Hilfe! Vitotwin produziert zu wenig Strom und keiner weis warum....

    • Moin,

      Loule schrieb:

      Mit dem Einbau des Vitotwin und setzen des Zweirichtungszähler habe ich den Zähler für die Mietwohnung ausbauen lassen.
      das solltest Du nicht jedem erzählen und für ein neues BHKW egal ob Vito oder Bluegen ist das nicht zulässig. zb. Stichwort EEG-Abgabe

      Grüße
      Pöl BHKW Tiger †
      Pöl BHKW Raptor †
      Ecopower 1.0
      Solarthermie 27m² Heat-Pipe-Röhren
      PV Anlage 1,8kWp Solarmax 2000C 15xKaneka k120
    • Loule schrieb:

      Damit ihr euren Offshore-Windstrom behalten könnt und die Stromautobahn von Nord nach Süd etwas kleiner ausfallen kann und ich gern etwas weniger an Energiekonzerne zahlen möchte und sowiso nicht weis,was ich mit dem ganzen Geld machen soll und, und...habe ich seit 20.03.2018 eine PV mit Batterie.

      Hans_Dampf schrieb:

      Nee, nicht, weil Du zuviel Kohle hast, sondern ein Gehirn!
      Na ja, PV sicher wegen Gehirn, Batterie doch eher wegen Kohle...

      aber im Ernst: Nichts gegen die BlueGen, aber bei lediglich 6500 kWh Gesamtverbrauch wäre mir die BlueGen schlicht zu groß. Da müsste doch dann mindestens die Hälfte der Stromproduktion aus der BlueGen für 'nen Appel und 'en Ei ins Netz eingespeist werden. Dafür wäre mir der Gesamtwirkungsgrad der Blue Gen mit 76% (Hs) zu schlecht. Und zum Ausgleich müssten dann wahrscheinlich 80% des Wärmebedarfs mit dem (auch noch anzuschaffenden) Spitzenlastkessel erzeugt werden.

      Die kompromisslos auf hohen elektrischen Wirkungsgrad optimierte BlueGen ist prima für einen Nutzer wie Karsten mit gewaltigem Stromverbrauch, E-Auto, einem Boliden von Batterie und kaum Möglichkeiten die Wärme zu nutzen. Aber für ein Anwesen mit weniger als dem halben Stromverbrauch und offenbar genügend Wärmebedarf um bis jetzt ein Vitotwin einzusetzen, würde ich die Vitovalor mit 91% Gesamtwirkungsgrad (Hs) und eingebauter Spitzenlasttherme für das an den Bedarf besser angepasste Gerät halten. Erst recht, wenn für den Strombedarf im Sommer noch eine PV-Anlage mit Batterie da ist.

      Am Ende des Tages hängt alles von den wirtschaftlichen Konditionen ab. Es schadet sicher nichts, sich zur BlueGen schlau zu machen. Aber ich würde erwarten, dass Viessmann ebenso wie der Heizungsbauer (der im Zweifel für die Bluegen erst noch zertifiziert werden müsste) bei Abnahme eines Ersatzgerätes (Vitovalor) bessere Konditionen bieten werden als wenn es nur um Knete geht.
      Viessmann Vitotwin 300-W (1 kWel, 6 kWth) seit 2012

      PV-Anlage 8,45 kWp (65 x Solarworld SW 130poly Ost/Süd/West, SMA 5000 TL und 3000) seit 2010

      Solarthermie 14 qm Flachkollektoren seit 2004 (Vorgänger 8 qm 1979-2003)

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von sailor773 ()

    • Die ersten Informationen bezüglich BlueGEN liegen vor.

      sailor773 schrieb:

      Am Ende des Tages hängt alles von den wirtschaftlichen Konditionen ab. Es schadet sicher nichts, sich zur BlueGen schlau zu machen. Aber ich würde erwarten, dass Viessmann ebenso wie der Heizungsbauer (der im Zweifel für die Bluegen erst noch zertifiziert werden müsste) bei Abnahme eines Ersatzgerätes (Vitovalor) bessere Konditionen bieten werden als wenn es nur um Knete geht.
      Nach dem ersten schlau machen und den sicherlich noch groben Preisen muss ich sailor773 Recht geben. Damit meine ich noch nicht, ob der BlueGEN zu meiner Immobilie passt, sondern es scheitert schon allein an den Kosten von 35T€ (auf den ersten Blick ohne Warmwasserspeicher und Spitzlastkessel).

