Keine Reparatur und keine Gewährleistung von EC Power, ein Erfahrungsbericht

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    • Keine Reparatur und keine Gewährleistung von EC Power, ein Erfahrungsbericht

      Hallo miteinander,

      Wir haben gerade massive Probleme mit unserem XRGI 6, und der Behebung einer aufgetretenen Störung. Daher möchte ich euch diesen Fall schildern und eine Diskussion anstoßen.

      Kurz zur Geschichte:
      Wir haben Ende 2013 ein XRGI 6 über den EC Power Premiumpartner Energypoint bei uns installiert. Damit versorgen wir unsere Bürogebäude mit Strom und Wärme und liefern zusätzlich Wärme an ein Nachbargebäude. Der BHKW-Betrieb wird von uns seit Inbetriebnahme kontinuierlich überwacht. Der erforderliche technische Service (Wartung) kommt von Energypoint.

      In Kürze die aktuelle Situation:
      Am 12.11. ging das BHKW mit der Fehlermeldung "130, MAX KRAFTSTOFF POS" auf Störung. Wir haben den Fehler bei Energypoint angezeigt und am 16.11. kam von dort der Mechaniker. Er tauschte das MAG und bemühte sich insgesamt weitere 7 h des BHKW wieder in Betrieb zu setzen. Dabei tauschte eine Reihe von Modulen ohne jedoch die wirkliche Ursache der Störung herauszufinden. Letztendlich meinte er, dass wohl der Step-Motor getauscht werden müsse, dann wäre das Problem behoben. Diesen Motor hätte er jedoch nicht dabei.

      Am 24.11. teilte uns dann Energypoint mit, dass sie in der Lösungsfindung doch nicht weiterkommen. Deshalb wird EC Power Deutschland eingeschaltet. Am 12.12. kommt von dort ein Monteur. Auch dieser tauscht den ganzen Tag sämtliche Module, kann das BHKW aber nicht reparieren. Es muss wohl ein Techniker direkt vom Hersteller aus Dänemark kommen.
      Kurz darauf bekommen wir dann von Energypoint auch einen Kostenvoranschlag für die drei Serviceaufträge von 1300 + 2000 + 3500 €, wovon wir 50 % (=3400€) per Vorkasse leisten sollen, ansonsten wird der Termin des Technikers aus Dänemark abgesagt.

      Parallel zu diesem Vorgang nahmen wir Kontakt zu EC-Power direkt auf. Wir machten unseren Standpunkt deutlich, dass es sich um einen Gewährleistungsfall handelt. Dies begründet durch die Tatsache dass die durch EC-Power zertifizierten Servicebetriebe nicht in der Lage sind die Störung zu beheben, es sich somit um einen verdeckten Mangel handelt der in jedem Fall durch die Gewährleistung gedeckt ist. Mit dem Verweis, dass EC-Power hier nicht zuständig ist, da wir keine direkte Geschäftsverbindung haben, wurden wir eiskalt abgespeist und an Energypoint zurückverwiesen. Wer denn, als der Hersteller müsste doch über sein Produkt Bescheid wissen und uns helfen können?

      Letztendlich steht das BHKW jetzt seit 6 Wochen. Wir haben die Betriebsausfallkosten, es waren zwei zertifizierte Kundendienstmonteure erfolglos Vorort und wir wissen noch nicht mal mit Sicherheit, wo der Schaden liegt, geschweige denn welche Kosten für die Reparatur uns entstehen werden, da wir von EC-Power bisher keine Aussage zur Gewährleistung haben, nur von Energypoint, dass voraussichtlich 6800€ anfallen werden, Ende offen.
      Wie lange der weitere Ausfall noch dauert ist vollkommen unklar. Für Anfang Januar ist nun ein Techniker von EC Power Dänemark bei uns Vorort zugesagt.

