KWK oder EEG

    • KWK oder EEG

      Hallo Leute,

      ich habe so meine Schwierigkeiten mit den unterschiedlichen Förderungen.
      Hofftenlich kann mir da wer Helfen.

      Sollte ich mir ein BHKW kaufen dann erhalte ich solange das BHKW unter 50 kWel ist
      für 60.000h
      - 8 ct/kWh wenn ich diesen Strom einspeise und 4 ct/kWh wenn diesen selbst verbrauchen - 40 % der EEG Umlage + meine Ersparniss von dem nicht eingekauften Strom.
      (laut KWK)

      Sollte ich aber ein BHKW kaufen welches mit Klärgas läuft kann man sich nach EEG fördern lassen.

      Hier liegt der Preis bei 6,49 ct/kWh (< 500 kWel) für das Einspeisen ins Netz.
      Was erhalte ich für den Eigenverbrauch?
      Oder ist es in diesem Fall besser sich nach KWK-Gesetz fördern zu lassen?

      Besten Dank für eure Hilfe.

      Mfg

      Bert
    • Ungeachtet der Frage, wie hoch die einzelnen Fördersätze sind, ist eine möglichst hohe Eigenverbrauchsquote extrem wichtig. Sonst hat man nach Ablauf der Förderung ein tolles Stück Technik im Keller, das aber kaum noch angeworfen wird, weil es sich nicht mehr rechnet. Leider liegt vielen BHKW-Herstellern mehr daran, ihre Teile zu verkaufen, anstatt zu diesem Punkt eine qualifizierte Messung / Berechnung durchzuführen und ggf. auch mal einem potenziellen Interessenten vom Kauf abzuraten.

      BG, maxnicks
    • maxnicks schrieb:

      Leider liegt vielen BHKW-Herstellern mehr daran, ihre Teile zu verkaufen
      Naja, aber auch einige der Vertreiber.
      Und Messungen sowie Berechnungen im Objekt kosten Geld, das macht keiner ohne Rechnung.
      Aber viele Kunden wollen nur ein "kostenloses Angebot". Die können selbst auf Nachfrage keine Verbrauchzahlen angeben. Dann tut man sich schwer mit nem passenden Angebot.

      Ich hab eimem ein BHKW verkauft, der wollte anbauen und noch ein Schwimmbad dazubauen. Hat er dann aber nicht! Nach zwei Jahren war der sauer und zog sogar vor Gericht. ...Allerdings hatten wir alle Daten noch, die waren von ihm selbst aufgeschrieben. Pech gehabt, sagte da der Richter zu ihm.

      Also, Mist wird auf beiden Seiten gebaut.
    • GM1967 schrieb:

      Ich hab eimem ein BHKW verkauft, .......
      räusper, dann solltes Du mal bitte die Signatur als Gewerblicher einfügen. Danke


      @Robert Lehmann - Deine Annahmen sind soweit richtig nur würde ich den genannten EEG-Vergütungssatz bis 100KW sehen.
      Pöl BHKW Tiger †
      Pöl BHKW Raptor †
      Ecopower 1.0
      Solarthermie 27m² Heat-Pipe-Röhren
      PV Anlage 1,8kWp Solarmax 2000C 15xKaneka k120
    • hallo Bert,

      Robert Lehmann schrieb:

      Hier liegt der Preis bei 6,49 ct/kWh (< 500 kWel) für das Einspeisen ins Netz.
      Was erhalte ich für den Eigenverbrauch?
      nach meinem Kenntnisstand: EEG---alles einspeisen, kein Eigenbedarf
      Kwk---primär Eigenverbrauch, Überschuß wird eingesapeist..
      Dein Vorhaben ist erstmal hier unbekannt----kannst du genaueres berichten ??
      Gruß
      Erwin
      Pv seit 2000-8.67 kwp--.-therm.E.= Hackschnitzel 42%x Miscanthus 16% x Bhkw 24% x Scheitholz 8% x WW.WP 6%. x H.Öl 3%xSoTh.1%
      Pv seit 2007- 7,64 kwp
      .
      Pv seit 2014 -8,16 kwp mit Elektrospeicher 11,6 kwh 3 phas.
      Bhkw eco 3.0


    • Ok danke schonmal.

      Ja ich will ein bhkw mit klärgas betreiben.
      Jetzt mach ich grad mal eine wirtschaftlichkeits berechnung und ich wusste nicht was ich beim EEG annehmen soll.

      Ich vergleiche EEG vs KWK und weiß nicht genau welche Förderung ich beantragen soll. Liegt halt dran wieviel ich verbrauche.
      Aber da man nur für die einspeisung die 6,29 cent(ca.) dann ist es klar das KWK gesetz.

      Mann muss sich zu Beginn entscheiden oder?
      Bei einem BHKW aus Pellets oder Hackschnitzel wäre es mit der förderung ca 13 cent und da müsste man es sich überlegen.
      Weil bei hohem eigenverbrauch der kwk + vermiederener bezug höher ist oder?
    • Vor allen finanziellen Erwägungen würde ich mir zuerst mal überlegen, ob denn Technik x oder y überhaupt funktioniert. BHKW mit Klärgas sind sehr anfällig und betreuungsintensiv, funktionierende BHKW mit Pellets etc. gibt es nicht.

