Wirtschaftlichkeitsbetrachtung eines 50 kW BHKW

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    • Wirtschaftlichkeitsbetrachtung eines 50 kW BHKW

      Servus Zusammen,

      hier geht es um ein Projekt mit einem 50 KW BHKW. Hier wird hauptsächlich die elektrische Energie genutzt.
      Die thermische Energie wird für die Heizung eines 10.000qm Objektes genutzt.
      Wobei die thermische Energie erstmal nicht mit bewertet wird.
      Mich interessiert es, ob ich bei meiner Rechnung etwas nicht berücksichtige?

      Investkosten : 110.000€ Brutto
      Jährliche elektrische Leistung : 438.000 kwh
      KWK-Zuschlag : 0,04€ per kwh bei 60.000 Betriebsstunden
      60.000Std / 8760Std = 6,849 Jahre * 438.000 kwh/Jahr = 3.000.000 kwh * 0,04€ = 120.000€
      Vermiedene Netznutzungsentgelte= 3.000.000kwh * 0,01€ = 30.000€
      40% Umlage je kwh: 0,06405 / 100 * 40 = 0,02562€/kwh * 3.000.000kwh = -76.860€
      Gaskosten: 146.000m³ * 6,849 Jahre * 0,0335€ = -33.498,45€
      Wartungskosten: 0,03€/kwh * 3.000.000kw = -90.000€

      Kwh Einnahmen = 3.000.000 * 0,12€ = 360.000€


      --------------------------------------------
      Kosten = 310.000€
      Invest: 110.000€
      Gaskosten: 33.500€
      40% Umlage: 76.860€
      Wartungskosten: 90.000€
      = 310.000€

      Einnahmen: = 480.000€
      KWK-Zuschlag: 120.000€
      kwh Einnahmen: 360.000€
      = 480.000€
      -------------------------------------------

      Beste Grüße
      Karlmaster

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Karlmaster ()

    • Moin,

      ich denke Du hast 1 Posten doppelt vereinnahmt .

      60.0000x50x 0,04KWK+0,01VNNE = 150.000€ ( die Eigennutzung ist in Deinem Fall keine finanzielle Einnahme sondern eine nicht getätigte Ausgabe )

      und bei Gaskosten/Gasverbrauch scheint mir ne Null zu wenig
      Pöl BHKW Tiger †
      Pöl BHKW Raptor †
      Ecopower 1.0
      Solarthermie 27m² Heat-Pipe-Röhren
      PV Anlage 1,8kWp Solarmax 2000C 15xKaneka k120

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    • Karlmaster schrieb:

      Kwh Einnahmen = 3.000.000 * 0,12€ = 360.000€
      Hallo Karlmaster,
      mal eine Verständnis-frage : ---Kwk ist doch eine Eigennutzung vorausgesetzt---zahlt der Betrieb wirklich nur 12 ct/kwh ????

      Gruß
      Erwin
      Pv seit 2000-8.67 kwp--.-therm.E.= Hackschnitzel 42%x Miscanthus 16% x Bhkw 24% x Scheitholz 8% x WW.WP 6%. x H.Öl 3%xSoTh.1%
      Pv seit 2007- 7,64 kwp
      .
      Pv seit 2014 -8,16 kwp mit Elektrospeicher 11,6 kwh 3 phas.
      Bhkw eco 3.0


    • alikante schrieb:

      Moin,

      ich denke Du hast 1 Posten doppelt vereinnahmt .

