Massive Probleme mit Evita!!!

    • Wo steht denn im Remeha-Prospekt, dass die Maschine konkret bei Euch x kWh Strom produziert? Oder egal wo: Wie viele kWh Strom die Maschine generell pro Jahr produziert?

      Außerdem ist Remeha gar nicht Euer Vertragspartner, sondern der Installateur.
      Thomas Deus
      -Geschäftsführer-

      Fa. GO BHKW GmbH
      Trinenkamp 50, 45889 Gelsenkirchen
      www.go-bhkw.de
    • Wiley schrieb:

      Wenn ich eine Schokolade kaufe, wo draufsteht, daß sie 80% Kakao hat, und dann festgestellt wird, daß sie nur 70% hat, kann man den Hersteller doch auch verklagen?
      Wenn wir schon mit holprigen Vergleichen sind:
      Du kannst den Hersteller aber nicht verklagen weil der Schkokoladenkuchen den du daraus machst nur noch 30% hat. Vor allem aber musst du beweisen das
      1. Die Schokolade mit 80% beworben wurde (Verpackung weggeschmissen? Pech gehabt!)
      2. Das Problem die Schokolade und nicht der Kuchen war (was im gebackenen Zustand ziemlich schwierig wird)


      "Gleiches" Problem beim BHKW: Das Gerät liefert die Werte im Datenblatt unter bestimmten Voraussetzungen. Lässt du das Gerät in einem Objekt einbauen das die Bedingungen nicht erfüllt (Wärmebedarf, Hydraulik oder Anwendung) ist der Hersteller raus.


      mfg JAU

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von JAU ()

    • Moin,

      absolut richtig JAU !!

      @Wiley , auch wenn Du das u.U. nicht hören willst. Mit dem Gerät ist alles in Ordnung, es läuft innerhalb der im Datenblatt festgeschriebenen Parameter, nur ist Dein Haus eben suboptimal für das Gerät. Deshalb gibt es Brechnungsmodelle die vor dem Einbau eines BHKW in ein Gebäude prüfen ob Haus und Gerät technisch und wirtschaftlich zueinander passen.

      Ich wills mal so umschreiben: Dein Vater hat eine S-Klasse gekauft aber seine Garage war für nen Fiat500 gebaut, nach 5 Jahren merkst Du nun das die Autotüren in der Garage nicht aufgehen und der Kofferraum immer aus der Garage raus kuckt.
      Hat Mercedes schuld ? oder der Autoverkäufer ? wenn Du kein Schriftstück findest in dem der Verkäufer oder Hersteller bestätigt das der Benz in die 500er Garage Problemlos rein passt ist die Schuldfrage wohl eindeutig.

      mfg
      Pöl BHKW Tiger †
      Pöl BHKW Raptor †
      Ecopower 1.0
      Solarthermie 27m² Heat-Pipe-Röhren
      PV Anlage 1,8kWp Solarmax 2000C 15xKaneka k120
    • Danke für die Antwort... das ist ja alles mehr als frustrierend.
      Mein Vater hat das Ding einbauen lassen, in dem Glauben, wir würden pro Jahr 700 Euro zurückbekommen, und jetzt sitze ich hier, und kann mich mit den Folgen seiner Fehlentscheidung herumschlagen. :(
      Ich habe keine Ahnung, was ihm da versprochen wurde, aber wenn man ihm gesagt hätte, daß das Ding bei uns nur suboptimal laufen wird, hätte er es nie gekauft. Es ging ja gerade darum, über die Einspeisung pro Jahr 700 Euro zurückzubekommen! Ohne diesen Anreiz hätte er kein BHKW gekauft!

      Auf Seite 3 wurde eine schlechte Einstellung bzw ein hydraulischer Lapsus angesprochen... wenn dem so wäre, könnte ich das irgendwie nachweisen? Weil dann wäre doch der Installateur dafür verantwortlich, daß wir so wenig eingespeist haben, oder? :?:
    • Moin

      Wiley schrieb:

      über die Einspeisung pro Jahr 700 Euro zurückzubekommen!
      ich verstehe deinen Frust muß aber auch auf den gesunden Menschenverstand hinweisen ! Um 700€ durch Stromverkauf einzunehmen müssen etwa 6.300KWh eingespeist werden - was technisch in Eurer Immobilie gar nicht Möglich ist da bei der Stromerzeugung mindestens 40.000kWh Wärme anfallen die Ihr aber gar nicht verbrauchen könnt.

      Wäre es nicht denkbar das Dein Vater 700€ Einsparung vor Augen hatte ?? Eine solche Einsparung entspräche ( nach Milchmädchenrechnung ) ca. 2350kWh eigenerzeugtem und eigenverbrauchtem Strom.

