Stickoxide beim BHKW

    • sailor773 schrieb:

      filou schrieb:

      Leider ist es heute so und erst recht im Wahlkampf, das sogar ein Umweltbundesamt absolut Ideologie behaftet ist. Neutralität gibt es nicht und Fakten werden nicht ermittelt oder verdreht.


      Die Art und Weise wie es Immissionen und Grenzwerte kontrolliert ist absolut inkompetent !!
      Also ich glaube jedenfalls eher den Zahlen einer staatlichen Behörde als solchen, die von Lobbyisten kommen. Und zwar grundsätzlich.

      filou schrieb:

      Oder warum wurden Autos nicht im realen Verkehr überprüft ???
      Ist das denn überhaupt die Aufgabe des UBA?

      filou schrieb:

      Für die Meldung das wir angeblich viel zu viel Nitrat haben hat man 1200 ganz bestimmte Probenentnahmestellen ausgewählt und diese befanden sich nicht selten direkt hinter Einleitungen von Kleinkläranlagen im Außenbereich !
      Probeentnahmestellen, welche die Grundwasserqualität kontrollieren, können sich jedenfalls nicht "direkt hinter Einleitungen von Kleinkläranlagen" befinden, da - hoffentlich - Kleinkläranlagen das Grundwasser nicht als Vorfluter benutzen. Es ist also davon auszugehen, dass die Daten beim Grundwasser stimmen. Auch auf Deinen Links steht - vom Bauernverband also bestätigt - dass sehr stabil ca. 18% der Messstellen Nitratwerte über 50 mg/l anzeigen. Das sind genau 18% zu viel. Und zwar offensichtlich schon seit Jahren.

      filou schrieb:

      In den wesentlich kleineren Niederlanden hat man über 6000 Probeentnahmestellen !!
      Die Niederländer - das ist bekannt - nehmen die Düngemittelverordnung ernst, Deutschland bisher nicht - das ist leider auch bekannt. Deswegen haben die Niederländer wohl auch so viele Probeentnahmestellen. Und dadurch wissen die Niederländer um ihr Problem und schicken die Gülle aus der niederländischen Massentierhaltung zu uns, damit das Grundwasser in Deutschland versaut wird und nicht in den Niederlanden.
      Mehr Probeentnahmestellen auch bei uns wären zweifellos gut, damit das Ausmaß des Problems besser und vor allem genauer sichtbar wird. Noch besser wäre, wenn der Staat dann auch entsprechend handeln und insbesondere die Abfallentsorgung aus der Massentierhaltung (darum geht es ja und nicht um Düngung) endlich adäquat regeln und kontrollieren würde.

      filou schrieb:

      Hier im Münsterland haben die Landwirte schon aus eigenem Interesse ihre Hausbrunnen direkt unter dem Maisacker untersuchen lassen---> alles Ok
      Das glaub' ich gerne, dass der Landwirt die Gülle - wenn er zu viel davon hat - nicht gerade über seinem Hausbrunnen abpumpt.

      filou schrieb:

      Abgesehen davon ist Gülle Stickstoff deutlich wertvoller für Bodenlebewesen und dem Humusaufbau.
      Bezweifle ich nicht. Niemand hat hier behauptet, dass das Ausbringen von Gülle grundsätzlich schlecht ist für den Boden. Ich behaupte nur, dass das Ausbringen von zuviel Gülle schlecht ist für das Grundwasser.
      Aber wir werden hier immer weiter off-topic. Es geht ja eigentlich um die NOx-Emissionen von BHKW's - und da stellt sich halt heraus, dass ein BHKW, das wie ein Dieselmotor arbeitet, auch NOx-Emissionen hat wie ein Dieselmotor. Aus meiner Sicht ist das so lange kein Problem, wie derartige BHKW's klein sind und außerhalb der (verkehrsbedingten) NOx-Brennpunkte betrieben werden. Größere BHKW's werden dann eben auch einen SCR-Katalysator bekommen müssen: Da ist dann jedenfalls das Temperaturmanagement leichter als bei einem PKW, und man braucht keine Schummel-Software. Oder, noch besser: Man geht ganz von der Heizöltechnik weg und baut BHKW's, die z.B. mit Erdgas-Ottomotor und Dreiwege-Kat - oder zukünftig als Brennstoffzellen - emissionsärmer laufen.