      Hans_Dampf schrieb:

      Lass Dir die Knete von Viessmann wiedergeben und kauf Dir davon den BlueGEN und nen Spitzenlastkessel.
      Ich kann nur die Knete vom Heizungsbauer bekommen. Unterstelle ich, das mir der Heizungsbauer die 2012 bezahlte Knete von 24.000€ zurückgibt, dann bleiben rund 10T€ zu finanzierende Kosten (immer noch ohne Warmwasserspeicher und Spitzlastkessel) übrig. Das ist für diesen "Garantiefall" nicht annähernd denkbar.

      Mir liegt von meinem Heizungsbauer aktuell noch nichts schriftliches vor, aber die Erwartungshaltung von sailor773

      sailor773 schrieb:

      ... ich würde erwarten, dass Viessmann ebenso wie der Heizungsbauer bei Abnahme eines Ersatzgerätes (Vitovalor) bessere Konditionen bieten werden...
      habe ich genauso.
    • Dazu gibt es eine e-Mail von SOLIDpower und ein telefonisches Gespräch mit einem Key Account Manager. Bedenke dass da ein relativ großer Posten mit einem 10 Jahres Vollwartungsvertrag enthalten ist.
      Der Key Account Manager ist wie sailor773 ebenfalls der Auffassung, dass der BlueGEN für meine Immobilie zu groß ist.
    • Neu

      Hallo Gemeinde,

      ich möchte Euch noch mitteilen, welcher Weg von Vitotwin zu Vitovalor

      Wie schon erwähnt, kauft Viessmann die Anlage von meinem Heizungsbauer zurück.

      Heute hat mir der Heizungsbauer das Angebot über den Tausch Vitotwin gegen Vitofalor persönlich vorbeigebracht. Angebotswert: 30.300€ inkl. MwSt. Das gewünschte Nullsummenspiel ist wie befürchtet/erwartet nicht eingetroffen.

      Im Angebotswert sind enthalten:
      - Vitovalor PT2 E25T
      - Einbringservice
      - Anlagencheck und Inbetriebnahme
      - Servicepaket über 10 Jahre
      - Leistungsgarantie 750W über 10 Jahre bzw. 60.000 Betriebsstunden abzüglich Degradation von 15%
      - Funktionsgarantie über 10 Jahre bzw. 60.000 Betriebsstunden
      + Kostenlose Bereitstellung von Einzelteilen
      + Arbeitsleistung für Einbau der Einzelteile im Fall eines Garantiedefekts
      - Einzelwartung über 5 Jahre für das Brennstoffzellenmodul
      + Austausch Gassensor und CO-Sensor einschl. Material
      - Aufschaltung Leitwarte Vitovalor
      - Erweiterunssatz Mischer
      - Basispaket Schacht starr
      - Hydraulische Weiche
      - Paket Luft- und Magnetabscheider
      - Systemtrenner
      - Vollentsalzungspatrone
      - Schnellentlüfter
      - Rohrisolierung
      - DeMontage/Montage
      - Antragstellung der staatl. Förderung (mündl. Zusicherung)

      Abzüglich der Rückkaufsumme der Anlage durch Viessmann beim Heizungsbauer und der staatl. Förderung bleiben bei mir noch ca. 4.500€ hängen.

      Welche Alternativen sind vorhanden?

