Nach längerer Unterbrechung setze ich mich neu mit dem Thema auseinander

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    • Nach längerer Unterbrechung setze ich mich neu mit dem Thema auseinander

      Hallo,
      Ich hab jetzt zwar eine Pause eingelegt doch das Thema ist noch immer nicht durch für mich.
      Ich hab ein Angebot für eine Vitovalor mit Einbau für 26.500€.

      Ich wohne im Ruhrgebiet in einen
      120 m2 Haus
      Mit insgesamt
      3 Personen
      Und einen Stromverbrauch von
      5000 KW
      Und einer PV Anlage aus 2011 mit Eigenverbrauch
      1500 KW
      = 3500 KW Stromkauf
      meine Heizung, kein Brennwert, benötigt im Moment incl WW
      23500 KW Gas.

      Meine Stromverbrauch wird in der Zukunft wohl eher steigen durch die Anschaffung eines E Auto (2019/2020).

      Meine Heizungsanlage kommt langsam in die Jahre (über 20 Jahre) und fängt langsam an Reparaturkosten zu generieren.

      Lohnt da die Anschaffung nun? Wie berechne ich sowas?


      Vielen Dank für eure Gedanken zu diesem Thema

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von SimonK.27 () aus folgendem Grund: Hab was vergessen

    • Deine Antwort ist noch immer nicht klar:
      Elektro ist nicht drinnen, OK.
      Montage des Vitovalor?
      Inbetriebnahme?
      Endresultat komplett fertige, in Betrieb befindliche Anlage?
      Gedöns beim Energieversorger?

      Mit exklusive Elektro kannst Du gerade in Deiner Konstellation ganz böse auf die Nase fallen.

      Guck mal hier Messvariante 1

      Der Preis ist abhängig von vielen Faktoren, Platz im vorhandenen Zählerschrank??? Das würde ich statt uns hier mal meinen Installateur fragen....

      Und wer kümmert sich um die Förderungen? Du? Dein Installateur? Ist generell immer tricky, aber die Förderung Brennstoffzelle gibbet nicht ohne Energieberater... Der kostet wie viel?

      Man ganz doof:
      Wir sitzen ja auch im Ruhrpott, bei uns bekommst Du die Brennstoffzelle (aber keine Viessmann) für 25.000 Euro. Es fehlen dann halt nur ein paar klitzekleine Kleinigkeiten, die wir oder andere Dir dann nachberechnen... Aber zumindest im Moment der Vertragsunterschrift habe ich Dir im Verkaufsgespräch ein gutes Gefühl gegeben....

      Ein Auto mit drei Rädern, fehlender Beifahrertür und halber Windschutzscheibe ist auch dramatisch billiger als ein komplettes Auto, mit dem ich sofort losfahren kann. Aber die fehlenden Teile besorge ich Dir dann schon, unterscheib' erstmal, dann sehen wir weiter...

      Spaß beiseite: Machen wir nie so, ist Beschiss und ich verstehe auch noch immer nicht, dass sowas im Markt funktioniert.

      Du brauchst doch nur folgende Infos (teils von anderen, teils von Dir selber)
      a) Was kostet mich der Spaß unter dem ganz großen Strich, sprich mit ALLEM Drum und Dran, in Betrieb befindlich, nach Förderung?
      b) Was hätte ich ohnehin investieren müssen (neue Gastherme)? Wie lange hätte das neue Ding halten sollen (wohl wieder 20 Jahre?) Macht es da mit Blick auf 2037 Sinn, das Thema Strom/E-Mobilität bei der Investition in eine neue Heizung nicht zu berücksichtigen?

      Weitere Fragen sind:
      Die alte Heizung funktioniert ja noch, ist aber keine Brennwertheizung. Wenn nunmehr eine Reparatur anfällt (500 Euro??), wendest Du diese auf und hast danach wieder eine alte Heizung. Macht das Sinn?
      Thomas Deus
      -Geschäftsführer-

      Fa. GO BHKW GmbH
      Trinenkamp 50, 45889 Gelsenkirchen
      www.go-bhkw.de
    • Moin Simon,

      SimonK.27 schrieb:

      Scheint also nicht so gut zu sein das Angebot.
      Die Vitovalor wird zur Zeit bei Loebbeshop (einem meines Wissens relativ günstigen Anbieter) an Endkunden ohne Einbau für 22.600 EUR brutto angeboten. Das heißt, bei Deinem Angebot wären (je nachdem zu welchen Konditionen Dein HB die Vitovalor bezieht) rund 4.000 EUR brutto (plus X) für die Montage enthalten. Zum Vergleich: Wir haben seinerzeit für den hydraulischen Anschluss unseres Vitotwin (einschl. neuer Heizpumpe sowie Abbau und Entsorgung des alten Ölheizkessels) knapp 6.500 EUR brutto bezahlt.

      Also ich halte das Angebot als solches für nicht schlecht. Ob der Anbieter seriös ist, und ob da wirklich alle Kosten (außer Elektro) enthalten sind oder womöglich noch was nachkommt, kann ich natürlich nicht beurteilen.

