Beratungsanfrage BHKW

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    • Beratungsanfrage BHKW

      Hallo, hier meine Anfrage, ob sich für unser Haus ein BHKW rechnen bzw. lohnen würde.

      Kurz zu meiner Geschichte. Eigentlich wollten wir dieses Jahr die Flachdächer an unserem Haus erneuern lassen. Dafür hatte ich das Internet durchforstet, weil ich eigentlich eine Thermosolar Anlage gleich mit installieren lassen wollte. So bin ich über ungezählte Klicks auf Käuferportal und Energiehelden gelandet und habe meine Daten eingegeben. Kurzum habe ich jetzt am 07.08. einen Beratungstermin mit EW Energy World GmbH, um nicht unvorbereitet in das Gespräch zu gehen, habe ich erneut das Internet beschworen und bin auf Euch gestoßen.
      • Verbrauchsdaten
      • Jährlicher Stromverbrauch: 6200 kWh im letzten Jahr
      • Jährlicher Brennstoffverbrauch: 4500 Liter Öl im letzten Jahr


      • Derzeitige Heizung
      • Energieträger der Heizung: Öl
      • Alter und Typ der der Heiztechnik: 1993 Ölheizung
      • Ist bereits eine Solarthermie vorhanden: nein
      • Vorhandener Heizungspufferspeicher und Größe: nein
      • Art der Warmwasserbereitung und Vorratsvolumen: über Ölheizung 200 Liter Vorratsvolumen
      • Gibt es ein besonderes Strom-/Wärmeverbrauchsverhalten: nicht vorhanden
      • Hydraulischer Abgleich durchgeführt: keine Ahnung was das ist
      • Temperaturen der Heizkreise: ca. 70 Grad Celsius, Warmwasser mit ca. 50 Grad Celsius
      • Art der Heizkörper: Wandheizkörper


      • Immobilie und Rahmendaten
      • Beheizte Fläche, Anzahl Bewohner: 220 qm, 4 Bewohner
      • Art und Baujahr der Immobilie: einzelstehendes Einfamilienhaus Baujahr 1928, mit ca. 35 cm Ziegel Außenwand, auf Wetterseite 40 cm mit Luftkammer
      • Erfolgte Modernisierungen:
        • 1997 neue Fenster mit Doppelverglasung
        • 1993 Ölheizung / komplette Heizanlage
        • 2003 Dachdämmung Satteldach
      • Weitere geplante Modernisierungen:
        • neue Dämmung von 50 qm Gaubendächern und 50 qm zweier Flachdächer (jetziger Stand ca. 8 cm Dämmung aus 1990)
      • Zweiter Abgasstrang für BHKW frei: nein, nur der für die Ölheizung
      • Erdgasanschluss vorhanden oder möglich: vorhanden
      • Zusammenschluss von Nachbarhäusern möglich: nicht möglich
    • Der Öl- wie auch der Stromverbrauch sind für das Gebäude extrem hoch.

      Der Wirkungsgrad sowie die Tatsache, dass der Kessel sicher überdimensioniert ist und noch alte Umwälzpumpen vorhanden sind, können ein Grund dafür sein. LED-Beleuchtung vorhanden?

      Bei 20 Jahre alten Fenstern sollte man die Scheiben tauschen, bringt einiges und kostet nicht soooo viel...

      Heizungstechnisch würde ich auf Gas wechseln und mir eine Gas-BW-Therme installieren lassen.
      Ein BHKW macht hier keinen Sinn.
      Thomas Deus
      -Geschäftsführer-

      Fa. GO BHKW GmbH
      Trinenkamp 50, 45889 Gelsenkirchen
      www.go-bhkw.de
    • Danke Hans für deine schnelle Antwort. :)

      habe ich das richtig verstanden, eine KWK-Anlage macht keinen Sinn? ?( Weil ich schon ein telefonisches Anfangsberatungsgespräch mit o.g. Firma hatte, welche auf ein anderes Ergebnis gekommen sind. :/ Aber deswegen suche ich auch unabhängigen Rat bei Euch, die anderen wollen ja nur verkaufen.