      1. Austausch des Stirlings erzwingen.
      Keine wirkliche Alternative, da Viessmann den Austausch definitiv nicht vornehmen wird. Das Angebot von Viessmann gegenüber dem Heizungsbauer ist die Wandelung von Vitotwin in Vitovalor. Ich weiß nicht, in wieweit ich den Heizungsbauer rechtlich dazu zwingen könnte, mir einen neuen Stirling einzubauen.
      Sollte es dennoch möglich sein, so stellt sich immer noch die Frage, habe ich nach 5-6 Jahren wieder das gleiche oder ein anderes Problem? Ohne die Mitarbeit des "KnowHow-Trägers" Viessmann macht das eigentlich keinen Sinn. Alle Garantieargumente über Bord werfen und den Austausch des Stirlings durch eine 3. Firma zu veranlassen? Die müsste erst mal noch gefunden werden. Und ob dies innerhalb der 4.500€ liegt ist ebenfalls offen.

      2. Vitotwin laufen lassen bis der Stirling ganz den Geist aufgibt und wenig/ohne Stromerzeugung mit dem Zusatzbrenner die thermische Energie erzeugen.
      Wenn ich unterstelle, dass der Stirling irgendwann mit 500W dahindümpelt und nochmal 25T-Betriebsstunden hinlegt, was ich für eher unwahrscheinlich halte, dann muss ich in den nächsten 5-6Jahren diese fehlenden 500W vom Netzbetreiber kaufen, was mich auch 3,3T€ kostet. Dem ist jetzt nicht die verminderte Leistung des Vitofalor dagegengerechnet.
      Ich nehme mal an, dass das zumindest Viessmann freuen würde, da keine Kosten für die entstehen. Einen zufriedenen Kunden hätten die damit zwar nicht, aber was ist ein unzufriedener Kunde unter den vielen Zufriedenen. :P
      Es müsste auch sichergestellt sein, dass absolut kein Fehler des Stirlings den Zusatzbrenner stilllegt. Aus meiner Sicht auch keine Alternative

      3. Vitovalor für 4,5T€ mit reduzierter Leistung gegenüber Alternative 1. Bei Alternative 2 bin ich gleich, bzw. auf längere Sicht gesehen besser (hoffentlich). Kann allerdings meine PV nicht mehr für die Brauchwassererwärmung nutzen. Habe dem Heizungsbauer noch die Aufgabe mitgegeben, dass er mit Viessmann eine Anlagenkonfiguration abstimmen soll, bei der ich den vorhanden Brauchwasserspeicher beibehalten kann und im Sommer mit unterstützung der Sonne erwärmen kann.
      Wenn er das für die 4,5T€ noch zusätzlich schafft, dann wäre ich happy und würde mich von meinem Stirling verabschieden. Ansonsten muss ich mal versuchen den Preis um 2-2,5T€ zu drücken.

      Der Heizungsbauer hat heute die Aufgabe mitgenommen, dass er das Angebot so legen muss, dass für mich der Angebotsbetrag = Rechnungsbetrag ist. Ob und wie er das aufschlüsselt ist mir egal. Und es muss noch rein, dass er die Förderung abwickelt. Danach werde ich dann noch versuchen, meinen Zielwert zu erreichen.

      Diesem Rat

      sailor773 schrieb:

      Nicht fragen, machen!
      werde ich mit großer Wahrscheinlichkeit folgen, auch wenn die Nullsumme nicht erreicht wird. Jetzt beruhige ich mich mal selber..... Der Wertverlust eines Autos in diesem Zeitrahmen ist um einiges höher.

      Grüßle
      Loule
    • Neu

      Loule schrieb:

      Kann allerdings meine PV nicht mehr für die Brauchwassererwärmung nutzen.
      Hier kann es ja nur um ansonsten wegen der 70%-Grenze abgeregelten Strom gehen - alles andere wäre wirtschaftlicher und ökologischer Unsinn. Es geht also um maximal ca. 3-4% der Jahresarbeit einer PV-Anlage oder (für günstig aufgestellte Anlagen) ca. 30-40 kWh pro kW(p) und Jahr, in Erdgas (5 ct/kWh) umgerechnet € 1,50 bis € 2,00 pro kW(p). Falls Deine Anlage 10 kW(p) hätte, würden wir demnach über 15-20 Euro Erdgas-Einsparung pro Jahr sprechen. Im Vergleich zu den hier in Rede stehenden Summen sind das doch Peanuts, die keinen zusätzlichen Aufwand rechtfertigen.