      60.0000x50x 0,04KWK+0,01VNNE = 150.000€ ( die Eigennutzung ist in Deinem Fall keine finanzielle Einnahme sondern eine nicht getätigte Ausgabe )

      und bei Gaskosten/Gasverbrauch scheint mir ne Null zu wenig
      Lediglich Mini-KWK-Anlagen bis 50 kW elektrischer Leistung erhalten für den selbstgenutzten KWK-Strom zukünftig 4 Cent KWK-Zuschlag je Kilowattstunde und Anlagen mit einer elektrischen Leistung zwischen 50-100 kW erhalten noch 3 Cent/kWh.
      und neu nach § 6 Absatz 4 Nummer 2 für Betreiber (Contracting) die KWK-Strom an Letztverbraucher in einer Kundenanlage oder in einem geschlossenen Verteilernetz liefern, soweit für diesen KWK Strom die volle EEG-Umlage entrichtet wird erhalten nach §7 (3) 2. für KWK-Anlagen
      a) für den KWK-Leistungsanteil von bis zu 50 Kilowatt: 4 Cent je Kilowattstunde,
      b) für den KWK-Leistungsanteil von mehr als 50 und bis zu 100 Kilowatt: 3 Cent je Kilowattstunde,
      c) für den Leistungsanteil von mehr als 100 und bis zu 250 Kilowatt: 2 Cent je Kilowattstunde,
      d) für den Leistungsanteil von mehr als 250 Kilowatt bis zu 2 Megawatt: 1,5 Cent je Kilowattstunde und
      e) für den Leistungsanteil von mehr als 2 Megawatt: 1 Cent je Kilowattstunde,
      Bei stromkostenintensiven Unternehmen kommen zukünftig für die nicht in ein öffentliches Netz eingespeiste Strommengen die KWK-Fördersätze zur Anwendung, die nach dem KWK-G 2012 gezahlt werden.
      Förderdauer
      Die Förderdauer beträgt zukünftig bis zu einer elektrischen KWK-Leistung bis zu 50 kW 60.000 Vollbenutzungsstunden. KWK-Anlagen über 50 kW erhalten wie bisher eine KWK-Förderung über einen Zeitraum von 30.000 Vollbenutzungsstunden.
      --------------------------------------------------

      Die KWK + VNNE bekommt man überwiesen, so steht es zu mindestens überall.


      Förderung Gesetze KWK
      Gesetz (2016)
      Stromeinspeisevergütung
      Einspeisevergütung EEX, aktuell ca. 3,309 ct/kWh
      vermiedene Netznutzung, aktuell HB ca. 1,67 ct/kWh
      Direktvermarktung bei > 100 kWel
      Anmeldung beim und Auszahlung vom Netzbetreiber

      KWK
      Bonus
      Höhe siehe Grafik
      Dauer der Zahlung: 60.000 Stunden bei < 50 kW,
      30.000 h bei > 50 kW
      Anmeldung bei der BAFA, Auszahlung durch
      Netzbetreiber

      Rückvergütung der Mineralölsteuer (bei Erdgas 0,55
      ct/kWh für 10 Jahre, danach 0,442 ct/kWh)
      Anmeldung beim Hauptzollamt
      Beantragung und Auszahlung jährlich rückwirkend
      wurde auch noch nicht berücksicht.
      energiekonsens.de/media/05_Vor…0Eggersgl%C3%BC%C3%9F.pdf

      Gaskosten als Industrieller Großabnehmer = de.statista.com/statistik/date…ndustriekunden-seit-2006/
      Mehr als 0,04€/m3 zahlt man nicht - Jahresverbrauch = 146.000m³

      Beste Grüße

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    • ah df schrieb:

      Karlmaster schrieb:

      Kwh Einnahmen = 3.000.000 * 0,12€ = 360.000€
      Hallo Karlmaster,mal eine Verständnis-frage : ---Kwk ist doch eine Eigennutzung vorausgesetzt---zahlt der Betrieb wirklich nur 12 ct/kwh ????

      Gruß
      Erwin
      Servus Erwin,

      die Maschinen, die am BHKW hängen laufen 365Tage im Jahr außer bei Wartung zu 0,12€/kwh.

