Vitotwin: Nachtabschaltung

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    • alikante schrieb:

      silverstonee schrieb:

      Ich dachte, es ist so, dass wenn der Mischer zu ist das Medium in den Heizkreisen einfach nur im Kreis gepumpt wird
      Das ist korrekt, nur welchen Sinn macht es das Medium mit Raumtemperatur im Kreis zu pumpen ?? Dieser Zustand bedeutet das keine Wärme benötigt wird, also macht der Regler die Pumpe Aus. Deshalb meine obige Idee mit der Heizgrenztemperatur.
      Grüße
      Ich gebe dir Recht, es macht keinen Sinn das kalte Medium im Kreis zu pumpen. Aber ich glaube nicht, dass der Regler das kann, meiner zumindest macht es nicht. Nur wenn es draußen wäremer wird, dann schaltet er um auf Sommerbetrieb.
    • Moin,

      silverstonee schrieb:

      Gibts da nicht auch so ne Lernfunktion, die die Einschaltzeiten des Stirlings optimieren soll?
      Gibt es. Die ist aber dazu da, um während einer Reduziertzeit den Stirling früher einzuschalten als er dies aufgrund der Pufferspeicher-Solltemperatur (die ja dann ebenfalls reduziert ist) eigentlich tun würde. Wenn die Optimierung greift, tut sie nichts anderes als deutlich vor Ende der Reduziertzeit den reduzierten Pufferspeicher-Sollwert auf den Normalwert hochzustellen. Wenn aber wie im vorliegenden Fall überhaupt keine Reduziertzeit eingestellt ist, müsste die Funktion eigentlich wirkungslos sein.

      alikante schrieb:

      Das ist korrekt, nur welchen Sinn macht es das Medium mit Raumtemperatur im Kreis zu pumpen ?? Dieser Zustand bedeutet das keine Wärme benötigt wird, also macht der Regler die Pumpe Aus.
      Der Regler schaltet beim Vitotwin unter solchen Bedingungen die Pumpe nicht aus. Allerdings gibt es bei manchen Pumpen eine "Nachtabsenkungs"-Funktion, die beim starken Absenken der Vorlauftemperatur (also wenn zu Beginn der Reduziertzeit der Mischer zu macht) die Pumpe ausschaltet. Bei unserer Grundfos-Pumpe aktiviert man die Funktion durch Drücken einer mit "Mond & Sonne" gekennzeichneten Taste. Auch Wilo-Pumpen haben m.W. diese Funktion.

      Vor ca. zwei Jahren gab es hier im Vitotwin Unterforum mal eine Diskussion um diese Pumpenfunktion. Offenbar kann beim Vitotwin die Funktion "Schnellabsenkung" (Heizkreis-Menüs, Code 780/1080/1380 in F2) in Verbindung mit der Nachtabsenkungs-Funktion der Pumpe dazu führen, dass Mischer und Pumpe während der gesamten Reduziertzeit ausgeschaltet bleiben, auch wenn eigentlich (reduzierter) Heizwärmebedarf da wäre. Ein User fand heraus, dass man das Problem löst, indem man Code 780 etc. auf "Aus" stellt. Das kann es aber im vorliegenden Fall eigentlich nicht sein, denn eine Reduziertzeit ist hier gar nicht eingestellt. Auch die Regelung zeigt ja "Heizbetrieb Komfort" an.

      Sven, Du kannst ja trotzdem mal - nur zur Sicherheit - Code 780 und 1080 prüfen und ggf. auf "aus" stellen. Man hat schon Pferde kotzen sehen...

      Und wenn Du eh schon beim Gerät bist, schalte doch (falls noch nicht geschehen) auch noch mit der MODE Taste den Modus auf "Sonne". Normalerweise kann das - angesichts der bereits von Dir vorgenommenen Einstellungen - nichts bewirken, aber auch dafür gilt das mit den Pferden.