      Ja der Kessel und die Öl Heizung sind aus heutiger Sicht überdimensioniert, damals war es schon eine schöne Sache nicht mehr jeden Morgen heizen zu müssen XD. Die Umwälzpumpen sind auch noch von vor ca. 20 Jahre bzw. nicht auf dem neusten Stand.

      Die Fenster sind absichtlich die schwächste Stelle in der Gebäude Isolation, um vielleicht auftretende Kondensation von Luftfeuchtigkeit nicht an kalten Stellen / Ecken des Mauerwerks zu verhindern.

      Wir hatten auch erst dieses Jahr einen Energieberater der örtlichen Verbraucherzentral da, der von einer Verbesserung der Fenster von jetzt vielleicht 1,2 W/qmK auf was weiß ich 0,71 W/qmK abgeraten hat, weil das wiederum eine Verbesserung der Wanddämmung nach sich ziehen müsste.

      Ja wir sind keine Stromverachter, meine Mutter z.B. hat im Keller mehrere Räume mit Pflanzen, die im Winter mit Licht versorgt werden müssen (7 Lampen, die 8 Stunden jede mit 15 Watt beleuchtet werden, welche wenn sie kaputt gehen nach und nach auf LED umgestellt werden).

      Mein Vater hat ein Hobby-Keller mit jeder Menge stromfressenden Werkzeugen (anständig Leistung, Sägen, Bohrer, Trennschleifen usw.)

      Dann gibt es noch ein 500 Liter Aquarium was beheizt und gefiltert werden muss. Dort ist auch schon LED Beleuchtung im Einsatz.

      Bei der Beleuchtung sind schon ca. 80% auf LED umgestellt. Die sonstigen technischen Geräte Kühlschrank, Tiefkühler usw. sind auch alle in den letzten 5 Jahren ersetzt worden.
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    • Wie schon geschrieben, ist ein BHKW für diese Konstellation kaum zielführend.

      Ich würde (wenn möglich) auf ein Gasbrennwertgerät samt guter Regelung umsteigen, oder wenn kein Gas verfügbar auf einen Ölbrennwertkessel samt preisgünstiger Kaminsanierung (auch bei Gas nötig) .

      Bitte Öltanks beachten, wenn es uralte Kunststofftanks sind dann warscheinlich "Erneuerungsbedarf".

      Thermische Solaranlage ? wenn gute Dachfläche (Neigung, Ausrichtung) vefügbar und Leitungswege nicht allzulang dann etwa 8m² für WW-Bereitung (wirtschaftlich grenzwertig), oder Photovoltaik (für Eigenbedarf bemessen, nicht für Einspeisung) und eine Brauchwasserwärmepumpe mit Register für Heizung (Winter)!

      Vorteil, ist unterm Strich billiger und vielseitiger verwendbar, sowie kaum Wartungskosten!
    • Laut Aussage ist ja ein Gasanschluss vorhanden. Insofern Gas-BW-Therme und 200-l-WW-Speicher und fertig, alles andere ist rausgeschmissenes Geld.

      Wer anderer Meinung ist, sollte dies dann bitte begründen.
      Thomas Deus
      -Geschäftsführer-

      Fa. GO BHKW GmbH
      Trinenkamp 50, 45889 Gelsenkirchen
      www.go-bhkw.de
    • Herzlichen Dank für die schnell und unverblümte Antwort. Bis vor wenigen Tagen und dem Anruf von EW Energie World GmbH war für mich ein BHKW auch unrealistisch gewesen. Jedoch kommt man schnell ins Grübeln auch angesichts solcher Beiträge im Internet firmen.n-tv.de/ew-energy-world-erfahrungen.html und unternehmen.focus.de/ew-energy-world-erfahrungen.html

      Ich weiß gar nicht wie ich Euch danken soll.
    • Moin @Smeerlapp,

      meine Meinung zu Deinem Projekt ist etwas differenzierter als die von @hansdampf, aber auch ich würde Dir empfehlen, mit großer Vorsicht an das Thema heranzugehen.