      Unser Standpunkt:
      Für einen Schaden, den weder der zertifizierte Servicepartner noch der eigene lokale Kundendienstmonteur beheben kann, fällt unter Gewährleistung. Es kann doch nicht der Kunde für einen bisher nicht identifizierbaren Schaden in vollem Umfang zahlen müssen. Wir hatten uns beim Kauf des BHKWs bewusst für EC-Power entschieden, nicht zuletzt wegen der durch den Hersteller propagierten hohen Wirtschaftlichkeit. Die nun im Raum stehenden 6.800 € für eine Reparatur sprengen jedoch jegliche Wirtschaftlichkeitsrechnung. Dabei ist ja noch nicht mal klar, ob das das Ende der Fahnenstange ist!

      Laut Energypoint lehnt EC Power seit einem Jahr jegliche Gewährleistungsanfragen ab. Alles was nach einem halben Jahr nach Inbetriebnahme defekt geht, liegt in der Nachweispflicht des Kunden – was ohne einen Fachgutachter mit entsprechenden Kosten wohl de fakto kaum möglich sein wird. In der After Sales Broschüre schreibt EC Power:
      „Ein XRGI® ist Kraft-Wärme-Kopplung auf dem Stand der Technik.
      Jede XRGI® -Anlage ist für lange Laufzeiten und Wartungsintervalle gebaut. Darum geben wir auf alle Geräte, die nach dem 17.11.2011 gekauft wurden, eine Gewährleistung von 5 Jahren.“
      Dieser Leitsatz wird derzeit scheinbar aber nicht umgesetzt. Kundenfreundlich sieht anders aus.

      Bei unseren bisherigen Anfragen an EC Power in Dänemark wird immer nur auf den Servicepartner verwiesen. Dieser jedoch wird mit Gewährleistungsanzeigen von seinem Hersteller im Regen stehen gelassen. Wir, der Kunde, das letzte Glied in der Kette, müssen uns massiv mit Problemen herumschlagen die nicht unsere sind.
      Wir sind auf jeden Fall massivst verärgert über diese Geschäftsgebaren des selbsternannten Marktführers und über die ‚ping-pong‘ Bearbeitung unseres Falls zu unseren Lasten.

      Zitat aus der After Sales Broschüre von EC Power:
      „Auch nach dem Kauf können Sie sich auf ein umfassendes Leistungsspektrum und erstklassigen Service von EC POWER
      verlassen. Sie werden von einem persönlichen Ansprechpartner betreut und erhalten alle Leistungen, die Sie von einem modernen Dienstleister erwarten können.“

      Sind wir hier ein Einzelfall, oder haben andere Anlagenbetreiber ähnliche Probleme?
      Wir werden euch auf jeden Fall auf dem Laufenden halten.


      Grüße
      CTWe
      CTWe GmbH
      Kirchenstraße 13
      91239 Henfenfeld
    • Hallo CTWe,

      seltsam ist, dass bei Dir im Nick steht, dass Du ein BHKW von KW-Energie betreibst, aber egal...

      Zum Sachverhalt kann ich sagen, dass uns in den letzten 6 Monaten etliche ähnliche Fälle zu Ohren gekommen sind. Dies ist für die Betreiber unschön und man findet hier nur schwer eine Lösung.

      Glaub es oder nicht, aber ECpower ist hier rechtlich auf der sicheren Seite, ob dies dann Werbung für das Unternehmen ist und ob dies dann dazu beiträgt, dass man in Zukunft weitere Anlage verkauft, sei mal dahingestellt...

      Dein einziger Vertragspartner ist die Fa. energypoint, entscheidend ist, welche Garantien/Gewährleistungen zwischen Euch beiden vereinbart wurden. Ob ECpower jetzt 5 Jahre Gewährleistung gibt oder 7 Monate oder 100 Jahre, ist wurscht, denn Du hast keinerlei Vertragsverhältnis zu ECpower.


      CTWe schrieb:

      Wir machten unseren Standpunkt deutlich, dass es sich um einen Gewährleistungsfall handelt. Dies begründet durch die Tatsache dass die durch EC-Power zertifizierten Servicebetriebe nicht in der Lage sind die Störung zu beheben, es sich somit um einen verdeckten Mangel handelt der in jedem Fall durch die Gewährleistung gedeckt ist. Mit dem Verweis, dass EC-Power hier nicht zuständig ist, da wir keine direkte Geschäftsverbindung haben, wurden wir eiskalt abgespeist und an Energypoint zurückverwiesen
      Sicher nicht die feine englische Art, aber juristisch einwandfrei. Die Tatsache, dass der Servicepartner nach 3 Jahren Laufzeit nicht in der Lage ist, die Maschine zu reparieren, ist keinerlei Indiz für einen Mangel, der von Anfang an bestanden hat. Im Gegenteil ist die Maschine ja 3 Jahre gelaufen....