      Gruß Karlmaster
    • Moin,

      Karlmaster schrieb:

      Investkosten : 110.000€ Brutto
      nachdem es sich ja offenbar um einen Gewerbebetrieb handelt, würde ich alle Kosten netto ansetzen.

      ah df schrieb:

      zahlt der Betrieb wirklich nur 12 ct/kwh ????
      Erscheint mir auch sehr niedrig, zumal es sich ja anscheinend nicht um einen privilegierten Betrieb handelt. Laut Statistik kostet Industriestrom (20-500 MWh/a) für nicht privilegierte Betriebe in Deutschland knapp 15 ct/kWh, und das ist mit Sicherheit netto. Gewerbekunden zahlen sogar knapp 22 ct/kWh.

      alikante schrieb:

      und bei Gaskosten/Gasverbrauch scheint mir ne Null zu wenig
      Grundsätzlich ja. 146.000 m3 sind je nach Standort ca. 1.460.000 kWh, mal 0,0335 €/kWh gibt € 48.900 im Jahr oder € 335.000 in 6,85 Jahren.
      Andererseits braucht das BHKW allein für die Produktion von 438.000 kWh Strom im Jahr nie und nimmer 1.460.000 kWh Erdgas. Offenbar wurde hier der Gesamtverbrauch angesetzt. Das ist aber keine saubere Rechnung, denn die als Nebenprodukt erzeugte Wärme soll ja nicht bewertet werden.

      M.E. darf hier deshalb nur der anteilige Gasverbrauch für die Stromherstellung angesetzt werden. Bei angenommenen 83% Wirkungsgrad (Hs) - ohne Brennwertnutzung - wären das ca. 527.710 kWh Erdgas, d.h. 17.680 € im Jahr oder € 121.100 in 6,85 Jahren.

      Eine genauere Methode wäre, zwar den BHKW-Gesamtverbrauch anzusetzen aber davon die Kosten abzuziehen, die für die Erzeugung der gleichen Menge an Wärme in dem vorhandenen Heizkessel aufzuwenden wäre (Gutschrift). Je nach dessen Gesamtwirkungsgrad könnte es sein, dass nach dieser Rechnung etwas mehr Gaskosten beim BHKW hängen bleiben. Die entsprechenden Daten haben wir aber nicht.

      alikante schrieb:

      ich denke Du hast 1 Posten doppelt vereinnahmt .

      60.0000x50x 0,04KWK+0,01VNNE = 150.000€ ( die Eigennutzung ist in Deinem Fall keine finanzielle Einnahme sondern eine nicht getätigte Ausgabe )
      Auch nicht getätigte Ausgaben können doch beim BHKW als Einnahme (Gutschrift) angesetzt werden. Wenn der Betrieb also tatsächlich nur 12 ct/kWh Bezugsstrom zahlt, bringt ihm jede selbst genutzte BHKW-kWh eben diese 12 Cent Vorteil. Die 4 ct/kWh KWK-Zulage für selbst verbrauchten Strom kommen hinzu.

      Unterm Strich sieht die Rechnung über 6,85 Jahre nur für die Stromseite und vor Steuern also wie folgt aus:

      1) Ausgaben:
      Investition € 92.400 netto
      Erdgasbezug anteilig für Stromerzeugung € 121.100
      EEG-Umlage 40% € 76.900
      Wartung € 90.000
      Summe Ausgaben € 380.400

      2) Einnahmen bzw. Gutschriften:
      Ersparnis Bezugsstrom € 360.000
      KWK-Zulage € 120.000
      Summe Einnahmen € 480.000

      Anders gerechnet: Der Vorteil beim Cash Flow ist ca. 28.000 € im Jahr vor Zinsen, Steuern und AfA. Damit wäre die Investition nach 3,3 Jahren bezahlt: Nicht ganz so schnell wie vor Korrektur des Fehlers beim Erdgas, aber immer noch weit vor Ablauf der Förderungsdauer. In meiner früheren Firma wäre eine Investition mit diesen Zahlen genehmigt worden.

