Bluegen: Meine Berichte zu Planung und Betrieb

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    • lotter23 schrieb:

      Hätte mal eine Frage ! würde gerne mal den Verbrauch und erzeugten Strom und Wärme pro Stunde wissen !
      Gruß
      Du hast doch die Tabelle mit allen Daten.
      Der Rest ist Dreisatz.
      Aber eins kann ich sagen, Strom ist immer exakt 1,5kWh pro Stunde.
      Wärme ist bei mir im Schnitt 0,37kWh, aber meine Anlage ist nicht ideal, für die Wärmenutzung.
      Gas ist rund 2,8kWh.
      22 kWp Anlage
      2x STP 9000TL-20
      1x SB 4000TL-21
      Seit Februar 2014 mit dem schönsten Solarstromspeicher, einem Tesla Model S :love:
      Mit ecoBATT47 Speicher von ecopowerprofi (47 kWh nutzbar) 1x SI 6.0h-11
      Seit dem 09.03.17 ergänzt mit dem BlueGEN :thumbsup:

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von KaJu74 ()

    • Hallo,

      Ich habe mit viel Freude diese Beiträge gelesen und stelle mir nun die Frage, würde das blueGen System auch zu meinen Anforderungen passen.

      Jetzt wird es aber bisschen OFFTOPIC.


      Wir planen ein Einfamilienhaus. Heizungstyp offen, Gasanschluss liegt am Grundstück.
      Da meiner Meinung nach Strom immer wichtiger wird und die Autos (wie KaJu ja schon hat) auch in absehbarer Zeit mit Strom gentileren werden, möchte ich zukunftsorientiert investieren.
      Zu meinen Gedanken. Das Haus wird vermutlich 3-4t AlltagsstromStrom kWh verbrauchen.
      Warmwasser wird als Abfall zur Verfügung gestellt. Ebenso hat man einen deutlichen Überschuss an Strom als „Abfall“ zur Einspeisung oder Nutzung. Wenn ich die Heizung jetzt als IR auslege und das Brauchwasser mit Strom unterstütze, schraube ich meinen Bedarf nach oben.

      (Momentan in der Wohnung haben wir etwa 350kwh Verbrauch mit Durchlauferhitzern)

      Wenn man jetzt den überflüssigen Strom nutzt, um das Brauchwasser zu erwärmen oder sogar gleich mit Durchlauferhitzern arbeitet, (hat man noch weniger Verlegeaufwand) kommt man vielleicht auf 5t kWh.
      Zusätzlich die IR Heizung und man Nutz den Strom eventuell zu 80% im Winter aus. Müsste man mal durchrechnen was an Wärmebedarf im Haus dann ansteht.
      Alternativ über Fußbodenheizung und Lüftungsanlage um die Heizung wieder über Fußbodenheizung, um den Wärmebedarf zu reduzieren.

      Am Ende würde eine Rechnung für Gasverbrauch von etwa 1000€ + 600€ VoWa stehen, Strom wäre eigentlich komplett gedeckt, kleine Spitzen vielleicht nicht, und damit wären alle Strom und Heizkosten abgebacken. Am Ende würde vermutlich noch etwas eingespeist aber das Lassen wir mal untern Tisch fallen fürn Anfang.

      Dem gegenüber steht im konventionellen System
      1000€ Strom
      800€ Gas
      300€ Wartung


      Habe ich einen Deckfehler oder bin ich auf dem richtigen Wege? Müsste natürlich alles nochmal genauer angeschaut werden.

      Bin auf eure Meinungen gespannt.

      VG
    • Klasse Idee, ich plane gerade einen Neubau für einen Kunden, sind allerdings 600m², aber der bekommt 2 BSZ....

      Komisch, dass ich noch nicht drauf gekommen bin.... eventuell deshalb, weil man eben bei einer BSZ 1,5 kW hat.... und mit 1,5 kW kommt man nich sooo irre weit, auch in einem Neubau nicht.

      Demzufolge wird das nix mit Infrarotheizung und BSZ.

      Und mit einem DEH 350 kWh pro Jahr zu verbrauchen, ist entweder ein Rechenfehler oder ein Hygienedefizit.

      Wenn der DEH eine Leistung von 21 kW hat, dann braucht er 21kWh, wenn er eine Stunde läuft... Wenn man dann 5 Minuten duscht, braucht er 1,75 kWh.... Mal Person mal 365....