      sailor773 schrieb:

      Aber wir werden hier immer weiter off-topic. Es geht ja eigentlich um die NOx-Emissionen von BHKW's - und da stellt sich halt heraus, dass ein BHKW, das wie ein Dieselmotor arbeitet, auch NOx-Emissionen hat wie ein Dieselmotor. Aus meiner Sicht ist das so lange kein Problem, wie derartige BHKW's klein sind und außerhalb der (verkehrsbedingten) NOx-Brennpunkte betrieben werden. Größere BHKW's werden dann eben auch einen SCR-Katalysator bekommen müssen: Da ist dann jedenfalls das Temperaturmanagement leichter als bei einem PKW, und man braucht keine Schummel-Software. Oder, noch besser: Man geht ganz von der Heizöltechnik weg und baut BHKW's, die z.B. mit Erdgas-Ottomotor und Dreiwege-Kat - oder zukünftig als Brennstoffzellen - emissionsärmer laufen.
      Völlig richtig ! Trotzdem sollte man bei den Antrieben immer die komplette CO2 Bilanz sehen..da ist der Diesel immer noch besser wie der Benziner.....Elektroautos müssen sich mit Gasbetriebenen (power to Gas) messen lassen..

      sailor773 schrieb:

      Probeentnahmestellen, welche die Grundwasserqualität kontrollieren, können sich jedenfalls nicht "direkt hinter Einleitungen von Kleinkläranlagen" befinden, da - hoffentlich - Kleinkläranlagen das Grundwasser nicht als Vorfluter benutzen
      Falsch genau das wurde gemacht (selbst vor Ort gesehen) denn jede Kläranlage entwässert in den Vorfluter den nächsten Bach oder Fluss. Die so gewonnenen Ergebnisse wurden nach Brüssel gemeldet. Deutlich mehr Messstellen wie die Bauern sie fordern würden im Durchschnitt deutlich bessere Messergebnisse für Deutschland ergeben.
      Hieran haben die Wasserwerke kein Interesse weil ihnen dann der Vorwand für höhere Preise fehlt....und das UBA möchte Wahlkampfhilfe für die Grünen und linken leisten....

      sailor773 schrieb:

      Also ich glaube jedenfalls eher den Zahlen einer staatlichen Behörde
      Ich kooperiere schon seit über 20 Jahren mit den Wasserwerken.Ich sehe jedes Jahr die Gewässerqualitäten die Immissionspunkte und die Schadstoff frachten. Nitrat ist seit 1990 rückläufig..trotz weniger Messstellen.

      Das unpopuläre Hauptproblem sind die undichte Kanalisation (trotz Regenwasser kommen nur ca. 70 % des Trinkwassers in den Kläranlagen an) und die damit verbundenen Medikamenteneinträge. Deshalb ist man gezwungen immer mehr Aktivkohle zur Reinigung einzusetzen. was diese aber auch nicht entfernen kann sind Hormone. Genauer gesagt u.a. die Anti Babypille.....Das werden sie aber nie vom UBA oder den Grünen oder den linken Journalisten hören.....Die Bauern mit dem Güllefass sind da viel präsenter .

      Steter Tropfen (über Jahrzehnte durch Medien und Politik) höhlt eben den Stein der Bildung !!!
      Gruß filou
    • filou schrieb:

      Das werden sie aber nie vom UBA oder den Grünen oder den linken Journalisten hören......
      was soll denn immer wieder diese plumpe Propaganda?? Das Geschreibsel ist mit einem Klick als haltlos zu enttarnen.

      umweltbundesamt.de/sites/defau…en_deutsche_gewaesser.pdf

      Auch in den mir zugänglichen grünen Mailverteilern ist das Thema seit mindestens 2 Jahren präsent - also lass doch bitte solche gequirlte S..... sein.

      Viele Klärwerke haben einfach noch keine 4. Stufe können also rein technisch weder Pestizide noch Antibiotika geschweige denn Hormone filtern.

      Wir sind hier ein öffentliches Forum und haben den Anspruch unseren Lesern Fakten zu vermitteln, darin sind "alternative Fakten" nicht eingeschlossen.


