Hilfe! Vitotwin produziert zu wenig Strom und keiner weis warum....

    • Moin Corny,

      Corny82 schrieb:

      Mein Abgleich hat auch dazu geführt dass wenigstens nicht immer beide Brenner auf vollgas laufen. Danke Sailor773
      War mir ein Vergnügen. :)

      Corny82 schrieb:

      ich habe in der Zwischenzeit selbst einen hydraulischen Abgleich hin bekommen (...) Habe den Heizungsbauer darum gebeten dass noch malzu verbessern und hoffe es passiert auch bald...
      Bei Deinem Haus kann sich das wirklich lohnen. Rätselhaft dabei ist mir nur eines: Du hast doch sicher auch (wie wir alle) für Dein Vitotwin die Förderung von der BAfA beantragt. Um die zu kriegen, ist ein hydraulischer Abgleich zwingende Voraussetzung. Als Nachweis hierfür muss man dem BAfA die entsprechenden Unterlagen einreichen, mit Stempel und Unterschrift des ausführenden Betriebes (Heizungsbauer). Also hätte ein HA in jedem Fall von vornherein durchgeführt werden müssen - selbst wenn er nicht so nötig gewesen wäre wie das offensichtlich bei Dir der Fall ist. Und wenn Dein Heizungsbauer von Viessmann zertifiziert ist, hätte er das wissen und den HA in seinem Angebot mit aufführen müssen (mal ganz abgesehen davon, dass der Ha bei Einbau einer neuen Heizung in ein altes Haus m.E. sowieso unabdingbar ist). Also nach Datenlage sieht es so aus, als ob Dein Heizi hier einiges mehr versaubeutelt hat als das fehlende Rücklauf-Thermometer.

      Corny82 schrieb:

      Als der Techniker die Anlage nach dem Sterlingtausch hoch gefahren hat wurden wieder gute 950 Watt produziert und ich war schon wieder guter Dinge...
      ---> Zu früh gefreut: Das ist jetzt ein paar Stunden her und die Anlage produziert jetzt noch um die 800 Watt.
      Bei welcher Kessel-Rücklauftemperatur (Diagnose Erzeuger, Code 8314 in F2)? Und wie hoch ist jetzt die Stirlingkopftemperatur (Code 8360 im gleichen Menüpunkt)? Ich möchte fast wetten, dass 8314 wieder viel zu hoch ist (50°C oder höher), und dass 8360 unter 500°C liegt.

      Dass ein neuer Stirling sofort wieder kaputt geht, halte ich für so gut wie ausgeschlossen. Theoretisch denkbar wäre, dass irgendwo ein Wurm in der Regelung steckt. Allerdings müsste der Viessmann-KD so etwas gefunden haben: Bevor die für teures Geld den Stirling tauschen, haben sie doch sicher alles andere überprüft.

      Meine Meinung ist nach wie vor, dass bei Deiner Anlage die Hydraulik verkorkst ist und dem Stirling eine viel zu hohe Rücklauftemperatur liefert. Es sieht jetzt so aus als ob die Regelung auf dieses Signal reagiert, indem sie die Leistung des Stirling herunterfährt. Ob das so gewollt ist oder ob das ein "Bug" ist, kann ich schlecht einschätzen. Du könntest jedenfalls mal im reinen Stirling-Betrieb am Gaszähler den Gasverbrauch messen und sehen, ob er unter ca. 0,7 m3 pro Stunde liegt. Wenn ja, läuft der Stirling mit gedrosselter Leistung. Bei 800 W sollte der Gasverbrauch irgendwo um 0,6 m3/h liegen.

      Corny82 schrieb:

      Von dem kläglichen Abschlag den ich vom Netzbetreiber für den Strom bekommen habe (knappe 50€/Monat) darf ich 200€ wieder zurück überweisen.
      50 €/Monat war von vornherein viel zu viel. Der monatliche Abschlag für unseren Stirling liegt seit Inbetriebnahme 2012 bei 26 €/Monat. Die Abrechnungen zeigen, dass das passt. Falls Du bei der KWK-Zulage die Einmalauszahlung gewählt hast, müssten die Abschläge sogar noch niedriger sein um Rückzahlungen zu vermeiden.