      Alikante schrieb:

      Ein überschreiten der Heizgrenztemperatur(Aussentemp) ist ebenfalls Auslöser für so ein verhalten.
      Das könnte es erklären, aber dann müsste im Display oben rechts die Anzeige "ECO" erscheinen. Auch die Statusmeldung für den Heizkreis müsste dann anders lauten (wie habe ich vergessen - ist ja ein halbes Jahr her - aber jedenfalls nicht "Heizbetrieb Komfort").

      silverstonee schrieb:

      Als die Anlage installiert wurde, war ein Mischer falsch angeschlossen
      Aha!?
      :!:
      Der ursprüngliche Fehler wurde ja anscheinend behoben. Aber hier haben wir die bisher einzige in diesem Forum bekannt gewordene Anlage, wo a) bei der Installation ein Fehler beim Anschluss der Mischer vorkam und b) jetzt offensichtlich die Mischerregelung "spinnt". Muss man ein Verschwörungstheoretiker sein, um da einen Zusammenhang zumindest für möglich zu halten?

      Grüße
      Viessmann Vitotwin 300-W (1 kWel, 6 kWth) seit 2012

      PV-Anlage 8,45 kWp (65 x Solarworld SW 130poly Ost/Süd/West, SMA 5000 TL und 3000) seit 2010

      Solarthermie 14 qm Flachkollektoren seit 2004 (Vorgänger 8 qm 1979-2003)
    • sailor773 schrieb:

      silverstonee schrieb:

      Als die Anlage installiert wurde, war ein Mischer falsch angeschlossen
      Aha!? :!:
      Der ursprüngliche Fehler wurde ja anscheinend behoben. Aber hier haben wir die bisher einzige in diesem Forum bekannt gewordene Anlage, wo a) bei der Installation ein Fehler beim Anschluss der Mischer vorkam und b) jetzt offensichtlich die Mischerregelung "spinnt". Muss man ein Verschwörungstheoretiker sein, um da einen Zusammenhang zumindest für möglich zu halten?

      Grüße
      Naja, falsch angeschlossen im Sinne von falscher Drehrichtung des Mischermotors. Das ist in der Montageanleitung vom Mischererweiterungssatz sogar beschrieben, dass wenn der Mischermotor invertiert arbeitet, man die Polung des Motors vertauschen muss. Dadurch ändert sich dann die Drehrichtung des DC Motors.
      Ich möchte damit sagen, dass dadurch eigentlich kein Schaden an der Regelung passieren kann, sondern nur der Wirksinn des Mischers invertiert ist. Sprich, wenn er auf machen soll, dann zu und umgekehrt.

      Aber danke trotzdem dafür, dass ihr Versucht mögliche Ursachen zu finden.

      Sven
    • silverstonee schrieb:

      Aber danke trotzdem dafür, dass ihr Versucht mögliche Ursachen zu finden.
      Gerne. Aber ich gebe offen zu, dass mir so langsam die Ideen ausgehen... ?(
      Viessmann Vitotwin 300-W (1 kWel, 6 kWth) seit 2012

      PV-Anlage 8,45 kWp (65 x Solarworld SW 130poly Ost/Süd/West, SMA 5000 TL und 3000) seit 2010

      Solarthermie 14 qm Flachkollektoren seit 2004 (Vorgänger 8 qm 1979-2003)
    • Gibt es eigentlich die Möglichkeit das System auf Werkseinstellung zurückzusetzen? Dann Step by Step die Reglung neu zu programieren nach deinen bedürfnissen.
      d.h. als erstes die heizkurven einstellen.
      Am nächstenTag laufzeitender Heizkreise von wann bis wann diese laufen sollen z.b.
      HK 1 von 6.00-23.00 Uhr,
      HK 2 von 4.00-22.00 Uhr
      um einfach zu sehen wo das problem liegt?

      Gruß Christof
      4,32 Kwp PV-Aufdachanlage (45° Dachneigung Südausrichtung) Volleinspeisung Inbetriebnahme 23.05.2009

      5,56 kWp PV-Anlage (Sonnengeführt) Volleinspeisung Inbetriebnahme 18.12.2009

      Vitotwin 300 mit 600l Pufferspeicher 2Heizkreise (FB und Radiatoren) Inbetriebnahme 17.10.2013

      7,67 kWp PV-Aufdachanlage (Dachneigung 45° Ost- West-Ausricht mit E3DC Strompeicher (9,2kW)) Inbetriebnahme 13.11.2015 :)
    • menger schrieb:

      Gibt es eigentlich die Möglichkeit das System auf Werkseinstellung zurückzusetzen? Dann Step by Step die Reglung neu zu programieren nach deinen bedürfnissen.
      d.h. als erstes die heizkurven einstellen.
      Am nächstenTag laufzeitender Heizkreise von wann bis wann diese laufen sollen z.b.
      HK 1 von 6.00-23.00 Uhr,
      HK 2 von 4.00-22.00 Uhr
      um einfach zu sehen wo das problem liegt?

