Bluegen bestellt, Berichte folgen, soweit es was zu berichten gibt

    • Wir waren heute auf der Messe in Essen und der Bluegen hat uns absolut überzeugt. Solidpower hat finanziell wie auch technisch wirklich was im Kreuz, deshalb haben wir uns zur Schulung angemeldet und werden die BSZ ab sofort aktiv vermarkten.

      Unsere Erfahrungen mit dem Produkt werde ich dann gerne hier mitteilen.

      Nochmals danke an Karsten, der für mich unser Versuchskaninchen gespielt hat, was ja mit Sicherheit auch nicht sein Schaden war....
      Thomas Deus
      -Geschäftsführer-

      Fa. GO BHKW GmbH
      Trinenkamp 50, 45889 Gelsenkirchen
      www.go-bhkw.de
    • Gerne geschehen.

      Am 13.3. läuft das BlueGEN exakt 1 Jahr.
      Ein paar Tage vorher ist es mit der Aufwärmphase in Betrieb gegangen.
      22 kWp Anlage
      2x STP 9000TL-20
      1x SB 4000TL-21
      Seit Februar 2014 mit dem schönsten Solarstromspeicher, einem Tesla Model S :love:
      Mit ecoBATT47 Speicher von ecopowerprofi (47 kWh nutzbar) 1x SI 6.0h-11
      Seit dem 09.03.17 ergänzt mit dem BlueGEN :thumbsup:
    • So, ich bin aus dem Urlaub vorerst zurück und habe mir jetzt mal meine Daten angeschaut.
      Mir scheint, als würde der Bluegen mehr Gas verbrauchen, als ihm zusteht. In 2017 hatte ich bei 4599 Betriebsstunden einen Verbrauch von 1353 cbm, entspricht laut Lieferant 13001 kWh, macht also 2,827 kw/h. Im Januar hatte ich 234 cbm = 2248 kWh verbraucht, macht sogar über 3 kW.
      Strom wird 1,5 erzeugt, Wärme maximal 0,6. Ist der Rest alles Verlust??
    • Moin,

      im Winter wird das Erdgas mit Flüssiggas "gestreckt" und damit der Heizwert geringer - in der ersten Nachkommastelle. Kuck mal bei Deinem Gasnetzbetreiber auf der Internetseite, er hat die Pflicht das zu veröffentlichen.

      Grüße
      Pöl BHKW Tiger †
      Pöl BHKW Raptor †
      Ecopower 1.0
      Solarthermie 27m² Heat-Pipe-Röhren
      PV Anlage 1,8kWp Solarmax 2000C 15xKaneka k120
    • Freunde, bevor wir uns hier über Gasqualitäten und Zustandszahlen den Kopf zerbrechen: Seht Euch doch mal eine Seite weiter vorne in diesem Thread Karstens letzte Tabelle an. Seine BlueGen hat seit Inbetriebnahme 10.601 kWh Strom und 2.702 kWh Wärme abgegeben und dafür 19.853,47 kWh Gas verbraucht. Das entspricht fast genau 67% Wirkungsgrad bezogen auf den Brennwert. Wenn mich nicht alles täuscht, haben wir das Thema mit Karsten auch schon mal hier durchdiskutiert, deshalb gibt er in seinen Tabellen jetzt jeden Monat das "Soll vs. Ist" an - bei seiner BlueGen im Mittel 113%.

      Warum sie bei BlueGen den Heizwert als Bezugspunkt nehmen, dazu gibt es sicher sehr tiefgründige Überlegungen. Dass 85% Gesamtwirkungsgrad in den Werbe-Flyern einfach besser aussieht als 67%, war zweifellos nur ein Grund unter vielen... :D

      Jedenfalls: NetterVermieter gibt für 2017 einen Gasverbrauch von 2,827 kWh pro Betriebsstunde an. Teilt man das zur Umrechnung auf den Heizwert durch Karstens Mittelwert 1,13 , kommt man auf 2,502 kWh Gasverbrauch (Heizwert) pro Betriebsstunde. Das ist fast genau der Wert, der in den technischen Daten von BlueGen angegeben wird (2,51 kWh/Bh). Für den schlechteren Januarwert dürfte Alikantes Erklärung zutreffen.