      Wenn es Dir natürlich gelingt, beim Heizungsbauer 2-2,5 T€ herauszuschlagen indem Du ihn mit dieser Idee nervst, wäre das zweifellos ein guter Ansatz. Du könntest dann einen Bruchteil der 2-2,5 T€ Deinem Elektriker oder Solarteur geben um die Ladeelektronik Deiner Batterie so zu programmieren, dass diese im Sommerhalbjahr vorzugsweise in den Mittagsstunden lädt. Auf diese Weise kannst Du wahrscheinlich den Löwenanteil der o.g. 3-4% abgreifen und einem nützlicheren Zweck zuführen als der Umwandlung in Niedertemperaturwärme.

      Loule schrieb:

      - Servicepaket über 10 Jahre
      - Leistungsgarantie 750W über 10 Jahre bzw. 60.000 Betriebsstunden abzüglich Degradation von 15%
      - Funktionsgarantie über 10 Jahre bzw. 60.000 Betriebsstunden
      + Kostenlose Bereitstellung von Einzelteilen
      + Arbeitsleistung für Einbau der Einzelteile im Fall eines Garantiedefekts
      - Einzelwartung über 5 Jahre für das Brennstoffzellenmodul
      Das liest sich so, als ob in den 30.300 € brutto de facto ein Vollwartungsvertrag über 10 Jahre enthalten ist. Dann wäre es doch ein Nullsummenspiel: Die reguläre Wartung des Vitotwin würde ansonsten allein schon ca. 200 € im Jahr kosten. Ersatzteile (Elektroden und Dichtungen) gehen extra. Da kommen in zehn Jahren wahrscheinlich locker 3000 EUR (brutto) zusammen. Und das bedeutet beim Vitotwin noch keinen Vollwartungsvertrag, d.h. wenn dort nach Ende der Garantie (bei Dir also demnächst) etwas kaputt geht, musst Du das extra bezahlen.

      Also ich würde den Deal machen - mit oder ohne die 2-2,5 T€.

      Gruß, Sailor
      Viessmann Vitotwin 300-W (1 kWel, 6 kWth) seit 2012

      PV-Anlage 8,45 kWp (65 x Solarworld SW 130poly Ost/Süd/West, SMA 5000 TL und 3000) seit 2010

      Solarthermie 14 qm Flachkollektoren seit 2004 (Vorgänger 8 qm 1979-2003)
    • Neu

      Hallo sailor773,

      nein, es geht nicht um die 70%-Grenze und es geht primär nicht um eine Wirtschaftlichkeitsberechnung.

      Es geht um die nicht erneuerbare Ressource Erdgas und die Maximierung des Eigenverbrauchs. Der Vitowin hat seit 11.2012 bis heute mehr als 1000kWh Wärme zur Brauchwasserbereitung abgegeben. Das sind ca, 7,5% von der abgegeben Wärme für das Heizen. Damit gebe ich Dir Recht, das sind Peanuts.
      Mit dem Kauf der PV-Anlage habe ich mir einen Tauchsieder mit dem entsprechenden Steuerungsequipment für 988,-€ dazugekauft. Primärer Ansatz für diesen Elektroheizstab war, dass, bevor eine Netzeinspeisung stattfindet, das Brauchwasser erwärmt wird. Dazu sind übrigens keine Programmieraufwendungen erforderlich. Das Leistungsregelungsmodul erfasst, wann eine Netzeinspeisung statt findet und regelt ensprechend die Heizleistung. Die grundsätzliche Freigabe zur Brauchwassererwärmung gibt ein parametrierbares (z.B. Freigabe, wenn Batterieladung > 95%) Multifunktionsrelais des Batteriewechselrichters.
      Das Equipment ist aktuell vorhanden und funktioniert auch bereits so wie beschrieben, sodass ich meinen Vitotwin für die Brauchwasserbereitung aktuell nicht brauche. Es ist einfach mein Wunsch, einmal gekauftes Equipment wieder zu verwenden und wenn ich dadurch die erforderlich Erdgasmenge nicht brauche, die Einspeisung minimieren und den Eigenverbrauch maximieren kann, dann bin ich happy.