      Smeerlap schrieb:

      Kurzum habe ich jetzt am 07.08. einen Beratungstermin mit EW Energy World GmbH, um nicht unvorbereitet in das Gespräch zu gehen, habe ich erneut das Internet beschworen und bin auf Euch gestoßen.
      Zu fachlichen Themen komme ich gleich, aber was die Firma EW Energy World GmbH betrifft empfehle ich, dass Du mal hier im Forum in der Suchfunktion (Kästchen rechts oben) "Energy World" eingibst und mal durchliest, was hier im Forum schon alles zu dieser Firma geschrieben worden ist. Dann kannst Du vielleicht besser einordnen, was Dir der Berater erzählen wird.

      Zu den inhaltlichen Fragen:

      Smeerlap schrieb:

      Verbrauchsdaten

      Jährlicher Stromverbrauch: 6200 kWh im letzten Jahr

      Jährlicher Brennstoffverbrauch: 4500 Liter Öl im letzten Jahr
      Das Problem mit diesen Verbrauchsdaten ist folgendes: Sie sprechen zunächst mal aus meiner Sicht nicht grundsätzlich gegen ein BHKW. |__|:-)
      Die Frage ist nur, wie viel von dem Verbrauch nachhaltig ist. Hierzu solltest Du folgendes klären bzw. berücksichtigen:

      1) Wie hoch ist der Wärmebedarf Eures Hauses wirklich? Wenn Du einen Energieberater da hattest, müsste in dessen Gutachten der entsprechende Wert stehen. Gemeint ist die Wärme, die das Haus tatsächlich braucht, d.h. der möglicherweise schlechte Wirkungsgrad des Ölheizkessels ist da schon rausgerechnet. 4500 Liter Öl (das wären über 200 kWh pro qm und Jahr) ist jedenfalls sehr hoch.

      2) Um wie viel wird sich dieser Wärmebedarf durch die beabsichtigten Dämm-Maßnahmen vermindern? Wenn der Gutachter diese Maßnahmen empfohlen hat, muss auch das irgendwo stehen. Übrigens: Wenn Eure jetzigen Fenster tatsächlich einen Wärmedurchgangswert von 1,2 W/m2K haben, wäre ein Austausch m.E. Unsinn - außer die Fensterverglasung wäre undicht (bei Kälte Kondenswasserbildung im Inneren der Doppelverglasung).

      3) Das von EW Energy World angebotene BHKW ist vermutlich ein Stirling-BHKW der Firma Remeha (früher haben sie das Vitotwin von Viessmann angeboten, aber das wird seit einigen Monaten nicht mehr produziert). Ein Stirling-Gerät hat ca. 6 kW thermische Leistung aus dem eigentlichen BHKW, sowie eine integrierte Gas-Zusatztherme für den Bedarf an kalten Tagen. Solche Geräte können sich (bei entsprechend hohem Stromverbrauch im Anwesen) dann lohnen, wenn sie mindestens 4000 Stunden im Jahr laufen. Und das ist nur möglich, wenn nach Abschluss aller Wärme-sparenden Maßnahmen ein Gesamt-Wärmebedarf von mindestens 30.000 kWh/a übrig bleibt. Das wären dann immer noch knapp 140 kWh/m2a für Euer Haus, also ein höchstens mittelguter Wert.

      4) Zum Heizkreis:

      Smeerlap schrieb:

      Hydraulischer Abgleich durchgeführt: keine Ahnung was das ist

      Temperaturen der Heizkreise: ca. 70 Grad Celsius, Warmwasser mit ca. 50 Grad Celsius
      Die WW-Temperatur ist eher niedrig (Legionellen!?), aber 70°C Heizkreistemperatur bedeutet eine klassische Hochtemperaturheizung. Deren Nachteil ist, dass moderne Brennwert-Geräte (egal ob Stirling-BHKW oder Gastherme) ein solches System im Winter nur unter Wirkungsgradverlusten versorgen können. Ein Herunternehmen der Vorlauftemperatur auf maximal 50°C wäre von Vorteil, aber das geht nur, wenn die Heizkörper entsprechend ausgelegt sind. Hier können die Dämm-Maßnahmen helfen: Wenn die Räume nach Dämmung weniger Wärme benötigen, können die vorhandenen Heizkörper ggf. mit niedrigeren Temperaturen betrieben werden und es bleibt trotzdem warm.