      Gruß, Sailor
      Viessmann Vitotwin 300-W (1 kWel, 6 kWth) seit 2012

      PV-Anlage 8,45 kWp (65 x Solarworld SW 130poly Ost/Süd/West, SMA 5000 TL und 3000) seit 2010

      Solarthermie 14 qm Flachkollektoren seit 2004 (Vorgänger 8 qm 1979-2003)
    • Moin

      Karlmaster schrieb:

      Mehr als 0,04€/m3 zahlt man nicht
      falsch, 0,04€/kWh ~ 0,44€/m³

      ansonsten steht die Frage wie hoch der Betrag für verdrängten Netzstrombezug tatsächlich ist ( Arbeit+Leistung ) dies ist eine Gutschrift des BHKW, ich wollte nur klarstellen das hier kein Geld fliesst !
      Wenn die Wärme aussen vor bleiben soll hat sailor natürlich richtig gerechnet indem er den Gasbezug dafür weggelassen hat.

      Was die Energiesteuer auf in KWK-Anlagen verbrauchtes Gas anbelangt gibt es neuerdings eine Aufrechnung mit allen für die Anlage gezahlten Beihilfen Stichwort EnSTransV

      Grüße
      Pöl BHKW Tiger †
      Pöl BHKW Raptor †
      Ecopower 1.0
      Solarthermie 27m² Heat-Pipe-Röhren
      PV Anlage 1,8kWp Solarmax 2000C 15xKaneka k120

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    • Wer ohne Vorliegen eines elektrischen Lastgangs ein 50-kW-BHKW hinsichtlich Wirtschaftlichkeitsberechnung etc. beurteilen will, kann mir dann bitte im nächsten Step die Lottozahlen voraussagen.

      Wie viel Wärme wird denn in dem Objekt gebraucht?

      Kann an mir liegen, aber mit den Daten kann ich nix anfangen
      Thomas Deus
      -Geschäftsführer-
      Fa. GO BHKW GmbH
      Trinenkamp 50, 45889 Gelsenkirchen
      www.go-bhkw.de
    • alikante schrieb:

      Was die Energiesteuer auf in KWK-Anlagen verbrauchtes Gas anbelangt gibt es neuerdings eine Aufrechnung mit allen für die Anlage gezahlten Beihilfen
      Richtig: Wenn man die vollständige Steuererstattung nach § 53a Absatz 6 EnergieStG beantragt (bei Erdgas 5,50 €/MWh), wie wir das bisher alle gemacht haben, gibt es ab dem Verbrauchsjahr 2018 Geld erst nach vollständiger Aufrechnung mit der BAfA-Förderung. (Außer bei Brennstoffzellen, da geht die Entlastung nach § 47 Absatz 1 Nr. 3 EnergieStG und ist deshalb von der Aufrechnung nicht berührt.)

      Beantragt man aber stattdessen die teilweise Steuererstattung nach § 53a Absatz 1 EnergieStG (bei Erdgas 4,42 €/MWh), so findet keine Aufrechnung statt. In den Erläuterungen des Zolls zu dem neuen Formular 1135 ist ausdrücklich festgelegt, dass Anträge nach Absatz 6, in denen keine Angaben zur erhaltenen Förderung gemacht werden, als Anträge nach Absatz 1 behandelt werden. Oder man stellt seinen Antrag halt gleich nach Absatz 1.

      Der TS hat in seiner Rechnung hier wohl ohnedies keine Steuererstattung angesetzt. Ist m.E. auch besser - wer weiß was dem Gesetzgeber in den nächsten Jahren noch alles einfällt. Und wenn die Wirtschaftlichkeit eines BHKW hauptsächlich von der Energiesteuererstattung abhängt, sollte man es sowieso besser bleiben lassen.
      Viessmann Vitotwin 300-W (1 kWel, 6 kWth) seit 2012

      PV-Anlage 8,45 kWp (65 x Solarworld SW 130poly Ost/Süd/West, SMA 5000 TL und 3000) seit 2010

