Eigenbau, lohnt sich das? Was kostet das?

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    • Eigenbau, lohnt sich das? Was kostet das?

      Hallo,
      auf der Arbeit haben ein Arbeitskollege und ich gesponnen bez. BHKW, Halle heizen und den Strom (der in dem Fall ehr über wäre) für die Nutzung von Licht usw. in der Werkstatt zu nutzen.
      Unser gedanke war ein Normaler kleiner Wassergekühlter Deisel.
      Wie im Auto, den Kühler mit Lüfter versehen und die Wärme raus "blasen".

      Strom war ich mir (bin elektriker) unsicher ob es "günstig" überhaupt möglich wäre das direkt ans Netz anzuschließen, da man ja die 50 Hz halten muss bzw diese ja erstmal abgleichen muss.
      Wahrscheinlich ist es da einfacher, den Strom wie bei einem Stromagregat, selber direkt zu nutzen. Fals da keine Konstate Spannung/Strom entstehen sollte, evt. einfach nur damit zusätzlich Heizen.

      Um die Effektivität geht es garnicht, nur um das Ausprobieren und sehr günstig zusammen basteln.

      Würde mich freuen wenn sich hier jemand mit der entsprechenden Ahnung findet, der interesse hat, mir bei meiner Idee zu helfen.

      Danke :)
    • Schau dir mal unsere Fragebogen an und beantworte soweit als möglich.
      WICHTIG: Fragebogen für eine Anlagenberatung

      Generell möchte ich für dein Vorheben ein einfache Frage in Raum werfen: Was spricht dagegen einen einfachen Generator in die Werkstatt zu stellen?
      Jeder Punkt der dir dazu einfällt gilt ebenso für das BHKW das ihr da im Kopf hast.


      mfg JAU
    • Moin,
      es kommt darauf an, welche Verbindungen Du hast und wieweit Du die Sache treiben willst / kannst.
      Ein preiswerter Weg wäre ein China – Böller 1 Zylinder:An das Ding einen Generator anflanschen und per Ventilator die Wärme in die Werkstatt blasen.
      Mit dem China – Böller hat man hier beim Projekt „Volks-BHKW“ experimentiert. Das Projekt starb, als der Motor nach wenigen Betriebsstunden den Geist aufgab.

      Soll es etwaslanglebiges sein, muss schon ein vernünftiger Motor her. Ich persönlich würde einen PKW-Diesel favorisieren.
      Also VW oder Mercedes. Bei 1500 UP/min liegen die am günstigsten im Verbrauch: Sollte nicht mehr als 250g/KWh (mechanischeLeistung) liegen.
      Außerdem kommst Du dann besser mit / an Ersatzteilen klar: Das geht schon mit dem Ölfilter los und geht weiter, wenn der Motor irgendwann überholt
      werden muss. Ein Austauschmotor sollte es tun – die billigste Variante wäre ein nicht zu betagter vom Schrottplatz.

      Jetzt kommt es daraufan, ob Du nur die Kühlwasserwärme nutzen willst oder auch die Abgaswärme. Mitdem Kühlwasser ist es leicht:
      Meist so um die 90°C; das lässt sich recht einfach handhaben; geht zur Not sogar ohne Wärmetauscher.
      Ein Dreiwegemischer undein paar Thermometer reichen aus.

      Falls Du die Abgaswärmemit benutzen willst, kommst Du hier nicht ohne Wärmetauscher aus. (Also mit denAbgasen das Wasser aufheizen)

      Strom ist in Deinem Falle klar: Als Elektriker weißt Du selbst, was dort zu tun ist. Tipp von mir: Häng noch eine vernünftige Drehstrom-Lichtmaschine
      und entsprechende LKW-Akkus dran. Mit 24 V kann man ne Menge machen. Oder ganz auf 24 V fahren und an die Akkus Wechselrichter dran:
      Dann hat sich der ganze K(r)ampfmit der konstanten Drehzahl erledigt. Wahrscheinich kommt eine oder zwei Gleichstrom-Lichtmaschinen sowieso
      günstiger als ein Drehstrom-Generator.

      Wieviel der Spaß kostet? Kommt drauf an, ob Du neu odergebraucht kaufst.
      Ob es sich lohnt? Erfahrungen sind unbezahlbar! (Finde ich)

      Na denne – viel Spaß + Erfolg beim Basteln!