      Corny82 schrieb:

      Dafür habe ich 15.000kwh mehr Gas gebraucht als 2016... 450€ zum nach zahlen.Die Krönung ist das 2016 die Hütte noch schlechter isoliert war als jetzt... Eshätte also weniger werden müssen.
      Bei allem Verständnis für Deinen Ärger mit dem Vitotwin: Der Gas-Mehrverbrauch hat mit der Minderleistung des Stirling nichts zu tun, sondern eher mit der verkorksten Hydraulik, dem fehlenden hydraulischen Abgleich, vielleicht zum Teil mit dem Wetter, sowie evtl. auch mit mehr beheizten Quadratmetern (seit wann hast Du oben untervermietet?).

      Corny82 schrieb:

      Die Rechnung für den Strom den ich aus dem Netz gezogen habe ist noch nichtda, jedoch gehe ich davon aus dass ich aufgrund der mangelnden Stromproduktion auch nachzahlen darf.
      Wenn der Stirling wegen Störungen und Reparaturen lange gestanden ist, kann das sein. Die Minderleistung selbst wirkt sich weit weniger aus: Wir haben das 2013 mal unfreiwillig ausprobiert, als unser Stirling zwei Monate lang (bis zum Austausch) nur mit 800 W lief. Aus den Zählerständen ließ sich ableiten, dass (bei einem Strom-Gesamtverbrauch um 20 kWh/Tag) weniger als die Hälfte der fehlenden Stromerzeugung in den Eigenverbrauch gegangen wäre.

      Corny82 schrieb:

      Die Sache mit der Heizwasserenthärtung habe ich dem Viessmanntechniker und dem Heizungbauer gesagt: Beide behaupten die Enthärtung sei OK!
      Wenn der Viessmann-Techniker das sagt, ist das Thema damit erledigt. Anscheinend wurden die Viessmann-Anforderungen zur Wasserhärte seit der Inbetriebnahme unseres Gerätes abgemildert.

      Corny82 schrieb:

      Kann mich mal jemand mal aufklären was die " Mischerüberhöhung" (Code 830) genau macht?
      Warum das so heißt weiß ich auch nicht, aber gemeint damit ist die Temperaturdifferenz zwischen der Vorlauf-Solltemperatur und Pufferspeicher-Solltemperatur. Nach Letzterer richten sich die Ein- und Ausschaltpunkte der Brenner. Dargestellt ist das in dem Diagramm im Manual, Kapitel "Kesseltemperaturregelung" (bei uns Seite 141): Die "Mischerüberhöhung" ist hier die Differenztemperatur TB.

      Corny82 schrieb:

      Der Ausbau scheint ernsthaft näher zu rücken.
      Also bevor Du eine Anlage verschrottest, die Dich ca. 20.000 EUR gekostet hat (von denen Du kaum etwas wiedersehen würdest, von den m.E. schwer abschätzbaren steuer- und förderrechtlichen Konsequenzen noch ganz abgesehen) solltest Du zweierlei tun:

      1) Fahr' doch mal spaßeshalber eine Woche lang die Anlage ganz ohne Stirling nur mit dem Zusatzbrenner. Damit stellst Du exakt den Betrieb ein, den Du nach Ausbau der Anlage mit einer normalen Gastherme hättest. Dann wirst Du sehen ob es damit besser läuft: Mit 80% Wahrscheinlichkeit nicht, weil die Hydraulik dann immer noch genau so verkorkst ist wie vorher.

      2) Wenn das meine Anlage wäre, so würde ich (jedenfalls bevor ich sie verschrotte) als erstes den Haupt-Schwachpunkt beseitigen, und das ist der - unter den von Dir beschriebenen Randbedingungen - aus meiner Sicht idiotische Anschluss des Vitotwin über den Wärmetauscher. Lass' den Heizungsbauer (egal was er dazu sagt) das abklemmen und stattdessen das Kesselwasser direkt über die Anschlüsse D (Kesselvorlauf) und M (Kesselrücklauf) durch den Pufferspeicher führen, so wie sich das gehört. Ich behaupte, dass daraufhin die Kessel-Rücklauftemperatur um mindestens 10 K absinkt - häufig werden es eher 20 K sein.

