BHKW profisorisch anschließen zu Funktionsprüfung

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    • BHKW profisorisch anschließen zu Funktionsprüfung

      Hallo zusammen....

      vorab ich bin Motorenbauer und hab auch eine Lehre als Informationselektroniker hinter mir, wobei ich in Elektrotechnik etwas eingerostet bin! ;)

      Ich hoffe mal hier kann mir wer weiter helfen!?

      Ich habe sehr günstig eine BHKW bestehend aus einem Deutz (Nachbau)Motor mit Samford Generator erworben.
      Nun würde ich das ganze bevor ich es fest einbaue und eine Firma kommt zum anschliessen erst mal profisorisch anklemmen und laufen lassen (elektrische Seite).

      Nun habe ich überhaupt keinen Schimmer ob das überhaupt geht oder ob dabei die Steuerung einen Schaden nehmen kann!? Geschweide denn ob die Steuerung komplett ist!
      Mein Wissensstand hört bei Stromaggregaten auf, welche aber wesentlich weniger Technik haben.

      Habe mal ein paar Bilder gemacht und die Unterlagen die ich habe eingescannt.

      Vielen Dank im voraus!

      Gruß Thomas
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      • BHKW.pdf

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    • Bist Du Dir über die 40 KVA im klaren. Was willst Du Denn mit dem Teil versorgen?

      Ich bin kein Elektriker, da gibt es hier sicherlich welche die es besser wissen: Vermute allerdings ohne gewähr, dass bei 400V Betrieb die Stern-Reihenschaltung die Richtige für Dich ist.
      Hast Du Denn überhaupt einen e-Anschluss, der das stemmt. Eine 32A Starkstromdose dürfte sicherlich nicht reichen, selbst eine 64er ist noch knapp. Beim ersten Einschalten unbedingt auf korrekte Drehrichtung achten.

      Falls Du uns es verraten möchtest: was hast Du denn für das Maschinchen noch hingelegt.
    • Moin,

      ja bin ich mir! ;)
      Wir haben Zuhause neben Wohnhaus eine große Maschinenhalle (400m²) vollgepakt mit Dreh-, Fräsmaschinen, Schweißgerät und und und!
      Also um die Nutzung von Wärme und Strom mach ich mir keine Gedanken.

      Ich würde das Teil halt erstmal gerne nur zum Test laufen lassen um zu sehen ob die Steuerung funktioniert.... also mal ganz dumm gefragt ob ich an die Kabel die aus der Steuerung kommen einfach eine 32er Dose montieren kann und messen!? Was mich halt total verwirrt ist das da auch noch einige loose Kabel mit Lüsterklemmen rumliegen und vll. nicht doch etwas von der Steuerung fehlt!?

      lol ja kann ich schon.... dachte mir für 1500,- is nix kaputt! ;)
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    • Moin,

      also ich will Dir nicht den Spaß verderben aber mein bisschen English sagt das die Deif Steuerung - und somit das ganze Modul - nicht für Netzparallelanwendungen gedacht ist. Es handelt sich also nur um einen Notstromer bzw. Inselgenerator.

      deif.de/produkte-dokumentation…entation/bgc2?type=type_1
      Pöl BHKW Tiger †
      Pöl BHKW Raptor †
      Ecopower 1.0
      Solarthermie 27m² Heat-Pipe-Röhren
      PV Anlage 1,8kWp Solarmax 2000C 15xKaneka k120
    • Hallo erstmal,

      Du hast ein 30 kW Dieselmotor mit einem 40 kVA Synchrongenerator erstanden, Nennstrom 57 Ampere. Das heisst, dass man beim Einschalten, besser beim Synchronisieren auf das Netz durchaus Ausgleichströme erzielen kann, die darüber liegen können. Exitation Volts ist die Spannung, die die Erregermaschine erhält (die Konstruktionsskizze im BHWK.pdf zeigt dies auf Seite 2: über den Exiter Stator wird diese Spannung angelegt, dann wird im Exiter Rotor eine Spannung induziert im Rotating Rectifier gleichgerichtet und geht dann als Gleichstrom auf den SM-Rotor. AVR ist die Automated Voltage Regulator, also die Regelung für den Erregerstrom und damit die SM-Statorspannung.

      alikante schrieb:

      also ich will Dir nicht den Spaß verderben aber mein bisschen English sagt das die Deif Steuerung - und somit das ganze Modul - nicht für Netzparallelanwendungen gedacht ist. Es handelt sich also nur um einen Notstromer bzw. Inselgenerator.


