Kupferrohre für Gasleitung ungeeignet

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    • Kupferrohre für Gasleitung ungeeignet

      Im März hatte ich Probleme mit meinem BHKW. Die Fehlermeldung zeigte an, daß der Gasdruck zu niedrig war. Sicherheitshalber ließ ich den Gasdrucksensor austauschen, aber das Problem blieb bestehen.
      Nach Besuch von den SW München war der Fehler sehr schnell gefunden und gelöst. Es lag nach an den Kupferrohren, die für die Gasversorgung des BHKW verbaut wurden. Die Siebe waren völlig mit Abrieb zugesetzt. Der Techniker wunderte sich, daß diese immer noch verwendet werden. Er meinte, dies müsste eigentlich bekannt sein. Er empfahl rostfreie Stahlrohre, billiger und garantiert keine Probleme mit Abrieb
      .
      1. KWE Energie 7,5G-3 AP
      2. AdKM Invensor LTC 10 plus FC
    • Moin,

      CTNN2011 schrieb:

      Er meinte, dies müsste eigentlich bekannt sein. Er empfahl rostfreie Stahlrohre, billiger und garantiert keine
      "müsste bekannt sein" ist ne schöne nichtssagende Floskel. Entweder ist das Gas in Deiner Ecke agressiv oder der DVGW hat über Jahrzehnte komplett gepennt.
      Dritte Möglichkeit - ein Handwerker hat geschlampt, denn Dein "Abrieb" schaut irgendwie nach Bohrspänen aus.

      Grüße
      Pöl BHKW Tiger †
      Pöl BHKW Raptor †
      Ecopower 1.0
      Solarthermie 27m² Heat-Pipe-Röhren
      PV Anlage 1,8kWp Solarmax 2000C 15xKaneka k120
    • kupfer.de/sites/default/files/…upferrohrinstallation.pdf (2012)

      Infoblatt schrieb:

      Im DVGW-Arbeitsblatt GW 392 ‘NahtlosgezogeneRohre aus Kupfer für GasundTrinkwasser-Installationen undnahtlosgezogene, innenverzinnte Rohreaus Kupfer für Trinkwasser-Installationen;Anforderungen und Prüfungen‘ sind dienotwendigen Eigenschaften von für dieseEinsatzbereiche vorgesehenen Kupferrohrenbeschrieben.
      GW392 konnt ich leider keines finden. Aber grundsätzlich ist Kupfer ok.
      Ich hab da was im Kopf das für Gasleitungen innenbearbeitete Rohre oder zusätzliche arbeiten nach der Installation nötig sind.

      Leider kann ich es nicht richtig erkennen, für mich sehen die Krümel eher nach Zunderfetzen aus. Könnte beim Löten entstanden sein.


      mfg JAU
    • Also aus den Kupferrohren im Haus kommt das eher nicht. Das könnten Rückstände von Arbeiten an der Hauptgasleitung sein. Kupfer ist bewährt seit jahrzehnten.
      Bei ner gelöteten Gasleitung kann es Zunder sein, welcher sich zwangsläufig dabei bildet. Eine restlose Entfernung davon geht nicht.
      ABrieb gibts nicht .
    • Hallo an alle und vielen Dank für eure Antworten!
      Die Kupferrohre wurden verquetscht, gelötet wurde da nichts. Arbeiten im Haus, außer eine Gasleitung zusätzlich zum BHKW, wurden auch nicht vorgenommen. Allerdings liegen zwischen der Installation des BHKW und dem Vorfall 5 Jahre.
      Als Begründung gab der Herr von den Stadtwerken München an, daß durch die Fließgeschwindigkeit des Gases an den weichen Kupferleitungen ein Abrieb entstehe. Sie hätten das bereits mehrfach gehabt.
      Ob der Dreck von außen über die Hauptleitung kam oder ob er so entstanden ist, wie von ihm vorgetragen, kann ich nicht beurteilen. Da das Problem allerdings erst 5 Jahre nach Inbetriebnahme eingetreten ist, kann ich das Ganze relativ entspannt angehen. Mir persönlich erscheint der Hinweis auf die bewegten Teile im Gaszähler am einleuchtendsten zu sein. Ob an Hauptleitungen außerhalb irgendwas gemacht wurde, bekommen wir natürlich nicht mit.
      Gruß
      Thomas
      1. KWE Energie 7,5G-3 AP
      2. AdKM Invensor LTC 10 plus FC
    • Verpresste Kupferrohre= kein Zunder.
      Abrieb?? Lachhaft. Der "techniker" hat keine Ahnung und redet blödes Zeug.
      Preisfrage - an welcher Stelle der Gasleitung (genau) war dieses Sieb? Vor/Hinter dem Zähler, am Hauseingang, am BHKW?
    • Hallo GM1967,
      da "nur" meine bessere Hälfte da war, als der "Techniker" von den SWM kam, habe ich mal nachgehakt, um welches Sieb es sich gehandelt hat.
      Du hast Recht, es war tatsächlich das Sieb vor dem Hauptzähler. Damit dürfte klar sein, woher der Dreck kam.
      1. KWE Energie 7,5G-3 AP
      2. AdKM Invensor LTC 10 plus FC
    • Dacht ich es mir....
      Allerdings müsste der SWMler sowas erkennen. Es ist unvermeidbar, daß beim Arbeiten an der Hauptleitung (zB Anbohren neuer Anschlüsse) einige Bohrspähne in die Leitung gelangen.