      Solarthermie 14 qm Flachkollektoren seit 2004 (Vorgänger 8 qm 1979-2003)
    • sailor773 schrieb:

      Moin,

      Karlmaster schrieb:

      Investkosten : 110.000€ Brutto
      nachdem es sich ja offenbar um einen Gewerbebetrieb handelt, würde ich alle Kosten netto ansetzen.
      Richtig.

      ah df schrieb:

      zahlt der Betrieb wirklich nur 12 ct/kwh ????
      Erscheint mir auch sehr niedrig, zumal es sich ja anscheinend nicht um einen privilegierten Betrieb handelt. Laut Statistik kostet Industriestrom (20-500 MWh/a) für nicht privilegierte Betriebe in Deutschland knapp 15 ct/kWh, und das ist mit Sicherheit netto. Gewerbekunden zahlen sogar knapp 22 ct/kWh.
      Mit privilegierten Betrieb, meinst du was genau?
      Es ist ein IT-Betrieb mit sehr hohen Strombedarf (Rechenzentrum)



      alikante schrieb:

      und bei Gaskosten/Gasverbrauch scheint mir ne Null zu wenig
      Grundsätzlich ja. 146.000 m3 sind je nach Standort ca. 1.460.000 kWh, mal 0,0335 €/kWh gibt € 48.900 im Jahr oder € 335.000 in 6,85 Jahren.Andererseits braucht das BHKW allein für die Produktion von 438.000 kWh Strom im Jahr nie und nimmer 1.460.000 kWh Erdgas. Offenbar wurde hier der Gesamtverbrauch angesetzt. Das ist aber keine saubere Rechnung, denn die als Nebenprodukt erzeugte Wärme soll ja nicht bewertet werden.
      Vorerst wird die Wärme nicht bewertet.


      M.E. darf hier deshalb nur der anteilige Gasverbrauch für die Stromherstellung angesetzt werden. Bei angenommenen 83% Wirkungsgrad (Hs) - ohne Brennwertnutzung - wären das ca. 527.710 kWh Erdgas, d.h. 17.680 € im Jahr oder € 121.100 in 6,85 Jahren.
      Danke.

      Eine genauere Methode wäre, zwar den BHKW-Gesamtverbrauch anzusetzen aber davon die Kosten abzuziehen, die für die Erzeugung der gleichen Menge an Wärme in dem vorhandenen Heizkessel aufzuwenden wäre (Gutschrift). Je nach dessen Gesamtwirkungsgrad könnte es sein, dass nach dieser Rechnung etwas mehr Gaskosten beim BHKW hängen bleiben. Die entsprechenden Daten haben wir aber nicht.
      Werden noch kommen.

      alikante schrieb:

      ich denke Du hast 1 Posten doppelt vereinnahmt .

      60.0000x50x 0,04KWK+0,01VNNE = 150.000€ ( die Eigennutzung ist in Deinem Fall keine finanzielle Einnahme sondern eine nicht getätigte Ausgabe )
      Auch nicht getätigte Ausgaben können doch beim BHKW als Einnahme (Gutschrift) angesetzt werden. Wenn der Betrieb also tatsächlich nur 12 ct/kWh Bezugsstrom zahlt, bringt ihm jede selbst genutzte BHKW-kWh eben diese 12 Cent Vorteil. Die 4 ct/kWh KWK-Zulage für selbst verbrauchten Strom kommen hinzu.
      Unterm Strich sieht die Rechnung über 6,85 Jahre nur für die Stromseite und vor Steuern also wie folgt aus:

      1) Ausgaben:
      Investition € 92.400 netto
      Erdgasbezug anteilig für Stromerzeugung € 121.100
      EEG-Umlage 40% € 76.900
      Wartung € 90.000
      Summe Ausgaben € 380.400

      2) Einnahmen bzw. Gutschriften:
      Ersparnis Bezugsstrom € 360.000
      KWK-Zulage € 120.000
      Summe Einnahmen € 480.000

      Anders gerechnet: Der Vorteil beim Cash Flow ist ca. 28.000 € im Jahr vor Zinsen, Steuern und AfA. Damit wäre die Investition nach 3,3 Jahren bezahlt: Nicht ganz so schnell wie vor Korrektur des Fehlers beim Erdgas, aber immer noch weit vor Ablauf der Förderungsdauer. In meiner früheren Firma wäre eine Investition mit diesen Zahlen genehmigt worden.

