Energieproduktion Bestand BHKW 60kW errechnen?

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  • Moin

    Wenn Du Dir nicht genug Zeit nimmst um die Grundlagen zu verstehen kommt allenfalls Murx raus im schlimmsten Fall ist das Ergebnis schlichtweg Falsch. Du sollst keine 20Jahre dokumentieren sondern nur die erzeugten Mengen an Strom und Wärme aufschreiben, das sind pro Jahr 2 Zahlen und von mir aus reicht das für die 5 zurückliegenden Jahre aus.

    Warum nicht so weiternutzen ?
    1. weil sich die Anlage nach Wegfall der EEG-Einspeisevergütung finanziell nicht mehr tragen kann
    2. weil die Anlage technisch derart veraltet ist das sie weder Recourcen noch die Umwelt schont
    3. weil Teillast - sofern überhaupt technisch Möglich- die Probleme 1. und 2. nur noch verstärkt

    Deine bislang gelieferten Daten legen die Vermutung nahe das jährlich rund:
    1.000.000 kWh Biogas
    370.000 kWh Strom
    370.000 kWh Wärme
    6500 Liter Heizöl
    produziert bzw. verbraucht wurden.
    Wobei nach deinen Angaben nur etwa 130.000kWh Wärme zur Beheizung von Gebäude und Fermenter nachweisbar sind. Insofern sinkt der Gesamtwirkungsgrad nochmals und beträgt schätzungsweise nur noch 50%.
    Es ist m.M. mit Deiner Aufgabe unvereinbar eine solche Anlage ohne Investitionen(Effizienzverbesserungen) weiter laufen lassen zu wollen!!

    Grüße

    PS: ich möchte auch noch auf den § 44 EEG 2017 hinweisen der Analog zum EEG 2012 eine Sondervergütungsform für Biogas-BHKW bis 75KW elt. enthält.
    Pöl BHKW Tiger †
    Pöl BHKW Raptor †
    Ecopower 1.0
    Solarthermie 27m² Heat-Pipe-Röhren
    PV Anlage 1,8kWp Solarmax 2000C 15xKaneka k120
  • alikante schrieb:

    Am besten wäre ein neues kleineres BHKW und den Rest des Gases auf Erdgasstandart aufbereiten und ins Gasnetz speisen - nur scheint mir der Hof dafür zu "mickrig" zu sein.
    So isses. Eine Biogas-Aufarbeitung für Erdgasqualität ist eine kleine Chemiefabrik, die sich für Biogasmengen unter 100 Nm3/h kaum rechnen dürfte. Ansonsten ist die Kombination mit einem BHKW eine prima Idee, weil die Aufarbeitung (Aminwäsche) ganzjährig einen Haufen Niedertemperaturwärme benötigt. Ein Beispiel ist das "Zevener Modell": Dort steht eine Biogas-Anlage, in der jährlich 6.570 Nm3 Rindergülle und 15.620 t Maissilage verarbeitet werden. Daraus entstehen 418 Nm3/h Biogas, von denen 168 Nm3/h in einem BHKW mit 400 kW(el) verbraucht werden. Der Rest (250 Nm3/h) wird mit der Abwärme aus dem BHKW (360 kWth) zu 130 Nm3/h Biomethan verarbeitet und in das Niederdruck-Gasnetz der Stadt eingeleitet. Aber man sieht, das Ganze ist um mindestens den Faktor Zehn größer als im vorliegenden Fall. Mit "mickrigen" 1.800 Nm3 Rindergülle im Jahr wird man nicht weit kommen, das ist nur was für Massentierhaltung und die Rittergüter in Nord- und Ostdeutschland.
    Viessmann Vitotwin 300-W (1 kWel, 6 kWth) seit 2012

    PV-Anlage 8,45 kWp (65 x Solarworld SW 130poly Ost/Süd/West, SMA 5000 TL und 3000) seit 2010

    Solarthermie 14 qm Flachkollektoren seit 2004 (Vorgänger 8 qm 1979-2003)
  • alikante schrieb:

    Es ist m.M. mit Deiner Aufgabe unvereinbar eine solche Anlage ohne Investitionen(Effizienzverbesserungen) weiter laufen lassen zu wollen!
    Ja da hast du definitiv Recht. Mir war nicht bewusst, wie viel Heizöl die Anlage im Betrieb benötigt :pinch:

    Dann bräuchte ich eine Alternative, die effizienter arbeitet. Das würde aber die Richtung meiner Arbeit komplett neu definieren. Ich bin ja davon ausgegangen, dass ich die Bestandsanlage weiter nutzte ... :(

    Wenn ich jetzt eine neue Anlage in Betracht ziehe, dann kann ich ja auch wieder am Auschreibungsverfahren teilnehmen... ?( das ist aber nicht Sinn der Sache.

    Meinst du, es wäre am sinnvollsten, wenn ich den neuen Energiebedarf ermittele (mit neuer Hofarchitektur und Wohnhaus) und suche daraufhin eine geeignete neue Anlage heraus?

    Mennooo... ;( es hatte alles so gut gepasst, bevor du, lieber Marcus in mein Leben getreten bist :)
  • Erneuert werden muß m.M. nur das BHKW, die Biogaserzeugung kann bleiben wie sie ist ( diese Rechtsauffassung nochmal überprüfen !! paluka.de/fileadmin/paluka/pdf…eberichte/REE_01-2014.pdf ) muß aber hinsichtlich des geforderten 80% Gülleanteiles in ihrer Biologie, der Gärtemperatur und den Hilfsaggregaten angepasst werden.
    Ausserdem ist zu beachten das moderne BHKW höhere Wirkungsgrade erzielen was zusammen mit dem geringen Wärmebedarf des Hofes dazu führen kann das nur noch ein Fermenter benötigt wird.
    Alles in allem würde die Anlage durch "Gesundschrumpfen" weniger Substrat benötigen, das neue BHKW keine Stützfeuerung mit Heizöl/RME benötigen und schon dadurch weniger kosten anfallen.

    Was ist doppelt überbauen ? Ahso hängt mit der Ausschreibung zusammen, wirkt m.M. nicht für § 44

    Stromselbstnutzung war im EEG nie verboten !!

    Nein, es geht um 20 Jahre neue EEG Förderung . Die 10Jahre hängen mit dem Wechsel in die Flexibilitätsprämie zusammen, das möchtest Du ja nicht.

    Sollte das an irgendwelchen juristischen Hürden scheitern gibts immernoch die Möglichkeit ein BHKW nach KWKG an die alte Biogasanlage zu hängen. Das macht aber nur Sinn wenn der tatsächliche Strom- und Wärmebedarf des gesamten Hofes bekannt sind.

    Grüße



    es hatte alles so gut gepasst, bevor du, lieber Marcus in mein Leben getreten bist
    das hör ich öfters :wseufzer:

    :roflmao: :roflmao: :roflmao:
    Pöl BHKW Tiger †
    Pöl BHKW Raptor †
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