      Der hydraulische Abgleich (HA) kann hierbei helfen: Beim HA wird der Wärmebedarf jedes einzelnen beheizten Raums ermittelt und dann der Wasserdurchlauf der vorhandenen Heizkörper mit Hilfe sog. vor-einstellbarer Thermostatventile auf diesen Bedarf exakt abgestimmt. Sofern die Heizkörper einigermaßen großzügig ausgelegt sind, kann man damit vor allem die Rücklauftemperatur (für den Brennwert-Wirkungsgrad entscheidend!) deutlich absenken ohne dass dadurch die Bude kalt wird. Ein HA kostet ca. 1000 EUR wenn voreinstellbare Thermostatventile schon vorhanden sind, ansonsten kommt der Austausch der Ventile dazu. Wichtig sind dabei zwei Dinge:
      • Um die Förderung für ein BHKW überhaupt zu erhalten, muss man nachweisen, dass ein HA durchgeführt wurde.
      • So richtig macht ein HA nur Sinn, wenn die Dämm-Maßnahmen bereits abgeschlossen wurden, da sich durch die Dämmung der Wärmebedarf der Räume ändert. Natürlich kann man die Parameter der Dämmung schon vorher in die Software eingeben und muss dann mit dem Einstellen der Heizkörper warten, bis die Dämmung durchgeführt wurde. Bis dahin läuft das System dann halt suboptimal.
      5) Zum Strombedarf: Von den genannten 6.200 kWh entfallen etwa 230-460 kWh auf den Verbrauch Eurer Heizpumpe (bei einer geschätzten Laufzeit von 5000 Stunden im Jahr, je nachdem welche Stufe eingestellt ist). Beim Einbau einer neuen Heizung (egal ob BHKW oder Gastherme) wird diese Pumpe ausgewechselt. Eine moderne Heizpumpe nimmt bei gleicher Leistung (!) im Mittel ca. 10 W auf, d.h. allein dadurch verringert sich Euer Verbrauch um ca. 200-400 kWh/a. Beim Einbau eines BHKW entfällt auch der Verbrauch des Brenners (ich schätze mal für eine Ölheizung 1500h/a mit 200 W, zusammen 300 kWh/a) sowie für die BWW-Pumpe, so dass insgesamt ein Stromverbrauch von vielleicht 5.500-5.700 kWh übrig bleibt. Mit mehr würde ich nicht rechnen.

      Und jetzt ein paar Werte aus der Praxis: Wir haben in unserem Haus einen Wärmebedarf von netto (d.h. nach Beitrag der Solarthermie) ca. 30.500 kWh für Heizung und Warmwasser. Damit läuft unser Stirling-BHKW ca. 4.300 h/a und gibt ca. 4.000 kWh Strom ab (ca. 260 kWh braucht es selbst für Brenner, Regelung und interne Pumpen). Unser Stromverbrauch liegt bei ca. 5.500 kWh/Jahr, davon können (lediglich) ca. 2.400 kWh aus dem BHKW bezogen werden.

      Kann sein, dass bei Euch der Strom-Grundbedarf (z.B. für das Aquarium) etwas höher liegt. Das würde dann zu einem etwas höheren Beitrag aus dem BHKW führen, aber erheblich bessere Werte lassen sich m.E. in einem normalen Haushalt nicht erreichen.

      Ein Letztes: Nicht leugnen lässt sich, dass ein BHKW potentiell reparatur-anfälliger ist als eine Gastherme. Ich empfehle hierzu das Durchlesen der entsprechenden Unterforen, insbesondere Viessmann Vitotwin und Remeha Evita. Natürlich hören wir hier im Forum hauptsächlich von den Geräten, mit denen es Ärger gegeben hat und haben keinen Überblick, wie viele tadellos funktionieren. Jedenfalls würde ich aber kein BHKW ohne eine mindestens 5-jährige Hersteller-Garantie kaufen. Allfällige Kosten dafür müssen in die Wirtschaftlichkeitsrechnung einbezogen werden.