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Karl Napp () aus folgendem Grund: Tippfehler - Leerzeichen wurden beim Koperen vo Word nicht immer übernommen

    • Karl Napp schrieb:

      Ob es sich lohnt? Erfahrungen sind unbezahlbar! (Finde ich)
      Genau das ist mein Motto :)

      Ich habe einen Trabi in der Halle stehen, der hat im Abgas System auch einen wärmetauscher, wollte es evt erstmal so versuchen, wobei mit Wasser mehr Wärme rausgezogen werden kann.

      Hatte vorhin mal beim Schrotti angerufen.
      Der erzählte mir, ein Golf 3 Motor wäre evt das beste für mein Vorhaben, zwar noch recht viel leistung aber Ersatzteile und der Preis werden wohl für mein vorhaben sprechen.
    • Na - wieder was dazugelernt!
      Ich wusste nicht, dass der Trabbi einen Wämetauscher im Abgasrohr hat.
      Na - woher auch als Wessi :)
      Dann war die Heizung wohl besser als beim VW Käfer - der nahm die heiße Luft vom Motor, und das stank fürchterlich!


      Ist schon klar: Mit Wasser ziehst Du mehr Wärme aus dem Abgas. Glückwunsch zum Golf Motor: Da stimme ich Deinem
      Schrotti voll und ganz zu.
      Ich würde den Motor nur zu ca. 50% bis 70% auslasten. Das geht zwar auf die Effizienz, aber dafür hält der Motor länger.


      Mag etwas polemisch sein: Schau mal bei einem Taxi auf den KM - Stand und frag ihn, wie oft der Motor überholt
      wurde. Mir wurde gesagt, dass die ihre Motoren locker 500.000 Km durchhalten. Und laufen wegen Stadtverkehr
      selten oder nie auf Vollast.


      Gruß vom Dampfer


      Karl Napp
    • Karl Napp schrieb:

      Mit dem China – Böller hat man hier beim Projekt „Volks-BHKW“ experimentiert. Das Projekt starb, als der Motor nach wenigen Betriebsstunden den Geist aufgab.
      Wo hast du den bitte den Blödsinn her?


      Karl Napp schrieb:

      Ich persönlich würde einen PKW-Diesel favorisieren.
      Also VW oder Mercedes.
      Ich verstehe den Zusammenhang in dem die beiden Sätze stehen nicht, aber gut.


      Karl Napp schrieb:

      Bei 1500 UP/min liegen die am günstigsten im Verbrauch:
      Das ist erstens nur die halbe Wahrheit (Muscheldiagramm!) und zweitens sogar falsch (1500rpm ist nicht die effektivste Drehzahl für PKW-Motoren!)


      Karl Napp schrieb:

      Als Elektriker weißt Du selbst, was dort zu tun ist.
      Elektrik ist ein weites Feld, wen ein Thema außerhalb der Kernkompetenz liegt sind die jeweiligen Vorschriften und Möglichkeiten oft nicht bekannt.
      Netzparallelbetrieb wurde ja schon angesprochen - da möchte ich dringend an den Netzausfallschutz (NA) erinnern: VDE-AR-N 4105.

      Karl Napp schrieb:

      Dann war die Heizung wohl besser als beim VW Käfer - der nahm die heiße Luft vom Motor, und das stank fürchterlich!
      Ist beim Trabi auch nicht besser. Ein Teil des Luftstroms vom Lüfter wird über den Krümmer und dann über den Vorschalldämpfer geführt. Ist der nicht ganz dicht riechts nicht nur nach Motor sondern auch gleich noch nach Abgas.



      Zur Auswahl des Motors gibts nicht viel zu sagen solang der Fragebogen nicht mal im Ansatz beantwortet wurde. Bislang sieht es für mich nach maßlos überdimensioniert und furchtbar ineffizient aus.
      30% von einem kleinen PKW-Diesel? Soviel Strom muss man in einer Hobbywerkstatt erstmal unterkriegen...


      mfg JAU
    • Hallo Jau,

      bin gerade von Israel unterwegs nach Frankreich. Unterwegs habe ich kein Internet; deshalb die verzögerte Antwort.
      Habe auch keine Lust, mich mit Dir zu streiten. Aber der Ausdruck Blödsinn hat mich dazu veranlasst, folgendes zu schreiben.