      Der elektrische Anschluss einschl. Montage aller Messfühler, Installation eines neuen Zählerplatzes und einem Einspeisezähler für die Kaskade hat bei uns dann noch mal knapp 1.500 EUR brutto gekostet. (Wir haben das bei dem Elektriker machen lassen, der zuvor auch die PV-Anlage installiert hat.) Und der Kaminkehrer wollte 80 EUR brutto für die Abnahme der Anlage. Beides wird bei einer Vitovalor nicht wesentlich anders sein.

      Wenn bei Dir noch kein hydraulischer Abgleich gemacht wurde, kommen dafür noch ca. 500-1000 EUR hinzu, plus ggf. die Kosten für den Einbau voreinstellbarer Thermostatventile. Energieberater weiß ich nicht, aber m.W. sind die Kosten dafür wiederum förderfähig.

      Ansonsten kann ich mich den Ratschlägen von Hans_Dampf nur anschließen: Ob sich die Sache für Dich lohnt, musst Du unter Berücksichtigung sämtlicher Kosten, Förderungen und Alternativen selbst ausrechnen.

      Bei der Abschätzung des Vorteils aus dem Eigenverbrauch von Bz-Strom solltest Du noch zwei Dinge berücksichtigen:

      1) Der Strom aus der Brennstoffzelle wird mit Hilfe der Zählerkaskade vorrangig genutzt, weil er die niedrigsten Opportunitätskosten hat. Das bedeutet aber, dass dann auch ein Teil des jetzigen Eigenverbrauchs aus der PV-Anlage durch Bz-Strom substituiert wird. Bei uns war das etwa ein Viertel. Bei einer Brennstoffzelle dürfte es eher mehr sein, weil die im Gegensatz zu unserem Vitotwin (das von Mitte Mai bis Mitte September fast immer steht) auch im Sommer die ganze Zeit durchlaufen soll.

      2) Der Nutzen einer Vitovalor für das Laden eines Elektroautos ist begrenzt. Angenommen Du lädst immer nachts zwischen 22:00h (vorher werdet Ihr den Bz-Strom vollständig im Haus verbrauchen) und 06:00h und hast im Haus die übliche Grundlast von ca. 150 W, dann bleiben für das Laden des E-Autos gerade mal 0,6 kW übrig. Du kriegst also pro Nacht (ohne Berücksichtigung von Speicherverlusten) weniger als 5 kWh Vitovalor-Strom ins Auto. Das reicht für 20-25 Kilometer. Wenn Dir das langt (und sofern eine "Schnarchladung" mit so niedriger Leistung überhaupt technisch möglich ist), OK. Ansonsten wirst Du wahrscheinlich Dein Elektroauto auch mit einer Vitovalor zum überwiegenden Anteil aus dem Netz laden, im Sommer ggf. auch aus der PV-Anlage.

      Gruß, Sailor
      Viessmann Vitotwin 300-W (1 kWel, 6 kWth) seit 2012

      PV-Anlage 8,45 kWp (65 x Solarworld SW 130poly Ost/Süd/West, SMA 5000 TL und 3000) seit 2010

      Solarthermie 14 qm Flachkollektoren seit 2004 (Vorgänger 8 qm 1979-2003)

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von sailor773 ()

    • sailor773 schrieb:

      Das bedeutet aber, dass dann auch ein Teil des jetzigen Eigenverbrauchs aus der PV-Anlage durch Bz-Strom substituiert wird. Bei uns war das etwa ein Viertel.
      Das verstehe ich nicht. Die PEM der Viessmann-Brennstoffzelle ist doch in gewissem Dynamikumfang regelbar, d.h. bei einer Nullbezugsregelung ist die BZ bei genügend elektrischen Solarerträgen aus.

      SimonK.27 schrieb:

      Lohnt da die Anschaffung nun?
      Für die Umwelt ist das allemal ein Plus, da die Effizienz der Wärmebereitstellung deutlich verbessert wird (ca. auf das Doppelte). Dank der finanzielle Zuschüsse über das KWKG und das Brennstoffzellenförderprogramm ist aus meiner Sicht zwar kein Überrenditenpaket zu erwarten, aber die KfW-Förderung (5.700 € plus 4.500 €/kW) reduziert die anfängliche Anschaffunsausgabe.