      (Liebe hier mitlesende Forumskollegen: Ich bin kein Heizungsbauer. Sieht irgend jemand, der mehr davon versteht - Alikante? - das anders?)

      Gruß, Sailor
      Viessmann Vitotwin 300-W (1 kWel, 6 kWth) seit 2012

      PV-Anlage 8,45 kWp (65 x Solarworld SW 130poly Ost/Süd/West, SMA 5000 TL und 3000) seit 2010

      Solarthermie 14 qm Flachkollektoren seit 2004 (Vorgänger 8 qm 1979-2003)
    • Man bräuchte eine schematische Darstellung vom Pufferspeicher wie die Heizwendel verlaufen um weitere Aussagen zu treffen. Wenn die Rücklauftemperatur nicht geringer wird, stirbt der nächste Stirling auch wieder, wie man das schon am Leistungsverlust sieht !
      Schema von der gesamten Heizungsanlage mit Vor- und Rücklauf in zwei Farben zeichnen, mit allen angeschlossenen Geräten und Verbrauchern, sonst wirst du den Fehler nicht finden und am besten noch die gemessenen Temperaturen im Betrieb einzeichnen mit Fließrichtung.

      Dann kann man sich ein reales Bild machen und Dir wahrscheinlich helfen können.
    • Hallo!

      @sailor773:
      - Ja, es wurde auf dem Papier und an manchen Heizkörpern ein hydraulischer Abgleich gemacht... Hoffe das der Heizungsbauer bald kommt und meinen HA noch verbessert.
      - Was die Kesselrücklauftemp. und die Stirlingkopftemp. angeht hast du recht: Rücklauf (nahe 60) deutlich zu hoch und Stirlingkopf zu niedrig (ca.450°)
      - In dem Fall war der Stromabschlag mit 50€/Monat deutlich zu hoch angesetzt. Gut zu wissen das es bei euch auch nur 25€ sind....
      - Gasverbrauch: Es ist seit Anfang 2016 untervermietet und es war wie gesagt 2016 noch schlechter isoliert. Ich glaube auch das nicht der Vitotwin selbst daran schuld ist, sondern der mangelhafte hydraulische Abgleich und das nicht ideal gewählte Anschlussschema. Trotzdem bitter... besonders wenn man bedenkt das ich an besonders kalten Tagen noch einen kleinen Bullerjan betreibe.

      -Ausbau: Ich muss mich halt irgendwann entscheiden. Habe mit dem Heizungsbauer einen VOB-Vertrag. D.h. 4 Jahre Gewährleistung.... Dez.2015 wurde die Anlage eingebaut. Danach brauche ich den Vitotwin auch nicht mehr ausbauen zu lassen da ich sonst auf den 20.000€ sitzen bleibe. Meine grobe Rechnung sieht halt so aus: Ausbau-> 20.000€ zurück. Neue Gastherme: 5000-8000€.... dann blieben mir 12-15.0000€ um Holzöfen, massenhaft Brennholz und den extra Strom zu bezahlen... Mir wäre es ja auch lieber wenn die Stromproduktion halbwegs an die im Handbuch angegebenen Werte (je nach Rücklauftemp.) erreichen würde und ich mir den ganzen Ärger mit Aus- und Einbau sparen könnte. Die steuerlichen/bafa konsequenzen habe ich bisher verdrängt, ist jedoch ein Argument... Finde die KWK-Sache als solche ja nach wie vor Sinnvoll.

      Habe heute Nacht mal den Zusatzbrenner blockiert: ---> Heute morgen war es dann kalt in der Bude und es wurden ca. 840 Watt produziert bei einer Kesselrücklauftemp. von 49°C... Sollwert wären knappe 900 Watt...

