Defekter Stirlingmotor beim Brötje EcoGen WGS 20.1

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    • Also erstmal danke. Gemäß Montageanleitung wird das Gehäuse ausgerichtet und nicht der Motor. Somit hängt es de facto schief...
      Danke Euch für Eure Hilfe.

      Es bleibt die Frage: Würdet ihr reparieren?
      Danke!
      Bilder
      • Monatgeanleitung 1.png

        1,01 MB, 1.599×899, 6 mal angesehen
      • Montageanleitung 2.png

        935,09 kB, 899×1.599, 6 mal angesehen
      • Montageanleitung 3.png

        1,08 MB, 899×1.599, 7 mal angesehen
    • Lui hat oben schonmal über dem Preis gemutmasst.
      Nun die von Brötje hab ich nicht aber der Stirling ist vom gleichen Hersteller wie beim Viessmann. Und dort steht die Stirlingeinheit mit rund 9.600,-€ netto in der Liste. Vielleicht wurde da früher mal in Richtung 2500,- spekuliert, aber das dürfte heute illusorisch sein. Da kommen keine hohen Stückzahlen mehr, das Ding ist und bleibt daher teuer.
    • Bekwk schrieb:


      Es bleibt die Frage: Würdet ihr reparieren?

      Nun, wenn die Reparatur über Gewährleistung läuft - natürlich. Wenn man einen Motor günstig auftreiben kann, dann auch. Viessmann kauft ja aktuell die Vitotwin zurück und verkauft dafür Vitovalor. Vielleicht bekommt man mit etwas Suche einen ausrangierten Motor günstig. Ansonsten ggf. mal über Remeha oder ÖkoFen anfragen - der Motor ist (zumindest vor der Modifikation durch ÖkoFen) der Gleiche. Wenn der Motor aber runde 10.000 Euro kostet, würde ich den stilllegen und bei den gegebenen Verbräuchen ggf. Ersatzweise einen NeoTower Living anschaffen. Die Therme heizt ja auch ohne Stirling. Oder die KWK ganz abschaffen. Was die Folgen im Hinblick auf das Steuerrecht in diesem Fall anbetrifft, vermag ich jedoch nicht zu beurteilen.
      Man achte darauf, dass der BHKW-Lieferant nicht gegen § 312 StGB verstößt. :neo:
      Aktuelle BHKW-Meldungen vom BHKW-Forum e.V.
      -> bhkw-infothek.de/nachrichten/
    • Moin,

      an Deiner Stelle würde ich Brötje nochmal kontaktieren und klar machen das Du sowohl rechtliche Mittel nutzen wirst als auch an die Öffentlichkeit gehst wenn keine "kulante" Lösung zustande kommt. Schließlich hat der Werkskundendienst zur zweiten Wartung Fehlermeldungen quittiert aber dabei die Fehlerursache nicht abgestellt, wissend das das Gerät ohne Fehlerbeseitigung defekt gehen wird!! Diese Unterstellung muss Brötje erstmal glaubhaft dementieren.

      mfg

      PS : google wir hier gehäuft die Stichworte Brötje , Kulanz , Defekt finden.... Wenn ich der Hersteller wäre würde mir einiges an einem guten Ausgang der Geschichte liegen :whistling:
      Pöl BHKW Tiger †
      Pöl BHKW Raptor †
      Ecopower 1.0
      Solarthermie 27m² Heat-Pipe-Röhren
      PV Anlage 1,8kWp Solarmax 2000C 15xKaneka k120
    • alikante schrieb:

      Schließlich hat der Werkskundendienst zur zweiten Wartung Fehlermeldungen quittiert aber dabei die Fehlerursache nicht abgestellt, wissend das das Gerät ohne Fehlerbeseitigung defekt gehen wird!! Diese Unterstellung muss Brötje erstmal glaubhaft dementieren.
      Sorry, alikante, aber: Wenn Du behauptest, ich hätte....., dann muss ich beweisen, dass ich es nicht getan habe?

      Oder muss der Anlagenbetreiber hier beweisen, dass der Sachverhalt so wie von Dir beschrieben war?

