeldungen der weltweite Stromverbrauch für Krypto-Mining bereits den Dänemarks. Wenn das alles (wie in Dänemark) Wind- oder Solarstrom wäre, könnt's einem ja Wurscht sein, aber das meiste davon ist leider Kohlestrom (produziert mit <30% Wirkungsgrad und ohne Abgasreinigung) in China.

      Im Vergleich dazu ist mit dem SUV zum Bioladen fahren ja noch fast nachhaltig... :(
      Viessmann Vitotwin 300-W (1 kWel, 6 kWth) seit 2012

      PV-Anlage 8,45 kWp (65 x Solarworld SW 130poly Ost/Süd/West, SMA 5000 TL und 3000) seit 2010

      Solarthermie 14 qm Flachkollektoren seit 2004 (Vorgänger 8 qm 1979-2003)
    • Hallo miteinander,

      also ohne sinnvolle Wärmenutzung lässt sich m.E. auch eine 50kW Anlage nicht sinnvoll betreiben.

      ...aber -und das wurde ja schon angesprochen- da könnte man in einem Rechenzentrum sogar was haben finden.

      Beruflich hatte ich mal ein Projekt mit BHKW (für Strom), Adsorberanlage (für Kälte)
      und ontop -gerade für Rechenzentren äußerst interessant- mit einer Netzersatzlösung via BHKW umgesetzt.

      Die Adsorber sind recht teuer, aber vll. finden sich mittlerweile auch Absorber die das Leistungsspektrum abdecken.

      Zum Einsatz kamen ein 50kW netzersatzfähiges Gerät von KW-Energie und 2 Adsorber von Invensor
      Das war eine echt sauberer Lösung.

      Was mir noch in Erinnerung blieb, Vorsicht beim Klemmen der Netzersatzlösung mit der USV.
      Irgendwas hat sich nicht vertragen und da musste mit einem top-Elektriker eine normabweichende(!!!) Lösung gefunden werden.

      Nachtrag: Ich glaub das Problem lag im Bereich des Umschaltens von Netz- auf Ersatzbetrieb. Glaub -soweit ich mich entsinnen kann- da kam es zu einem undefinierten Zustand des Neutralleiters und dabei hat es Komponenten der USV zerschossen. Hatten wir dann gelöst, aber das war nichts wo man vorher unbedingt hätte drauf kommen können ;)

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    • Naja, das Problem dürfte wohl darin liegen, das die USV bei Netzausfall sofort anspricht.
      Das BHKW geht wohl erstmal aus, schaltet dann auf Ersatzbetrieb um und springt wieder an. Die Umschaltung ist eine komplette Trennung vom öff. Stromnetz. Das dauert instgesamt 1-2 Minuten, bis ein NE-BHKW wieder Strom liefert. So Probleme stellt man erst im Betrieb fest - vorher kaum möglich.
    • Nee,
      das wäre recht trivial gewesen.

      USV "schaltet" auch weniger, viel mehr agiert sie inline und absolut unterbrechungsfrei.
      BHKW ist auch recht flott, glaub KW geht nicht mal aus, aber natürlich nicht unterbrechungsfrei.

      Wie gesagt,
      ganz bekomm ich es nicht mehr zusammen, glaub es hatte was mit nem "schwebenden N" zu tun.
      Kann sein -d.h. ich weiss es nicht mehr sicher- dass allpolige Netztrennung hier eine Rolle spielte.
      Letztlich ist beim Probelauf die Leistungselektronik der USV abgeraucht. Nicht nur teuer (was im 5-stelligen) sondern vor allem ärgerlich, da Kernbereich des Kunden betroffen war.

      Nur als Hinweis gedacht,
      dass -wenn jemand sowas umsetzt- hierauf besonders achten sollte.

      ...und für's Konzept:
      Redundanz in der Stromversorgung ist Rechenzentren echt was wert.
      Versprechen oder garantieren würde ich es allerdings nicht, denn BHKW ist nunmal Störungsanfälliger als ne USV, Netzausfall kann auch bei der Wartung passieren und genau genommen bräucht man auch vom Versorger ne Garantie, dass bei Netzausfall nicht die Gasversorgung betroffen ist.
      ...etwas Zuviel des Guten.

