Ist ein gebrauchtes BHKW wirtschaftlich sinnvoll?

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    • Ist ein gebrauchtes BHKW wirtschaftlich sinnvoll?

      Guten Tag liebe Forumsmitglieder,
      ich hätte eine Frage bezüglich der wirtschaftlichkeit eines gebrauchten BHKW. Konkret geht es um ein Senertec Blockheizkraftwerk HR 5.3 Heizöl Dachs - MSR 2 Steuerung mit Kondenser.
      Ich könnte das Gerät für ca. 2000€ bekommen, ein Pufferspeicher würde nochmal 600€ kosten. Die Wartung könnten wir selbst durchführen (Kfz-Meister sowie Installateur in Familie/Freundeskreis).
      Das BHKW läuft seit 2007. Es müsste eine Ölheizung mit aktuell 30 kW Heizleistung ersetzen, diese ist aber auch etwas überdimensioniert.
      Beim Energieversorger habe ich schon wegen möglicher Einspeisung und der Vergütung angefragt. Besagtes BHKW hat übrigens knapp 40.000 Betriebsstunden.

      Würdet ihr zu dieser Investition raten? Wir verbrauchen ca. 6000 kW/h Strom im Jahr.

      Vielen Dank schonmal für die Hilfe.
    • Du musst nochmal ca. 1000€ für die nachrüstung einer aktuellen Netztrennvorrichtung mit einkalkulieren. Ob sich das lohnt hängt vor allem von deinem Stromverbrauch und bisherigen Ölverbrauch ab. Im Sommer wo nur Warmwasser gebraucht wird ist der Dachs eigentlich zu groß, da bekommst die Wärme vermutlich nicht weg. Also bleibt nur noch der Winter, wenn du den meisten Strom auch im Winter verbrauchst könnte es gehen. Aber hierzu Fehlen noch einige Informationen... Falls bei 40k Betriebsstunden noch kein Motor oder Kolbentausch erfolgt ist wird erwarscheinlich nicht lange auf sich warten lassen...

      Also für eine vernünftige einschätzung bräuchte man zumindest deinen aktuellen Jahresölverbrauch und ein Lastprofil vom Stromverbrauch.
    • Hallo, vielen Dank schonmal für die Informationen. Ich habe mal einen Beispieltag in den Anhang hochgeladen, die PV-Anlage hat 10 kW/h erzeugt, die sind da im Verbrauch mit drin.
      Deren Erträge werden bald fallen. Im Sommer kommen wir mit dem Strom aus der PV ganz gut hin und betreiben auch einen Warmwassereboiler, der Dachs würde wahrscheinlich nur das halbe Jahr laufen, dann allerdings oft.
      Ich fahre einen Plug-In Hybriden, der würde 7 kW/h des Stromes vom Dachs verbrauchen.

      Der Jahresölverbrauch beträgt ca 6000 liter.
      Bilder
      • Lastprofil.JPG

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    • Die gleiche Kombination steht bei mir auch im Keller und wartet noch auf den Elektriker. Auf den Kondenser mussten wir verzichten. Da der Kamin nicht ganz so mitspielte. Ich werde das ganze einen Winter lang beobachten und hinterher vielleicht noch ein Heizschwert nachrüsten. Einspeisen lohnt sich für dich nicht da es keine Förderung mehr gibt. Auch sind die Unterhaltskosten beim Dachs nicht unerheblich. Die Ersatzteile gibt es nur bei Senertec. Der Gasdachs ist die zuverlässigere Lösung. Auch wäre die Vor- und Rücklauftemperatur interessant. Ein Kondenser macht nicht immer sinn. Vor allem, wenn der Kamin saniert werden muss. Viel Spass beim Planen. ;)
      PS: Ich hab mir noch einen Speicher von Sonnen angeschaft mit 10 kwh. Der wartet auch noch auf einen (anderen) Elektriker.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von nesami ()

    • Soweit man das im Diagramm erkennen kann solltest du ca. 100W grundlast haben, und spitzen von 3000W. Der Dachs macht 5,3kW ... Ein Elektroauto macht natürlich einen unterschied. Also wenn du den Dachs mit möglichst geringer elektrischer Leistung laufen lässt und jedesmal umstellen willst wenn du das Auto lädst könnte das sinn machen.

      Beispiel den Dachs auf 3,5kw gedrosselt, und über entsprechende Regelung den Überschuss in einen Heizstab geschickt (3-4kW) würde zu 0 Einspeisung führen. Um die Wartungskosten gering zu halten ist selbstwarten angesagt, was du ja bereits geschrieben hast.

      Je nach baujahr der PV würde eine solche Regelung auch für die 70% Regelung gut passen...

      Interessant ist noch welche EEG Regelung für dich zutrifft...