Finanzamt: 10% Nachweis gefordert

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    • bhkwaermepumptaik schrieb:

      Was mir zu denken gibt: Das alles lief bisher komplett ohne Heizungsanforderung..
      Die Heizungsanforderung an sich ist nicht das Problem, sondern was passiert im November bis März, wo der Stirling annähernd 24h pro Tag durchläuft und der zusätzliche Wärmebedarf vom Zusatzbrenner gedeckt werden muss.

      Wenn die oben erwähnten 50-60 MWh Wärmebedarf bei Euch tatsächlich stimmen, könnte es über die gesamte Heizperiode gerechnet eng werden: Ich schätze mal, der Stirling kommt bei Euch auf maximal ca. 5-6.000h Laufzeit. Mehr ist beim besten Willen nicht drin. Dann wären das 5-6000 kWh Strom (de facto ca. 6% weniger, weil der Eigenverbrauch des Gerätes nicht mitgezählt wird). Insgesamt kommst Du damit auf 55-66 MWh abgegebene Energie, davon Strom knapp 5-6 MWh oder 9%.

      Fazit: Falls der Winter kalt wird und das Finanzamt eine Rechnung über die erste Heizperiode fordert, solltet Ihr zwischen 11/17 und 03/18 dicke Pullover anziehen, nur kurz duschen und ordentlich mit dem Kaminofen zuheizen. Oder doch noch das Haus dort, wo es sich lohnt, besser isolieren...
      Viessmann Vitotwin 300-W (1 kWel, 6 kWth) seit 2012

      PV-Anlage 8,45 kWp (65 x Solarworld SW 130poly Ost/Süd/West, SMA 5000 TL und 3000) seit 2010

      Solarthermie 14 qm Flachkollektoren seit 2004 (Vorgänger 8 qm 1979-2003)
    • sailor773 schrieb:

      Die Heizungsanforderung an sich ist nicht das Problem, sondern was passiert im November bis März, wo der Stirling annähernd 24h pro Tag durchläuft und der zusätzliche Wärmebedarf vom Zusatzbrenner gedeckt werden mus
      ...jaja, das meinte ich ja ;)

      Dann sind die Dinge am Ende eben so wie sie sind.

      Also im wurstkäs wäre das Ganze dann Priatvergnügen. Nungut. Bzw. ungut.
      (Das würde dann ja aber nichts am erhaltenen Betrag vom NB für die Stromeinspeisung ändern, da ich dann schlicht keine 19% mehr bekomme die ich dann am Ende wieder ans FA weiterreiche...)

      Ob sich dann in diesem Fall durch die gesparte (Wärme)Umsatzsteuer die geblechte Vorsteuer/Mwst irgendwann reinholt? Ohne spitzen Bleistift denke ich aus dem Bauch raus jetzt mal nicht. So lange wird das System wohl nicht laufen...

      Schade.

      Schon komisch. Dann wäre die PV unternehmerisch und das BHKW privat. Total banane @:pille
      Viessmann Vitotwin 300W an 340-M (950)
      Mercedes (Panasonic) Akku (5.0) an SI 3.0
      5 kwp REC (südost) an SB 4.0
      1.8 kwp SOLARTRON (südwest) an SB 1.5
    • Kleines Update:

      Meine Sachbearbeiterin heute am Telefon war sehr freundlich (wirklich). Sie hatten so einen Fall in 30 Jahren noch nicht. Ich bzw. mein Fall war offenbar schon Gegenstand der Abteilungsbesprechung.

      Wir haben uns darauf geeinigt, dass ich am Ende des Jahres alles so angebe, wie ich es sehe. Man würde das dann im Einzelfall bewerten.

      @Ole: Der Hinweis, dass eine Einbeziehung eines kundigen Steuerberaters das Ganze 'geräuschmindern' könnte, kam auch deutlich während des Telefonates an.. ;)
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    • " Man würde das dann im Einzelfall bewerten...." Das war auch die Aussage von meinem Finanzamt. Verlass dich da ja nicht zu sehr auf das Finanzamt. Beim meinen ersten zwei BHKW bekam ich die Vorsteuer komplett. Bei meinem dritten nur für den elektrischen Anteil (10 Jahre später) Im August bekomme ich ein gebrauchtes. Es wird teilweise gewerblich und teilweise privat genutzt. Das Finanzamt macht gar keine Aussage zu meiner Ersatzanschaffung. Auch ein Telefonat mit dem Steuerberater brachte keine Klarheiten. ?(
    • nesami schrieb:

      Es wird teilweise gewerblich und teilweise privat genutzt.
      Meinst Du "gewerblich" in dem Sinn, dass Du Strom und/oder Wärme aus dem BHKW in Deinem Gewerbebetrieb nutzt? Wenn dieser Anteil (egal ob Strom oder Wärme) mindestens 10% beträgt, ordnest Du einfach das BHKW Deinem Gewerbebetrieb (Betriebsvermögen) zu und fertig. Das Wahlrecht hast Du ab 10% immer (ab 50% wäre die Zuordnung zum Gewerbebetrieb sogar Pflicht). Das FA kann sich bei 10-50% gewerblichem Anteil nur dann querstellen, wenn von vornherein klar wäre, dass das BHKW dem Gewerbebetrieb Verluste bringt. Letzteres kann (nur dann) passieren, wenn die Betriebskosten des BHKW einschl. AfA voraussichtlich über den Marktpreisen für Strom und Wärme liegen.

      Ein Vorsteuer-Abzug aus dem Erwerb des BHKW ist natürlich nur möglich, wenn der Verkäufer als Unternehmer die USt auf der Rechnung ausweisen kann.