      CTWe schrieb:

      Für einen Schaden, den weder der zertifizierte Servicepartner noch der eigene lokale Kundendienstmonteur beheben kann, fällt unter Gewährleistung. Es kann doch nicht der Kunde für einen bisher nicht identifizierbaren Schaden in vollem Umfang zahlen müssen. Wir hatten uns beim Kauf des BHKWs bewusst für EC-Power entschieden, nicht zuletzt wegen der durch den Hersteller propagierten hohen Wirtschaftlichkeit. Die nun im Raum stehenden 6.800 € für eine Reparatur sprengen jedoch jegliche Wirtschaftlichkeitsrechnung. Dabei ist ja noch nicht mal klar, ob das das Ende der Fahnenstange ist!
      Man hätte dies durch einen Vollwartungsvertrag vermeiden können, wieso habt Ihr keinen abgeschlossen?

      Die Nummer mit den 5 Jahren Gewährleistung ist eben ein cleverer Marketingschachzug, oftmals verwechselt der Kunde Garantie und Gewährleistung. Bei 5 Jahren Garantie würde ich auch keinen VOWA abschließen, bei 5 Jahren Gewährleistung jedoch in jedem Fall, denn wie soll ein normaler Mensch nach 3 Jahren nachweisen, dass der nunmehr vorliegende Mangel bereits bei Auslieferung bestanden hat?


      CTWe schrieb:

      Alles was nach einem halben Jahr nach Inbetriebnahme defekt geht, liegt in der Nachweispflicht des Kunden – was ohne einen Fachgutachter mit entsprechenden Kosten wohl de fakto kaum möglich sein wird.
      Das ist wohl leider so und selbst der Fachgutachter wird ein Problem haben, nachzuweisen, dass der Mangel von Anfang an bestanden hat.
      Thomas Deus
      -Geschäftsführer-
      Fa. GO BHKW GmbH
      Trinenkamp 50, 45889 Gelsenkirchen
      www.go-bhkw.de
    • Ich verstehe überhaupt nicht, warum E-POWER mit seinen Kunden auf eine so undurchsichtige Weise umgeht und auch die Gewährleistung "Umgeht". Wir haben selbst ein EC-POWER BHKW (XRGI15) und kämpfen seit 2011 um einen vernünftigen Service. Schau Dir mal unsere Geschichte an:

      HILFE - KEIN SERVICE MEHR FÜR XRGI15 von EC-POWER?
      oder
      Was ist los mit EC-Power - Ersatzteil-Lieferprobleme
      oder

      Endabnahme Unserer Neuen Bhkw Heizanlage - Müssen Wir Das Akzeptieren? Ist Das So Ok? Viele Fragen Dazu...



      Zum Thema Wartungsvertrag bei EC-POWER kann ich sagen, dass der Hersteller persönlich mir geschrieben hat, dass Einzelservice nicht möglich ist. Man muss also einen Wartungsvertrag abscghließen. Der Haken beim Wartungsvertrag ist aber erheblich: man bezahlt nämlich während der Laufzeit so viel, dass am Ende das Nachfolge-BHKW bereits mitbezahlt ist. Ein Ausstieg aus EC-POWER bei Nichtgefallen ist somit nur möglich, wenn man auf das dann entstandene Guthaben von ca. 30.000,- Euro bzw. auf den Gegenwert des Austauschgerätes (in meinem Falle) verzichtet.

      Ich finde, das ist ein Knebelvertrag. Es muss möglich sein, die Firma zu wechseln, ohne dass man bereits im Voraus das neue Gerät kauft und sich damit festlegen muss.