      Also doch kein Problem mit der Kupferleitung.
    • Laut dem Artikel sollte der Schmutz Partikel und graphitähnlich es sein. Somit hat der Techniker Recht im Sinne von "es kann Ablagerungen geben", aber nicht im Sinne von bei Dir war das der Grund (da die Ablagerungen vor Deinen Kupferrohren im Sieb landeten und somit nur aus dem Netz kommen konnten).
      PV 18,2kWp - BHKW EcoPower 1.0, 30kWh LiON Sunny Island System
      BMW i3 60Ah (Verbrauch ca. 13,8kWh/100km; SW: I001-16-07-506) - Familyblog: okedv.dyndns.org/wbb/blog

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von endurance ()

    • Dein Satzbau ist echt seltsam, kaum zu verstehen was du sagen wolltest.


      Ich finde die Beschreibung der Krümel passend. Klar ist das kein eindeutiger Beweis, aber den Zusammenhang sehe ich und finde ihn gut nachvollziehbar.

      Oder anders ausgedrückt: angeschissen. X/


      mfg JAU
    • Danke Jau für Deinen Kommentar, ich musste den Satz auch erst dreimal lesen, um einigermaßen nachzuvollziehen, was gemeint ist.

      Wie in der Ausführung von Herrn Schumann vom DVGW dargelegt, besteht keine zwingende Notwendigkeit, daß sich Kupfersulfit Ablagerungen von den Rohren lösen. Zudem geschieht dies meistens erst nach einer Zeit von 4-6 Jahren, in meinem Fall nach etwas über 4 Jahren. Außerdem sind netz- und installationsspezifische Verhältnisse für das Ablösen der Partikel verantwortlich. Auch dieser Punkt trifft bei meiner Installation zu (siehe Bild). Und nicht zuletzt empfiehlt Herr Schumann die regelmäßige Reinigung oder den Austausch der Siebe in den Gasleitungen der betroffenen Anlagen.
      Wie man mit diesen Informationen umgeht, ist jedermanns persönliche Sache. Ich jedenfalls werde die Kupferleitungen gegen Edelstahlleitungen austauschen lassen.

      Viele Grüße

      Thomas
      Bilder
      • image.jpeg

        80,88 kB, 750×1.000, 162 mal angesehen
      1. KWE Energie 7,5G-3 AP
      2. AdKM Invensor LTC 10 plus FC
    • JAU schrieb:

      Dein Satzbau ist echt seltsam, kaum zu verstehen was du sagen wolltest.
      welchen Satzbau? Hatte eigenlich nur Halbsätze als statement geschrieben, ging davon aus dass klar ist was ich meine. :)
      Ich für meinen Teil, lasse die 2m Kupferrohr die ich drin habe so wie sie sind. Mir scheint das "evtl. vielleicht in vielen Jahren, manchmal auch früher" kein ausreichendes Kriterium um hier Kosten in einen Umbau zu stecken.
      PV 18,2kWp - BHKW EcoPower 1.0, 30kWh LiON Sunny Island System
      BMW i3 60Ah (Verbrauch ca. 13,8kWh/100km; SW: I001-16-07-506) - Familyblog: okedv.dyndns.org/wbb/blog
    • Steht doch drin, das eine höhere Fließgeschwindigkeit das Ablösen begünstigt. Aber bei üblicher Dimensionierung ist ein Ablösen während der Lebensdauer der Anlage nicht zu erwarten.