      ;-)_)
      Pöl BHKW Tiger †
      Pöl BHKW Raptor †
      Ecopower 1.0
      Solarthermie 27m² Heat-Pipe-Röhren
      PV Anlage 1,8kWp Solarmax 2000C 15xKaneka k120
    • filou schrieb:

      Trotzdem sollte man bei den Antrieben immer die komplette CO2 Bilanz sehen..da ist der Diesel immer noch besser wie der Benziner
      Einverstanden. Meine Anmerkung bezog sich ausschließlich auf den (Heizöl-)Diesel als BHKW-Antrieb - sowieso wohl eher ein Auslaufmodell.

      Wenn es um das CO2 geht, gibt es allerdings auch beim Auto Alternativen. LPG- und LNG-betriebene Fahrzeuge stoßen trotz des weniger effizienten Ottomotors ähnlich wenig CO2 aus wie der Diesel, außerdem wesentlich weniger Schadstoffe, auch weniger als Euro 6 Benzinmotoren. Elektroautos sind beim CO2 selbst mit dem heutigen Strommix ebenfalls günstiger, allerdings nicht viel. Das wird sich erst ändern, wenn wir aus der Braunkohle ausgestiegen sind und/oder die E-Motoren über Brennstoffzelle mit Wasserstoff aus überschüssigem PV- und Windstrom antreiben.

      Den Gesamtbeitrag des Diesel zur CO2-Einsparung sollte man (was immer die Kanzlerin dazu sagt) allerdings nicht überbewerten. Nimmt man im Vergleich zum Ottomotor bei gleicher Motorleistung einen CO2-Vorteil des Diesel von ca. 15% an, so sparen alle Diesel-PKW zusammen im Jahr ca. 10 Mio t CO2 ein. Das entspricht etwa 1% des deutschen CO2-Gesamtaufkommens - bzw., nur als Beispiel, einem Drittel der CO2-Emissionen des Braunkohlekraftwerks Neurath.

      filou schrieb:

      Deutlich mehr Messstellen wie die Bauern sie fordern würden im Durchschnitt deutlich bessere Messergebnisse für Deutschland ergeben.
      Der "Durchschnitt" ist für die Tonne (um kein Wort mit A zu verwenden). Wenn Du eine Hand auf der heißen Herdplatte hast und einen Fuß in Eiswasser, hast Du dann im Durchschnitt eine angenehme Umgebungstemperatur? Oder, falls es Dir an der Hand zu heiß wird: Geht es Dir besser, wenn Du den zweiten Fuß auch noch ins Eiswasser stellst?

      Natürlich muss man in erster Linie dort messen, wo man ein Problem vermutet. Und wenn sich dann herausstellt, dass ein Problem vorliegt, dann muss man dort, wo das Problem ist, eingreifen. Wenn 18% der Messstellen mit >50 mg/l zu hohe Nitratwerte anzeigen (in Wirklichkeit sind es viel mehr, weil die Eingreifschwelle bereits bei 37,5 mg/l liegt), dann muss an jeder dieser Stellen eingegriffen werden. Es muss im Übrigen auch überall dort eingegriffen werden, wo die Werte etwas niedriger sind aber steigende Tendenz aufweisen. Und Eingreifen bedeutet, dass weniger Stickstoff in den Boden gebracht werden darf. Wenn dann an einer solchen Stelle z.B. keine Massentierhaltung mehr möglich ist, weil man den Abfall nicht mehr aufs Feld bringen darf, müssen die entsprechenden Betriebe eben schließen - wäre nicht schade drum. Entschädigungen für Einschränkungen bei der "Düngung" (in vielen Fällen = Abfallentsorgung) darf es selbstverständlich auch nicht geben. Die chemische Industrie (die weit mehr zum BIP beiträgt als die gesamte Landwirtschaft) kriegt schließlich auch keine Steuergelder als Ausgleich dafür, dass sie keine Chemikalien mehr in den Rhein leiten darf.

