Frequenzproblem Dachs

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    • Frequenzproblem Dachs

      Hallo zusammen,

      unser Dachs mit MSR2 Modul und Abgaskondenser regelt mit der Drehzahl nachts unverhältnismäßig hoch. Insbesondere nach der einminütigen randomisierten Standardabschaltung. Aber auch zusätzlich. Dabei ist uns auch aufgefallen, dass die Lüfter im Bad und im Abstellraum simultan entsprechend hochdrehen, über die eingestellte Volllast hinaus. Wir haben dies nun seit einem Jahr beobachtet und dokumentiert, sodaß wir da einen Zusammenhang sehen.Kann dies von einer erhöhten Netzfrequenz des eigenproduzierten Stromes ausgehen oder sind Schwankungen aus dem allgemeinen Netz des EVU dafür verantwortlich? Gibt es USV oder Trenntrafos für den Dachs, um Frequenzundulationen zu glätten und kann man die randomisierte Abschaltung in den Nachmittag verlegen?
      Für hilfreiche Antworten bzw. Anregungen wären wir sehr dankbar.
      Freundliche Grüße
      Heisenberg
    • Moin und Willkommen im Forum,

      Deine Beobachtungen können nicht mit der Frequenz zu tun haben. Die Frequenz ist im gesamten Verbundnetz - von der Hotelsteckdose in Gibraltar bis zum Leichtturm am Nordkapp - die gleiche und die ist aktuell eher geringer als zu hoch. Bauart bedingt kann ein Asynchrongenerator an der Frequenz nichts ändern.
      Was aber im Bereich des Möglichen ist und sich auch so anhört wie Du es beschreibst, das Dein Dachs die Spannung in Deiner Kundenanlage anhebt bzw. das Nachts in Ermangelung großer Verbraucher weniger Spannungsfall zwischen Ortsnetztrafo und Deiner Anlage anfällt.
      Beauftrage den Netzbetreiber mit einer Messung an Deinem Netzübergabepunkt/Hausanschluß über mehrere Tage. Wenn dort Abnormalitäten festgestellt werden ist der VNB von Rechtswegen verpflichtet die Fehlerquellen zu suchen und abzustellen.

      mfg
      Pöl BHKW Tiger †
      Pöl BHKW Raptor †
      Ecopower 1.0
      Solarthermie 27m² Heat-Pipe-Röhren
      PV Anlage 1,8kWp Solarmax 2000C 15xKaneka k120
    • alikante schrieb:

      Moin und Willkommen im Forum,

      Deine Beobachtungen können nicht mit der Frequenz zu tun haben. Die Frequenz ist im gesamten Verbundnetz - von der Hotelsteckdose in Gibraltar bis zum Leichtturm am Nordkapp - die gleiche und die ist aktuell eher geringer als zu hoch. Bauart bedingt kann ein Asynchrongenerator an der Frequenz nichts ändern.
      Was aber im Bereich des Möglichen ist und sich auch so anhört wie Du es beschreibst, das Dein Dachs die Spannung in Deiner Kundenanlage anhebt bzw. das Nachts in Ermangelung großer Verbraucher weniger Spannungsfall zwischen Ortsnetztrafo und Deiner Anlage anfällt.
      Beauftrage den Netzbetreiber mit einer Messung an Deinem Netzübergabepunkt/Hausanschluß über mehrere Tage. Wenn dort Abnormalitäten festgestellt werden ist der VNB von Rechtswegen verpflichtet die Fehlerquellen zu suchen und abzustellen.

      mfg
      Hallo alikante,

      vielen Dank für die schnelle und plausible Erklärung des Problems Den Netzbetreiber hatten wir durch Zufall diese Woche bereits kontaktiert. Eine Messung wird demnächst erfolgen. Falls der Netzübergabepunkt korrekt funktionieren sollte, wäre als weitere Möglichkeit für die Anhebung der Spannung eine " gelockerte" Gasklemme(Gasmengenregulierung) in Erwägung zu ziehen?
      Will damit nur noch eine Alternative diskutieren, aber der Zusammenhang mit unseren Lüftern müsste dann direkt mit dem Dachs zu tun haben. Kann mir da aber eine Verbindung für diese Lösungsmöglichkeit nicht so richtig ableiten.

      Freundliche Grüße
      Heisenberg
    • Moin,

      nein ein mechanisches Problem würde ich ausschließen, das würde sich nur in schwankender leistung bemerkbar machen. Der Generator kann die Spannung nur in der Nachkommastelle anheben. Wenn man aber den zulässigen Spannungsfall von 3% annimmt könnte der Unterschied Tag- zu Nacht durchaus 6-7Volt betragen.

      Grüße
      Pöl BHKW Tiger †
      Pöl BHKW Raptor †
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    • Hallo GM1967,

      das müsste ich dann morgen nachfragen. Die angenommene Ursache eines Frequenzproblems kam anfänglich von Senertec selbst in Schweinfurt. Da hieß es , daß " unser Dachs Probleme mit der Frequenz hätte". Als Laie konnte ich das nicht richtig einordnen, deshalb kam der Kontakt zu diesem Forum zustande. Alikante hat dies jedoch ausgeschlossen, außer der Techniker von Senertec meint etwas anderes.
      MfG
      Heisenberg
    • Hallo zusammen,

      hier nun ein update zu unserem Fall.
      Der Netzübergabepunkt ist geprüft worden und als korrekt eingestuft worden.
      Die Lüfter im Haus drehen eine halbe Stunde nach BHKW-Start dermaßen hoch, dass ein deutlicher Luftzug zu spüren ist. Auffällig ist dabei auch ein hochfrequenter Ton am Heizwasser-Vorlauf am Dachs ( Maximum am unteren Ende des Winkels am Übergang zum Flexschlauch)
      Wie kann das zusammenhängen ?

