Macht bei mir das Bluegen Sinn oder nicht?

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    • Macht bei mir das Bluegen Sinn oder nicht?

      Hallo

      mir wurde von der Firma Thermondo bei einer Beratung bezüglich BHKW gesagt, das "normale" BHKW bei mir keinen Sinn machen und hat mir als Alternative das Bluegen genannt.
      Ich sollte direkt Kontakt mit ihnen aufnehmen.

      Hier meine Daten:
      Stromverbrauch vor Kauf der 22kWp PV-Anlage: 12.000kWh
      Stromverbrauch nach der 22kWp PV-Anlage: 9.500kWh


      Stromverbrauch nach Inbetriebnahme des 47kWh Speichers: 4.000kWh


      Gasverbrauch (Brennwertheizung) 2016: 33.500kWh


      Da das Bluegen ja dauerhaft durchlaufen muss, würde in der Nacht mein Speicher noch minimal geladen werden.
      Ich habe eine Grundlast von ca. 1.000-1.500W. (Durch meinen Koiteich, wo Filter und Pumpen rund um die Uhr laufen, hoch ohne Heizung!)
      Die reduziert sich, sobald der Bachlauf im Winter ausgeschaltet wird, auf rund 750W.


      Tagsüber könnte dann die PV-Anlage und der Speicher den Rest decken.
      Ob das aber zu 100% Autarkie reicht, glaube ich noch nicht.

      In einem "Messevideo" habe ich gelesen, dass der Stack alle 2 Jahre ausgetauscht werden muss, was über den 10 Jahre Wartungsvertrag abgedeckt ist.
      Was ist aber nach den 10 Jahren?

      Gruß

      KaJu
      22 kWp Anlage
      2x STP 9000TL-20
      1x SB 4000TL-21
      Seit Februar 2014 mit dem schönsten Solarstromspeicher, einem Tesla Model S :love:
      Mit ecoBATT47 Speicher von ecopowerprofi (47 kWh nutzbar) 1x SI 6.0h-11
      Seit dem 09.03.17 ergänzt mit dem BlueGEN :thumbsup:
    • Hi

      Das ist jetzt von Solid Power gekommen:
      Sehr geehrter Herr*****,
      für Ihre Anfrage unddas freundliche Telefonat mit Ihnen möchte ich mich zunächst bedanken.
      Wie besprochen,übersende ich Ihnen Informationen zu unserem BlueGEN Brennstoffzellensystem,eine Amortisationsberechung mit Ihren Angaben, Muster Vollwartungsvertrag,techn. Spezifikationen, BAFA Antrag, siehe Anhang.
      Bei der Berechung binich zunächst von 100% Eigenverbrauch ausgegangen.
      Den aktuellen Gaspreishabe ich aus Check24 mit Ihrer Postleitzahl ermittelt.

      BlueGEN, das Hauptproduktvon SOLIDpower ist ein hocheffizientes, erdgasbetriebenes Mikrokraftwerk aufBrennstoffzellenbasis zur Versorgung von Wohngebäuden und kleinen Unternehmenmit Strom und Wärme. Das Herzstück von BlueGen bilden festoxidkeramischeBrennstoffzellen. Sie gehören zu den effizientesten Energieumwandlungssystemen,die derzeit auf dem Markt sind.
      Die BlueGen-Anlagen erreichen einen weltweit einzigartig hohen elektrischenWirkungsgrad von bis zu 60 Prozent, bei einem Gesamtwirkungsgrad von bis zu 85Prozent.

      Der BlueGen liefert ca. 13.000 kWh (Kilowattstunden) emissionsarmen Strompro Jahr.
      Die Anlage wird direkt vor Ort installiert, dort, wo der Strom benötigtwird. Als Energieträger kommt Erdgas bzw. Biogas zum Einsatz.

      Die Vorteile von BlueGEN im Überblick:

      Hoher elektrischer Wirkungsgrad erlaubt stromgeführten, ganzjährigen Betrieb
      Reduzierung der CO2-Emissionen gegenüber deutschem Strommix um rund 50 Prozent.
      Regelbare Ausgangsleistung, hohe Effizienz auch im Teillastbereich
      Deckung des täglichen Warmwasserbedarfs ca. 200 l eines vierköpfigen Haushalts
      Beistell-Lösung für bestehende Heizsysteme, Einbindung über Warmwasserspeicher
      Fernwartung und -steuerung über Internet
      Möglichkeit, mehrere BlueGen-Anlagen als virtuelles Kraftwerk anzusteuern.