      Heute morgen habe ich den Zusatzbrenner wieder frei geschaltet...
      Mittlerweile:
      Kesselrücklauf 60° (beide Brenner an)

      Sollwerte laut Handbuch: 880W (Siehe Kennlinie D@Sollwerte.jpg)
      Istwert laut Display Vitotwin: +/-780Watt

      Wohin verschwinden diese 100Watt? Ich glaube somit das die Hydraulik und der mangelhafte hydraulische Abgleich nicht die alleinige Ursache sein können


      @lotter23: Habe mein Hydraulikschema welches mir der Heizungbauer gebracht hat mal eingescannt...

      Grüße
      Bilder
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    • Moin,

      Corny82 schrieb:

      Wohin verschwinden diese 100Watt?
      Ich glaube nach wie vor, dass die Regelung Deines Vitotwin nicht mit den hohen Rücklauftemperaturen klarkommt und "aus lauter Verzweiflung" den Stirling drosselt. RLT 60°C ist ein extrem ungünstiger Betriebszustand, viele Geräte würden da schon in Störung gehen. Hast Du mal am Gaszähler den Gasverbrauch im reinen Stirlingbetrieb gemessen? Was kam raus?

      Corny82 schrieb:

      Habe mit dem Heizungsbauer einen VOB-Vertrag. D.h. 4 Jahre Gewährleistung.... Danach brauche ich den Vitotwin auch nicht mehr ausbauen zu lassen da ich sonst auf den 20.000€ sitzen bleibe.
      Also ob ein VOB-Vertrag Deinen Heizungsbauer verpflichtet, so mir nichts dir nichts die Anlage wieder abzubauen und Dir Deine 20.000 € zurückzugeben, habe ich meine Zweifel - bin allerdings weder Heizungsbauer noch Rechtsanwalt. Aber ohne Letzteren wird es mit Sicherheit nicht laufen.

      Auf die Gefahr, mich zu wiederholen: Das entscheidende Problem dieser Anlage ist die hohe Rücklauftemperatur, und die liegt hauptsächlich am Anschluss des Kessels über den Vitocell-Wärmetauscher. Für ein Haus wie Deins, das sehr hohe Vorlauftemperaturen benötigt, ist diese Anschlussart offenbar schlicht ungeeignet. Warum Dein Heizungsbauer das so gemacht hat, ist mir ein Rätsel: Aus den in diesem Thread hochgekommenen Tatsachen ist jedenfalls kein einziger auch nur halbwegs stichhaltiger Grund ersichtlich, selbst das Thema mit der Wasserentsalzung hat sich ja in Wohlgefallen aufgelöst. Wie dem auch sei, Du hast jetzt meiner Meinung nach genau drei Möglichkeiten:
      • Entweder Du akzeptierst Dein Schicksal und lebst mit den 800 W (so lange das Gerät diese Tierquälerei aushält: Als Nächstes geht wahrscheinlich das Luftverteilerventil kaputt, das ist gegen hohe Temperaturen empfindlich...)
      • Oder Du gibst Deinem Heizungsbauer Gelegenheit zur Nachbesserung, das heißt er muss das Gerät von dem Wärmetauscher abklemmen und ordnungsgemäß am Pufferspeicher anschließen. Ich behaupte, dass die Anlage dann wesentlich besser funktioniert - aber wenn nicht, kannst Du sie danach immer noch ausbauen lassen.
      • Wenn sich der HB darauf nicht einlässt, solltest Du die Anlage vielleicht wirklich ausbauen lassen, immer vorausgesetzt Du kriegst auf diese Weise tatsächlich Dein Geld zurück. Denn glücklich wirst Du mit der Anlage - so wie sie jetzt ist - niemals werden.
      Grüße
      Viessmann Vitotwin 300-W (1 kWel, 6 kWth) seit 2012

      PV-Anlage 8,45 kWp (65 x Solarworld SW 130poly Ost/Süd/West, SMA 5000 TL und 3000) seit 2010

      Solarthermie 14 qm Flachkollektoren seit 2004 (Vorgänger 8 qm 1979-2003)
    • Laut Belegung vom Pufferspeicher und Zeichnung, die du reingestellt hast ist dein Vitotwin falsch angeschlossen !!! Schau dir die Belegung an und deine Zeichnung ....
      Heizungsvorlauf Vitotwin muss an Anschluss D und nicht an M oder O oder P wo er an der Zeichnung angeschlossen ist ......
    • Moin,

      nicht falsch, sonst würde das nicht im den Viessmann Unterlagen stehen, sondern nur extrem ungünstig.