      Gruß,
      Gunnar
      Ist die Wärme kraftgekoppelt, wird die Energie gedoppelt. (Ulli Brosziewski)

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von gunnar.kaestle ()

    • gunnar.kaestle schrieb:

      Das verstehe ich nicht. Die PEM der Viessmann-Brennstoffzelle ist doch in gewissem Dynamikumfang regelbar, d.h. bei einer Nullbezugsregelung ist die BZ bei genügend elektrischen Solarerträgen aus.
      Nach den technischen Daten wird die Vitovalor wärmegeführt betrieben. Das heißt: so lange die erzeugte Wärme (1 kWth bzw. 24 kWh Wärme pro Tag) im Haus verbraucht wird - also zumindest während der gesamten Heizperiode, d.h. zwischen Mitte September und Mitte Mai - läuft die Bz mit Nennleistung durch. Nur wenn der Wärmeverbrauch unter 24 kWh/Tag sinkt, fängt sie an zu modulieren bzw. passt mit Hilfe des eingebauten Energiemanagers die tägliche Laufzeit nach Möglichkeit dem Stromverbrauchsprofil im Haus an. In einem Haus mit PV könnte dies bedeuten, dass der Energiemanager die Vitovalor im Sommer vorzugsweise in den Abend- und ggf. Nachtstunden laufen lässt, wo die PV nichts mehr liefert. (Ob Letzteres auch in der Praxis so funktioniert, kann ich nicht sagen, weil ich nicht weiß, mit welchen Eingangsparametern der Energiemanager arbeitet.)

      Eine (PV-)stromgesteuerte Regelung der Vitovalor über das hinaus, was der Energiemanager kann (oder nicht kann) ist m.E. nicht möglich. Aus meiner Sicht würde so etwas auch zumindest so lange keinen Sinn machen, wie die PV-Anlage nach EEG gefördert wird: Das würde ja bedeuten, dass man auf Bz-Strom (der vielleicht 5 ct/kWh Erdgaskosten verursacht) verzichtet, dafür PV-Strom selbst verbraucht (und 12 ct/kWh Einspeisevergütung nicht bekommt), und die nicht aus der Bz anfallende, aber benötigte Wärme stattdessen für weitere 5 ct/kWh im Zusatzbrenner erzeugt.

      Unser Vitotwin hat keinen Energiemanager, aber unsere Solarthermie-Anlage sorgt dafür, dass das Gerät im Sommertrimester so gut wie nicht läuft - und wenn doch, dann in den Abendstunden, entweder von selbst oder über die Stromanforderungsfunktion. Auch in der Übergangszeit schaltet es sich an sonnigen Tagen regelmäßig am Vormittag aus und geht erst am späten Nachmittag wieder an. Unter diesen - für den Verbrauch von PV-Strom m.E. vergleichsweise günstigen - Bedingungen haben wir eine Substitution von PV-Strom durch BHKW-Strom in der Größenordnung von einem Viertel des früheren PV-Eigenverbrauchs beobachtet.

      Mir ging es in meinem Beitrag darum, die Wirtschaftlichkeit der Brennstoffzelle konservativ zu rechnen. Der wichtigste Faktor für die Wirtschaftlichkeit eines BHKW ist der Vorteil, den der Betreiber aus der Substitution von Strom aus anderen Quellen durch BHKW-Strom zieht. Und mit PV-Anlage ist dieser Vorteil eben etwas kleiner als ohne, weil der zwangsläufig substituierte PV-Strom günstiger gewesen wäre als Bezugsstrom. Das sollte bei einer Wirtschaftlichkeitsrechnung berücksichtigt werden.

      Übrigens noch eine Ergänzung zum Thema Elektroauto:

      sailor773 schrieb:

      sofern eine "Schnarchladung" mit so niedriger Leistung überhaupt technisch möglich ist
      Ich habe das inzwischen - auch aus Eigeninteresse - recherchiert: Anscheinend muss bei den derzeit am Markt befindlichen E-Autos eine Mindest-Ladestromstärke von 6 A eingehalten werden. Bei 230 V Spannung wären das ca. 1.400 Watt. Daraus folgt m.E., dass E-Autos mit BHKW's der 0,75 oder 1 kW-Klasse grundsätzlich nicht über eine Nullbezugsregelung geladen werden können. Was ich nicht weiß ist, ob man den Ladestrom am Auto auf die genannten 6 A begrenzen kann. Wenn ja, könnte man z.B. nachts mit 1,4 kW laden. Dann wäre bei einer Vitovalor bis zur Hälfte BHKW-Strom dabei, bei einem Ecopower oder Stirling bis zu zwei Dritteln. Aber der Rest kommt immer aus dem Netz.

      Gruß, Sailor
      Viessmann Vitotwin 300-W (1 kWel, 6 kWth) seit 2012

      PV-Anlage 8,45 kWp (65 x Solarworld SW 130poly Ost/Süd/West, SMA 5000 TL und 3000) seit 2010

      Solarthermie 14 qm Flachkollektoren seit 2004 (Vorgänger 8 qm 1979-2003)

      Dieser Beitrag wurde bereits 5 mal editiert, zuletzt von sailor773 ()

    • Moin

      sailor773 schrieb:

      Was ich nicht weiß ist, ob man den Ladestrom am Auto auf die genannten 6 A begrenzen kann.
      das sollte über die Wallbox möglich sein, entweder über Jumper/Switches oder bei teureren Geräten per App o.ä.

      Grüße
      Pöl BHKW Tiger †
      Pöl BHKW Raptor †
      Ecopower 1.0
      Solarthermie 27m² Heat-Pipe-Röhren
      PV Anlage 1,8kWp Solarmax 2000C 15xKaneka k120