      Um die Nutzung dieser neuen Technologie für unsere Kunden besondersrisikoarm zu machen, bieten wir BlueGen in Kombination mit einemVollwartungsvertrag an.
      Dieser sichert einen sorgenfreien Betrieb von 10 Jahren.

      Bezüglich derInvestitionskosten können wir derzeit auf zwei Förderprogramme zurückgreifen:

      Seit 01.08.2016 wird der BlueGENauch über das Programm KFW433 mit 12.450€ gefördert. Förderberechtigt sind imersten Schritt nur Privatpersonen in Ein- und Zeifamilienhäusern oderEigentumswohnungen. Zudem ist zu beachten, daß bei diesem Programm dieBefreiung von der Strom- und Energiesteuer ( dbzgl. wird das Förderprogrammnochmal überarbeitet ) entfällt. Weitere Details erfahren Sie aus demMerkblatt im Anhang. Hierüber werden die Anlagen zum Listenpreis von 25.000€zzgl. MwSt. angeboten. Die Installationsaufwand ist mit 3.000€ - 5.000€zu kalkulieren.

      Ein begrenztes Kontingent anBlueGEN können wir über das europäische Brennstoffzellenförderprogrammene.field anbieten.
      Hierüber betragen dieInvestitionskosten für den BlueGEN für den Endkunden im Idealfall ca. 20.000€netto, fertig installiert.
      Für den Endkunden würde sich nachAbzug der BAFA Förderung mit 3.792,50€ eine Investition von rund 16.000€ nettoergeben.
      Bitte beachten Sie das einzigeVoraussetzung zur Teilnahme am Programm für den Endkunden die monatlicheMessdatenübermittlung über 2 Jahre ist.
      Die Messtechnik wird von uns zurVerfügung gestellt.
      Für die volle BAFA Förderung istzudem ein hydraulischer Abgleich zwingend.

      In dem BlueGEN Rechner Enefield ( Anhang ) sind nochVergütungssätze aufgeführt, die noch durch eine Sonderregelung s.u. für diesesJahr in Anspruch genommen werden können.

      Falls Sie das alte KWK-G 2012 noch nutzenmöchten, sollten Sie den BAFA Antrag stellen, im Anhang.
      Sonderregelungenund Zulassung zum KWK-Gesetz 2012/2016!
      Brennstoffzellenprofitierten in dem bis zum 31.12.2015 geltenden KWK-Gesetz (KWKG 2012) vonattraktiven Sonderregelungen. So betrug z. B. der KWK-Zuschlag unabhängig vonder Leistungsgröße 5,41 Cent/kWh und wurde über einen Förderzeitraum von 10Jahren gewährt. Im neuen KWK-Gesetz werden Brennstoffzellen grundsätzlich wiejede andere KWK-Technologie eingestuft. Betreiber vonBrennstoffzellen-KWK-Anlagen erhalten jedoch noch die höheren Fördersätze desKWK-Gesetzes 2012, wenn die Anlage bis Ende 2016 bestellt und bis zum31.12.2017 in Betrieb genommen wird. Mit dieser speziellen Übergangsregelungsoll eine Förderdelle der Brennstoffzellen-Technologie vermieden werden. FürORC-Anlagen gilt diese Regelung ebenfalls.


      Für weitergehendeFragen oder Erklärungen rufen Sie mich an.

      Mit freundlichen Grüßen
      Gruß

      Kaju
      22 kWp Anlage
      2x STP 9000TL-20
      1x SB 4000TL-21
      Seit Februar 2014 mit dem schönsten Solarstromspeicher, einem Tesla Model S :love:
      Mit ecoBATT47 Speicher von ecopowerprofi (47 kWh nutzbar) 1x SI 6.0h-11
      Seit dem 09.03.17 ergänzt mit dem BlueGEN :thumbsup:
    • Moin KaJu,

      mit dem von Dir genannten hohen Stromverbrauch (insbesondere der weit überdurchschnittlichen Grundlast), dem mittleren Wärmeverbrauch und der riesigen Batterie ist eine Brennstoffzelle grundsätzlich wohl keine schlechte Idee.