      Was E-POWER angeht: ja, die Geräte sind schon gut - aber bei uns ist inzwischen so vieles marode, rostig, undicht, porös (Fotos vorhanden), sodass eine ganze Menge ausgetauscht werden musste.
      Auch der Stepmotor scheint keine so große Lebendauer zu haben, weil unserer in zwei Teile zerbrochen ist (auch davon haben wir natürlich Fotos angefertigt.

      Mein Vorschlag an EC-POWER: kümmert Euch bitte um diesen Fall und natürlich gerne auch um unseren. Das Kind ist zwar schon in den Brunnen gefallen aber man kann ja auch Dinge hinter sich lassen. Dazu ehört aber eine klare Stelungnahme von E-Power, dass Kunden unbedingt zuvorkommend behandelt werden.

      Eigentlich doch eine Selbstverständlichkeit - oder?
      Bin gespannt auf den Fortgang Eurer Story.

      Liebe Grüße, Solarcampus
    • Hallo Hans_Dampf und SOLARCAMPUS,

      Vielen Dank für die Antworten.
      Kurz zur Klärung: Wir betreiben sowohl Anlagen von KW-Energie, als auch EC-Power. Es wird aber nur die eine Anlage im Profil aufgeführt.


      Hans_Dampf schrieb:

      Glaub es oder nicht, aber ECpower ist hier rechtlich auf der sicheren Seite, ob dies dann Werbung für das Unternehmen ist und ob dies dann dazu beiträgt, dass man in Zukunft weitere Anlage verkauft, sei mal dahingestellt...
      Ich teile hier deine Meinung. Das kann man als EC Power schon so machen. Ist aber eben nicht das, was der Kunde sich beim Kauf vorstellt und da der Kunde beim Kauf neben den Versprechungen in der Verkaufsunterlage ein umfassendes Meinungsbild haben soll, gibt es ja dieses Forum um sich zu informieren.


      Hans_Dampf schrieb:

      Dein einziger Vertragspartner ist die Fa. energypoint, entscheidend ist, welche Garantien/Gewährleistungen zwischen Euch beiden vereinbart wurden. Ob ECpower jetzt 5 Jahre Gewährleistung gibt oder 7 Monate oder 100 Jahre, ist wurscht, denn Du hast keinerlei Vertragsverhältnis zu ECpower.
      Das ist richtig so. Aber unser Vertragspartner wird seine Kosten ja in irgendeiner Form an uns durchstellen, wenn er vom Hersteller eine Rechnung bekommt.

      Die Frage, warum man keinen Vollwartungsvertrag abgeschlossen hat ist berechtigt. Es wurden Für und Wider abgewogen und letztendlich hat man sich so entschieden. Diese Entscheidung kann man nun natürlich in Frage stellen.

      Ich bin gespannt wie das weiter geht.
      Grüße CTWe
      CTWe GmbH
      Kirchenstraße 13
      91239 Henfenfeld

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von CTWe ()

    • Das mit den Kosten eines Vollwartungsvertrags siehst du falsch.
      Ein wartungsvertrag für BHKW gilt für eine gewisse Zeitspanne oder ein Betriebsstundenkontingent oder für die Lebensdauer eines BHKWs.
      Beim Vollwartungsvertrag werden keine weiteren Kosten ausser den im Vertag genannten Kosten entstehen, Reparaturen, von der keinsten Schraube bis zum Tauschmotor, sind enthalten. Für die notwendigen Reparaturen sowie die wartungen müssen eben Rücklagen gebildet werden.
      Der Servicepartner übernimmt dein Betreiberrisiko (Kosten durch Defekte), das lässt er sich natürlich bezahlen und er muß Rücklagen bilden.
      Du andererseits kannst mit einem festen Kostensatz rechnen und hast kein Risko hinsichtlich zusätzlicher Reparaturkosten.
      Das ist der Unterschied zwischen Vollwartungsvertrag ( Alle Kosten enthalten)
      oder Teilwartungsvertrag (nur Wartung, Reparaturen werden extra berechnet).