      In Sachen Optimierung müsstest Du uns noch ein paar Daten zur Anlage und Einstellwerte der Steuerung geben ( an der Steuerung bin ich nicht firm aber das kann ganz gewiss Sailor übernehmen soweit die Siemenssteuerung bei Remeha und Viessmann identisch sind )

      Sicher kannst Du deinen Heizi oder den Remeha-Service darauf ansprechen ob die Anlage nach Hersteller-Vorgaben aufgebaut wurde, nur kann man Dir viel erzählen wenn Du die Vorgaben selbst nicht kennst.

      mfg
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    • Nee, denn es ging sicherlich auch um den besseren Wirkungsgrad des Evita vs. der alten Kiste... Dies verursacht ja auch Einsparungen, oder?
      Wie alt war denn der vorherige Kessel oder was auch immer vorher da war?
      Sorry, aber für mich ist dieses Thema erledigt...
      Wie hoch war denn der Gasverbrauch vor Evita???
      Thomas Deus
      -Geschäftsführer-

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    • Moin,

      alikante schrieb:

      an der Steuerung bin ich nicht firm aber das kann ganz gewiss Sailor übernehmen soweit die Siemenssteuerung bei Remeha und Viessmann identisch sind
      Mach' ich grundsätzlich gerne, natürlich unter dem von Alikante genannten Vorbehalt.

      Jede Analyse erfordert aber - neben der Frage nach den Einstellungen - eine Beobachtung zum Betriebsverhalten des Gerätes, z.B. bei welchen Temperaturen schaltet es sich ein und aus, wie lange läuft es bei bestimmten Außentemperaturen etc.pp. Die Jahreszeit ist dafür jetzt nicht gerade günstig, da das Gerät zumindest bis Mitte September wohl nur für die TWW-Bereitung laufen dürfte. Außerdem bedeutet das einen gewissen Arbeits- und Zeitaufwand für den Betreiber. @Wiley, hast Du überhaupt Zeit und Lust, an einer evtl. möglichen Optimierung des Gerätes qua Ferndiagnose mitzuarbeiten? Wenn ja, brauchen wir zunächst mal folgende Daten:
      • Wärmebedarf des Hauses: In den von Dir per Bild übermittelten Papieren glaube ich gesehen zu haben, dass der Gasverbrauch des Anwesens vor Einbau des BHKW mit 31.500 kWh angegeben war. Stimmt das, bzw. hast Du neuere Daten, z.B. den Gasverbrauch in den letzten Jahren? (Auch wenn der Stirlingmotor häufig stand, ist ja wohl das Haus trotzdem geheizt worden, dann halt mit der Zusatztherme.) Der darin enthaltene Verbrauch für die Stromerzeugung lässt sich an Hand Deiner Daten relativ gut herausrechnen, viel war's ja eh nicht.
      • Einstellwerte am Gerät: Zunächst mal gut zu wissen wäre welche Heizkurve(n) eingestellt ist/sind (getrennte Heizkreise für Fußboden- und Radiatorheizung?) und welcher Sollwert für das Warmwasser (Nennsollwert und Spreizung, d.h. bei welchen WW-Temperaturen soll sich das Gerät ein- und ausschalten?).
      Als nächstes könntest Du mal beobachten, wie oft sich der Stirlingmotor jetzt im Sommer einschaltet, wie lange er läuft und welche elektrische Leistung er dabei abgibt (etwa zehn Minuten nach dem Start sollte die Nennleistung erreicht sein). Falls der Zusatzbrenner sich ebenfalls einschaltet (was an sich kaum der Fall sein sollte) wäre die Frage unter welchen Bedingungen er sich zuschaltet (z.B. nur bei Unterschreiten einer bestimmten Temperatur?), und ob er sich gleichzeitig mit dem Stirling an- und ausschaltet oder später bzw. früher. Gut wäre es, die Laufzeit des Stirling (h) und den Gasverbrauch (m3) sowie die Stromerzeugung (kWh) täglich oder zumindest wöchentlich aufzuschreiben.

      Mit diesen Daten sollte sich zunächst mal feststellen lassen, ob der Stirling bei der TWW-Bereitung ordentlich arbeitet. Danach sehen wir weiter.

      Gruß, Sailor
      Viessmann Vitotwin 300-W (1 kWel, 6 kWth) seit 2012

      PV-Anlage 8,45 kWp (65 x Solarworld SW 130poly Ost/Süd/West, SMA 5000 TL und 3000) seit 2010

      Solarthermie 14 qm Flachkollektoren seit 2004 (Vorgänger 8 qm 1979-2003)