      Bei der SolidPower-Rechnung solltest Du nur folgendes beachten: Die Angaben

      KaJu74 schrieb:

      Stromverbrauch vor Kauf der 22kWp PV-Anlage: 12.000kWh
      Stromverbrauch nach der 22kWp PV-Anlage: 9.500kWh
      Stromverbrauch nach Inbetriebnahme des 47kWh Speichers: 4.000kWh
      und

      SolidPower schrieb:

      Der BlueGen liefert ca. 13.000 kWh (Kilowattstunden) emissionsarmen Strom pro Jahr.
      passen nicht zu der Aussage

      SolidPower schrieb:

      Bei der Berechung bin ich zunächst von 100% Eigenverbrauch ausgegangen.
      Ich halte es für möglich, dass Du mit einer BlueGen und der großen Batterie tatsächlich auf 100% Autarkie kommen kannst. Nach den von Dir genannten Zahlen heißt das: Die Brennstoffzelle substituiert zunächst mal Deine 4000 kWh Zukaufstrom. Die restlichen 9000 kWh Brennstoffzellen-Strom decken (direkt oder über die Batterie) den Rest Deines Strombedarfs ab und substituieren dort den PV-Strom. Etwa 1000 kWh überschüssigen Bz-Stroms müssen eingespeist werden. Der Eigenverbrauch aus der PV-Anlage geht dann voraussichtlich auf einen Wert nahe Null zurück.

      Du solltest also bei der Wirtschaftlichkeitsrechnung von SolidPower überprüfen, welche Einsparungen bei den Stromkosten angesetzt wurden: Die Bezugsstromkosten (wahrscheinlich zwischen 20 und 25 ct/kWh brutto ohne Grundgebühr) dürfen jedenfalls nur für max. 4000 kWh gerechnet werden. Für weitere 8000 kWh ist die Bezugsgröße die EEG-Einspeisevergütung Deiner PV-Anlage, das werden so etwa 15 ct/kWh brutto sein. Für die letzten 1000 kWh Brennstoffzellenstrom bekommst Du Einnahmen aus der Einspeisevergütung (ca. 4 ct/kWh netto). Die KWK-Zulage ist bei SolidPower sicher mit eingerechnet: Für Dich wäre bei ca. 90% Eigenverbrauch die Förderung nach altem Recht (5,41 ct/kWh auf alles) besser als die aktuellen Sätze (4 ct/kWh für Eigenverbrauch, 8 ct/kWh für Einspeisung), aber ob es sich lohnt, Dich für die Differenz von ca. 140 €/a unter Zeitdruck setzen zu lassen (Bestellung bis 31.12.2016!), musst Du selbst entscheiden.

      Bei der Berechnung der Kosten für den selbst verbrauchten Strom solltest Du außerdem prüfen, ob und in welcher Höhe EEG-Umlage mit eingerechnet wurde. Nach meiner Meinung müsstest Du zukünftig auf die 12.000 kWh Brennstoffzellen-Eigenverbrauch 40% der EEG-Umlage zahlen, das wären also ca. 3,3 ct/kWh brutto. Das würde vor allem dann eine Rolle spielen, wenn Deine PV-Anlage vor dem 1.8.14 in Betrieb gegangen und Dein PV-Eigenverbrauch (der nach Anschaffung der Bz weitgehend wegfällt) daher bislang von der EEG-Umlage befreit wäre.

      Noch ein Punkt zum PV-Eigenverbrauch: Wenn Deine PV-Anlage zwischen 01.04.12 und 31.07.14 errichtet wurde, so gilt für diese weiterhin das Marktintegrationsmodell, d.h. Du erhältst nur für max. 90% des PV-Stroms die EEG-Vergütung. Mindestens 10% musst Du selbst verbrauchen oder (theoretisch) direkt verkaufen. In Deinem Fall geht es um immerhin ca. 2000 kWh: Bisher selbst ohne Batterie kein Problem, aber nach Inbetriebnahme der Brennstoffzelle kann das mangels PV-Eigenverbrauch dazu führen, dass Du für diese 2000 kWh keine Vergütung mehr bekommst. De facto kann Dich das ca. 250 €/Jahr kosten.