      Gruß Christof
      Das könnte ich schon tun, hatte ich auch schon drüber nachgedacht. Was mich bisher davon abhält ist, dass ich die Heizung seit Ende 2014 habe und bereits so vi el Zeit investiert habe. Würde ich auf Werkseinstellung gehen müsste ich mich wieder rantasten, was viel Zeit frisst. Meine Lust hält sich sehr in Grenzen.
    • sailor773 schrieb:

      silverstonee schrieb:

      Aber danke trotzdem dafür, dass ihr Versucht mögliche Ursachen zu finden.
      Gerne. Aber ich gebe offen zu, dass mir so langsam die Ideen ausgehen... ?(
      Mich interessiert, was die Mischer morgends tun wenn der Speicher geladen wäre. Dazu habe ich nun im Programm5 eingestellt,dass in der Zeit zwischen 5 und 7 die Zwangsladung anspringt.
      Ich möchte rausfinden,ob die Mischer zu machen weil der Puffer leer ist, oder ob sie bei vollem Speicher auch zu bleiben.

      Ich werde berichten...
    • Moin, meine Frau kam mir heute morgen zuvor. Sie ging duschen bevor ich wach war. Sie kann sich nicht dran erinnern, ob es warm im Bad war oder nicht.
      Morgen früh nächster Versuch. Aaaber, nach dem Duschen war der Heizkörper direkt richtig warm und nicht wie sonst nur lauwarm.

      Zwischenfrage:
      Wenn ich auf Werkseinstellungen zurücksetze, dann ist auch die Anlangenkonfiguration weg, richtig?
      Es werden also ALLE Ebenen resetet?

      Gruß Sven
    • Moin,

      silverstonee schrieb:

      Moin, meine Frau kam mir heute morgen zuvor. Sie ging duschen bevor ich wach war. Sie kann sich nicht dran erinnern, ob es warm im Bad war oder nicht.
      Frauen sind schrecklich... sie wollen einfach komfortabel leben und geben absolut nichts auf ausgeklügelte Messanordnungen... :D

      Die Idee mit der Zwangsladung morgens finde ich Klasse. Bin gespannt, was rauskommt.

      silverstonee schrieb:

      Zwischenfrage:
      Wenn ich auf Werkseinstellungen zurücksetze, dann ist auch die Anlangenkonfiguration weg, richtig?
      Es werden also ALLE Ebenen resetet?
      Alle nicht, aber die meisten. Das Handbuch schreibt zu Code 6205 (F2):

      Viessmann schrieb:

      „Parameter zurücksetzen“
      Mit Einstellung „Ja“ werden die aktuellen Parametereinstellungen auf die werkseitigen Grundeinstellungen zurückgesetzt.
      Ausgenommen davon sind die Bereiche Uhrzeit und Datum, Bedieneinheit, Funk, Wartung/Sonderbetrieb, alle Zeitprogramme und Zählfunktionen.
      Die Idee als solche ist gut, aber ich würd's lassen. Die Wahrscheinlichkeit ist m.E. hoch, dass Du beim Wiedereinstellen der zahlreichen Parameter irgendwas übersiehst. Dann bekommst Du womöglich eine weitere Stelle wo irgendwas nicht so funktioniert wie gedacht, und Du weißt nicht warum.

      Grüße und viel Erfolg!
      Viessmann Vitotwin 300-W (1 kWel, 6 kWth) seit 2012

      PV-Anlage 8,45 kWp (65 x Solarworld SW 130poly Ost/Süd/West, SMA 5000 TL und 3000) seit 2010

      Solarthermie 14 qm Flachkollektoren seit 2004 (Vorgänger 8 qm 1979-2003)
    • tataaaaaaa, heute Morgen war es warm! ^^

      Mein Verdacht erhärtet sich. Es muss an der Schichtung im Speicher durch das TWW Programm am Vorabend in Verbindung mit meinen niedrigen Heizkurven liegen.

      Kann es sein, dass B4 irgendwie eine höhere Temp misst, als tatsächlich im Puffer ist?
      Ich meine nicht, dass der Sensor einen Schuss hat, ich meine eher z.B. durch falsche Anordnung etc.?

