Beratungsanfrage BHKW

    • da gäbs für mich keine Frage . Aufständerung auf alle 3 Flachdächer mit schmalen Modulen so das man sie nicht gleich sieht.

      0,5-1kWp west-süd-west
      1kWp süd
      1-1,5kWp ost-süd-ost

      Kostet übern dicken Daumen 3-4k € ( das wäre ne Eigenverbrauchsanlage mit wenig bürokratischem Aufwand )

      Wenns etwas mehr sein soll ( sowohl Einnahmen als auch Bürokratie wie Vorsteuer etc. ) können auch mehr Platten drauf ( dann die Südplatten auf die genzen unverschatteten 2/3 vom Ziegeldach ) und eine Teil der Dachdeckerarbeiten mit der PV AfA laufen ;)

      Grüße
      Pöl BHKW Tiger †
      Pöl BHKW Raptor †
      Ecopower 1.0
      Solarthermie 27m² Heat-Pipe-Röhren
      PV Anlage 1,8kWp Solarmax 2000C 15xKaneka k120
    • Also siehst du auch kein Problem mit dem Baum? Ich bin mir nicht sicher wie das ganze im Frühjahr und Herbst sich darstellt.

      Wenn also unser Haus zum jetzigen Zeitpunkt 6200 kWh/a an Strom verbraucht, dann würden also ca. 3,5 kWp reichen (wenn man 300 Watt Module nimmt, dann 10 Module)? Stromspeicher ist zu unwirtschaftlich nehme ich mal an.
    • Moin,

      also mal ganz langsam. Für den Eigenverbrauch ist die reine Größe der PV zweitrangig, viel wichtiger ist das Ausrichtung und Verbrauchsprofil zusammenpassen. Übern Daumen können 1/4-1/3 des Strombedarfes p.a. durch PV gedeckt werden. Viel mehr wirds ohne Speicher nicht.

      Der Schattenwurf Deiner Rotbuche kommt ,wenn ich das Bild richtig interpretiere, nicht von der Krone/Höhe sondern vom Umfang des Baumes. Wenn also jetzt an Hochsommerabenden der Schattenwurf nur bis etwa 1/3 der Dachfläche reicht wird es im Winter eher weniger Schatten geben da die Sonnenbahn kürzer ist. Das wäre aber nur relevant wenn Du so viele Module wie möglich auf die Südseite packen wollen würdest um damit Strom ins Netz einzuspeisen.

      Wenn Du die Ost-West Variante für Eigenverbrauch favorisierst würde ich auf Wintergarten und Hausgarage je eine Reihe Module aufständern . Die Frage ist ob es Fenster gibt deren Ausblick dadurch gestört wird ?!
      Desweiteren sollte die Sache mit einem Simulationsprogramm geprüft werden. Wichtig ist auch das Du vorab den typischen Tagesverlauf Eures Stromverbrauches zumindest erahnst. Ist zum Beispiel ganztägig jemand im Haus und kocht jeden Mittag dann würde ich den typischen Ost-West Einbruch über Mittag mit 2 Modulen nach Süden kompensieren oder die Ost-West Reihen unter einem Spitzen Winkel zueinander stellen, wenn nicht dann ist das unnötig.

      Um es mal zu verdeutlichen, der Graph anbei ist typisch Ost-West ( meine kleine PV mit 500Watt OST+ 500Watt West ) den PV Strom könnte ich zu 99% selbst verbrauchen aber es sind nur ca. 500kWh p.a.

      alikante.is-a-chef.com:8010/gr…1=59751&start2=0&start3=0

      mfg

      PS: hab das mal grob durch das Sunny Design Programm gejagt
      Pöl BHKW Tiger †
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    • Moin Freunde,

      jetzt mische ich mich (als Inhaber einer PV-Anlage mit Ost/Süd/West-Ausrichtung, siehe Signatur) doch noch mal ein.

      Zunächst mal glaube ich - auch aus eigener Erfahrung -, dass der positive Effekt von Ost/West-Anlagen auf den Eigenverbrauch überbewertet wird. Wie man auf den beigefügten Bildern sieht (PGIS für Zwickau, 2 kWp 45° ClearSky), bringt zwar im Sommer bei klarem Himmel (!) die O/W-Anlage (rot) tatsächlich morgens zwischen etwa 06:00h und 08:00h und abends zwischen etwa 18:00h und 20:00h deutlich höhere Erträge als die S-Anlage. In der Übergangszeit ist aber der Effekt schon weit geringer, und im Winter ist er ganz weg. (Bei bedecktem Himmel ist es Sommers wie Winters weitgehend egal, wo die Module stehen.)