      Die Ausgangslage (derzeitiger Wärme- und Stromverbrauch) ist ebenfalls nicht so ganz unwichtig
      Thomas Deus
      -Geschäftsführer-

      Fa. GO BHKW GmbH
      Trinenkamp 50, 45889 Gelsenkirchen
      www.go-bhkw.de
    • Hallo,
      Klärgas zählt nach Biomasseverordnung nicht zu den Biomassen, als nichts mit EEG als geht nur KWK-Gesetz.
      @'Hans Dampf
      Wieso sind BHKW sehr anfällig? Das einzige was etwas nachteilig ist sind die kurzen Ölwechselintervalle von ca 1500 Bh.
      Gruß
    • Besten Dank zu deiner Einschätzung.

      Was ist mit den BHKWs von Spanner (Hackschnitzel) und Burkhard (Pellets)?

      Naja die Klärgas BHKWs sind von 2g ich hoffe mal die halten Ihre Angaben, bzw. müssen Sie ja dann laut Vertrag.
      Wobei ich da auch kein Fachmann bin.

      Aber Danke für die Antworten hat mir alles sehr geholfen.

      @Klärer: EEG §41 Deponie-, Klär- und Grubengas da steht die Förderung nach EEG
    • Lieber Klärer55,

      da widerspricht sich überhaupt nichts.

      Die Förderung von Klärgas ist wie Deponie- und Grubengas in § 41 geregelt.
      Die Förderung von Strom aus Biomasse wird in §42 geregelt. Der Biomasse-Begriff wird in der Biomasse-Verordnung geregelt.
      Das war schon immer so im EEG...

      Kläranlagen nutzen normaler Weise die Förderpraxis des KWK-Gesetzes - zumindest, wenn sie die Wärme überwiegend nutzen können.
      Viele Grüße,

      Markus

      Markus Gailfuß
      BHKW-Infozentrum - Informationen über BHKW
      BHKW-Consult
    • GM1967 schrieb:

      maxnicks schrieb:

      Leider liegt vielen BHKW-Herstellern mehr daran, ihre Teile zu verkaufen
      Naja, aber auch einige der Vertreiber. Und Messungen sowie Berechnungen im Objekt kosten Geld, das macht keiner ohne Rechnung.
      Wenn ein Kunde für ein BHKW mehr als 30.000 € hinblättern muss, ist eine (hoffentlich seriöse) Beratung bereits eingepreist. In anderen Branchen wird das als Akquiseaufwand verbucht. Und sollte der Beratungsaufwand wirklich so exorbitant hoch sein (was ich nicht nachvollziehen kann), könnte der Anbieter ja immer noch eine Pro-Forma Rechnung stellen, die beim Kauf einer entsprechenden Anlage als Gutschrift verbucht wird.

      Aber, Hand auf's Herz: Nur die wenigsten Verkäufer haben den Mut, einem Interessenten auch mal zu sagen, dass sich ein BHKW für ihn nicht lohnt (weil er z. B. einen zu geringen Eigenstromverbrauch hat oder die erzeugte Wärme nicht los wird). Was aber ziemlich kurzsichtig ist. Denn die Statistik besagt "Gute Erfahrungen werden dreimal weiter gegeben, schlechte Erfahrungen hingegen elf mal."
    • maxnicks schrieb:

      Wenn ein Kunde für ein BHKW mehr als 30.000 € hinblättern muss, ist eine (hoffentlich seriöse) Beratung bereits eingepreist. In anderen Branchen wird das als Akquiseaufwand verbucht. Und sollte der Beratungsaufwand wirklich so exorbitant hoch sein (was ich nicht nachvollziehen kann), könnte der Anbieter ja immer noch eine Pro-Forma Rechnung stellen, die beim Kauf einer entsprechenden Anlage als Gutschrift verbucht wird.

      Aber, Hand auf's Herz: Nur die wenigsten Verkäufer haben den Mut, einem Interessenten auch mal zu sagen, dass sich ein BHKW für ihn nicht lohnt (weil er z. B. einen zu geringen Eigenstromverbrauch hat oder die erzeugte Wärme nicht los wird). Was aber ziemlich kurzsichtig ist. Denn die Statistik besagt "Gute Erfahrungen werden dreimal weiter gegeben, schlechte Erfahrungen hingegen elf mal."
      Es hat nichts mit Mut zu tun, Kunden offen zu sagen, wenn sich ein BHKW nicht lohnt. BHKW sind die transparenteste Sache, die ich kenne... Nach einem Jahr liegen ohne Wenn und Aber die Karten auf dem Tisch....

      Der Beratungsaufwand ist unterschiedlich, wenn man die Sache vernünftig angehen will, muss man u. a. den elektrischen Lastgang analysieren etc. Die Kunden wollen ein Angebot zum Festpreis, ist nachvollziehbar. Deswegen machen wir es so, dass wir für unser geistiges Eigentum eine kleine Pauschale nehmen, die wir dann im Auftragsfall verrechnen. Außerdem garantieren wir in jedem Objekt, wo wir ein BHKW für sinnvoll halten, eine jährliche Strommenge, die das BHKW produziert.

      Leider haben andere jedoch in den vergangenen Jahren ("Heizen für umsonst etc.) viel verbrannte Erde hinterlassen.....
      Thomas Deus
      -Geschäftsführer-

      Fa. GO BHKW GmbH
      Trinenkamp 50, 45889 Gelsenkirchen
      www.go-bhkw.de