Rentabiliät BHKW

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  • Rentabiliät BHKW

    Unser Dachs (Gas) ist jetzt 10 Jahre alt und somit im Vergleich zu einer
    herkömmlichen Heizungsanlage im mittleren Alter. Was diese Kiste aber
    inzwischen an Wartungs- und Reparaturkosten produziert ist, übertrifft
    die einer normalen Brennwertheizung bei weitem. In 2017 mal eben ~ 1385 €
    netto Wartung und Reparatur. Jetzt ist das Teil schon wieder kaputt und
    das offensichtlich gleich an mehreren Stellen und wird mit Sicherheit
    die Reparaturkosten von 2017 deutlich übersteigen. Störungen treten
    schon trotz aller regelmäßig durchgeführten Wartungsintervalle seit
    Jahren auf.


    Habe schon vor längerer Zeit mit dem Monteur über die Wirtschaftlichkeit
    einer solchen Anlage in Einfamilienhäusern (bei uns mit 220 m²
    Wohnfläche ja schon nicht das kleinste) diskutiert. Er konnte meine
    Aussage, daß hier Senertec den Kunden im Verkaufsgespräch die Sache
    schönrechnet mehr oder weniger bestätigen. Den Eigenbedarf an Strom den
    Senetrec damals vorgerechnet hat schafft keine normale Familie. Insofern
    ist der wirtschaftliche Betrieb eines solchen Gerätes in
    Einfamiliehäusern Augenwischerei. Kann ja jeder mal auf die Schnelle
    selber überschlagen. Dachs produziert jede Std. die er läuft 5.5 kW. Was
    muß alles gleichzeitig an Elektrogeräten laufen, damit 1 kW/ h
    verbraucht wird? Der Rest geht für kleines Geld ins Netz. Ohne Wartung
    und Reparaturen käme man mit den geringen Einspeisevergütungen klar.
    Aber die Wirklichkeit sieht anders aus. Der Unterhalt der Geräte ist
    beachtlich.


    Eine Nachrüstung für den verlängerten KWK Zuschlag macht nach den
    Erfahrungen überhaupt keinen Sinn. Die Anlage hat jetzt schon zuviel
    Geld verbrannt. Da schmeiße ich nicht noch gutes Geld hinterher. Je
    nachdem, was die Reparatur jetzt kosten soll, wird der Dachs entsorgt.
    Ein erneuter Einbau eines BHKWs wird es dann aber nicht mehr geben. Wir
    kehren dann zur guten "alten" Brennwerttechnik zurück. Die ist bei
    weitem störunanfälliger und auch wartungsärmer.


    Nach den gemachten Erfahrungen kann ich jedem normalen Häuslebauer, der
    über die Investitions eines BHWs nachdenkt, nur abraten. Laßt Euch nicht
    von den Herstellern dieser Geräte einlullen.
  • Moin Fuchs(-teufelswild).

    Willkommen im Club der Jubilare (10 Jahre). Im Herbst 2016 stand ich nach Auslaufen der Subventionen exakt vor derselben Frage. Von den ursprünglich einmal 14.000 kWh pro Jahr verbrauchten Stroms auf rund 230 qm Wohn- und 100 qm Nutzfläche sind dank aktiven Energiemanagements aktuell nur noch 6.000 kWh/pa übrig geblieben. Warum sollte ich dann den sauber produzierten Strom für einen mickrigen Baseloadpreis und eine lächerliche vNNe verschenken?

    Seitdem wird unser DACHS nur noch angeworfen, wenn Trockner, Backofen, Herd & Co. laufen (=> siehe DACHS Ampel). Die anderen 22 Stunden am Tag heizt die am Pufferspeicher angeflanschte Brennwerttherme SEplus unsere Hütte – mit deutlich weniger Gasverbrauch. So muss der Senertec Techniker nur noch alle drei Jahre zur Wartung kommen. Und was zwischendurch aufgefüllt oder repariert werden muss, mache ich inzwischen selbst. Ohne umständliche Terminabstimmung, überhöhte Materialpreise, Lehrlinge zum Meistertarif, An-/Abfahrt und Mehrwertsteuer.

    Vom BHKW-Konzept bin ich nach wie vor überzeugt. Vielleicht kommt mir ja demnächst was Elektrisches für Kurzfahrten in die Garage. Und wenn der DACHS das Zeitliche segnet, lasse ich mir eine kleinere, modulierende Anlage installieren. Allerdings nicht mehr "made in Schweinfurt".

    BG, maxnicks

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