      Freundliche Grüße
      Heisenberg
    • Spannung und Frequenz über Zeit, also das Protokoll des NB wäre sehr Interessant . Alternativ genau dort die Spannung messen wo es angeblich zu Problemen kommt, direkt an den Stromkreisen der Lüfter.

      Ist Euer Dachs während der Prüfung des NB überhaupt gelaufen ? Mein BHKW steht seit Anfang Juli weil keine Wärme benötigt wird.

      mfg
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    • Heisenberg schrieb:

      Es handelt sich hier um ein 30-Parteien-Mehrfamilienhaus.
      Sind die Lüfter Frequenzgesteuert oder gibt es Klappen die das Luftvolumen regeln ?

      mfg
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    • Die Lüfter sind von der Fa. Limodor mit konstantem Volumenstrom. Bei Lichtschalterbetätigung wird ein Nachlaufrelais aktiv. Also keine externe Steuerung. Der Klemmenplatz hierfür ist auch nicht besetzt. Das Zugluftphänomen wird zur entsprechenden Zeit auch in anderen Wohnungen wahrgenommen.
    • Heisenberg schrieb:

      Das Zugluftphänomen wird zur entsprechenden Zeit auch in anderen Wohnungen wahrgenommen.
      Wie wurde der Zusammenhang zwischen gefühlter Zugluft und Frequenz hergestellt ?

      mfg
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    • Während einer Wartungsphase lief das BHKW einen Monat lang ab 6 Uhr morgens. Dabei traten der hochfrequente Ton und der Luftzug immer um 6:10 Uhr auf. Der Luftzug dauerte dabei knapp 5 min, der hochfrequente Ton 30 min. Um 6:40 Uhr konnte man Abgaspulsationen aus dem Abluftsystem wahrnehmen. Es besteht jedoch keine direkte Verbindung zwischen Abluftsystem und dem Abgaskaminschacht. Vermutlich liegen hier Schallbrücken vor. Das Pulsationsgeräusch nimmt man dann dauerhaft wahr.
    • Fragen über Fragen

      Hat der Aufstellraum des Dachs einen Zuluft- oder Abluftschacht ?
      Ist die Dachs Abgasanlage Raumluftabhängig oder Raumluftunabhängig ?
      Wie sind die Abstände der Schächte zueinander ?
      Gibt es eine Brennwerttherme als zweiten Wärmeerzeuger, wie ist deren Startverhalten und ist deren Abgasgeräusch bekannt ?
      Warum tritt die Abgaspulsation erst 6:40Uhr auf wenn der Dachs angeblich 6:00Uhr startet ( ist der Dachsmotor tatsächlich 6:00 gestartet )??

      mfg
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    • Tippe mal, daß der Dachs hier nicht schuldig ist.
      Er kann weder Spannung noch Frequenz allein so beeinflussen.
      Pulsation im Entlüfterbereich kenne ich, das hab ich auch bei Helios. Ich säubere dann den Filter und es ist weg... Wenn da mehr als ein Lüfter am Schacht hängen, kann das von jedem kommen. Und ein Lüfter dreht bei Nullförderung schneller! Zusätzlich sollte man auch die Zuluftöffnungen kontrollieren.
    • Hallo alikante,

      der Aufstellraum hat weder Zuluft- noch Abluftschacht. Die Belüftung erfolgt über ein permanent offenes Kellerfenster. Die Abgasanlage ist raumluftunabhängig. Es handelt sich um eine Doppelabgasführung, also GBW und BHKW zusammen. Der Dachs hat hierfür eine Sonderzulassung. Der Abstand von Kamin zum Abluftschacht sind knapp 6 m. Es besteht hier jedoch keine direkte Verbindung. Der GBW ist als Spitzenlastkessel ausgelegt. Dieser ist nur im Winter aktiv.
      Weshalb die Pulsationen 40 min nach Startvorgang beginnen ist die große Frage. Der Dachsmotor startete in diesem Zeitraum tatsächlich um Punkt 6 Uhr.
      MfG
    • Hallo GM1967,

      vielen Dank für Deine Einschätzung. Der Zusammenhang zum BHKW ist gegeben. Als im besagten Monat das BHKW von 23 -6 Uhr inaktiv war, liefen die Lüfter trotzdem durch. Es waren aber die Phänomene Zugluft, hochfrequenter Ton und Abgaspulsationen nicht zu vernehmen.
      MfG
    • Moin,

      Heisenberg schrieb:

      Der GBW ist als Spitzenlastkessel ausgelegt. Dieser ist nur im Winter aktiv.
      Das ist theoretisch denkbar ABER praktisch nicht ohne externe Steuerung machbar. Der GBW schaltet auch im Sommer immer dann zu wenn der Dachs nicht genug Leistung hat, das ist in der Regel immer bei Spitzen in der WW-Bereitung der Fall.
      Bitte prüfe ab ob der GBW in diesem Fall zeitversetzt mit 100% Leistung anspringt und dabei der Gebläsebrenner das gesuchte Geräusch abgibt ( evt. nur hörbar wenn gleichzeitig der Dachs ins LAS pumpt ).

      mfg
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