      Ich kriege nämlich von Brötje noch 3 Millionen Euro.... und jetzt müssen die erstmal beweisen, dass dies nicht so ist, ansonsten zahlen!
      Thomas Deus
      -Geschäftsführer-
      Fa. GO BHKW GmbH
      Trinenkamp 50, 45889 Gelsenkirchen
      www.go-bhkw.de
    • GM1967 schrieb:

      Vor allem kontrolliert bei Wartungen keiner mehr auf korrekte Montage. Das passiert bei Inbetriebnahme.
      Ansonst- der Betreiber ist in der Beweispflicht für Fehler. Und zwar derart, daß er beweisen muß daß sie bei Abnahme schon vorhanden waren.
      Und genau so isset...
      Thomas Deus
      -Geschäftsführer-
      Fa. GO BHKW GmbH
      Trinenkamp 50, 45889 Gelsenkirchen
      www.go-bhkw.de
    • Moin,

      GM1967 schrieb:

      Ansonst- der Betreiber ist in der Beweispflicht für Fehler. Und zwar derart, daß er beweisen muß daß sie bei Abnahme schon vorhanden waren.
      Wenn man nach Ende der Garantie Ansprüche aus Gewährleistung stellen möchte, scheint mir der Knackpunkt die Frage zu sein, ob das Gerät tatsächlich schief hängt. Wenn das der Fall ist (und damit meine ich eine Abweichung von deutlich mehr als ein Grad), muss dieser Fehler bereits bei Abnahme vorhanden gewesen sein (außer es hätte unterdessen ein Erdbeben gegeben und das ganze Haus stünde jetzt schief).

      Aber der Verantwortliche dafür wäre dann nicht Brötje, sondern der ausführende Installateur. Bei der Inbetriebnahme wird die Ausrichtung nicht mehr nachgemessen, selbst bei Viessmann nicht. Also kann Brötje kaum dafür verantwortlich gemacht werden, auch wenn deren KD bei der Inbetriebnahme dabei war.

      Wenn man Brötje zur Verantwortung ziehen wollte, müsste man nachweisen, dass der Schaden bei der zweiten Wartung durch einen Fehler des Wartungspersonals entstanden oder schlimmer geworden ist. Aber:

      Bekwk schrieb:

      Es gibt ein Protokoll, aber da steht eben nur drin, dass es einen vorgefundenen Mangel gab "Sterling auf Fehler 308", mehr nicht. Die Wartung wurde durchgeführt, als die Stromerzeugung schon gestockt hat.
      Das heißt doch, der Stirling war lt. Protokoll beim Erscheinen des Brötje-Wartungspersonals bereits tot. Also kann es nicht an der Wartung gelegen haben.

      Das Ganze dürfte also bei einer Reparatur darauf hinauslaufen, die € 10.000 zunächst an Brötje zu bezahlen und dann ggf. den Installateur auf Schadenersatz zu verklagen. Dazu müsste die Schieflage ordentlich dokumentiert werden (bevor sie im Rahmen der Reparatur natürlich korrigiert wird). Aber dann wird der Anwalt des Installateurs (bzw. von dessen Versicherung) geltend machen, es sei nicht nachgewiesen, dass die Schadensursache tatsächlich in der Schieflage liegt. Am Ende des Tages dürfte das Ganze bestenfalls auf einen Vergleich hinauslaufen.

      Ich würde mich an Stelle des TS jedenfalls darauf einstellen, zumindest auf dem Großteil der Reparaturkosten sitzen zu bleiben.

      Bekwk schrieb:

      Es bleibt die Frage: Würdet ihr reparieren?
      Ich persönlich würde reparieren - weniger aus technischen Gründen sondern weil ich die finanziellen Folgen einer so frühen Stilllegung für schwer beherrschbar halte. Immerhin stehen möglicherweise (Teil-)Rückzahlungen von Förderung und Umsatzsteuer im Raum, das können schnell auch ein paar tausend EUR werden.

      Bei einer Reparatur kann man dagegen die darauf bezahlte Umsatzsteuer als Vorsteuer geltend machen. Die Reparatur selbst ist eine absetzbare Betriebsausgabe. Ob das Finanzamt den daraus entstehenden Verlust anerkennt oder Schwierigkeiten macht kann ich nicht beurteilen. Aber diese Diskussion mit dem Finanzamt steht in jedem Fall ins Haus, da auch bei einer Stilllegung der Restwert ausgebucht werden muss und so ebenfalls ein Verlust entsteht.

      Vielleicht ist es möglich, Brötje wie oben empfohlen so weit unter Druck zu setzen, dass sie die Reparatur zu fairen Bedingungen anbieten, also z.B. den Stirling zum Selbstkostenpreis liefern. Außerdem sollte sichergestellt werden, dass im Rahmen der Reparatur neben der Schieflage evtl. weitere Ursachen für den Exitus des Stirling geprüft und ggf. beseitigt werden. Für die Garantie auf die Reparatur gelten die AGB von Brötje bzw. die gesetzlichen Regeln. Wenn der neue Stirling nach Ablauf dieser (nicht allzu langen) Zeit wieder die Grätsche macht, wäre das einfach Pech.

      Das Ganze hat durchaus den Charakter eines russischen Roulettes. Dennoch würde ich persönlich – wie gesagt – nach Abwägung aller Umstände die Reparatur wagen.