      Wichtig dabei noch, wo die Gültigkeit des Vertrags an der Anlage selbst endet. Mal als ganz übertriebenes Beispiel: der undichte Heizkörper zählt sicher nicht dazu.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von GM1967 ()

    • Hi,

      nur kurz, aber ich muss etwas zum Thema Wartung sagen, da anscheinend eigne hier falsche Infos weitergeben. ;(

      Der Begriff der "Wartung" ist weder im BGB noch in der VOB/B einheitlich definiert oder abgegrenzt. Oft gibt es Vermischungen wenn von Inspektion, Instandhaltung, etc. 8o

      Der VDMA hat für BHKWs die Wartungsumfänge klar definiert. leider ist es so das viele Anbieter von BHKW-Anlagen (gerade viele im Mirco Segment) ihre höchst eigenen Definitionen in Verträge packen. Dies macht Wartungsverträge von verschiedenen BHKW Herstellern nicht vergleichbar. X(

      Schau mal hier: amev-online.de/AMEVInhalt/Betr…agsmuster/Wartung%202014/


      Grüsse :P
      Seit 31.Jahren beschäftige ich mich mit BHKW-Anlagen von 50 kW bis 6 MW und dies weltweit...
    • Hallo miteinander,

      Entschuldigt, dass wir uns jetzt erst wieder melden.
      Kurz geschildert, was seither passiert ist:

      Der Monteur von EC Power war Anfang Januar vor Ort. Er hat festgestellt, dass der Abgasgegendruck viel zu hoch ist und der Abgaswärmetauscher (AGWT) getauscht werden muss. Dies ist bisher nicht aufgefallen, weil der Sensor überbrückt wurde. Nach Recherche geschah dies vor etwa. 1,5 Jahren auf telefonische Anweisung des Wartungsanbieters . Der Abgasdruckwächter sollte dann bei der nächsten Wartung (ist schon erfolgt) mit getauscht werden, was letztendlich vermutlich vergessen wurde.

      Ende Januar kommt dann Energypoint unser zuständiger Wartungspartner mit zwei Mann. Die Messung des Abgasgegendrucks wurde nachvollzogen, mit dem selben Ergebnis. Daraufhin wurde der AGWT und der Gummmischlauch danach getauscht . Am AGWT war die Seite des Katalysators komplett frei. Auf der kalten Seite gab es jedoch massive gelbliche, bröckelige Anbackungen, ebenso im Schlauch. (Bilder siehe am Ende)

      Der AGWT wird bei EC Power jetzt aufgschnitten und analysiert. Ich denke die Verhandlungen "Wer-zahlt-was?" werden sich hier noch länger ziehen.

      Frage an die Runde, gab es bei anderen Anlagen schon ähnliche Probleme mit zugesetzten AGWT?
      Ich vermute, dass die feineren Kanäle im inneren ja noch deutlich stärker betroffen sind. Um was könnte es sich handeln?

      Die gelbliche Färbung deutet womöglich auf Schwefel hin. Kann das sein, dass im öffentlichen Erdgasnetz soviel Schwefel vorhanden ist?

      Was ich mich auch Frage, warum 2 geschulte Wartungskräfte vorher alles versucht haben, jedoch den erhöhten Abgasgegedruck nicht festgestellt haben? Der überbrückte Sensor müsste doch auch einen "falschen" Wert liefern, der in der Steuerung auffällt.

      Vielen Dank für die Diskussion.
      Grüße
      CTWe

      CTWe GmbH
      Kirchenstraße 13
      91239 Henfenfeld
    • Michael Gülck schrieb:

      Hi,

      wie hoch war der Ölverbrauch und welches Öl wurde verwendet?

      Hallo Herr Gülck,
      Danke für die Nachfrage.
      Leider kann ich keine konkrete Auskunft geben, da das komplett der Servicepartner übernommen hat.
      Was ich Ihnen sagen kann ist, dass im November 2015 nach ca. 10.000 Betriebsstunden die erste Wartung durchgeführt wurde. Im Protokoll wurde hier "Motoröl erneuern" angekreuzt. Daher gehe ich von einer vorschriftsgemäßen Wartung in diesem Punkt aus.
      Aber danke für Ihren Hinweis, hier kann man einhaken.