      Jetzt werde ich mich mal mit B4 und dessen Regelung befassen.
    • silverstonee schrieb:

      Kann es sein, dass B4 irgendwie eine höhere Temp misst, als tatsächlich im Puffer ist?
      Ich meine nicht, dass der Sensor einen Schuss hat, ich meine eher z.B. durch falsche Anordnung etc.?
      Laut Handbuch sollte der Fühler B4 am Anschluss F sitzen, also genau dort, wo der Heizwasservorlauf den Speicher verlässt. Der Vorlauf aus dem Vitotwin tritt ein paar Handbreit weiter oben in den Kessel ein. In dieser Region ist es also in der Regel wärmer und keinesfalls kühler als am Fühler B4.

      Dass ein Fühler eine zu hohe Temperatur anzeigt, wäre sehr ungewöhnlich, da die Temperaturanzeige dem Widerstand entspricht. Niedriger Widerstand bedeutet hohe Temperatur. Jetzt gibt es vieles, was den Widerstand erhöhen könnte (zu lange oder beschädigte Leitung, Stecker nicht ordentlich eingesteckt oder korrodiert etc.). Auch dass der Fühler aus der Tauchhülse rutscht ist schon vorgekommen. Aber alle diese Fehler resultieren in einer zu niedrigen Temperaturanzeige.

      silverstonee schrieb:

      Jetzt werde ich mich mal mit B4 und dessen Regelung befassen.
      Die gemessene Temperatur am Fühler B4 hat einen entscheidenden Einfluss auf das Aus- und Einschalten der Brenner. Dagegen hat sie "eigentlich" mit der Mischerregelung nichts zu tun. Die logische Kette ist laut Handbuch (Stichwort Heizkreisregelung) wie folgt:
      • Aus (fest eingestellter) Heizkurve und (variabler) Außentemperatur - genauer: der "gemischten Außentemperatur" - sowie der Information, ob gerade Reduziert-Betrieb angesagt ist oder nicht, ergibt sich der Vorlauf-Sollwert.
      • Die Regelung vergleicht den so ermittelten Vorlauf-Sollwert laufend mit dem Vorlauf-Istwert. Der Fühler dafür sitzt auf der Vorlaufleitung, natürlich (vom Vitotwin aus gesehen) hinter dem Mischer.
      • Liegt der Vorlauf-Istwert unter dem Sollwert, MUSS der Mischer (eigentlich) auf machen; liegt der Istwert über dem Sollwert, macht der Mischer zu - und (eigentlich) nur dann.
      In dieser Logik kommt die Temperatur B4 - anders als anscheinend bei Deinem Gerät - als auslösende Regelgröße überhaupt nicht vor, und es gibt auch keinen Grund dafür. Theoretisch wäre denkbar, dass die Regelung den Mischer schließt, wenn (z.B. wegen eines Brenner-Ausfalls) die Temperatur B4 unter die Vorlauf-Isttemperatur fällt. Das war aber bei Dir offenbar nicht der Fall.

      Die Pufferspeicher-Solltemperatur am Fühler B4 richtet sich ebenfalls nach dem Vorlauf-Sollwert, und steuert dementsprechend das Ein- und Ausschalten der Brenner.

      Das heißt: Letzten Endes sind sowohl die Funktion der Brenner und die Temperatur am Fühler B4, als auch die Stellung der Mischer, abhängig von der VL-Solltemperatur. Nicht umgekehrt und auch nicht untereinander.

      Ein Schließen der Mischer bei (VL-Ist < VL-Soll) kenne ich nur aus der TWW-Bereitung. Wenn dies vorkommt (egal warum), muss im Display angezeigt werden "Heizbetrieb eingeschränkt". Das war bei Dir auch nicht der Fall.

      Wir hatten letztes Jahr mal im tiefsten Winter (AT = minus 10°C und darunter) einen Ausfall des Zusatzbrenners. Weil der Stirling allein das nicht geschafft hat, lag die Temperatur am Fühler B4 tagelang weit unterhalb der Vorlauf-Solltemperatur. Unter diesen Umständen war der Mischer (wir haben nur einen) fast immer auf Anschlag offen. Lediglich zwei- oder dreimal am Tag hat die Regelung in einer Art Notprogramm versucht, TWW zu erwärmen. Dann ging der Mischer tatsächlich für eine Stunde oder so zu, und im Display war zu lesen "Heizbetrieb eingeschränkt".