      Corny82 schrieb:

      Es ist seit Anfang 2016 untervermietet
      Oh Oh, das riecht nach EEG-Abgabe.

      Grüße
      Pöl BHKW Tiger †
      Pöl BHKW Raptor †
      Ecopower 1.0
      Solarthermie 27m² Heat-Pipe-Röhren
      PV Anlage 1,8kWp Solarmax 2000C 15xKaneka k120
    • Die Zeichnung ist nur ein Schema ! Es hat nichts mit einer richtigen Zeichnung zu tun . Ausschlaggebend sind die Anschlüsse am Pufferspeicher , denn die sind bezeichnet und sind zwingend, wenn man das richtige Resultat bekommen möchte.

      So wie das angeschlossen ist laut Schema, ist es falsch ..........
    • lotter23 schrieb:

      Die Zeichnung ist nur ein Schema ! Es hat nichts mit einer richtigen Zeichnung zu tun .
      @lotter, die Zeichnung stammt aus einem offiziellen Viessmann-Planungshandbuch und skizziert den Anschluss des Vitotwin über den im Pufferspeicher eingebauten Wärmetauscher - in der Tat über die Anschlüsse O und P. Diese Anschlussmethode IST zulässig und soll nach meiner Kenntnis angewendet werden, wenn (und nur wenn) eine hydraulische Trennung von Kessel- und Heizkreiswasser zwingend erforderlich ist. (Alternativ hätte man das Standgerät Vitotwin 350-F einsetzen können, wo im integrierten 175l-Speicher eine solche hydraulische Trennung mit Wärmetauscher bereits eingebaut ist.)

      Trotzdem hast Du insoweit Recht, als diese Anschlussweise im vorliegenden Fall anscheinend nicht notwendig war und gleichzeitig im Betrieb zu erheblichen Nachteilen führt. Man kann also wohl mit Fug und Recht sagen, dass sie für dieses Anwesen falsch ist (sag' ich ja auch die ganze Zeit), aber da kann die Zeichnung nichts dafür.

      In einem Anwesen, das über eine Niedertemperaturheizung mit ausreichend dimensionierten Heizkörpern verfügt, könnte das Schema ohne Weiteres funktionieren. Und wenn Heizkörper und Leitungen korrodiert, verschmutzt oder verkalkt sind (oder die Leitungen luftdurchlässig sind), kann es notwendig sein zum Schutz des Gerätes dieses Schema auch anzuwenden.
      Viessmann Vitotwin 300-W (1 kWel, 6 kWth) seit 2012

      PV-Anlage 8,45 kWp (65 x Solarworld SW 130poly Ost/Süd/West, SMA 5000 TL und 3000) seit 2010

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    • Hallo!

      Ich habe mittlerweile wieder einen Termin mit dem Viessmannservice.... Nächsten Dienstag.
      Ich hoffe das Viessmann mich dabei unterstützt den "Fachbetrieb" dazu zu bewegen das Anschlussschema in ein brauchbares zu ändern...


      Zum eventuellen Ausbau: Ich bin ja selbst Handwerker (Gärtnermeister im Garten- und Landschaftsbau). Grundsätzlich gibt es grundlegende Vertragsarten zwischen Handwerker und Kunde:
      1. Nach VOB: Dann MUSS nach DIN-Norm gebaut werden----> 4 Jahre Gewährleistung
      2. Nach BGB: Es muss NICHT nach DIN gebaut werden----> dafür 5 Jahre Gewährleistung

      Z.B. Wenn ich Randsteine setze und einen VOB-Vertrag mit dem Kunden habe muss ich nach DIN 12cm Schotter und 20cm Beton drunter machen.... Macht die Sache sehr teuer.
      Ich kann jetzt sagen ich mache nur 10cm Beton und kein Schotter drunter (BGB-Vertrag) muss dafür aber 1 Jahr länger Gewährleistung geben und dass mit dem Kunden besprechen.