      Wenn wir wie die Niederländer deutlich mehr Messstellen hätten (eine Forderung, die ich voll unterstütze), würden wir dadurch ohne jeden Zweifel noch mehr Problemstellen entdecken, und auch dort müsste eingegriffen werden - kann schon sein, dass die Prozentzahl insgesamt dann auf 15 oder 10% sinkt (würde mich freuen), aber die absolute Zahl der kritischen Stellen wäre höher.

      filou schrieb:

      Ich sehe jedes Jahr die Gewässerqualitäten die Immissionspunkte und die Schadstoff frachten. Nitrat ist seit 1990 rückläufig..trotz weniger Messstellen.
      1990 ist lange her, da gab es die DDR noch. Seit 2008 ist jedenfalls keine positive Entwicklung festzustellen. In manchen Bundesländern zeigen über 50% der Messstellen konstant problematische (>25 mg/l) und über 40% kritische (>50 mg/l) Werte.
      (Quelle: lanuv.nrw.de/liki/index.php?indikator=25&aufzu=3&mode=indi)

      Die bayerischen Werte (da kenne ich mich aus) sind übrigens ein gutes Beispiel für den beschönigenden Effekt von Durchschnittswerten. Auf dem Papier sieht Bayern mit 30% problematischen (>25 mg/l) Nitratwerten mittelgut und nur 6% kritischen (>50 mg/l) vergleichsweise hervorragend aus. Dabei ist es in einigen Gegenden Bayerns mit den Nitratwerten fast so schlimm wie im westlichen Niedersachsen.

      filou schrieb:

      Das unpopuläre Hauptproblem sind die undichte Kanalisation (trotz Regenwasser kommen nur ca. 70 % des Trinkwassers in den Kläranlagen an) und die damit verbundenen Medikamenteneinträge. Deshalb ist man gezwungen immer mehr Aktivkohle zur Reinigung einzusetzen. was diese aber auch nicht entfernen kann sind Hormone. Genauer gesagt u.a. die Anti Babypille.....
      Kein Zweifel, das ist auch ein Problem. Aber was hat das mit dem Nitrat zu tun? Wir müssen beides angehen, und die Tatsache, dass wir uns mit den Hormonen derzeit noch schwer tun, kann doch kein Grund sein, beim Nitrat auch nichts zu machen.

      filou schrieb:

      das UBA möchte Wahlkampfhilfe für die Grünen und linken leisten....
      Sag mal, ist das Dein Ernst? Dann sollten wir die Diskussion an diesem Punkt besser abbrechen. ;-_
      Viessmann Vitotwin 300-W (1 kWel, 6 kWth) seit 2012

      PV-Anlage 8,45 kWp (65 x Solarworld SW 130poly Ost/Süd/West, SMA 5000 TL und 3000) seit 2010

      Solarthermie 14 qm Flachkollektoren seit 2004 (Vorgänger 8 qm 1979-2003)
    • Die Medien haben ständig nur die Aussagen des UBA sowie der Wasserwerke bezüglich des Nitrat zur prime Time weiter gegeben. Natürlich passend zur NRW Wahl....

      Nochmals die Proben sind absolut nicht Repräsentativ....Will aber niemand wissen !

      spiegel.de/wissenschaft/mensch…trinkwasser-a-314868.html


      wasserhelden.net/ratgeber/produkte/hormone-filtern/

      test.de/Private-Abwasserleitun…s-Risiko-1348505-2348505/

      Alles sehr alte Artikel...was ist seit dem passiert????

      Wasser wird teurer! Haupsächlich aber nicht wegen Nitrat und der Bauern .(bestätigt durch die Bundesregierung)

      Wenn die Autohersteller bei den Stickoxiden so betrogen haben das die Autos 10 mal mehr davon ausstoßen, dann wird deren Anteil am Nitrat im Grundwasser auch deutlich höher sein als bislang berechnet wurde.



      Ganz ehrlich.....

      Ich werde hier niemanden überzeugen können..aber Vielleich habe ich Leute,auch hier im BHKW Forum(Off Topic) zum Nachdenken gebracht die sich sonst mit diesen Zusammenhängen nie beschäftigt hätten.

      Wenn ich von den hohen Emissionen des Heizöl BHKW vorher gewusst hätte, dann wäre es ein Grund mehr für mich gewesen bei der Modernisierung von Heizöl auf Gas umzustellen. Auch wenn wir hier nur Propangas hätten einsetzen können.
      Gruß filou