      Der Gedanke, seinen Strombedarf hochzuschrauben, weil man eine Brennstoffzelle hat und so den Eigenberbrauch zu erhöhen, ist blödsinnig, aber nicht auszurotten. Mathematik wird ignoriert.
      ,
      Thomas Deus
      -Geschäftsführer-
      Fa. GO BHKW GmbH
      Trinenkamp 50, 45889 Gelsenkirchen
      www.go-bhkw.de
    • Ron schrieb:

      Wenn man jetzt den überflüssigen Strom nutzt, um das Brauchwasser zu erwärmen oder sogar gleich mit Durchlauferhitzern arbeitet, (hat man noch weniger Verlegeaufwand) kommt man vielleicht auf 5t kWh.
      Ein Durchlauferhitzer hat eine Anschlussleistung von ca. 18kW!!! elektrisch.
      Ein Infrarotpanel rund 2kW.
      Wieviel bringt nochmal ein BlueGen?
    • Ok da habt ihr natürlich Recht. Die Spizenlast müsste über einen Speicher abgedeckt werden. Aber genau deshalb frage ich ja, weil ich kein Fachmann bin aber Ideen habe

      Wie schaut es dann damit aus :

      Ich gehe mal von einer Grundlast im Haus von 0,4 Kw aus. Vermutlich sogar geringer.

      Abwärme 200L/Tag in einen Pufferspeicher
      Heizung über Fußbodenheizung

      Ob die folgende Idee technisch umsetzbar ist, vermutlich nur Software Anpassung nötig, weiß ich nicht.

      Immer wenn genug Überschuss an elektrischer Leistung von der BZ über ist, sprich keine Waschmaschine läuft oder ähnliches, wird der Pufferspeicher langsam aufgeheizt, elektrisch mit sagen wir 0,5kw. Damit sollte genug Warmwasser für FBH und BW zur Verfügung stehen (davon ausgegangen dass der Puffer groß genug ist)

      Dass eine Batterie das ganze System noch besser vervollständigen würde ist klar. Wie gesagt ich suche nach Lösungen und nicht nach „das geht so nicht“ Antworten

      Danke
    • Hans_Dampf schrieb:

      Der Gedanke, seinen Strombedarf hochzuschrauben, weil man eine Brennstoffzelle hat und so den Eigenberbrauch zu erhöhen, ist blödsinnig, aber nicht auszurotten. Mathematik wird ignoriert.
      So isses.

      Ron, was ich nicht verstehe ist: Warum willst Du mit aller Gewalt überschüssigen Strom aus einer BlueGen in Wärme umwandeln? Am Ende gar auch noch mit dem Umweg über einen Stromspeicher, was nochmals 20% Verluste generiert??

      Von Umweltaspekten abgesehen ist das auch wirtschaftlicher Unsinn. Wenn Du überschüssigen Strom ins Netz einspeist, bekommst Du eine Vergütung von gegenwärtig 5,35 ct/kWh plus vNNE plus 8 ct/kWh KWK-Zulage, zusammen knapp 14 ct/kWh netto. Wenn Du den Strom verbrauchst um damit warmes Wasser zu machen, bekommst Du 4 ct/kWh KWK-Zulage. Die Differenz (knapp 10 ct/kWh) ist das, was Dich die TWW-Bereitung mit "Überschuss-Strom" de facto kostet. Mit dem Umweg über einen Stromspeicher (20% Verlust rein/raus) steigt die Differenz auf ca. 13 ct/kWh, von den Kosten für den Stromspeicher noch ganz abgesehen.

      Würdest Du das TWW stattdessen mit Erdgas (5 ct/kWh brutto) erzeugen, so zahlst Du bei angenommenen 91% Wirkungsgrad (Hs) einer modernen Gastherme - die Du für Dein Haus sowieso als Ergänzung zur BlueGen brauchst - ca. 5,5 ct/kWh brutto, also kaum mehr als die Hälfte.