      Dafür verzichtet im Beispiel der Betreiber der O/W-Anlage übers Jahr auf ca. 22% des Gesamtertrages: Eine Süd-Anlage würde mit 2 kWp ca. 1.840 kWh/a produzieren, die O/W-Anlage ca. 1.440 kWh/a. Angenommen der Mehrertrag der S-Anlage würde vollständig zu 12 ct/kWh (netto) eingespeist, so wären das 48 €/Jahr mehr für die S-Anlage. Rechnet man jetzt für den Strombezug ohne Grundgebühr 25 ct/kWh, dann müsste der Betreiber der O/W-Anlage seinen Eigenverbrauch um ca. 370 kWh steigern, um gleich zu ziehen (Steuern lass' ich jetzt mal weg). Anders gerechnet: Schon bei einer 2 kWp-O/W-Anlage müsste er im ganzen Sommerhalbjahr jeden Tag mehr als 2 kWh zusätzlichen Eigenverbrauch generieren, um den Nachteil auszugleichen. Bei einer 6 kWp-Anlage wären das entsprechend 6 kWh zusätzlicher EV.

      Das halte ich für eine steile Vorgabe. Zum Vergleich: Mit unserer größeren, nahezu unverschatteten PV-Anlage (siehe Signatur) und einem ähnlichen Gesamt-Stromverbrauch wie @Smeerlap schaffen wir im Sommer (also wenn das BHKW steht) gerade mal insgesamt 6-8 kWh PV-Eigenverbrauch pro Tag - wobei unsere Anlage mit 66% O/W-Ausrichtung schon relativ EV-freundlich ausgelegt ist.

      Fazit: Unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten sind Süd-Anlagen m.E. immer vorzuziehen, vorausgesetzt die Verschattung ist beherrschbar. Eine Ausnahme wären evtl. sehr kleine Anlagen (eher 1 als 2 kWp), die so oder so weitgehend für den Eigenverbrauch arbeiten.

      Was die Verschattung durch den Baum betrifft: Es sieht so aus als ob der Baum etwas südwestlich vom Haus steht. Das Photo vom 30.07. mittags scheint zu zeigen, dass im Sommer die Verschattung durch den Baum auf dem Süddach bis mittags marginal ist. Im Winter (wo die Sonne mittags um gut 40° niedriger steht) dürfte dagegen schon am Mittag die gesamte Westhälfte des Daches verschattet sein. Der Schatten dehnt sich dann ab Mittag von (wenn man davor steht) unten links aus: Im Sommer anscheinend (wie aus den Bildern vom 30.07.15:48h ersichtlich) nur über die untere Hälfte des Daches, im Winter zweifellos über das gesamte Dach. Dafür ist dann der Baum kahl, also ein bisschen Licht geht noch durch. Ich empfehle das mal zu beobachten, glaube aber, dass im Sommerhalbjahr auf der Osthälfte des Daches (zumindest im oberen Teil) fast den ganzen Tag Licht sein sollte.

      Etwaig auf der Westseite aufgeständerte Module werden m.E. bis Mittag durch das Haus beschattet und anschließend noch durch den Baum. Nachdem im Westen anscheinend ebenfalls Bäume stehen, gibt es von dort möglicherweise ab etwa 18:00h ebenfalls Schatten: Im Winterhalbjahr vielleicht sogar fast den ganzen Tag. Muss man beobachten. Wenn das zutrifft, hätte die Aufständerung von Modulen auf der Westseite wenig Sinn, weil womöglich gerade dann, wenn sie im Vergleich zur Südlage die höchste Mehrleistung bringen würden, die Verschattung anfängt.

      Im Osten sieht das vom Licht her wohl besser aus, aber hier ist bei aufgeständerten Modulen die optische Beeinträchtigung am stärksten und auf die Fenster muss man auch achten. Außerdem bringen diese Module ihre Mehrleistung morgens, wo aber i.d.R. Eigenverbrauch nur für Kaffeemaschine und Toaster gegeben ist. Kochen, Waschen, Bügeln oder Wäsche trocknen tut da keiner, also dürfte sich der Vorteil beim Eigenverbrauch morgens in Grenzen halten.