      Ich bin davon ausgegangen, dass moderne Motoröle hochlegiert und quasi schwefelfrei sind. Ist die Verkrustung gerade in dieser Menge durch das (falsche) Motoröl denkbar?

      Mit freundlichen Grüßen
      CTWe
      CTWe GmbH
      Kirchenstraße 13
      91239 Henfenfeld
    • Moin,

      sind die Ablagerungen auf der Wasser- oder der Abgasseite ??

      Wenn auf der Abgasseite könnten es Verbrennungsrückstände vom Motoröl sein die aber dort nicht hin gehören -> Motor defekt

      Wenn auf der Wasserseite ( Sekundärkreis ?? ) könnte es tatsächlich an nicht VDI konformen Wasser liegen.

      Grüße
      Pöl BHKW Tiger †
      Pöl BHKW Raptor †
      Ecopower 1.0
      Solarthermie 27m² Heat-Pipe-Röhren
      PV Anlage 1,8kWp Solarmax 2000C 15xKaneka k120
    • alikante schrieb:

      Moin,

      sind die Ablagerungen auf der Wasser- oder der Abgasseite ??

      Wenn auf der Abgasseite könnten es Verbrennungsrückstände vom Motoröl sein die aber dort nicht hin gehören -> Motor defekt
      Das ist die Abgasseite.
      Haltet ihr es denn für realistisch, dass in 3 Betriebsjahren allein durch das Motoröl Ablagerungen in dem Maßstab entstehen können?

      Grüße
      CTWe
      CTWe GmbH
      Kirchenstraße 13
      91239 Henfenfeld
    • Es kann sich auch um Kondensatrückstände handeln. Rückstände vom Öl können unabhängig von den drei Jahren entstehen, wenn z. B. bei der Wartung zuviel Öl eingefüllt wurde, dies kann man aber auch an den Zündkerzen sehen...

      Losgelöst davon solltest Du checken, ob VDI2035-konformes Wasser in der Anlage ist
      Thomas Deus
      -Geschäftsführer-
      Fa. GO BHKW GmbH
      Trinenkamp 50, 45889 Gelsenkirchen
      www.go-bhkw.de
    • Moin,

      Hans_Dampf schrieb:

      Es kann sich auch um Kondensatrückstände handeln.
      kann auch gut sein. Ist das ein Brennwerttauscher und liegt der zugesetzte Abgang evt. so tief das dort immer Wasser - und alles was drin gelöst ist - stehenbleibt ?? Dann wächst der mit der Zeit zu.

      Grüße
      Pöl BHKW Tiger †
      Pöl BHKW Raptor †
      Ecopower 1.0
      Solarthermie 27m² Heat-Pipe-Röhren
      PV Anlage 1,8kWp Solarmax 2000C 15xKaneka k120
    • @CTWe

      Hallo, hatte wehen der Ölsorte gefragt da ich diesen Problem auf einer anderen Anlagen gesehen hatte. Bilder sind sehr ähnlich. Da wurde ein Öl eingesetzt mit einem zu hohen Sulfatasche-Gehalt. Die Sulfatasche lagert sich dann im AWT und CAT ab.

      Unbedingt ein Öl verwenden mit Sulfatasche < 0,6%.

      Gruss, MG
      Seit 31.Jahren beschäftige ich mich mit BHKW-Anlagen von 50 kW bis 6 MW und dies weltweit...
    • Hallo,

      habe mit großem Interesse eure Erfahrungsberichte gelesen und nur noch den Kopf geschüttelt, dass es euch auch so ergangen ist wie mir. Nachdem auch mir keiner mehr helfen konnte, und auch der Service-Techniker sagte: „Ich weiß jetzt nicht mehr weiter“, musste ich mir letztlich selber helfen und habe mich daher in EC-Power eingearbeitet.