      Mein Rat wäre: Vergiss den Quatsch mit den Durchlauferhitzern (das ist "Technologie" der 1960er Jahre) und schaff' Dir stattdessen einen Wärmespeicher an, der zumindest in der Lage ist, Deinen TWW-Tagesverbrauch bzw. die Tagesproduktion der BlueGen an Wärme (14,4 kWh) aufzunehmen. Damit solltest Du in den 4-5 Monaten wo nicht geheizt wird den Wärmebedarf für TWW weitgehend aus der BlueGen-Abwärme abdecken können. Die Hausheizung erfolgt sowieso weitgehend über die Gastherme, dafür ist die Abwärme aus der BlueGen viel zu wenig.

      Was den Stromspeicher betrifft: Von den Kosten ganz abgesehen, gibt es kaum ein Anwesen wo ein Stromspeicher so überflüssig ist wie ein Standardhaushalt mit "3-4 tausend kWh Alltagsstrom" Verbrauch und einer BlueGen. Letztere dürfte schon ganz ohne Stromspeicher mehr als 90% des Bedarfs abdecken. Bis Du mit dem bisschen Ersparnis (sieben Jahre lang vielleicht 15 EUR/Jahr, danach 25 EUR/Jahr) den Stromspeicher abbezahlt hast, liegt der längst auf dem Wertstoffhof.

      Mein Rat wäre: Vergiss die Batterie und fahr' für das so eingesparte Geld mit Deiner Familie in Urlaub, das rechnet sich immer noch besser als ein Stromspeicher. Oder schaffe Dir eine PV-Anlage an: Die wird zwar im Parallelbetrieb mit einer BlueGen kaum noch zusätzlich zum Eigenverbrauch beitragen (außer Wasch- und Geschirrspülmaschine laufen im Sommer immer mittags), aber sie erzeugt wenigstens Strom (anstatt ihn zu verbrauchen) und hat eine bei weitem bessere Rendite.
      Viessmann Vitotwin 300-W (1 kWel, 6 kWth) seit 2012

      PV-Anlage 8,45 kWp (65 x Solarworld SW 130poly Ost/Süd/West, SMA 5000 TL und 3000) seit 2010

      Solarthermie 14 qm Flachkollektoren seit 2004 (Vorgänger 8 qm 1979-2003)

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von sailor773 ()

    • Stichwort WW:
      Wir bauen im Moment eine Anlage mit einem BlueGEN und einer WW-Wärmepumpe von Waterkotte, die einen Wärmetauscher hat. Auf diesen legen wir den BlueGEN. Aufnahmeleistung WW-WP 500 Watt... Passt!

      Losgelöst von der rein technisch blödsinnigen Idee eines Durchlauferhitzers und der Tatsache, dass dieser wirklich Technik von 1960 ist, sollte man auch bedenken, dass man mit einem DEH keine 2 Zapfstellen gleichzeitig bedienen kann.
      Thomas Deus
      -Geschäftsführer-
      Fa. GO BHKW GmbH
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      www.go-bhkw.de
    • Hans_Dampf schrieb:

      mit einem BlueGEN und einer WW-Wärmepumpe
      Wie groß ist eigentlich der COP eines Wärmepumpenboilers?
      Ich hab die schon immer wieder mal gesehen, aber reale Betriebsdaten kenne ich nicht.
      Da in der Regel die Raumluft (also ca. 20°) als Wärmequelle dient, ist auch die Spreizung in einem vernünftigen Bereich.
      Fragt sich also nur, wie gut die kleinen Wärmepumpen sind.
    • Etwa ne 3 sollten wir schaffen... da steht ja auch Waterkotte... gibt auch Zaubermaschinen für 40% weniger aus China... die sind aber nach 3 Jahren fritte und haben per se nen schlechten COP...

      Waterkotte ist aber sehr hochwertig... und die bauen die Kiste im Gegensatz zu den meisten anderen auch selber
      Thomas Deus
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    • sailor773 schrieb:

      Wenn Du überschüssigen Strom ins Netz einspeist, bekommst Du eine Vergütung von gegenwärtig 5,35 ct/kWh plus vNNE plus 8 ct/kWh KWK-Zulage, zusammen knapp 14 ct/kWh netto.
      ist das so wirklich richtig? Weil wenn ja, würde es heißen, dass ich 13000kwh produziere, eventuell 3000kwh selbst nutze und 10000kwh einspeise und dafür 1400€ bekomme, mit einem Einsatz von 1000€ für Gas. Besser kann man ja kein Geld produzieren.