      Ich gehe davon aus das ein so heikles Gewerk wie der Heizungsbau immer nach DIN bauen muss. Daher auch immer VOB!

      Verursacht mein Werk/Produkt einen Schaden innerhalb der Gewährleistung dann greift: "W-U-M-S" (Wandlung,Umtausch,Minderung,Schadenersatz) egal ob Heizungsanlage oder explodierte Riesenglotze.

      Beispiel aus dem Gartenbau:
      Gärtner baut Holzterrasse und klemmt diese zwischen 2 Häusern (ohne genug Abstand) ein... Holzterrasse gewinnt.... Beide Häuser kaputt. Gärtner bezahlt schaden und Terrasse. Gabs schon und er war dann auch pleite....
      Wenn das in meinem Gewerk so ist dann gehe ich davon aus das es beim Heizungsbauer auch so ist. Auch wenn er sich mit Händen und Füßen wehren wird.
      Ohne Rechtsstreit würde es wohl nicht gehen aber wir wollen den Teufel mal nicht an die Wand malen.

      Mir wärs auch lieber wenn der Vitotwin drin bleiben kann.
      Aber so wie es momentan ist werde ich mit der Anlage nicht glücklich... Da kann ich Sailor mal wieder nur zustimmen.

      Ich werde weiter berichten.

      Grüße
    • Der Vitotwin 300-W ist glaube gut für Deine Immobilie geeignet,( laut Ihren Angaben) weil Sie meiner Immobile ähnelt in Größe und Baujahr . Und ich betreibe sie immer noch mit einem Whispergen und bin sehr zufrieden damit.

      Und ein Gerät mal zu Testzwecken mit Schlauchleitungen umzuklemmen, ist glaube ich kein Hexenwerk für einen Heizungsbauer, wenn dann noch ein besseres Ergebnis dabei rauskommt, dann ist doch allen geholfen......

      Bin mal gespannt was bei Dir da noch rauskommt
    • Hallo BHKW-Freunde.

      Es gibt wieder was zu berichten.... Der Plan war ja das Viessmann mit dem Heizungsbauer gestern (Dienstag) anrücken wollte.

      Viessmann kam überraschend vorgestern (Montag) schon vorbei und hat mal wieder was Anderes gefunden:

      -Schon wieder der Ringbrenner! -Der wurde erst kürzlich getauscht. Direkt danach ja der Stirlingmotor selbst....
      Wenigstens kann ich jetzt genau sagen was der Ringbrenner ist: Es ist der Brenner der den Stirlingmotorkopf quasi "umringt" und aufheizt. (Also: Ringbrenner=Stirlingbrenner=Kopfbrenner)

      -Der Techniker sagt dass die Sache mit dem Anschlussschema kaum eine Rolle spielen würde.... Ich kann ihm leider nicht glauben. Die Argumente für ein falsch gewähltes Anschlussschema sind zu logisch.

      -Das Beste kommt noch: Als der Servicetechniker weg war schaltete die Anlage alle 20-30 Minuten komplett ab. Fehlermeldung Nr.164 "Strömdruckwächter HK". Ging dann wieder an und wieder aus, usw.
      ---->Habe den Druck im Kesselkreis (durch nach speisen) von 1,5Bar (war lange so) auf knappe 2Bar erhöht und den Leistungsbereich der Kesselkreispumpe erhöht.... Seit dem nur noch ein mal ausgesetzt.
      Zum Glück: Bei Außentemperaturen bis -17°.