      Du hast wahrscheinlich auch Recht damit, dass ich meinen Heizungsbauer damit nerve. Aber, der Brauchwasserspeicher ist ebenfalls da und es sollte nach meinen Vorstellungen einfach möglich sein den Brauchwasserspeicher so anzuschließen, dass ich ihn noch nutzen kann. Für den Vitotwin gab es mehrer Anlagenkonfigurationen, für den Vitavalor gibt es nur noch eine. Damit beschränken sich auch die Einsatzmöglichkeiten. Mir erschließt sich auch nicht der Grund. Aus meiner ganz oberflächlichen Sicht könnte der Vitavalor doch so konstruiert sein, dass er den Vitotwin 1:1 ersetzt und die bestehende Installationen und Speicherkonfigurationen könnten zu einem nicht unerheblichen Teil beibehalten werden.
      Ja, hätte, wäre, wenn..

      Mal sehen was der Heizungsbauer bei Viessmann erreicht. Ich bin nicht sehr zuversichtlich, dass eine abweichende Anlagenkonfiguration freigegeben wird. Dann werde ich halt meinen Tauchsieder hier oder im www anbieten wie sauer Bier. :D

      Wenn den tatsächlich jemand will, dann spende ich den Erlös diesem Forum....ist ja nur Peanuts.

      Der Vollwartungsvertrag ist natürlich eine feine Sache und Deine Bemerkung zu den evtl. noch kommenden Ausfällen, wenn ich beim Vitotwin bleibe, ist ein ganz stichhaltiges Argument.
      Ich bin inzwischen so weit, dass Dein Schlusswort auch zu Meinem wird.

      Grüßle
      Loule
    • Neu

      Hallo Loule,

      Loule schrieb:

      Für den Vitotwin gab es mehrer Anlagenkonfigurationen, für den Vitavalor gibt es nur noch eine. Damit beschränken sich auch die Einsatzmöglichkeiten. Mir erschließt sich auch nicht der Grund.
      Der Grund ist, dass die Brennstoffzelle eine spezielle Betriebscharakteristik hat. Anders als beim Vitotwin bedeutet jeder Start für die Brennstoffzelle eine Belastung, die sich negativ auf die Lebensdauer auswirkt. Deshalb darf das Teil laut technischen Daten maximal einmal am Tag starten; besser wäre sicher einmal im Monat oder gar nur einmal im Jahr. Hinzu kommt, dass die Bz hohe Rücklauftemperaturen noch schlechter verträgt als das Vitotwin. Die Hydraulik der Vitovalor ist deshalb darauf ausgelegt, in Verbindung mit einer intelligenten Regelung möglichst lange Laufzeiten zu ermöglichen bzw. die Anzahl der jährlichen Starts zu minimieren. Nachdem Viessmann Dir offenbar eine Zehnjahresgarantie auf die Haltbarkeit der Brennstoffzelle gibt, werden sie mit Sicherheit bei der Hydraulik nichts zulassen, was auch nur ein geringes Risiko beinhaltet, die optimale Betriebsweise zu beeinträchtigen.

      Loule schrieb:

      nein, es geht nicht um die 70%-Grenze und es geht primär nicht um eine Wirtschaftlichkeitsberechnung.

      Es geht um die nicht erneuerbare Ressource Erdgas und die Maximierung des Eigenverbrauchs.
      Über den wirtschaftlichen Nachteil (Verzicht auf ca. 12 ct/kWh EEG-Vergütung um Erdgas für ca. 5 ct/kWh einzusparen) sind wir uns also einig. Aber diesem Verzicht steht leider auch kein ökologischer Vorteil gegenüber. OK, Du ersetzt Wärme, die Du ansonsten mit einem Wirkungsgrad von 90-98% (Hs) aus (fossilem) Erdgas gewinnen könntest, durch (regenerativen) PV-Strom. So weit, so gut. Aber der PV-Strom, den Du (unterhalb der Abregelungsgrenze) im Tauchsieder verbrauchst und deshalb nicht einspeist, würde ansonsten bei Deinem Nachbarn oder in Deinem Heimatort Strom ersetzen, der mit einem Primärenergie-Wirkungsgrad von maximal 55% (Hs) aus Erdgas oder gar mit 40% aus Kohle gewonnen wird. Der Verbrauch von fossiler Primärenergie verdoppelt sich also auf diese Weise. Das ist ökologisch kein gutes Geschäft.