      Warum das bei Dir offensichtlich anders funktioniert, dafür gibt es nach wie vor keine Erklärung.
      Viessmann Vitotwin 300-W (1 kWel, 6 kWth) seit 2012

      PV-Anlage 8,45 kWp (65 x Solarworld SW 130poly Ost/Süd/West, SMA 5000 TL und 3000) seit 2010

      Solarthermie 14 qm Flachkollektoren seit 2004 (Vorgänger 8 qm 1979-2003)
    • silverstonee schrieb:

      Jetzt werde ich mich mal mit B4 und dessen Regelung befassen.
      Die Viessmänner haben innovativerweise ebenfalls ein Forum für den Kundendienst eingerichtet. Dorthin habe ich die Fragestellung gespiegelt. Hier ist die Quintessenz zur Einschätzung des Phänomens:

      Viessmann schrieb:

      Die beobachtete morgentliche Unterversorgung in Verbindung mit Außentemperaturen Tendenz 0°C wird durch den gesperrten Zusatzbrenner und den eingedrosselten Stirling-Generator provoziert. Hier wird die Puffertemperatur am B4 Sensor nicht erreicht. Dadurch werden die Heizkreise bzw. die Mischer zugefahren. Erst bei Überschreitung Puffersollwert + 8K Überhöhung öffnen und versorgen die Mischer das vorhandene System.
      Gruß,
      Gunnar
      Ist die Wärme kraftgekoppelt, wird die Energie gedoppelt. (Ulli Brosziewski)
    • gunnar.kaestle schrieb:

      silverstonee schrieb:

      Jetzt werde ich mich mal mit B4 und dessen Regelung befassen.
      Die Viessmänner haben innovativerweise ebenfalls ein Forum für den Kundendienst eingerichtet. Dorthin habe ich die Fragestellung gespiegelt. Hier ist die Quintessenz zur Einschätzung des Phänomens:

      Viessmann schrieb:

      Die beobachtete morgentliche Unterversorgung in Verbindung mit Außentemperaturen Tendenz 0°C wird durch den gesperrten Zusatzbrenner und den eingedrosselten Stirling-Generator provoziert. Hier wird die Puffertemperatur am B4 Sensor nicht erreicht. Dadurch werden die Heizkreise bzw. die Mischer zugefahren. Erst bei Überschreitung Puffersollwert + 8K Überhöhung öffnen und versorgen die Mischer das vorhandene System.
      Gruß,Gunnar
      Hallo Gunnar,

      vielen Dank für deinen Einsatz und Hilfe.
      Ich stimme nicht ganz zu, denn der Stirling springt ja erst garnicht an! Die Mischer sind zu und die Räume kühler. Erst wenn wir warmes Wasser zapfen, springt der Stirling an.
      Sobald der Stirling anspringt bekommt er auch nach einer gewissen Zeit den Wärmebedarf des Gebäudes gedeckt.
      Ich habe keine Nachtabsenkung eingestellt, ansonsten würde ich zustimmen!

      Gruß Sven
    • Moin,

      wenn die Viessmänner sagen, dass es einen solchen Regelmechanismus gibt (Öffnen der Mischer erst ab einer gewissen Mindesttemperatur bei B4), muss man das so akzeptieren - auch wenn sie vorsichtshalber darauf verzichtet haben, im Handbuch darauf hinzuweisen. "Roma locuta, causa finita" hieß es früher in solchen Fällen. Etwas "Textkritik" muss aber trotzdem erlaubt sein, denn Gunnar zitiert hier ja wohl die Originalaussage von Viessmann.