      Tja – wo habe ich den Blödsinn mit dem China-Böller her?

      Anfang Zitat: (Nachzulesen in Seite 32 Volks-BHKW)

      Resume nach 600 Betriebsstunden

      4. März 2011

      Hallo Miteinander!

      Seit einiger Zeit steht mein BHKW, wieder Ausfall des Motors, nach 600 h Betrieg zeigt sich eine interessante 200 h Lebensdauer des China Motors zwischen den "Totalschäden" Kurbelwellenlagerschaden, Kolbenringe stecken, Ventile usw.
      Mittlerweilen bin ich der Ansicht dass der Motor (Jiang Dong 175) vielleicht geeignet ist irgendwo im Feld den Reis aus der Schale zu schlagen, jedoch von der Zuverlässigkeit- Lichtjahre davon entfernt ist ein guter Antrieb für ein BHKW zu sein.
      Lasst euch aber nicht entmutigen, jedoch möchte ich es als Erfahrung weitergeben und Euch raten nicht zu viel Schweis und Geld in die Peripherie zu stecken das wichtigste ist ein guter Motor.

      lg Werner

      Zitat Ende.

      „Shit happens“, sagt der Engländer dazu. Könnte auch mit einem Golf-Motor passieren; halte ich nach 300 BH allerdings selbst bei einem vom „Schrotti“ für unwahrscheinlich.Dazu kommt: Kolbenringe, Lagerschalen, Zylinderkopfdichtung etc. gibt’s in jedem größeren Ort ‚von der Stange‘. Was ich bei einem chinesischen
      Billig-Produkt für fraglich halte – um es mal ganz dezent auszudrücken. Der letzte Satz vom obigen Zitat trifft den Nagel auf den Kopf: Das wichtigste ist ein guter Motor.

      Ja … danach war vom Volks-BHKW nicht mehr viel zu lesen. Letzter Eintrag: 07.12.2012 (von Dir).bzw. 28.01.2013 von Bernd Schlueter.

      Was den Wirkungsgrad angeht: Schau selbst in das Datenblatt vom Golf 2 Liter TDI und vergleichbaren 4 Zylinder von Faryman rein. (Ca. 210g/Kwh, wähend der Einzylinder aus China bei 300g/Kwh liegt)

      1500 UP/min hat den Vorteil, dass die meisten Drehstrom-Generatoren 2 Polig gewickelt sind und sich so ohne Getriebe mechanisch mit dem Motor verbinden lassen, was allgemeiner Standard bei Dieselaggregaten dieser Größenordnung ist. Bei 1 Poligen wären 3000 UP/min notwendig, um 50 Hz zu erreichen. Meine Erfahrung: Doppelte Drehzahl gleich doppelter Motor-Verschleiß. Man hat das mit 3000 UP/min in der Seefahrt probiert, ging aber schnell davon ab. 1500 oder gar 750 ist quasi Standard.

      3nergy hat von einer Hobby-Anwendung geschrieben. Außerdem wurde nicht ein Wort von Netzeinspeisung geschrieben. Also entfällt der Netzausfallschutz. Insel ist Insel .

      Ja, ja – der Wärmetauscher vom Trabi. Ist schon klar – wenn was undicht ist … Vom Prinzip aber nicht schlecht für diese Anwendung.

      Zu guter Letzt die Dimensionierung. Schau mal bei den Holzgasern rein: Die schieben die gewonnene Wärme in einen Speicher. Dasselbe habe ich mit den Akkus für Strom gemeint. Und 3nergy hat geschrieben, dass der Strom für ihn nebensächlich ist.

      Das könnte sich ändern. – Dann eben mehr Lichtmaschine und Akkus dran. WER sagt außer den Herstellern, dass ein BHKW rund um die Uhr laufen muss???
      Im Herbst / Frühling vielleicht nur 1 Sunde pro Tag und im Winter 3 oder 4. Je nach Bedarf. Wo ist das Problem?
      Ein herkömmlicher Ölbrenner läuft auch nicht rund um die Uhr.

      Kleiner Nachsatz zum Thema Dimensionierung: Ist es gut dimensioniert, wenn 70 Kw potentieller Leistung dazu aufgewendet werden,
      um 75 Kg von Punkt A nach Punkt B zu transportieren? Man sagt Auto dazu. Und kein Mensch regt sich darüber auf.