      Zukünftig wird sich das ändern. Wenn wir in 20 oder 30 Jahren eine PV-Leistung von 100-150 GW installiert haben (falls es dazu kommt), müssen PV-Leistungsspitzen häufig und großräumig abgeregelt werden. Bevor man diesen Strom gar nicht nutzt ist es selbstverständlich besser, ihn zu speichern oder in Nutzwärme umzuwandeln. Und die Vergütung für eingespeisten Strom ohne EEG liegt sowohl jetzt als auch in 20 Jahren mit Sicherheit unter dem Erdgaspreis, so dass dann auch die Wirtschaftlichkeit für den Eigenverbrauch spricht. Aber so weit sind wir noch lange nicht.

      Loule schrieb:

      Dann werde ich halt meinen Tauchsieder hier oder im www anbieten wie sauer Bier.
      Das würde ich an Deiner Stelle trotzdem nicht machen, jedenfalls nicht wenn Du annimmst, dass Du bei einem Verkauf des Tauchsieders nicht mehr als Peanuts bzw. sauer Bier erlösen kannst.

      Auch bei einer Vitovalor kann es wohl passieren, dass aus irgendeinem Grund die Heizung bzw. der Zusatzbrenner ausfällt und der Kundendienst nicht gleich kommt. Bei unserem Vitotwin ist das seit 2012 dreimal passiert (natürlich immer im Winter, wenn die Solarthermie nichts bringt), und wir waren dann immer froh, dass wir noch unsere alte 6 kW Nachtstrom-Heizbirne im Pufferspeicher (aus Ölheizungs-Zeiten) in Betrieb nehmen konnten und so wenigstens ausreichend warmes Wasser im Haus hatten. Verbraucht haben wir in der Zeit natürlich hauptsächlich Braunkohlestrom, aber glaub' mir, das war uns egal.

      Ich würde also an Deiner Stelle den "Tauchsieder" behalten bzw. in der neuen Anlage so einbauen, dass er im Notfall Warmwasser machen kann. Und die Regelung kannst Du vielleicht mal brauchen, um mit Deinem PV-Strom im Sommer ein E-Auto aufzuladen.

      Gruß, Sailor
      Viessmann Vitotwin 300-W (1 kWel, 6 kWth) seit 2012

      PV-Anlage 8,45 kWp (65 x Solarworld SW 130poly Ost/Süd/West, SMA 5000 TL und 3000) seit 2010

      Solarthermie 14 qm Flachkollektoren seit 2004 (Vorgänger 8 qm 1979-2003)
    • Neu

      Hallo BHKW-Freunde!


      Ich habe am Wochenende dem Fachbetrieb eine garstige E-Mail geschrieben... Heute morgen hat es dann spontan doch noch geklappt! Die Hydraulik ist geändert.

      Ich bin ja echt nicht besonders gläubig aber:

      "Haleluja! Denn er sah das es gut war...-Amen."
      Es sieht ganz so aus als ob das Stromproblem gelöst ist!

      Ich beobachte ja erst seit ein paar Stunden aber es sieht bisher echt gut aus. D.h. deutlich über 900 Watt!

      Etwas getrübt wird die Freude jedoch durch die (nach wie vor) sehr häufig auftretende "Strömdruckwächter HK"-Fehlermeldung die immer noch alle 15 Min. - 1 Std. den Vitotwin kurz abschaltet.
      Ich habe die Heizkörper noch mal entlüftet und es scheint etwas besser geworden zu sein... Ich entlüfte morgen Abend noch mal und speise ev. noch Wasser nach...

      Grüße