      Da Viessmann ja mit dem Heizungsbauer zusammen kommen wollte, ist dieser dann gestern (Dienstag) aufgetaucht und war überrascht dass Viessmann nicht da ist....
      - Er hat jetzt aber wenigstens den hydraulischen Abgleich richtig+überall gemacht bzw. meine eigenen Einstellungen etwas nach oben verbessert. Sollte jetzt passen.


      Das ganze Drama hat mich natürlich dazu bewegt beim Heizungsbauer und im "Viessmann-Experten-Forum" wieder mal ein Fass auf zu machen:

      -Ergebnis Viessmann: Die Antworten zügig und sind langsam auch so genevt dass sie die Wandlung ernsthaft in Betracht ziehen. Also Ausbau und Geld zurück wird zur ernsthaften Option!
      -Ergebnis Heizungsbauer: Der hat langsam auch kein Bock mehr und wäre bereit auf meinen/euren Vorschlag das Anschlussschema zu ändern ein zu gehen. Natürlich nur wenn Viessmann dem "Versuch" zustimmt....

      -->Falls keine Besserung eintritt, --wo von ich nicht ausgehe, kann man das Ding immer noch ausbauen.Ausserdem kann ich mich "lotter23" anschließen: Ich bin auch der Meinung dass der Vitotwin eigentlich eine gute Wahl für ein solches Gebäude sein müsste. Deshalb war ich damals ja bereit für die Heizung fast das doppelte aus zu geben wie ich für das eigentliche Haus bezahlen musste.

      Bin auch mal sehr gespannt was da jetzt noch passiert und vor allem WANN... Werde berichten.

      Grüße
    • Hallo!


      Der "Vitotwin-terror" nimmt kein Ende.... Am 13.2. ist die Fehlermeldung 164 (Strömdruckwächter HK) noch einmal aufgetreten. Seit dem nicht mehr.... Habe auch nichts mehr angefasst.

      Dafür habe ich jetzt etwas was ich so noch nicht bei dem Ding erlebt habe: Seit heute morgen läuft nur noch der Zusatzbrenner! --->Stromproduktion 0 Watt (Beobachte wieder seit ein paar Stunden)..... teure Gastherme.
      Werde nachher die Anlage mal wieder ausschalten und neu starten.... Das Beste hoffen und auch den Heizungbauer wieder damit belästigen.


      @lotter23: Danke. So würde ich mir ein logisches/vernünftiges Anschlussschema auch vorstellen.

      Ich hoffe wirklich das dieser Psychoterror bald ein Ende hat.... Mir droht der "Vitotwin-Burn-Out"!


      Grüße
    • Corny82 schrieb:

      Dafür habe ich jetzt etwas was ich so noch nicht bei dem Ding erlebt habe: Seit heute morgen läuft nur noch der Zusatzbrenner! --->Stromproduktion 0 Watt
      Liegt denn eine Störungsmeldung vor oder ist er einfach so aus?
      Wenn keine Störung angezeigt wird, könntest Du versuchen im Menüpunkt "Status" (Ebene F1, Codes 8000ff - insbesondere 8012, 8015 und 8017) herauszufinden, warum die Regelung glaubt, den Stirling abschalten zu müssen.

      Ein Grund könnte natürlich mal wieder sein, dass die Rücklauftemperatur zu hoch ist. Oberhalb ca. 60°C geht der Stirling aus, ohne eine Störung anzuzeigen.
      Viessmann Vitotwin 300-W (1 kWel, 6 kWth) seit 2012

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    • Hallo Sailor773,

      Es liegt keine Störungsmeldung vor. Stirling ist einfach nur aus.
      Habe gerade einen Neustart gemacht... "ER" ist noch am initialisieren...
      Nach dem Neustart ist es vermutlich nicht mehr möglich den den Grund in den besagten Codierungen raus zu finden, oder?

      Das mit der Abschaltung bei über 60° Rücklauf klingt logisch. Danke, das bringt wieder etwas mehr Licht ins Dunkel.