      Warum ich gern den Strom nutzen wollen würde: warum soll ich mir noch eine WP kaufen und die Anschaffungskosten von 20t+€ auf mich nehmen, wenn ich doch mit 1000€ Gas alles abdecken könnte. Selbst wenn die DEH Technik alt ist, ist GasBrennwert ja auch. Da kommt ganz einfach wieder die Wirtschaftlichkeit in Betracht. Investition klein halten und laufende Kosten klein halten. „Was ist sinnvoll aus 30 Jahre“ (ja alles fiktiv weil man nicht weiß wie sich die Rohstoffpreise entwickeln)

      Die 1,5 kw die da pro Stunde rauskommen werde ich außer mit kurzen Spizen nie nutzen. Also eventuell einen wärmespeicher aufwärmen über Nacht und dann als Heizkreislauf nutzen. Wie das Wasser aufgewärmt wird ist der Heizung ja egal und dann über Fußbodenheizung verteilen. Dann fällt DEH weg, GasBrennwert aber auch, WP erst recht.

      Wäre das ein besseres Konzept und würde es funzen? Wenn die Einspeisungsvergütung wirklich so hoch ist, dann kann ich auch noch ein Brennwertgerät hinhängen und den Strom einspeisen. Aber was ist dann nach Ablauf des Vergütung (10 oder 20 Jahre?)
    • Bernhard_Konrad schrieb:

      Rein von der Spreizung her müsste eine 5 oder besser drin sein.
      Aber die kleinen Kompressoren sind halt oft sehr billig gemacht, mit Spaltpolmotoren, die aber hohe Verluste machen.
      Ne 5 ist nicht machbar, egal mit welchem Kompressor. Wir haben halt hier eine Zieltemp von etwa 50° WW... Guck Dir mal die Werte in Buchs an... Ne (wirklich erzielte) 3,x ist bei einer WW-Wp sehr gut.


      Ron schrieb:

      ist das so wirklich richtig? Weil wenn ja, würde es heißen, dass ich 13000kwh produziere, eventuell 3000kwh selbst nutze und 10000kwh einspeise und dafür 1400€ bekomme, mit einem Einsatz von 1000€ für Gas. Besser kann man ja kein Geld produzieren.
      Ja, ist so, lässt sich nicht vermeiden


      Ron schrieb:

      Warum ich gern den Strom nutzen wollen würde: warum soll ich mir noch eine WP kaufen und die Anschaffungskosten von 20t+€ a
      Eine WW-WP wie hier von mir erwähnt kostet knapp unter 20.000 Euro... Mal ernsthaft: Fertig installiert liegt die bei etwa 4.000 Euro, wobei wir in dem konkreten Objekt noch den Weinkeller damit kühlen.

      Es scheint uns leider nicht zu gelingen, Dir zu erklären, dass es keinen Sinn macht, den BSZ-Strom in Wärme umzuwandeln und dass es stattdessen besser ist, den überschüssigen Strom einzuspeisen. Das muss Dich aber nicht belasten, denn da bist Du hier nicht der erste...
      Thomas Deus
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    • nicht schlimm. Ich lerne gern dazu.

      WP fertig installiert für 4000€? Du meinst für die Installation?! Plus Gerät für ~ 20

      Sagen wir mal die WP kostet 20t€, macht das rechnen einfacher. Diese benötigt Strom, den von mir selbst produzierten. Da reden wir von etwa 6000kwh, nach Erfahrung von bekannten. 3000 kWh nutze ich selbst von der Bluegen. Bleiben 4000kwh über, die eingespeist werden können.


      Alles vereinfacht mal

      WP 20.000€
      Einspeisung 560€
      Gas 1000€

      Wenn ich den Strom aber umwandel in Wärme, ohne WP

      WP 0€ dafür Heizstab in was auch immer für einer Ausführung 1000€
      Einspeisung 0€
      Gas 1000€

      20 Jahre

      _____________Mit WP_______ ohne WP
      Gas ___________20t€ _________20t€
      Einspeisung ___11200€ _________ 0€
      Anschaffung. ____20t€. _______1000€. Wartung lassen wir mal außen vor


      Gesamtkosten._ 28800€_____. 21000€



      Wie gesagt, alles vereinfacht. Aber bei dieser Rechnung macht die Umwandlung von Strom in Wärme wieder Sinn oder sehe ich das falsch?

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Ron ()

    • Du kannst für ca. 5ct dein Wasser erwärmen mit Gas. Wenn du den Strom Verkaufst bekommst du 10ct mehr als wenn du ihn selbst nutzt. Wieso also teuren Strom verheizen wenn du ihn gut verkaufen kannst und mit GAS zum halben Preis Wasser erwärmen? Pro KW das du nicht mit Strom erwärmst sparst du dir 5ct. Ist also egal wieviel die WP oder der Heizstab kostet, armortisieren wird es sich nie!

      Ich bekomme fürs Einspeisen nur ca. 3ct da sieht die Rechnung anderst aus. Heizstab mit STB Schütz und Sicherungen sollte für 200€ zu haben sein...

      Es ist grundsätzlich so solange du eine Förderung für den Strom bekommst lohnt sich das Verheizen nicht!
    • Der Dachs läuft ;) schrieb:

      Pro KW das du nicht mit Strom erwärmst sparst du dir 5ct. Ist also egal wieviel die WP oder der Heizstab kostet, armortisieren wird es sich nie!
      aber warum siehst du das nur im kleinen Rahmen? Richtig wenn man es nur auf den Strom bezieht habt ihr alle Recht. Aber ich muss ja auch noch andere Anschaffungen machen. WP oder oder oder und die Kosten halt richtig.
      Wenn ich es richtig in Erinnerung habe bekomme ich doch sowieso auch noch Geld für selbst genutzten Strom oder?

      Ja der Strom ist für sich teurer als das Gas aber ich brauche keine Gasheizung mehr und der Verbrauch des Gases bleibt gleich gering.

      Ist denn meine Rechnung falsch? (Ist durch die Forumsformatierung leider bisschen unübersichtlich geworden)

      Kosten auf 20 Jahre bin ich beim Strom verheizen deutlich geringer als WP zB
    • Hans_Dampf schrieb:

      Ne 5 ist nicht machbar, egal mit welchem Kompressor. Wir haben halt hier eine Zieltemp von etwa 50° WW... Guck Dir mal die Werte in Buchs an... Ne (wirklich erzielte) 3,x ist bei einer WW-Wp sehr gut.
      Der Carnot-Grenzwert liegt über 10. Was weniger ist ist gerätetechnisch bedingt.
      Typische WPs sind für einen Weitbereichs-Einsatz optimiert, während der Wärmepumpenboiler mit viel stabileren Randbedingungen arbeitet.
      Also ich wär da mal optimistisch, dass da technisch deutlich mehr möglich wäre.
      Auch die neuen Kühlschrank-Kompressoren sind deutlich effizienter als die alten, die wie erwähnt mit lausigen Spaltpol-Motoren, Kurzschluss-Anlaufwicklung etc. arbeite(te)n.
      Aber danke für die Info, dass momentan 3 der gute Standard ist.

      Ron schrieb:

      Aber bei dieser Rechnung macht die Umwandlung von Strom in Wärme wieder Sinn oder sehe ich das falsch?.

      Also zunächst mal ist es wie mit einem Ferrari zum Pflügen auf den Acker fahren. Irgendwie ist es fast Frevel, so zu kalkulieren.
      Der "Sinn" entsteht bei deiner grob vereinfachten Herangehensweise daraus, dass du Subventionen abgreifst, die für die Entwicklung hocheffizienter Energienutzung gedacht sind.

      Aber im Ernst: Du vergisst, dass dein Wärmebedarf nicht gleichmäßig über das Jahr verteilt anfällt. Mal brauchst du viel, mal nix.
      Unabhängig welches Heizsystem du verwendest. Sommer ist, wenn's heiß ist, Winter, wenn's kalt ist. Und auch das schwankt im Jahresverlauf stark.
      dein (hoch subventionierter) BlueGen (falls Du ihn wirklich kaufst) will aber konstant Strom erzeugen, denn die Abkühl/Aufheizphasen mag er nicht.
      Du hast also fast immer zuviel oder zuwenig Stromerzeugung (weshalb mich die Brennstoffzelle in dieser Form auch wenig überzeugt,
      aber hier geht es ja vorrangig darum, eine Technologie durch Serienfertigung und Einsatz weiter zu entwickeln)

      In die Runde gefragt: Fällt da nicht EEG-Umlage an, wenn der Strom teilweise selbstgenutzt wird? Bei Erzeugung von 1,5kW kommt man über die magischen 10000 kWh.
    • Hab das jetzt nicht vollständig durchgelesen, aber du glaubst doch nicht wirklich das du mit IR Heizung langfristig günstiger kommst? Den meisten Strom musst du teuer beziehen dafür genügt deine Produktion sicher nicht! Da du eh nen Gasanschluss brauchst ist eine Brennwerttherme die günstigste Lösung. Zu welchem Preis kannst du denn den Strom für die IR Heizung beziehen?? WP oder Heizstab arbeiten mit Strom, diese Investition hast du also nur wenn du deinen Strom absolut nicht verkaufen willst! Gastherme und Installation werden sicher nicht mehr kosten als die WP. Falls du den Strom für die IR für 5-6ct bekommst ist es vielleicht günstiger aber dafür laufen dann Kohle und Atomkraftwerke... Gerade dann wenn PV wenig Strom einspeist ist es gut das BHKWs einspeisen, und gerade diesen Strom willst du verheizen?!?! :cursing:
    • Moin Ron,

      reine Warmwasser-Wärmepumpen beziehen die eingesetzte Wärme nicht aus der Umwelt sondern aus dem Haus. Das ist im Sommer OK, und sicher auch sonst, wenn man wie in dem von @Hans_Dampf geschilderten Fall einen Weinkeller kühlen will und die Energiebilanz stimmt. In allen anderen Fällen aber muss acht Monate im Jahr die von der WP "hochtransformierte" Wärme erst z.B. mit einer Gastherme erzeugt werden. Meiner Meinung nach kann man sich diesen Umweg sparen und macht das TWW besser gleich mit Gas. Wenn man bereits eine Bluegen installiert hat und deren Abwärme (nach Temperaturniveau und Wärmeinhalt) für die TWW-Bereitung ausreicht, würde ich es vollends für Unsinn halten, zusätzlich zu der ohnedies für die Hausheizung benötigten Gastherme auch noch Geld für eine TWW-WP auszugeben.

      Eine andere Frage ist, ob es Sinn macht, in deinem Anwesen die neben der BlueGen in jedem Fall erforderliche Zusatzheizung (an Stelle einer Gastherme) mit einer WP zu betreiben. Dazu folgende Abschätzung:

      Ron schrieb:

      Dem gegenüber steht im konventionellen System
      ...
      800€ Gas
      800 € Gas entsprechen bei 5 ct/kWh einem geschätzten Wärmebedarf von 16.000 kWh im Jahr. Angenommen 4.000 kWh davon sind für Warmwasser (und könnten von der Abwärme einer BlueGen abgedeckt werden), bleiben für die Heizung ca. 12.000 kWh. Daraus kann man grob die Heizleistung bei Auslegungstemperatur (-16°C) mit ca. 7 kW abschätzen.

      Sole-Wärmepumpen (L/W würde ich wegen des schlechten Wirkungsgrades auf keinen Fall nehmen) mit einer solchen Heizleistung werden am Markt für ca. 6.000 EUR brutto angeboten. Ich schätze mal, dass für die Installation und insbesondere den Erdkollektor im Garten mindestens noch mal der gleiche Betrag hinzukommt, so dass Du unterm Strich vielleicht bei 12.000 EUR Brutto plus X landest. Dafür kannst Du aber möglicherweise 4000 EUR Förderung bekommen (wobei ein COP von mindestens 4,5 Voraussetzung ist). Fußbodenheizung ist für eine WP grundsätzlich ideal, also besteht eine gewisse Chance, dass Du einen solchen Wert auch in der Praxis wenigstens annähernd erreichst (zumal die mit wesentlich schlechteren COP's arbeitende TWW-Bereitung ja von der Abwärme aus der BlueGen übernommen wird).