      Gruß vom Dampfer +nix für Ungut

      Karl Napp
    • Karl Napp schrieb:

      Tja – wo habe ich den Blödsinn mit dem China-Böller her?

      Anfang Zitat: (Nachzulesen in Seite 32 Volks-BHKW)

      Resume nach 600 Betriebsstunden
      [...]


      lg Werner

      Zitat Ende.
      Werner mag sich vielleicht von dem Projekt inspiriert gefühlt haben, hats aber nicht nachgebaut. Insofern hab ich ein Problem damit es als Foren-Volks-BHKW zu bezeichnen.
      Sein Ausfall und mein Vorwärtskommen haben nix miteinander zu tun. Das der Chinakracher nicht sonderlich standfest ist und erst mal eine Generalüberholung braucht war von Anfang an klar. Kann man auch auf den ersten dutzend Seiten nachlesen.

      Karl Napp schrieb:

      Schau selbst in das Datenblatt vom Golf 2 Liter TDI
      Ich hab schon entsprechende Datenblätter gesichtet, daher auch meine Meinung.

      Karl Napp schrieb:

      1500 UP/min hat den Vorteil, dass die meisten Drehstrom-Generatoren 2 Polig gewickelt sind und sich so ohne Getriebe mechanisch mit dem Motor verbinden lassen,
      Das mag stimmen, hat aber nix mit der Effizienz des Motors zu tun.

      Außerdem bleibt das Problem das bei geringerer Last der Verbrauch/kWh steigt (Effizienz: Adé). Auch bei VW und Faryman. Insofern ist es Quatsch, ohne einen Ansatzpunkt zur gewünschten el. oder th. Leistung, hier mit nem 2.0er daherzukommen.

      Karl Napp schrieb:

      3nergy hat von einer Hobby-Anwendung geschrieben. Außerdem wurde nicht ein Wort von Netzeinspeisung geschrieben. Also entfällt der Netzausfallschutz. Insel ist Insel .
      Er hat Insel als Möglichkeit genannt, nicht als endgültigen Plan.

      Aber deswegen hab ich ja auch gleich aufn Notstromer verwiesen. Den gibts fertig zu kaufen. Passend zum benötigten Strombedarf ausgewählt wird der ne kleine Ewigkeit halten. Paar Modifikationen um die Wärme besser auszukoppeln - fertig.
      Nur, vermute ich, wird die Halle damit nie wirklich warm werden...

      Karl Napp schrieb:

      Zu guter Letzt die Dimensionierung. Schau mal bei den Holzgasern rein:
      Das ist nicht direkt vergleichbar weil man einen Holzvergaser nicht mal eben mit der Leistung rauf- oder runterfährt. In ner Strominsel ist die Energiequelle sowieso unbrauchbar.

      Puffer sind schon ne feine Sache weil man Wärme einfacher und billiger speichert als Strom. Aber der Zweck ist dann halt: Ich nehm den Strom sofort ab und pack die Wärme erstmal zu Seite.
      Ob das in der Konstellation Sinn macht kann man erst einschätzen wenn mal ein paar Zahlen kommen.

      Karl Napp schrieb:

      Dasselbe habe ich mit den Akkus für Strom gemeint.
      Akkus machen das Projekt (und die kWh Strom) nur noch teurer.

      Karl Napp schrieb:

      Und 3nergy hat geschrieben, dass der Strom für ihn nebensächlich ist.
      Dann sollte er es eh sein lassen. BHKW ist Strom und Wärme. Wenn man für den Strom keine Verwendung hat fährt man mit nem ordinären Kessel besser.

      Karl Napp schrieb:

      WER sagt außer den Herstellern, dass ein BHKW rund um die Uhr laufen muss?
      Im Herbst / Frühling vielleicht nur 1 Sunde pro Tag und im Winter 3 oder 4. Je nach Bedarf. Wo ist das Problem?
      Kein Problem. Wenn man damit leben kann das mehrere tausen € ungenutzt in der Gegend rumoxiden.

      Karl Napp schrieb:

      Ein herkömmlicher Ölbrenner läuft auch nicht rund um die Uhr.
      Weil seine Spitzenlesitung auf den schlechtesten Fall ausgelegt wird. Sonst ist nämlich die Bude kalt.
      Und das ist ja schließlich auch was wert... Dir nicht?


      mfg JAU

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