      Die Auswirkungen der Förderung nach KfW 433 bezüglich Stromsteuer und Energiesteuer kann ich nicht beurteilen, insbesondere die kryptische Formulierung "diesbezüglich wird das Förderprogramm nochmals überarbeitet" (Bis wann? Mit welchem Ergebnis?? Gilt das dann ggf. auch für bis dahin geförderte Bestandsanlagen???) enthält m.E. Risiken. Im Worst Case kann Dich das folgendes kosten: Stromsteuer 2,38 ct/kWh brutto, für 12.000 kWh also 285 €/Jahr; Energiesteuer 5,5 €/MWh netto, bei ca. 21 MWh Erdgas also ca. 115 €/Jahr. Ob sich das (ggf. im Vergleich zu alternativen Fördermöglichkeiten) lohnt, musst Du mit spitzem Bleistift nachrechnen.

      Gruß, Sailor
      Viessmann Vitotwin 300-W (1 kWel, 6 kWth) seit 2012

      PV-Anlage 8,45 kWp (65 x Solarworld SW 130poly Ost/Süd/West, SMA 5000 TL und 3000) seit 2010

      Solarthermie 14 qm Flachkollektoren seit 2004 (Vorgänger 8 qm 1979-2003)

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von sailor773 () aus folgendem Grund: Präzisierung

    • Hallo Sailor,

      danke für deine Antwort.

      Ich werde es auch mit dem BHKW nicht schaffen autark zu werden.
      Warum?
      Ich habe z.B. eine Sauna, die ja eher Abends genutzt wird.
      Die zieht 9kW.
      1,5kW kommen dann von BHKW und 4,6 vom Speicher (wegen der Schieflast), macht 6,1kW.
      Also werde ich in dem Fall (wenn im Winter keine PV-Energie vorhanden ist) trotzdem Strom aus dem Netz ziehen.

      Außerdem muss ich ggf. meinen Tesla mal mit 16,5kW laden, damit ich schnell wieder weg kann.

      Alleine deshalb gehe ich auch davon aus, dass ich die 10% Eigenverbrauch der PV-Anlage auch hinbekommen werde.
      Denn ich laden meinen Tesla im Sommer ja immer mit purem PV-Überschuss und verkaufe dann nichts, bis er voll ist.

      Den Rest deiner Antwort werde ich morgen in Ruhe nochmal lesen.

      Gruß

      KaJu
      22 kWp Anlage
      2x STP 9000TL-20
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      Seit dem 09.03.17 ergänzt mit dem BlueGEN :thumbsup:
    • KaJu74 schrieb:

      Ich habe z.B. eine Sauna, die ja eher Abends genutzt wird.
      Die zieht 9kW.
      1,5kW kommen dann von BHKW und 4,6 vom Speicher (wegen der Schieflast), macht 6,1kW.
      Also werde ich in dem Fall (wenn im Winter keine PV-Energie vorhanden ist) trotzdem Strom aus dem Netz ziehen.

      Außerdem muss ich ggf. meinen Tesla mal mit 16,5kW laden, damit ich schnell wieder weg kann.
      Leuchtet ein. Das heißt dann aber, dass Du entsprechend weniger des von einer BlueGen bereitgestellten Stroms direkt oder über die Batterie selbst nutzen kannst - vielleicht nur 9000 kWh. Die restlichen 4000 kWh müssen dann für eine relativ kleine Vergütung (ca. 3-4 ct/kWh) ins Netz eingespeist werden. Das solltest Du berücksichtigen, wenn Du die vom Anbieter gemachte Wirtschaftlichkeitsrechnung überarbeitest.

      Übrigens, die KWK-Zulage nach altem Recht bietet bei 70% Eigenverbrauch schon deutlich weniger Vorteile als bei 90% (der Break-Even liegt bei 62%): Ein Grund mehr, Dich bei der Entscheidung nicht unter Zeitdruck setzen zu lassen.
      Viessmann Vitotwin 300-W (1 kWel, 6 kWth) seit 2012

      PV-Anlage 8,45 kWp (65 x Solarworld SW 130poly Ost/Süd/West, SMA 5000 TL und 3000) seit 2010

      Solarthermie 14 qm Flachkollektoren seit 2004 (Vorgänger 8 qm 1979-2003)