      Zusammenfassung:

      NetterVermieter schrieb:

      Ist der Rest alles Verlust??
      Ja.
      Viessmann Vitotwin 300-W (1 kWel, 6 kWth) seit 2012

      PV-Anlage 8,45 kWp (65 x Solarworld SW 130poly Ost/Süd/West, SMA 5000 TL und 3000) seit 2010

      Solarthermie 14 qm Flachkollektoren seit 2004 (Vorgänger 8 qm 1979-2003)
    • NetterVermieter schrieb:

      Strom wird 1,5 erzeugt, Wärme maximal 0,6. Ist der Rest alles Verlust??
      Ja. Du kennst doch den Wirkungsgrad des BlueGEN.

      alikante schrieb:

      mh _()_ ,

      was soll denn 9,8 sein ?? Das ist weder Fisch noch Fleisch, für H-Gas viel zu wenig und für L-Gas schon fast zu hoch.

      mfg
      Ich habe 9,834.
      Bilder
      • BHKW Februar 2018 2.JPG

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    • Hans_Dampf schrieb:

      So oder so steht noch immer die Frage im Raum, über wie viel EURO wir denn reden....
      Die BlueGen von NetterVermieter hat insgesamt 13.000 kWh Erdgas verbraucht. Setzt man einen Gaspreis um 4-5 ct/kWh brutto (ohne Grundgebühr) an, so lagen die Gaskosten bei 520-650 €. Angenommen die BlueGen macht aus 2,8 kWh Gas wie angegeben 1,5 kWh Strom und 0,6 kWh Wärme (bei Karsten scheint die Wärmeabgabe weniger zu sein, aber vielleicht liegt das auch nur am Wärme-Messgerät), dann wären das 75% Wirkungsgrad (Hs). Von den 520-650 € für eingekauftes Gas würde demnach ein Viertel, also ca. 130-160 € im Jahr als Verlust über Dach gehen, davon etwa die Hälfte wegen des nicht genutzten Brennwertes. Gleichzeitig hat das Gerät aber Strom mit einem Marktwert erzeugt, der (mit hohem Eigenverbrauch wie bei Karsten) dem Vier- bis Fünffachen der Gaskosten entspricht.

      Das Ganze ist wohl weniger eine Geldfrage als eine ökologische Frage. Natürlich stört es irgendwie, wenn ein BHKW 25% plus X der eingesetzten Energie in Verluste umsetzt. Bei einem Stirlingmotor wären es unter optimalen Bedingungen nur ca. 5%, bei einer Vitovalor ca. 10%. Aber da liegen halt die elektrischen Wirkungsgrade (bezogen auf Hs) nur bei 14% bzw. 37%, während es bei der BlueGen über 53% sind. Das ist so hoch wie bei einem modernen GuD-Kraftwerk, wobei Letzteres aber die Abwärme gar nicht nutzt und daher über 40% (Hs) Verluste hat. So lange im Übrigen der größte Teil unseres Stroms immer noch in (Kohle-)Kraftwerken mit Gesamtwirkungsgraden zwischen 35% und 45% erzeugt wird, muss man sich wohl über die Verluste einer BlueGen auch unter ökologischen Gesichtspunkten nicht allzuviele Gedanken machen.
      Viessmann Vitotwin 300-W (1 kWel, 6 kWth) seit 2012

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      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von sailor773 ()

    • @sailor773
      Schön zusammen gefasst.

      Die Wäremmenge scheinst schon zu stimmen, ich bekomme die Wärem nur nicht abgenommen. 2 Personenhaushalt.