      Gruß, Sailor
      Viessmann Vitotwin 300-W (1 kWel, 6 kWth) seit 2012

      PV-Anlage 8,45 kWp (65 x Solarworld SW 130poly Ost/Süd/West, SMA 5000 TL und 3000) seit 2010

      Solarthermie 14 qm Flachkollektoren seit 2004 (Vorgänger 8 qm 1979-2003)
    • Tja, beweise aber mal, daß die Kiste seit Inbetriebnahme schief hängt!
      Was nun ist spielt keine Rolle - man muß beweisen daß es eben schon seit Anfang an war. Und selbst dann, 2 Jahre Gewährleistung sind rum.

      Übrigens - es geht dabei um Gewährleistung, die ist gesetzlich geregelt.
      Garantie ist eine freiwillige Leistung des Garantiegebers, die kann an Auflagen wie zB Füllwasser, Wartung,... gebunden sein.

      Ansonst, klar Reparatur.
    • GM1967 schrieb:

      Tja, beweise aber mal, daß die Kiste seit Inbetriebnahme schief hängt!
      Wegen was sollte sie denn sonst schief hängen? Falls ein Befestigungselement über die Zeit nachgegeben hätte, wäre auch das ein Installationsfehler.

      Ich wollte aber eigentlich zeigen, dass auch wenn sie schief hängt, und wenn das mit den 5 Jahren gilt, der TS sich voraussichtlich schwer tun wird, mehr als bestenfalls einen Teil des Schadens ersetzt zu bekommen.
      Viessmann Vitotwin 300-W (1 kWel, 6 kWth) seit 2012

      PV-Anlage 8,45 kWp (65 x Solarworld SW 130poly Ost/Süd/West, SMA 5000 TL und 3000) seit 2010

      Solarthermie 14 qm Flachkollektoren seit 2004 (Vorgänger 8 qm 1979-2003)
    • Danke euch für die vielen Tipps und Antworten.
      Die Stilllegung kostet in etwa so viel wie die Reparatur...Das haben wir bereits mit dem Steuerberater geprüft.
      Wenn man tatsächlich einen neuen Motor einbauen wuerde, auch eventuell gebraucht wie oben vorgeschlagen, haben wir hier wieder das Thema Wartung bzw. Installation. Wie gesagt gibt es laut unsrer Recherche im Umkreis keinen Installateur/Spezialisten, der sich auch übergreifend mit den Geräten auskennt.. Gibt es eventuell eine Liste mit möglichen Firmen sortiert nach PLZ?

      Die Anlage wurde eingebaut und nicht mehr bewegt... Waere auch viel zu schwer sie zu bewegen. Sie ist noch im Original Zustand und laut Installationsanweisung ist das Gehäuse auszurichten... Und das ist de facto schief siehe Bilder.

      Ich kenne mich mit Gewährleistung nicht sonderlich gut aus.
      Gesetz den Fall der Installateur waere bereit das auf seine Kappe zu nehmen, wie waere das Prozedere?
      Muss man immer erst reparieren und dann bzgl Gewährleistung agieren?

      Danke Euch.
    • GM1967 schrieb:

      OK Rohre im KG und Kessel - immer noch kein Bauwerk. Bauwerk ist eine gesamte Heizung. Klar ist - schief hängt das Gerät. Nur wenn das weder bei Inbetriebnahme, Wartung oder Abnahme auffällt ist das schlecht, und du hattest 2 Jahre Zeit zu reklamieren. Nun ist es zu spät.

      Lui schrieb:

      Nein, das bleibt Quatsch. Bitte § 438 Abs. 1, Nr. 2 BGB lesen. Die fünf Jahre betreffen neben Bauwerken auch Baumaterialien (wie Mauerwerk, Fenster, Brandmeldeanlage, Rohre, Heizkessel). Ausgenommen sind nur leicht austauschbare Teile wie eine Badezimmerarmatur (siehe auch Jauernig/Berger, Kommentar zum BGB, § 438 Rn. 6-8). Die Frage, ob die Heizung ein "Bauwerk" ist, oder ob diese nur mit dem Bauwerk "Haus" fest verbunden ist, kann folglich dahinstehen. Entweder hast Du bei der Schulung nicht gut zugehört, der Referent hat sich missverständlich ausgedrückt, oder der Referent sollte selbst mal wieder eine Vorlesung Schuldrecht BT besuchen. ;) Falls Du es selbst nochmal ausführlicher nachlesen möchtest: Münchener Kommentar zum BGB, § 438, Rn. 15-21. Wesentlich ist jedoch die Frage, ob ein Materialfehler (§ 438 BGB) oder ein Einbaufehler (§ 634a) im Einzelfall nachgewiesen werden kann.
      :whistling:

      Bekwk schrieb:

      Ich kenne mich mit Gewährleistung nicht sonderlich gut aus.
      Gesetz den Fall der Installateur waere bereit das auf seine Kappe zu nehmen, wie waere das Prozedere?
      Muss man immer erst reparieren und dann bzgl Gewährleistung agieren?