      Zur Vorgeschichte: Die Anlage lief vier Jahre nahezu auf Volllast ohne Störungen dann kam „Fehler 130“. Die Philosophie von EC-Power mit dem 10.000 Betriebsstunden-Model das sogenannte „Sorglospaket“ zu haben, dass in dieser Zeit kein Aufwand für den Anlagenbetreiber anfällt stimmt so nicht. Was nicht im Service-Umfang von EC-Power ist, liegt daran, dass die Fehler konstruktions- und nicht verschleißbedingt sind. Die Anlage baut einen Unterdruck am Ventildeckel über den Ölseparator-Schlauch auf und minimale Ölmengen laufen dabei in den Luftfilter, von diesem anschließend in den Brennraum. Das wiederum führt zur Verschmutzung von Vakuum-Filter und -Fühler und somit zu besagten Schwefelablagerungen im AGWT der letztlich verstopft.Bei einem heißen Sommer wie 2018 kommt dazu, dass die Anlage 50 Prozent gedrosselt werden musste, was zu einer noch größeren Ölverschmutzung in der Brennkammer führt.

      Es kam der Servicetechniker und prüfte beim ersten Besuch:

      • Funktionsprüfung Magnetspule auf Wirkung für Gaszufuhr
      • Vorfilter für die Gaszufuhr
      • Abgaswärmetauscher
      • Katalysator

      Dabei stellte er eine komplette Verkrustung mit Schwefel am AGWT fest und fotografierte diesen. Komplette Verstopfung. Mögliche Ursache Biogaseinspeisung durch die Stadtwerke. Die Verschmutzung des AGWT ist so massiv, dass er getauscht werden muss, weil eine Reinigung nicht möglich.BHKW steht weiter, weil neuer AGWT bestellt werden muss.

      Habe dann den verschmutzten AGWT selber ausgebaut und gereinigt und nahezu in einen Neuzustand versetzt. Auch durch den gereinigten AGWT kein Start des BHWK möglich.

      Der Techniker kam zum zweiten Besuch:

      • Venturi-Einheit ausgebaut und gereinigt
      • Abgas Gegendruck geprüft und neue Venturi-Einheit bestellt

      BHKW konnte wieder nicht gestartet werden.

      Der Techniker kam zum dritten Besuch:

      • Neue Venturi-Einheit eingebaut

      BHWK lässt sich starten und läuft etwa 6 Stunden und geht dann wieder auf „Fehler 130“. Techniker kann sich nicht erklären warum. Damit war für mich der Punkt erreicht, mich selber in die Thematik Toyota Gasmotor einzuarbeiten und zeige euch nachfolgend, wie man so eine effiziente Anlage streßfrei betreiben kann:

      Ich ging daher wie folgt vor:

      • Die Ursache für die Ölverschmutzung in der Brennkammer abstellen durch Einbau eines Ölabscheiders mit Schauglas. Sichtbare kontinuierliche Ölverschmutzung erkennbar und somit auch abstellbar.
      • Reinigung des Luftfiltergehäuses, hierzu eignet sich am besten Bremsenreiniger. Einbau eines neuen Vakuumfilters und –Fühler, da diese ebenfalls völlig ölverschmutzt waren.
      • Reinigung des AGWT, Reinigung der Venturi-Einheit.
      • Einbau eines Trabold-Filters®. Durch dieses System soll der Verschleiß und eventuell bereits entstandene Schäden in der Brennkammer vorgebeugt werden.
      • Minderung des Abgasgegendrucks durch den Einbau eines Tangentiallüfters mit Kondensat-Abscheider auf der Abgasseite.

      Fazit: Der Motor des BHKW’s läuft seitdem wieder wie im Auslieferungszustand absolut ruhig und vibrationsfrei!

      Der Erfolg bietet sich meist denen, die kühn handeln; nicht denen, die alles wägen und nichts wagen wollen. ;-_ ;-_ ;-_
    • Hallo und Danke für den ausführlichen Bericht,

      die beiden letzten Punkte interessieren mich besonders.

      Ein Trabold Filter ist in der Regel als Nebenstromfilter für die Reinigung des Motoröles zuständig, wie kann er Schäden in der Brennerkammer ( ist der Zylinder gemeint ?? ) vorbeugen ??

      Was sagt der Schornsteinfeger zum Lüfter ( Saugzuggebläse ?? ) im Abgassystem ??

      Grüße
      Pöl BHKW Tiger †
      Pöl BHKW Raptor †
      Ecopower 1.0
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