      Gruß, Sailor
    • alikante schrieb:

      Moin

      Karlmaster schrieb:

      Mehr als 0,04€/m3 zahlt man nicht
      falsch, 0,04€/kWh ~ 0,44€/m³
      ansonsten steht die Frage wie hoch der Betrag für verdrängten Netzstrombezug tatsächlich ist ( Arbeit+Leistung ) dies ist eine Gutschrift des BHKW, ich wollte nur klarstellen das hier kein Geld fliesst !
      Wenn die Wärme aussen vor bleiben soll hat sailor natürlich richtig gerechnet indem er den Gasbezug dafür weggelassen hat.

      Was die Energiesteuer auf in KWK-Anlagen verbrauchtes Gas anbelangt gibt es neuerdings eine Aufrechnung mit allen für die Anlage gezahlten Beihilfen Stichwort EnSTransV

      Grüße
      Jep, du hast recht.
      Da hatte ich einen großen Fehler drinnen.
      Stichwort "EnSTransV" danke dafür.
    • Hans_Dampf schrieb:

      Wer ohne Vorliegen eines elektrischen Lastgangs ein 50-kW-BHKW hinsichtlich Wirtschaftlichkeitsberechnung etc. beurteilen will, kann mir dann bitte im nächsten Step die Lottozahlen voraussagen.

      Wie viel Wärme wird denn in dem Objekt gebraucht?

      Kann an mir liegen, aber mit den Daten kann ich nix anfangen
      Servus Hans_Dampf,

      mit elektrischen Lastgangs, meinst du wie lange elektrische Last gezogen wird?

      24 Stunden 365 Tage im Jahr.

      Wärme, wird vorerst nicht mit berücksichtigt, wie oben schon geschrieben.

      Das BHKW dient für ein Rechenzentrum, daher vorwiegender Blick erstmal auf die Stromerzeugung.

      Am Objekt selbst wird es die Möglichkeit geben einen Kessel zu beheizen etc., soweit sind wir aber noch nicht.

      Beste Grüße
      P.S.: Ein paar Lottozahlen hätte ich im Angebot.
    • alikante schrieb:

      ist ziemlich sicher eine Berechnung für Schule/Uni/o.ä. da sind die Rahmenbedingungen nie exakt beschrieben. Ein reales Ergebnis ist dabei zweitrangig..........

      Grüße
      Servus alikante,

      da ich bisher noch keine BHKWs berechnet habe und dies hier ein Forum ist um Tipps und Erfahrungen weitergeben zu können bin ich hier und schreibe meine Fragen/Antworten hier rein.

      Da ich kein Profi bin muss ich eben noch dazu lernen, durch ein Forum.

      Du bist sicherlich auch kein Wirtschaftlichkeitsberechnerexperte von Anfang an gewesen sein.

      Natürlich ist das Ergebnis wichtig, aber es kommt nicht auf ein paar Euros an....

      Peace
    • Karlmaster schrieb:

      Mit privilegierten Betrieb, meinst du was genau?
      Privilegierte Betriebe sind solche (insbesondere stromintensive Unternehmen bestimmter Branchen), die auf Grund von §§ 63ff EEG ("Besondere Ausgleichsregelung") ganz oder teilweise von der Zahlung der EEG-Umlage befreit sind. Das gilt aber nur für den Stromanteil oberhalb 1000 MWh/Jahr, dürfte also im vorliegenden Fall nicht greifen. Für ihren 1000 MWh/a übersteigenden Verbrauch erhalten privilegierte Betriebe dadurch einen Kostenvorteil von 80-85% der EEG-Umlage, 2019 also gut 5 ct/kWh netto.
      Viessmann Vitotwin 300-W (1 kWel, 6 kWth) seit 2012