      Kann denn die Maschine auch Wärme auskoppeln oder sollte ein Abgaswärmetauscher und Kühlwasserwärmetauscher drangebastelt werden? Reine Notstromaggregate haben ja meist keinen Flansch für ein hydraulisches Heizsystem.

      Im Prinzip kann man mit der 1500 € Hardware schon was anfangen - man muss nur die Steuerung erneuern, bzw. eine übergeordnete Steuergung entwerfen. Diese sollte eine Synchronisierung hinbekommen, d.h. Frequenz, Spannung und Phasenwinkel von Synchronmaschine und Netzspannung soweit annähern, dass man zuschalten kann. Elektrisch muss die Maschine die Vorgaben der VDE-AR-N 4105 einhalten (Erzeugungsanlagen am Niederspannungsnetz). Dazu wäre es noch geschickt, wenn die Steuerung Sollwerte bezüglich der Strom- und/oder Wärmeproduktion einhalten könnte. Null-Bezugssteuerung ist das für den Fall des Stromsollwertes, den man aus dem Stromzähler abgreifen kann. Wenn der sich kaum bewegt, dann liegt man richtig. Wärmesollwerte sind auch hilfreich, wenn man keine große Pufferspeicher hat - ansonsten taktet das Gerät zu häufig.

      Wenn Du also eine neue Steuerung entwerfen kannst und willst (ich denke, dass die Motorsteuerung mit dem vorhandenen Equipment ausreicht (Zündzeitpunkt, Einspritzmengen, etc. - was für eine Dieseleinspritzung ist vorhanden?) dann kann das eine nette Bastelarbeit werden. Ansonsten würde ich mir eher etwas fix von der Stange im Segment 20 kW kaufen, das funktioniert, hält die relevanten Normen ein und verdient auch sein Geld.

      Gruß,
      Gunnar
      Ist die Wärme kraftgekoppelt, wird die Energie gedoppelt. (Ulli Brosziewski)
    • Mo-Sport schrieb:

      Wir haben Zuhause neben Wohnhaus eine große Maschinenhalle (400m²) vollgepakt mit Dreh-, Fräsmaschinen, Schweißgerät und und und! Also um die Nutzung von Wärme und Strom mach ich mir keine Gedanken.


      Darüber sollte man sich zuallererst Gedanken machen, damit die Anschaffung eines BHKW die richtige Größenordnung trifft. Zu groß ist blöd, weil dann die Auslastung gering wird und auch er erzeugte Strom nicht direkt selbst genutzt werden kann, sondern ins Netz eingespeist wird (der übliche Preis liegt bei ~3 ct/kWh und das ist die Vergütung für die Netzeinspeistung).

      Wie groß ist also der Jahreswärmebedarf? Wie groß ist der schon installierte Kessel, der die Spitzenlast deckt? Welcher Brennstoff - warscheinlich Heizöl, sonst würdest Du Dir kein Dieselaggregat kaufen. Wieviel elektrische Energie wird pro Jahr gebraucht? Gibt es als Gewerbebetrieb eine registrierende Lastgangmessung? Falls Ja, wie sieht die Spitzenlast und kannst Du aus den 1/4h-Werten einen Lastgang bzw. eine Dauerlinie erstellen? Sind sonstige Erzeuger wie eine PV-Anlange vorhanden?

      Gruß,
      Gunnar
      Ist die Wärme kraftgekoppelt, wird die Energie gedoppelt. (Ulli Brosziewski)