      Fazit: Ich würde das mit dem Schatten mal ein paar Monate beobachten (es brennt ja nichts an) und die PV-Anlage ggf. erst im kommenden Jahr errichten. Wenn meine Annahmen sich bewahrheiten, dürfte es im Zweifel am besten sein, die Osthälfte des Süddaches oben (bis zu der Kaminkehrer-Leiter) mit einer oder zwei Reihen Modulen zu belegen. Der Wechselrichter braucht dann nur einen MPP-Tracker, muss aber natürlich ein gutes Schattenmanagement haben.

      Gruß, Sailor

      Edit: Das mit den Diagrammen scheint beim ersten Mal nicht geklappt zu haben, jetzt versuche ich es noch mal...
      Bilder
      • Juni.png

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      • September.png

        66,86 kB, 783×571, 4 mal angesehen
      • Dezember.png

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      Viessmann Vitotwin 300-W (1 kWel, 6 kWth) seit 2012

      PV-Anlage 8,45 kWp (65 x Solarworld SW 130poly Ost/Süd/West, SMA 5000 TL und 3000) seit 2010

      Solarthermie 14 qm Flachkollektoren seit 2004 (Vorgänger 8 qm 1979-2003)

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von sailor773 ()

    • Moin Sailor,

      bei der Beschattung sind wir uns denke ich einig, hier sprechen die neuesten Bilder eine deutliche Sprache.

      Nur sehe ich den Vorteil einer Südanlage gegenüber Ost-West nicht so. Sind Deine Zahlen rechnerisch ermittelt oder echt ? Ist die 70% Kappung eingepreist ( entweder im Ertrag oder bei technischen Lösungen finanziell ) ??




      Grüße
      Pöl BHKW Tiger †
      Pöl BHKW Raptor †
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    • Moin Alikante,

      alikante schrieb:

      Sind Deine Zahlen rechnerisch ermittelt oder echt ?
      Die Zahlen für den Ertrag der PV-Anlagen sind errechnet aus dem PGIS, für einen Standort in der Nähe des TS (Zwickau) mit der vorgegebenen Dachneigung 45°. (Unsere "echten" Daten hätten hier wenig genutzt, weil wir nur 26° Dachneigung haben.) Bei unserer Anlage ist aber die Übereinstimmung zwischen PGIS und den tatsächlichen Messwerten sehr hoch: Also nehme ich an, dass die PGIS-Daten auch für andere Anlagen einen guten Anhaltspunkt darstellen können - insbesondere für einen Design-Vergleich, wo sich evtl. Fehler z.B. beim angesetzten Wirkungsgrad der Wechselrichter herauskürzen.

      alikante schrieb:

      Ist die 70% Kappung eingepreist ( entweder im Ertrag oder bei technischen Lösungen finanziell ) ??
      Nein (habe nicht dran gedacht, weil unsere Anlage Bj. 2010 so eine Kappung noch nicht hat). Da ist in der Tat eine Korrektur fällig:
      Nach dem, was im PV-Forum zu lesen war, müsste man für die Kappung vom Ertrag einer Süd-Anlage mit 30% Dachneigung 3-4% abziehen. Im vorliegenden Fall mit 45° Neigung ist es aber m.E. weniger: Aus den ClearSky Daten ergibt sich rechnerisch im Juni 1,4% und im September 1,9% Minderertrag, im Dezember 0%. Bei bewölktem Himmel ist er ganzjährig Null. Damit kann man wohl davon ausgehen, dass der Minderertrag bei 45° in jedem Fall unter 2% des Jahresertrages liegt, das wären dann <37 kWh. Die O/W-Anlage (die man ja als eine Anlage betreiben würde) bleibt insgesamt immer unter den 70%. Damit liegt der Mehrertrag der Beispiel-S-Anlage nur noch bei ca. 365 kWh bzw. 44 € im Jahr. Das macht aber das Kraut nicht fett: Der Betreiber der O/W-Anlage müsste im Sommerhalbjahr immer noch ca. 1,8 kWh pro Tag höheren Eigenverbrauch haben um den Minderertrag auszugleichen.

      Deine Kurven (08.07.2013) sind ja nicht falsch! In den 3-4 Sommermonaten liegt der Ertrag einer O/W-Anlage tatsächlich insgesamt kaum (d.h. etwa 5-10%) unter dem einer Süd-Anlage, dabei morgens und abends deutlich darüber. Die Ertragsverluste ergeben sich in der Übergangszeit (September -35%) und im Winter (Dezember -70%). Unterm Strich kommen rechnerisch die genannten -22% raus. Das ist ja auch nicht so schlecht: Mir geht es nur darum, dass auch die Vorteile der O/W-Anlage (Mehrertrag im Sommer morgens und abends) sich in Grenzen halten und m.E. die Nachteile meist nicht ausgleichen.