      "Puffersollwert plus 8 K Überhöhung" kann so jedenfalls nicht stimmen, auch nicht (was wohl gemeint war) "Vorlaufsollwert plus 8 K Überhöhung", denn dieser Wert wird im Betrieb fast ständig unterschritten. Da müssten die Mischer ja bei uns allen nur noch zu sein. Was eher passen könnte, wäre "Vorlaufsollwert minus 2 K" (entspricht "Puffersollwert minus 10 K"): Das ist der Wert, wo sich laut Handbuch der Zusatzbrenner einschalten soll (dies aber im vorliegenden Fall nicht kann, weil er gesperrt ist). Niedrigere Temperaturen als "Vorlaufsollwert minus 2 K" dürfen bei B4 in einem funktionierenden System nicht vorkommen. Alle höheren Temperaturen aber schon: Bei unserem Gerät beobachte ich z.B. bei großer Kälte regelmäßig Puffertemperaturen (B4) unter dem Vorlaufsollwert, kurz bevor sich der Zusatzbrenner einschaltet, und selbstverständlich geht da der Mischer nicht zu - weder kurzzeitig noch über Tage hinweg (wie wir bei dem o.g. Störfall zwangsweise ausprobiert haben).

      Davon ab muss sich ja bereits bei Unterschreiten von "Vorlaufsollwert plus 3 K" der Stirling einschalten (so wie bei uns allen). Wenn wie im Fall von Sven dessen Leistung (ob gedrosselt oder nicht) ausreicht, um mit oder ohne Heizwärme-Abnahme die Temperatur bei B4 anzuheben, wird die kritische Temperatur (auch wenn man die Viessmann-Aussage akzeptiert) gar nicht erst erreicht, und die Mischer müssten erst recht offen bleiben. Die Viessmann-Aussage erklärt also das Problem äußerstenfalls zum Teil.

      Was übrigens der Sinn der von Viessmann genannten Regelung sein soll (egal bei welcher Temperatur sie nun greift), erschließt sich mir nicht. Selbst in einem Notfall (z.B. Brennerausfall) gehört doch evtl. im Pufferspeicher verbliebene Restwärme - egal auf welchem Temperaturniveau - in den Heizkreis. Also müssten die Mischer selbst in einem solchen Fall offen bleiben, anstatt zu schließen (was nichts bewirkt außer der Restwärme zu ermöglichen, es sich im Pufferspeicher schön mockelig zu machen und auf bessere Zeiten zu warten... ;-_ )

      Warum auch immer es diesen als Feature verkleideten Bug gibt: Wen es betrifft, der muss offenbar damit leben. Sven, das Beste wird daher sein, wenn Du die morgendliche Zwangsschaltung beim Stirling (die ja anscheinend das Problem behebt) zur Dauereinrichtung machst. So blöd ist das doch auch nicht: Licht, Toaster und Kaffeemaschine brauchen morgens Strom, und die Wärme wird gerade dann für Heizung und Duschen sowieso benötigt. Selbst wenn dafür der Stirling tagsüber weniger läuft, schadet das doch im allgemeinen nichts.

      Gruß, Sailor
      Viessmann Vitotwin 300-W (1 kWel, 6 kWth) seit 2012

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    • Moin,

      sailor773 schrieb:

      Was übrigens der Sinn der von Viessmann genannten Regelung sein soll (egal bei welcher Temperatur sie nun greift), erschließt sich mir nicht. Selbst in einem Notfall (z.B. Brennerausfall) gehört doch evtl. im Pufferspeicher verbliebene Restwärme - egal auf welchem Temperaturniveau - in den Heizkreis. Also müssten die Mischer selbst in einem solchen Fall offen bleiben, anstatt zu schließen (was nichts bewirkt außer der Restwärme zu ermöglichen, es sich im Pufferspeicher schön mockelig zu machen und auf bessere Zeiten zu warten... )
      Ich verstehe das als "vorweggenommene" Folge der Physik. Das im Puffer über dem Abgang VL Heizkreis befindliche Wasser ist für die Heizkreise unerreichbar, gerade wenn die Speisepumpe der Therme AUS ist und defakto keine Wärmezufuhr mehr gegeben ist. In diesem Fall steht die "Trennschicht" kurz über dem Abgangstutzen VL und ermöglicht nur noch eine Erwärmung des TW.
      Sobald die Speisepumpe wieder EIN ist wandert die Trennschicht über den Zulaufstutzen, in diesem Fall wird auch ständig Wärme zugeführt sodass die Heizkreise mehr oder weniger arbeiten können.

      Grüße
      Pöl BHKW Tiger †
      Pöl BHKW Raptor †
      Ecopower 1.0
      Solarthermie 27m² Heat-Pipe-Röhren
      PV Anlage 1,8kWp Solarmax 2000C 15xKaneka k120