      Daher wäre ein "normales" BHKW bei mir fehl am Platz.

      Es mag zwar falsch sein, aber ein normales BHKW ist für mich eine Heizung, die zusätzlich Strom abgibt und das BlueGEN ist ein Stromerzeuger der zusätzlich Wärme abgeben kann, nicht muss. (Wärme würde über den Schornstein abgegeben werden.)
      Ich hätte so viel Nutzen/Verwendungsmöglichkeiten für die Wärme (Koiteich, Garage, usw..) aber alles ist so weit weg und der Wärmetransport dort hin, würde im Aufbau teurer werden, als der Nutzen.
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    • NetterVermieter schrieb:

      macht also 2,827 kw/h.
      Als Oberpingel erlaube ich mir darauf hinzuweisen, dass kW/h eine Leistungsänderungsgeschwindigkeit ist. Die Energieeinheit heisst kWh = Kilowattstunde nicht Kilowatt pro Stunde.

      Gruß,
      Gunnar
      Ist die Wärme kraftgekoppelt, wird die Energie gedoppelt. (Ulli Brosziewski)
    • sailor773 schrieb:

      Warum sie bei BlueGen den Heizwert als Bezugspunkt nehmen, dazu gibt es sicher sehr tiefgründige Überlegungen. Dass 85% Gesamtwirkungsgrad in den Werbe-Flyern einfach besser aussieht als 67%, war zweifellos nur ein Grund unter vielen...
      Der Heizwert als Bezugspunkt ist bei KWK-Anlagen insbesondere Motoren üblich. Mit dem Brennwerteffekt kann man keine mechanische bzw. elektrische Energie erzeugen. Die Brennwerttechnik hat ja erst in den 80er Jahren um sich gegriffen, so dass bei Kesseln dieser Mehrwert nutzbar wurde, die sich der Gasversorger gerne auch bezahlen lässt. Selbst die Kesselwirkungsgrade werden ja noch auf den Heizwert Hi bezogen und nicht auf den Brennwert Hs - das dauert sicherlich noch ewig, bis die Branche die komischen 111% auch lächerlich findet und einen gemeinsamen Nenner findet.

      Gruß,
      Gunnar
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    • sailor773 schrieb:

      Aber da liegen halt die elektrischen Wirkungsgrade (bezogen auf Hs) nur bei 14% bzw. 37%, während es bei der BlueGen über 53% sind. Das ist so hoch wie bei einem modernen GuD-Kraftwerk, wobei Letzteres aber die Abwärme gar nicht nutzt und daher über 40% (Hs) Verluste hat.
      Ich glaube, dass sich Kraftwerkswirkungsgrade auch auf Hi beziehen. Gerade bei GT/GuD wäre noch nicht mal theoretisch eine thermische Brennwertnutzung möglich, weil die Gasturbinen mit soviel Luftüberschuss arbeiten, dass die Verbrennungsfeuchtigkeit nicht auskondensiert, selbst wenn man niedrige Rücklauftemperaturen in der Fernwärme unter 50°C realisieren könnte.

      Die KWK-Anlage in Düsseldorf-Lausward ist eine Siemens 8000H Turbine mit 60% in GuD-Kombination. Die erzeugt knapp 600 MW und kann bis zu 300 MW Wärme abgeben, wobei die Stromverlustkennzahl bei rund 6 liegt, d.h. bei voller Wärmeauskopplung (30%) geht die elektrische Leistung von 60% auf 55% d.h. um 50 MW zurück.

      Wenn man sich diese Zahlen anschaut und die mit dem Bluegen vergleicht, dann schenkt sich das vom Wirkungsgrad nicht wirklich viel. Die Groß-KWK scheint nur vom CAPEX her günstiger zu sein: 500 M€ für 600 MW. Mal schauen, wie im Mikro-KWK-Segment die Preise zukünftig fallen können, wenn endlich mal die Massenproduktion anzieht.

      Gruß,
      Gunnar
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