      Das an sich eine höhere Ausfallsicherheit bestehen sollte und die USV (zumindest Batteriepack) etwas kleiner ausgelegt werden könnte, sind vielleicht doch noch Kriterien die es interessanter aussehen lassen.
    • ?(
      Ich finde das immer bewundernswert, wenn man glaubt, dass man ohne oder nur einer teilweisen Wärmenutzung so gigantische Erlöse erzielen kann.
      Daher mal im Klartext:
      • Wirkungsgrad der KWK-Anlage unter 70% führt zu einer 100%-igen EEG-Umlage
      • Wirkungsgrad der KWK-Anlage unter 70% führt zu einem vollständigen Wegfall der Energiesteuer-Rückerstattung, die im Übrigen natürlich mit den KWK-Zuschlägen kombinierbar gewesen wäre.
      • Vermiedene Netzentgelte gibt es für Stromeigennutzung nicht
      • KWK-Zuschläge wird nur für KWK-Strom bezahlt und nicht für den Strom, der beim Wegkühlen entsteht.
      • Jedes Jahr muss bei einer Notkühlung ein Sachverständigengutachten nach FW 308 realisiert werden
      • Wenn es dumm läuft, muss der Hocheffizienznachweis auf Basis den gemessenen Daten erhoben werden - und damit kann es zum vollständigen Entfall des KWK-Zuschlags kommen
      Natürlich kann man das durch eine entsprechende Absorptionskältemaschine wieder ausgleichen.

      Aber mit Klimaschutz hat das sicherlich nichts zu tun - :thumbdown:
      falls es um Bitcoins geht, ist dies das genaue Gegenteil eines sinnvollen Klimaschutzes. <X
      Viele Grüße,

      Markus

      Markus Gailfuß
      BHKW-Infozentrum - Informationen über BHKW
      BHKW-Consult

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von BHKW-Infozentrum ()

    • Absorberkühlmaschine

      Beim Betrieb eines BHKW und einer Absorberkühlmaschine würde mich die "mindest Arbeitstemperatur" letzterer interessieren, denn diese Maschinen benötigen mindestens 90°C um überhaupt eine nennenswerte Leistung zu bringen.
      Wie lange der Motor eine Kühlmeiumstemperatur jenseits von 95°C aushält, würde mich interessieren!

      Ich glaube in den obigen Wortmeldungen dürfte sich ein Bezeichnungsfehler eingeschlichen haben denn diese Kühlmaschinen heissen "Absorbermaschinen" nicht Adsorbermaschinen und funktionieren mit einer Lithiumbromid / Wassermischung unter relativ hohem Vakuum!
    • Es gibt sowohl Adsorber als auch Absorber.

      Bei einem Absorber braucht man nicht zwingend 90°C Vorlauftemperatur. Grundsätzlich gilt aber, dass die Effizienz der Kältemaschine mit höherer Austreibertemperatur, die durch das BHKW erbracht wird, steigt.
      90°C Vorlauf ist aber für eine BHKW-Anlage nichts Besonders. Wenn die Rücklauftemperatur unter 70°C bleibt, ist das auch für eine kleinere BHKW-Anlage entspannt.
      Viele Grüße,

      Markus

      Markus Gailfuß
      BHKW-Infozentrum - Informationen über BHKW
      BHKW-Consult
    • So isses

      und bei oben genannten Adsorber ist das Kältemittel...Wasser

      Das lagert sich halt in einem Stoff mit gigantischer Oberfläche an
      und wird dann mit den 90°C wieder ausgetrieben (Das ganze im Unterdruck und damit auch mit den niederen Temperaturen).
      Mit zwei Einheiten je Gerät wird so wechselseitig gekühlt und ausgetrieben
      und schon ist's kontinuierlich.

      Funktioniert wunderbar (auch mit bissl unter 90°C),
      allerdings ist die Anlagentechnik recht teuer. Vom Aufbau her einfach, aber halt kein Massenmarkt.
      Schade, bei echt großen Stückzahlen könnte der Preis interessant werden für Klimatisierung via Solarthermie, wo doch der Solarertrag so herrlich mit dem Kühlungsbedarf zusammenpasst.