      Angenommen Du installierst eine WP mit 7-8 kW Heizleistung, so wird diese bei einem COP von 4,5 etwa 1,8 kW Strom ziehen. Die BlueGen bringt 1,5 kW. Rechnet man, dass Du davon im Mittel etwa 0,4 kW im Haus verbrauchst, bleiben für die WP etwa 1,1 kW übrig, der Rest kommt aus dem Netz. Du kannst also damit rechnen, im Mittel vielleicht 65% des WP-Verbrauchs aus der BlueGen zu decken. Der Strom dafür kostet Dich (wie oben gezeigt) während der 7 Jahre Förderungsdauer etwa 10 ct/kWh, danach etwa 5-6 ct/kWh. Für den Strom aus dem Netz kann man etwa 28 ct/kWh ansetzen (ein spezieller WP-Tarif mit separatem Zähler dürfte sich unter den gegebenen Umständen kaum lohnen). Dann zahlst Du für den in der WP eingesetzten Strom im Mittel anfangs (6,5 + 9,8 =) 16,3 ct/kWh. Mit einem COP von 4,5 werden daraus für die Wärme ca. 3,6 ct/kWh, ab dem achten Jahr ca. 3 ct/kWh. Verbrauchen würdest Du etwa 1.750 kWh BlueGen-Strom und ca. 950 kWh Netzstrom.

      Bei 12.000 kWh Wärmebedarf (ohne den Anteil, der aus der BlueGen kommt) hast Du im Jahr mit der WP ca. 430 € Wärmekosten (ab dem achten Jahr 360 €), mit einer Gastherme ca. 610 €. Ob die Differenz von ca. 180-250 €/a die Mehrkosten einer Wärmepumpe aufwiegt, solltest Du selbst ausrechnen. Auch die voraussichtlichen Wartungs- und Instandhaltungskosten sollten dabei einbezogen werden (300 € im Jahr für eine Gastherme halte ich übrigens für sehr hoch). Angebote würde ich mir jedenfalls für beides - ggf. einschließlich Wartungsvertrag - machen lassen.

      Gruß, Sailor
      Viessmann Vitotwin 300-W (1 kWel, 6 kWth) seit 2012

      PV-Anlage 8,45 kWp (65 x Solarworld SW 130poly Ost/Süd/West, SMA 5000 TL und 3000) seit 2010

      Solarthermie 14 qm Flachkollektoren seit 2004 (Vorgänger 8 qm 1979-2003)
    • Bernhard_Konrad schrieb:

      In die Runde gefragt: Fällt da nicht EEG-Umlage an, wenn der Strom teilweise selbstgenutzt wird? Bei Erzeugung von 1,5kW kommt man über die magischen 10000 kWh.
      Nö. Die magischen 10000 kWh beziehen sich auf den Eigenverbrauch, nicht auf die Erzeugung. Und Ersterer dürfte im vorliegenden Fall selbst dann unter 10.000 kWh liegen, wenn zu den 3-4000 kWh "Alltagsverbrauch" noch eine Heizungs-WP (ca. 1.750 kWh) und ein Elektroauto hinzukommen.
      Viessmann Vitotwin 300-W (1 kWel, 6 kWth) seit 2012

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      Solarthermie 14 qm Flachkollektoren seit 2004 (Vorgänger 8 qm 1979-2003)
    • Ron schrieb:

      WP fertig installiert für 4000€? Du meinst für die Installation?! Plus Gerät für ~ 20
      Die WARMWASSER-WP kostet mit Gerät und Installation um die 4.000 Euro. Das lässt sich so +/. 500 Euro für jedes Objekt sagen. Was eine HEIZUNGS-WP kostet, ist extrem individuell.


      Bernhard_Konrad schrieb:

      Der Carnot-Grenzwert liegt über 10. Was weniger ist ist gerätetechnisch bedingt.
      Typische WPs sind für einen Weitbereichs-Einsatz optimiert
      Bernhard, wichtig ist aber auch, dass (egal welche) die Kiste dauerhaft funktioniert. Ich erinnere mich noch an die Wundertüten der Firma Heliotherm, die mit JAZ (!) >7 geworben haben. Die Anlagen kamen dann aus Österreich nach Deutschland und sind heute auf dem Schrott... CO2-Sonde etc...

      Eine WW-WP mit COP 3,x ist übrigens auch finanzieller Bullshit, wenn man keine eigene Stromerzeugung hat. In dem konkreten Objekt war es eine sehr gute Lösung, eine WW-Wp zu installieren, denn diese nimmt die Wärme des BlueGEN auf, reicht diese nicht (Kunde hat hohen WW-Bedarf), kommt der Strom aus dem BlueGEN und (das war das Hauptkriterium bzw. der finale Grund) die Kiste kühlt auch noch den Weinkeller.

      Ich kann nur immer wieder sagen, dass es DIE Anlage, die für jeden Anwendungsfall passt, nicht gibt.
      Thomas Deus
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