      PV-Anlage 8,45 kWp (65 x Solarworld SW 130poly Ost/Süd/West, SMA 5000 TL und 3000) seit 2010

      Solarthermie 14 qm Flachkollektoren seit 2004 (Vorgänger 8 qm 1979-2003)
    • alikante schrieb:

      ist ziemlich sicher eine Berechnung für Schule/Uni/o.ä. da sind die Rahmenbedingungen nie exakt beschrieben.
      Dachte ich auch zuerst, aber nach den inzwischen bekannten Daten geht es wohl eher um das Mining von Krypto-Währungen.

      Wenn das so ist, stellt sich die Frage ob und wie die Wärme aus dem BHKW tatsächlich genutzt werden kann. Jedenfalls bestimmt nicht für die Beheizung der Betriebsräume, eher schon für den Betrieb einer Absorptions-Wärmepumpe zur Klimatisierung. Das kann sich natürlich auf die Berechnung auswirken. Wenn die Wärme nicht oder nicht vollständig nutzbar ist, müssen mehr oder alle Kosten (insbesondere für Erdgas) der Stromerzeugung zugerechnet werden und die Bilanz verschlechtert sich um bis zu 200.000 €: Und schwupp rechnet sich das nicht mehr.

      Übrigens: Die Frage der umsatzsteuerlichen Behandlung eines solchen Geschäftes übersteigt mein Fachwissen bei weitem. Es ist denkbar, dass Vorsteuer womöglich nicht geltend gemacht werden kann. Dann müssten alle Kosten tatsächlich brutto gerechnet werden.
      Viessmann Vitotwin 300-W (1 kWel, 6 kWth) seit 2012

      PV-Anlage 8,45 kWp (65 x Solarworld SW 130poly Ost/Süd/West, SMA 5000 TL und 3000) seit 2010

      Solarthermie 14 qm Flachkollektoren seit 2004 (Vorgänger 8 qm 1979-2003)
    • Mir ist auch absolut unklar, wo denn die Wärme hingehen soll... Sind wenigsten 700.000 kWh, die muss man erstmal verpulvern, vor allem auch am 10 Juli... Klappt das nicht, ist die gesamte Stromproduktion hinfällig, gaaaanz gaaaanz kleines BHKW-Einmaleins
      Thomas Deus
      -Geschäftsführer-
      Fa. GO BHKW GmbH
      Trinenkamp 50, 45889 Gelsenkirchen
      www.go-bhkw.de
    • Moin zusammen,

      ja Sailor mir schwant das mittlerweile auch.

      Damit tut sich ein weiteres Problem auf, denn nicht nur die Wärme des BHKW muss irgendwie abgeführt werden sondern auch die aus den 438.000 kwh elt. denn die kommt aus den Boliden hinten als Wärme wieder raus.

      @Karlmaster es ist nicht das erste mal das hier jemand mit so ner Idee ums Eck kam, es gab aber Keinen dessen Rechnung am Ende aufgegangen wäre.

      Grüße
      Pöl BHKW Tiger †
      Pöl BHKW Raptor †
      Ecopower 1.0
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    • alikante schrieb:

      Damit tut sich ein weiteres Problem auf, denn nicht nur die Wärme des BHKW muss irgendwie abgeführt werden sondern auch die aus den 438.000 kwh elt. den die kommt aus den Boliden hinten als Wärme wieder raus.
      Das kommt ja noch hinzu.... mit der Abwärme der Rechner kannst Du die Bude zum Großteil alleine beheizen...
      Thomas Deus
      -Geschäftsführer-
      Fa. GO BHKW GmbH
      Trinenkamp 50, 45889 Gelsenkirchen
      www.go-bhkw.de