      Grundsätzlich greift der Vorrang der Nacherfüllung durch Nachbesserung oder Neulieferung (§ 439 BGB). Erst wenn dies nachhaltig verweigert wird oder mehrfach nicht gelingt, eröffnen sich Rücktritt und Minderung. Aber bei Euch geht es auch um Beweisfragen. Denn ist der Kessel erst demontiert, wird sich der Fehler im Streitfall nur noch schwer beweisen lassen, wenn nicht vorher auf die Beweissicherung geachtet wurde. Wenn der Installateur den Fehler nicht anerkennt und keine Nachbesserung vornehmen möchte, macht keine Fehler und sucht Euch einen Anwalt, der dann gewiss ein Gutachten empfehlen wird. Die Frage wie schief der Stirling hängt oder (gem. Vorgaben von Brötje) hängen darf, kann ich nicht beantworten. Nach der Demontage kann man aber auch im Stirling nachprüfen, ob er aufgrund von Schieflage geschliffen hat. Unabhängig von der Montagefrage könnte hier ein Mangel vorliegen, der Ansprüche begründen kann.
      Man achte darauf, dass der BHKW-Lieferant nicht gegen § 312 StGB verstößt. :neo:
      Aktuelle BHKW-Meldungen vom BHKW-Forum e.V.
      -> bhkw-infothek.de/nachrichten/
    • Moin,

      Bekwk schrieb:

      Anbei noch das Bild...
      Danke für das Bild, damit kommen wir bei den technischen Fragen weiter - nur leider nicht in Deinem Sinne.

      Soweit ich hier etwas erkennen kann, liegt die Blase in der Wasserwaage am rechten Strich, aber ragt nicht darüber hinaus. Jetzt kenne ich die Eichung Deiner Wasserwaage nicht, aber sehr eindrucksvoll sieht das nicht aus. Eine solche Abweichung könnte zumindest teilweise schon durch eine Krümmung in der Geräteabdeckung erklärbar sein. Genauer wäre es (wenn man schon am Gehäuse misst), mit einer langen Wasserwaage von Gehäusewand zu Gehäusewand zu messen, und das am besten noch an zwei oder drei verschiedenen Stellen, um evtl. Unebenheiten auszugleichen.

      Ich habe das gerade mal an unserem Gerät gemacht, das seinerzeit mit Hilfe der Dosenlibelle direkt am Stirling ausgerichtet wurde. Und siehe da, die Abweichung am Gehäuse lt. Wasserwaage ist nur geringfügig kleiner als auf Deinem Bild zu sehen ist.

      Wenn Du einen Schaden von 10.000 EUR gerichtsfest an der Schieflage festmachen willst, so musst Du zunächst mal nachweisen, dass der Stirling schief hängt: Und zwar deutlich mehr als die maximal zulässige Toleranz, die z.B. von Viessmann mit 1° Abweichung angegeben ist. Nachdem der Brötje-Stirling vom gleichen Hersteller stammt, gehe ich mal davon aus, dass das auch hier gilt. Bezogen auf 480 mm Gehäusebreite (wie bei unserem Vitotwin) müsste also z.B. der linke Rand um mehr als 480*sin 1° = (sage und schreibe) 8,4 mm niedriger hängen als der rechte, bevor auch nur die Toleranz erreicht wird. (Bei unserem Gerät sind es ca. 1,3 mm.)

      Die von Dir bildlich dokumentierte Schieflage ist demnach (bei allen Unsicherheiten der Messung) wahrscheinlich geringer als die zulässige Toleranz. Damit scheidet aus meiner Sicht Schieflage als (Haupt-)Ursache für den Tod des Stirling aus - es sei denn der Stirling selbst hängt schiefer als das Gehäuse, z.B. weil womöglich die Federlängen falsch eingestellt sind.

      Von der Frage mit den zwei oder fünf Jahren abgesehen (da werde ich mich mangels ausreichender Rechtskenntnisse nicht einmischen) dürfte es also schwierig werden, einen Montagefehler als Schadensursache nachzuweisen. Damit wäre der Installateur aus der Sache 'raus.

      Gruß, Sailor
      Viessmann Vitotwin 300-W (1 kWel, 6 kWth) seit 2012

      PV-Anlage 8,45 kWp (65 x Solarworld SW 130poly Ost/Süd/West, SMA 5000 TL und 3000) seit 2010

      Solarthermie 14 qm Flachkollektoren seit 2004 (Vorgänger 8 qm 1979-2003)