      Gruß, Sailor
      Viessmann Vitotwin 300-W (1 kWel, 6 kWth) seit 2012

      PV-Anlage 8,45 kWp (65 x Solarworld SW 130poly Ost/Süd/West, SMA 5000 TL und 3000) seit 2010

      Solarthermie 14 qm Flachkollektoren seit 2004 (Vorgänger 8 qm 1979-2003)
    • So eine BHKW ist doch eine ganz schöne Investion und würde sich nach Jahren des Gebrauchs rechnen. Ich bin froh, nach der ersten Euphorie wieder auf dem Boden der Tatsachen zu sein.

      Was man gerne vergisst sind ja auch die Einsparung an Strom, wenn man sich eine neue Heizungsanlage anschafft. Auch noch sollte ich berücksichtigen, dass unser Haushalt nicht immer über 4 Personen verfügt (klingt jetzt hart, aber meine Eltern sind nicht mehr die jüngsten) also wird da der Stromverbrauch zurückgehen.

      Das einzige, was nicht sinken wird ist der Wärmebedarf, um auch Schimmelbildung vorzubeugen (Taupunkt).

      Wie schon eingangs erwähnt, war ich wegen einer Flachdacherneuerung (Ausbau der Dachisolation von 9cm auf min. 20cm) auf der Suche nach einer thermischen Solaranlage, um wenigstens im Sommer das Brauchwasser ohne fossile Brennstoffe zu erwärmen.

      PS.: War nochmal am Kessel und das Brauchwasser liegt bei 60 Grad Celsius ^^
    • Smeerlap schrieb:

      War nochmal am Kessel und das Brauchwasser liegt bei 60 Grad Celsius
      Dann ist ja soweit alles im grünen Bereich!

      Smeerlap schrieb:

      Wie schon eingangs erwähnt, war ich wegen einer Flachdacherneuerung (Ausbau der Dachisolation von 9cm auf min. 20cm) auf der Suche nach einer thermischen Solaranlage, um wenigstens im Sommer das Brauchwasser ohne fossile Brennstoffe zu erwärmen.
      Eine thermische Solaranlage (ST) ist unter Umweltgesichtspunkten eine prima Sache und lässt sich technisch ohne Weiteres zusammen mit einem BHKW betreiben (siehe auch meine Signatur). ABER eine ST kostet BHKW-Laufstunden: Ich schätze mal 10-20% der ohne ST möglichen Laufstunden fallen dann weg - und damit auch 10-20% der möglichen Einsparung beim Strombezug. Das holst Du über das eingesparte Erdgas nicht wieder herein, d.h. BHKW plus ST ist wirtschaftlich in jedem Fall ein Minus-Geschäft. Wenn Du das aus Umweltgründen dennoch machen möchtest, würde ich in jedem Fall zusätzlich zu einer Photovoltaik-Anlage raten: Zur Eigenverbrauchs-Optimierung wären bei Euch m.E. 6 kWp ausreichend, größer geht natürlich auch. PV und BHKW ergänzen sich gut - die eine liefert im Sommerhalbjahr den Strom, das andere im Winterhalbjahr.

      Smeerlap schrieb:

      Auch noch sollte ich berücksichtigen, dass unser Haushalt nicht immer über 4 Personen verfügt (klingt jetzt hart, aber meine Eltern sind nicht mehr die jüngsten) also wird da der Stromverbrauch zurückgehen.
      Wenn Du innerhalb der nächsten zehn Jahre mit deutlich sinkendem Strombedarf rechnest, solltest Du das BHKW bleiben lassen. Dann ist das Beste die von @hansdampf empfohlene Brennwert-Gastherme (Öl-Brennwert macht man nur wenn einem mangels Gasanschluss nichts anderes übrig bleibt - kostet ein Heidengeld und bringt nicht viel). Eine PV-Anlage solltest Du in jedem Fall ernsthaft prüfen. Fürs Warmwasser würde ich dann unter Umwelt-Gesichtspunkten (sofern am Dach genug Platz ist) eine Solarthermie favorisieren. Rechnen tut sich wahrscheinlich weder eine ST noch eine BWW-WP: Das Billigste wäre (zumindest zu heutigen Gaspreisen), das BWW mit Erdgas zu erwärmen.
      Viessmann Vitotwin 300-W (1 kWel, 6 kWth) seit 2012