      Die Erfahrungen mit unserer Anlage bestätigen das. Wir mussten das Design so machen, weil es bei unserem Walmdach (mit großen Dachfenstern sowie bestehender 14 qm ST-Anlage im Süddach) nicht anders ging. Den kleinen Vorteil beim Eigenverbrauch haben wir da im Gegenzug natürlich gerne mitgenommen, aber - wie gesagt - der Brüller ist es nicht. Wir verbrauchen im Sommer (wenn das BHKW wegen der ST stillsteht) insgesamt ca. 12-14 kWh pro Tag, davon kommen ca. 6-8 kWh aus der PV-Anlage. Mehr ist im Mittel auch bei 7 Tagen Sonne nicht zu schaffen, obwohl allein die O/W-Module zusammen auf 5,6 kWp kommen und im Sommer bei Sonne ca. 34 kWh pro Tag produzieren.

      Gruß, Sailor
      Viessmann Vitotwin 300-W (1 kWel, 6 kWth) seit 2012

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    • Moin sailor773,

      ja Deine Argumente sind schlüssig, gegenüber einer steileren SüD-Anlage gleicher Größe ( die ja defakto mehr Ost-West Sonne einfängt und das auch im Übergang ) verliert eine reine Ost-West Anlage im Jahresdurchschnitt.
      Der Verlust durch Kappung bei Südausrichtung wird Allgemein nur mit max. 5% angenommen das macht auch die höhere Eigenverbrauchsquote am Morgen und Abend nicht wett.
      Grundsätzlich ist daher eine (fast) doppelte Modulanzahl am selben WR hilfreich denn dann kippt die Berechnung hin zur Ost-West Anlage.
      Ich persönlich rate aus vielerlei Gründen immer dazu die Module egal welche Ausrichtung so steil wie Möglich zu stellen wenn denn die Möglichkeit besteht.

      Hier noch eine Interessante Seite mit Vergleichen : tec-institut.de/bis-zu-75-netz…ovoltaik-stromversorgung/

      Im konkreten Beispiel wäre eine Aufständerung nach West oder Südwest auf dem Flachdach wegen Verschattung eher nicht möglich. Bleibt also nur der Eingriff ins bestehende Ziegeldach was die Kosten wohl erhöhen wird da sowohl Unterkonstruktion als auch Laufstege angefasst werden müssen. Zusätzlich könnte ich mir immernoch eine Aufständerung gegen Ost auf den unteren Flachdächern vorstellen wobei ich nicht sicher bin ob das ein String-WR händeln kann.

      mfg

      PS: Nochmal den Ball an den Fragesteller - @Smeerlap möchtest Du nun hauptsächlich Eigenverbrauch decken und fast keine Bürokratie oder darf die Anlage größer ausfallen und entsprechend mehr "selbständige Einnahmen" generieren was natürlich Verwaltungsaufwand nach sich zieht ?
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    • Wow, dass sind viele Informationen, dafür möchte ich mich erstmal bedanken, weil auch verschiedene Standpunkte dargelegt werden. So was kann man nur erfahren, wenn man sich mit anderen und anders denkenden austauscht.

      Ein Vertreter (Solarverkäufer, Handwerker wie auch immer) kommt nur ins Haus, um seine Sachen zu verkaufen. Gerade wieder erlebt. Mit denen kann man nicht sauber diskutieren, manche wollen nicht andere können nicht, aufgrund fehlenden Fachwissens.

      Ich hatte Vertreter aus Berlin da, die haben sich ein Bild Vorort gemacht und mir ein Angebot über 9,9 kWp hinterlassen. Ich habe von MEP-Werken eine Absage erhalten, weil diese über Google Bilder ausgewertet haben und meinten, dass sich eine Anlage nicht lohnt. Ich hatte heute eine Fachbetrieb aus der Region zur Besichtigung, welcher eine Angebot über ca. 5 kWp abgegeben will.

      @ alikante, ich bin noch total unentschlossen. Für mich beginnt jetzt die Phase des Abwägens von Für und Wider. Ich kann mir alles vorstellen.