      Grüße
    • Corny82 schrieb:

      Nach dem Neustart ist es vermutlich nicht mehr möglich den den Grund in den besagten Codierungen raus zu finden, oder?
      Nein. Dort wird immer der aktuelle Status gezeigt. Aber wenn der Stirling jetzt nach dem Neustart wieder nicht läuft, oder (was ich für wahrscheinlicher halte) beide Brenner erst mal anspringen aber der Stirling nach kurzer Zeit ausgeht, kannst Du dort nachschauen. Und schreib' dann gleich auch noch die zu dem Zeitpunkt herrschende Rücklauftemperatur auf: Vermutlich sind es 60°C oder mehr.
      Viessmann Vitotwin 300-W (1 kWel, 6 kWth) seit 2012

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    • Hallo Sailor773,

      da ich ja auch im "Viessmann-Experten-Forum" Dauergast bin kann ich jetzt genau sagen was diesbezüglich Sache ist (Zitat des Viessmann-Forum-Admins):

      "Ab einer Rücklauftemperatur von 60° wird die Leistung des Stirling um 20 W pro K reduziert. Ab einer Rücklauftemperatur von 70°C wird ein Abschaltintegral berechnet. Ist der errechnete Zeitpunkt erreicht, schaltet der Stirling ab. Erst ab einer Rücklauftemperatur von 75°C wird der Stirling ohne Abschaltintegral sofort abgeschaltet."

      Ich gehe davon aus das die hohe Rücklauftemperatur (bei -10° draußen) die Ursache für das Abschalten des Stirlings war. Nach dem Neustart ist der Stirling wieder mit an gegangen und produziert seit dem wieder seine +/- 750Watt.
      Ich vermute die Rücklauftemperatur war sogar über 75°C. -->Habe ja wegen der "Strömdruckwächter HK"- Fehlermeldung die Pumpenleistung des Kesselkreises hoch gesetzt, was ja zusätzlich höhere Rücklauftemperaturen in diesem produziert.
      Der Leistungsbereich der Kesselpumpe ist jetzt wieder etwas nach unten korrigiert, aber nicht so weit wie er war als der oben genannte Fehler auftrat.

      Nächster Termin mit Viessmann ist am 27.2.2018 ---> 2ter Tausch des Ringbrenners.
      Meine Hoffnung ist das der Heizungsbauer das Anschlussschema schon vorher ändert. Datum habe ich noch keins.

      Es bleibt (milde ausgedrückt) aufregend und ich werde weiter berichten.

      Grüße

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Corny82 ()

    • Corny82 schrieb:

      Nächster Termin mit Viessmann ist am 27.2.2018 ---> 2ter Tausch des Ringbrenners.
      Meine Hoffnung ist das der Heizungsbauer das Anschlussschema schon vorher ändert. Datum habe ich noch keins.

      Es bleibt (milde ausgedrückt) aufregend und ich werde weiter berichten.
      Wir drücken Dir jedenfalls die Daumen.

      Übrigens: Wenn der hydraulische Abgleich jetzt wirklich a) überall und b) richtig gemacht wurde, sollte die Rücklauftemperatur im Heizkreis zumindest etwas zurückgehen. Gerade bei sehr niedrigen Außentemperaturen erwarte ich, dass auch die Heizkörper in den nicht bewohnten Räumen zu arbeiten beginnen: da sollte jetzt ein besonders niedriger Rücklauf 'rauskommen.

      Auch die Heizkreispumpe müsste jetzt normalerweise mit deutlich niedrigerer Leistung laufen. (Dass die Leistung während der Nachtabsenkung wieder hoch geht, ist normal, weil wegen der dann niedrigeren Vorlauftemperatur die Räume auskühlen und die Thermostatventile aufmachen. Daran kann man sie nicht hindern, außer man hat zeitabhängig einstellbare bzw. "smarte" Ventile.

      Drittens könntest Du jetzt mal versuchen, vorsichtig in kleinen Schritten die Vorlauftemperatur (Heizkurve) zu reduzieren. Vielleicht ist das ja möglich, ohne dass es gleich wieder zu kalt wird.
      Viessmann Vitotwin 300-W (1 kWel, 6 kWth) seit 2012

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