      Du musst halt anschließend den privat genutzten Energieanteil als Entnahme (ESt) bzw. unentgeltliche Wertabgabe (USt) im Rahmen Deines Gewerbebetriebes versteuern. Das kann einen Unterschied bei der GewSt machen, aber wegen der Anrechnung der GewSt bei der ESt sollte auch das kein größeres Problem sein.
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    • Ja, es wird im Gewerbebetrieb benutzt. Der Anteil der gewerblichen Nutzung liegt bei 30% bei Wärme und Strom. Gewinn wird wohl nicht erzielt. Ich brauch die Anlage zum Heizen. Daher wird es auch nur eine gebrauchte Anlage... mir fehlt die Laufzeit. Gleichzeitig kommt noch ein Akku dazu an der noch eine PV-Anlage aus 2011 angeschlossen wird.

      Das mit der Aufsplittung vom Eigenverbrauch und Einspeisung hatte ich schon bei der alten Anlage (ESt und USt). Nur dieses Mal sind es PV, Akku und HKA. Für den gewerblichen Teil gibt es leider keinen Zähler. Ich hoffe, das geht dann auch nach qm. Aber für die Feinheiten gibt es am Schluss den Steuerberater.
    • Willkommen in 2018! Möge es bei uns allen ordentlich brummen - zumindest im Keller :)

      Nach erstem Überschlag komme ich auf 14% Energieverstromung. Hurra, die Vorsteuerrückerstattung rückt in greifbare Nähe. Wir werden sehen. Mal nicht zu früh freuen.

      Ich denke schon weiter: Wenn die Wärme dann mit 19% umsatzversteuert werden muss: a) Direkt den Fernwärmepreis ansetzen oder b) "Selbstkostenrechnung" (sagt man das so?) machen?

      Habt ihr Erfahrungen, ob man sich die Mühe von b) machen sollte?

      sailor773 schrieb:

      Wieviel Du von dem Strom selbst verbraucht hast ist irrelevant, da umsatzsteuerlich für den gesamten erzeugten Strom die fiktive Volleinspeisung gilt: Und damit gilt der gesamte erzeugte Strom automatisch als unternehmerisch genutzt.

      Das Ganze ist in einem BMF-Schreiben vom 19.09.14 so festgelegt (KWK-Regelungen ab Seite 7), das ich einmal mehr in diesem Forum (gefühlt zum zehnten Mal) hier als Datei anhänge. Nur für den Fall, dass Dein Finanzbeamter das Schreiben nicht kennt...
      ...ist das (noch) der aktuelle Stand bzgl. der Stromanteilbetrachtung? Ich habe derzeit wenig Ruhe mich online einzulesen bzw. zu aktualisieren, daher meine plumpe Frage an Euch Experten hier. Ich bitte um Verständnis...

      @Ole50: Liest du noch mit? Wie ist die Lage bei Dir, mit den 10% usw?
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    • Moin,

      bhkwaermepumptaik schrieb:

      14% Energieverstromung
      was bedeutet das ?? Schreibfehler ?(

      Bist Du mit der PV zur Vorsteuer optiert oder hast dort Kleinunternehmerregelung ??

      Grüße
      Pöl BHKW Tiger †
      Pöl BHKW Raptor †
      Ecopower 1.0
      Solarthermie 27m² Heat-Pipe-Röhren
      PV Anlage 1,8kWp Solarmax 2000C 15xKaneka k120
    • 14% der in Form von Erdgas ins Haus fließenden Energie werden in Strom umgwandelt und nicht in nutzbar gemachte Wärme.

      Bei der PV habe ich zur Regelbesteuerung optiert.
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    • Moin und ein gutes neues Jahr allerseits!

      bhkwaermepumptaik schrieb:

      a) Direkt den Fernwärmepreis ansetzen oder b) "Selbstkostenrechnung" (sagt man das so?) machen?

      Habt ihr Erfahrungen, ob man sich die Mühe von b) machen sollte?
      Ich habe gerade die aktuellen Energiedaten runtergeladen: Der Fernwärmepreis 2016 steht dort mit 23,60 EUR/GJ. Mit dem Umrechnungsfaktor 2,78 ergibt das 8,4892 ct/kWh brutto oder 7,1338 ct/kWh netto. Ich kann mir fast nicht vorstellen, dass Deine Herstellkosten (einschl. 10% AfA!) mit dem Vitotwin niedriger sein könnten (unsere lagen 2017 bei 8,7 ct/kWh netto). Bei der Umsatzsteuer-Erklärung kannst Du also m.E. für die Berechnung der unentgeltlichen Wertabgabe unbedenklich den Fernwärmepreis ansetzen.

      Trotzdem wird Dir die "Mühe" einer Berechnung der Herstellkosten nicht erspart bleiben: Für die Einkommensteuer ist ja bekanntlich der Eigenverbrauch (bei Inbetriebnahme ab 2016 nur Strom) wahlweise mit den anteiligen Herstellkosten/kWh oder dem (i.d.R. höheren, also meist nachteiligen) Marktpreis zu bewerten. Und im Gegenzug willst Du bei der ESt ja auch die anteiligen Kosten für die Stromerzeugung geltend machen.

      bhkwaermepumptaik schrieb:

      ...ist das (noch) der aktuelle Stand bzgl. der Stromanteilbetrachtung?
      Ich glaube, wenn sich hier was geändert hätte, hätten wir von Rüdiger Quermann und/oder im BHKW-Infozentrum etwas darüber erfahren. Ich würde das jetzt einfach mal so machen: Wenn das Finanzamt damit ein Problem haben sollte, wird es sich schon melden - und müsste dann seinerseits begründen, wo das Problem liegt.

      Gruß, Sailor
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