      PV-Anlage 8,45 kWp (65 x Solarworld SW 130poly Ost/Süd/West, SMA 5000 TL und 3000) seit 2010

      Solarthermie 14 qm Flachkollektoren seit 2004 (Vorgänger 8 qm 1979-2003)
    • Danke für Eure fachkundige Hilfe, eigentlich will ich jetzt den Termin mit EW Energie World GmbH absagen, weil was vernünftiges :) kann da nicht mehr rauskommen.

      Oder ist jemand am Ergebnis des Termins interessiert?

      Ich werde wohl dann zu einer Gastherme mit Brennwerttechnik greifen und für den Sommer und das grüne Gewissen noch thermosolare Unterstützung aufs Dach machen.
    • Moin,

      Smeerlap schrieb:

      und für den Sommer und das grüne Gewissen noch thermosolare Unterstützung aufs Dach machen.
      schau Dir erstmal an was die Solarthermieanlage in Summe kosten soll und was sie leisten kann ( kWh ). Dann kurzer Überschlag mit 20Jahren Laufzeit - würde mich wundern wenn die kWh preiswerter als der aktuelle Strompreis wäre .

      Wenn Das grüne Gewissen dann mal nicht über alle Berge ist ........ Aber zu einer PV möchte ich in jedem Fall raten.

      mfg
      Pöl BHKW Tiger †
      Pöl BHKW Raptor †
      Ecopower 1.0
      Solarthermie 27m² Heat-Pipe-Röhren
      PV Anlage 1,8kWp Solarmax 2000C 15xKaneka k120
    • @ alikante
      ich hätte ja schon längst eine Pv-Anlage aufs Dach gesetzt aber bis vor 3 Jahren hatten wir zwei gute Argumente vorm Haus stehen, eins davon musste, wegen fehlender Standsicherheit, gefällt werden.

      Unser Haus ist genau in Ost-West-Richtung ca. 1928 gebaut wurden, allerdings steht jetzt noch im SW in ca. 8m Entfernung eine ca. 100 Jahre alte Rotbuche, die mich zögern lässt, eine PV-Anlage zu verbauen.

      So wie ich dich stalken konnte, bist du mehr mit PV beschäftigt. Nachdem ich nun jede Menge Geld gespart habe, weil ich keine KWK-Anlage einbauen werde, sondern eine um 2/3 günstigere Gas-BW-Anlage, überlege ich eine PV-Anlage zu setzen.

      Jedoch habe ich noch 2 die gegen mich sind, der Baum und meine Frau, die PV auf dem Dach hässlich findet.

      Das beste wird wohl mal sein, dass ich meine Kampfdaten aufrufe. Das Haus ist ca. 16 lang, ein Teil ist Satteldach mit ca. 45 Grad, der andere Teil des Daches ist eine Gaube ca. 12m lang und genau von Ost nach West ca.1928 gebaut wurden.


      Ansicht von Osten, im Süden die Rotbuche

      Südost am 28.07.14, 12 Uhr
    • Moin,

      der Schatten der Rotbuche wandert im Tagesverlauf von der linken Hausecke bis etwa 1/3 der Dachfläche. Es wären also rechts und links der Trittsteine 2 Reihen Module mit Südausrichtung möglich.

      ABER - Südausrichtung ist nicht optimal für Eigenverbrauch denn der meiste Strom wird unter der Woche Morgends und Abends verbraucht !! Ost-West ist deshalb besser geeignet, Dein Ostgiebel scheint dafür optimal zu sein aber im Westen stehen scheinbar noch mehr Bäume ??

      mfg
      Pöl BHKW Tiger †
      Pöl BHKW Raptor †
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      PV Anlage 1,8kWp Solarmax 2000C 15xKaneka k120