Dachs umstellen auf Biogas?

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  • Dachs umstellen auf Biogas?

    Hallo,

    nachdem unser Dachs in diesem April 10 Jahre alt wird und damit seine Förderung ausläuft habe ich mich erinnert, dass hier mal darüber diskutiert wurde, auf bilanzielles Biogas umzusteigen und damit in die EEG-Förderung zu kommen. Ich kann dieses Thema leider nicht mehr finden.

    Gibt es zu dieser Idee irgendwelche Erfahrungswerte? Hat das jemand von euch gemacht oder vor?

    Ich würde mich über Informationen freuen, ob und wie das möglich ist, unser grünes Haustier damit wieder etwas rentabler betreiben zu können! Danke schon mal im Voraus!

    Viele Grüße,
    Björn
  • Hallo Björn,

    ich stehe im nächsten Jahr vor dem gleichen Problem und habe auch schon über Biogas nachgedacht. Soweit ich weis, muss das Biogas zu 100 % in Deutschland produziert und eingespeißt werden. Der Preis für dieses Biogas ist extrem teuer und rechnete sich damals nicht! Mein Dachs beheizt ein Sechsfamilienhaus mit 360 qm Wohnfläche. Das Bioerdgas würde dementsprechend auch die Heizkosten meiner Mieter erhöhen! Somit für mich keine Alternative.

    Viele Grüße

    Bernigo
  • Hallo Zusammen,

    Kennt einer von Euch Anbieter von zertifizierten Bioerdgas für BHKW damit diese die EEG Vergütung erhalten?
    Kann ich meine Mieter verpflichten den Mehrpreis bei den Heizkosten zu übernehmen, oder muss ich als Vermieter die Mehrkosten übernehmen?
    Viele Grüße
    Bernigo
  • Hallo,

    erst einmal danke für die ersten Antworten.

    Nach den Informationen, die ich im Netz finde, würde man 13,6 ct/kWh Einspeisevergütung bekommen, andere Stellen sprechen allerdings von 20ct/kWh... Hat jemand hier Erfahrungen und weiss, was davon jetzt stimmt? Gibt es eigentlich weiter die Steuerbefreiung aufs Erdgas nach der Umstellung-- oder läuft die auch nach 10 Jahren aus?

    Mir wäre jetzt z.B. Biogas von EW Schönau für 11ct/kWh oder Naturstrom für 10,4 ct/kWh aufgefallen, bei Einspeisung für 20ct/kWh sollte sich das (knapp) rechnen können, bei 13 wirds sicher sehr schwer.

    BHKW-Infothek schreibt zwar, dass das ein guter Weg für 10 Jahre alte BHKWs wäre, aber hat das mit der Umstellung hier schon jemand gemacht, der davon berichten kann?

    @Bernigo
    Ich würde die Umstellung nur machen, wenn sich das unter dem Strich für Strom und Wärme zusammen rechnen würde. Bei mir gehts aber auch um ein Einfamilienhaus....

    Viele Grüße,
    Björn
  • Hallo Björn,

    so ist es, für ein Mietwohngrundstück ist das keine Alternative. Gaskosten von 11 bis 13 Cent verdoppeln die Heizkosten der Mieter und führt verständlicherweise zu Stress!

    Eine einmal falsch getroffene Entscheidung lässt sich leider auch nach zehn Jahren nicht mehr korrigieren! Aber dennoch werde ich meinen Dachs nach Ablauf der zehn Jahre weiter betreiben. Ich werde dann rund 14.000 kW/h einspeisen zum Baseload von rund 4 Cent je KW/h was bei Eigenkosten von rund 10 Cent zu Verlusten von 14.000 * 0,06 = 840 Euro führt, gleichzeitig liefere ich 5.000 kW/h an die Mieter zu 28 Cent was einen Gewinn von 5.000*0,18=900 Euro. Die Wartungskosten sollen durch die Energiesteuererstattung teilweise abgefangen werden.

    Sollten größere Reparaturen fällig werden, dann überlege ich erneut ob sich ein Modernisierungspaket von Senertec lohnen könnte, solange der Dachs aber läuft, tausche ich keine funktionierenden Teile aus, nur um wieder Subventionen zu erhalten.

    Es geht nicht mehr darum das "der Kessel Geld verdient" sondern möglichst mit der schwarzen Null arbeitet!

    Aber letztendlich betreibe ich den Dachs, weil ich von der Konzeption der Kraft-Wärme-Kopplung überzeugt bin und ich glaube, dass eine funktionierende Stromwende nur mit der KWK-Technologe funktionieren kann.

    Viele Grüße

    Bernigo
  • Moin,

    Bernigo schrieb:

    Gaskosten von 11 bis 13 Cent verdoppeln die Heizkosten der Mieter und führt verständlicherweise zu Stress!
    das ist so nicht Zwingend!! Du bist ja nur als Vermieter an die HKVO gebunden, als "freier Wärmelieferant" könntest Du Betriebsintern die Wärmekosten mit den Stromeinnahmen subventionieren und so die Wärme zum gewohnten Preis an den Vermieter abgeben.

    Nur so als Gedankenspiel :whistling:

    Grüße
    Pöl BHKW Tiger †
    Pöl BHKW Raptor †
    Ecopower 1.0
    Solarthermie 27m² Heat-Pipe-Röhren
    PV Anlage 1,8kWp Solarmax 2000C 15xKaneka k120
  • alikante schrieb:

    Du bist ja nur als Vermieter an die HKVO gebunden, als "freier Wärmelieferant" könntest Du Betriebsintern die Wärmekosten mit den Stromeinnahmen subventionieren und so die Wärme zum gewohnten Preis an den Vermieter abgeben.


    Hallo Alikante,

    nur mal eine kleine Überschlagrechnung. Der Dachs braucht in der 22,8 kW/h Gas, davon 15.85 kW/h für die Wärmnerzeugung, das entspricht bei 3.500 Betriebsstunden und Mehrkosten von 6 Cent je kW/h (3500*15,85*0,6) insgesamt rund 3.300 Euro bei den Heizkosten! ?( ?(

    Beim Strom sieht es beim Bezugspreis von 13 Cent je bezogene kW/h Bioerdgas aus, dass der Dachs 6,95 kW/h Bioerdgas für 5,5 kW/h Strom benötigt. Dies gibt reine Betriebskosten von 16,43 Cent je kW/h Strom zuzüglich 2 Cent Wartung ergibt 18,43 Cent. Als Vergütung erhält man rund 20 Cent ?(

    Bei 3.500 Betriebsstunden fallen Netto rund 17.500 KW/h Strom an, hiervon gehen ca. 5500 an die Mieter und 12000 an den Versorger. Beim Versorger entsteht ein Rohgewinn von ca. 12.000 *0,02 Euro = 240 Euro, bei der Lieferung an die Mieter für 25 Cent verliere ich im Vergleich zum regulären Erdgas rund 10 Cent je kW/h was ein Verlust von 550 Euro, so dass hier nichts zu subventionieren ist! ?( Oder habe ich einen Denkfehler ?(

    Viele Grüße
    Bernigo
  • Moin,

    @ Bernigo :

    wenn das Gas über 10Cent brutto kostet mußt Du den Wärmepreis anheben, das ist logisch. Obwohl in Deiner Rechnung die Ausgaben brutto und die Einnahmen netto sind.

    Grüße
    Pöl BHKW Tiger †
    Pöl BHKW Raptor †
    Ecopower 1.0
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    PV Anlage 1,8kWp Solarmax 2000C 15xKaneka k120