      Da die Partikel im Sieb vor dem Hauptzähler gelandet sind, kommt die aus dem Netz. Bei uns werden vom Netzbetreiber Kunststoffleitungen verwendet. Dieses Problem ist hier bei uns völlig unbekannt.
      Rechnen hilft. Bleistift, Stück Papier und ein Taschenrechner und man wird sich über einige Ergebnisse wundern. ?(
      perdok.info/
      Oscar Perdok GmbH
      Gildeweg 14, 46562 Voerde
      Beratung, Planung und Installation von: KWK-Anlagen, PV-Anlagen, Stromspeicher mit Notstromfunktion, Eigene Herstellung von Ladestationen für E-Mobile, Energie-Effizienz incl. Kosten/Nutzen-Betrachtung, Ladestation für E-Mobile (kostenlos)
    • Ich versteh nicht was ihr habt...
      In dem Infoblatt steht auch das es mit dem Schwefelwasserstoffanteil zusammenhängt und es eher Einzelfälle sind in denen Problem auftreten. Da hilft es dann auch nix das irgendwo anders in der Republik das Problem völlig unbekannt ist.

      Die Frage wie man damit umgeht (wenn man den Dreck mal an der Backe hat) muss jeder selbst entscheiden: Regelmäßig die Siebe kontrollieren oder Leitungen ersetzen (Querschnitt/Material).


      mfg JAU

      P.S. Vielleicht murkst auch einer mit schlecht gereinigtem Biogas rum.
    • Völlig richtig JAU.
      Wenn bislang keine Probleme mit den Kupferleitungen aufgetreten sind, wäre es rausgeworfenes Geld diese auszutauschen. In unserer Ecke der Republik scheint das aber ein durchaus bekanntes Problem zu sein. Und wenn dem schon so ist, würde ich den Gebrauch von Kupferleitungen speziell bei Neuinstallationen zumindest bei uns kritisch sehen. Außerdem ist es so, daß du nicht mal so eben den Filter aus- und einbauen kannst. Das heißt, dass mit der regelmäßigen Wartung des BHKW auch die Kontrolle und Reinigung der Siebe auf den Wartungsplan gehört, da die Bildung von Kupfersulfit von der Durchflussmenge abhängig ist.
      Viele Grüße
      Thomas
      1. KWE Energie 7,5G-3 AP
      2. AdKM Invensor LTC 10 plus FC
    • Gasinstallationen sind nach DVGW-TRGI, "Technische Regeln für Gasinstallationen“ zu erstellen. Danach sind für Gasleitungen Kupfer-
      rohre nach DIN EN 1057 und DVGW-Arbeitsblatt GW 392 bis zur Abmessung 267 x 3 mm zugelassen.
      Für das Verbinden von Kupferrohren in der Gas-Installation gilt DVGW-Arbeitsblatt GW 2. Danach ist das Weichlöten bei Gasleitungen verboten. Die fittinglose Arbeitstechnik darf nur auf die Muffen-Verbindung gleichen Durchmessers angewendet werden. T-und/oder Schrägabgänge sowie Reduzierungen sind mit Fittings auszuführen.
      Der Zusammenbau von Kupfer mit anderen Werkstoffen ist in der Gasinstallation unproblematisch. Die verschiedenen, nach DVGW-TRGI ’86/’96 zugelassenen Werkstoffe dürfen in beliebiger Reihenfolge eingebaut werden.
      Kupferrohre für die Gasinstallation dürfen unter Berücksichtigung der Mindestbiegeradien nach DVGW- Arbeitsblatt GW 392 außerdem mit
      geeigneten Werkzeugen gebogen werden.

      Fazit: nach allem was hier zu lesen war bleibt eigentlich nur die Schlußfolgerung - Die Verarbeitung von phosphorhaltigen Loten sollte in schwefelhaltigen Medien grundsätzlich vermieden werden, da diese Legierungen durch den Schwefel angegriffen und zerstört werden.

      Es liegt also nicht an der Kupferleitung, sondern eher an der Verlegung / bzw. der Verbindung der einzelnen Teile und Fittinge, gepaart mit eventuell bestehender Feuchtigkeit.
      Siara & Partner
      Krakower Str. 4a
      18292 Kuchelmiß

      Kontakt: service@genanotech.eu
      :thumbsup: