Bericht: Billig Eigenbau 1kW Gas BHKW

    • Bernhard_Konrad schrieb:

      Er betreibt mit Flüssiggas...
      Das ändert nichts am Prozedere lediglich der Steuersatz ist anders. Er kann kein unversteuertes Flüssiggas beziehen.

      Im übrigen hast Du auch hier Unrecht denn er betreibt mit Erdgas.


      Also bitte ;-)_)
      Pöl BHKW Tiger †
      Pöl BHKW Raptor †
      Ecopower 1.0
      Solarthermie 27m² Heat-Pipe-Röhren
      PV Anlage 1,8kWp Solarmax 2000C 15xKaneka k120
    • @Berndhard:
      Wenn ich krank bin, springt die Gastherme ein. Das BHKW ist nur eine Öko-Sportart für mich.
      Die alleinige Wartung nur im Frühjahr sehe ich genauso. Vermutlich reicht eine Frischöl-Injektion von 1ml/h aus, um über den Winter zu kommen. Altöl sammelt sich im Kondensat-Behälter. Zündkerze, Ventilspiel, Wasserpumpe, Filter und Bürsten scheinen langlebig genug zu sein. Ohne den rostigen Aupuff sieht es mit der Sauberkeit am PWT auch besser aus.
      Typische DIY-Lösungen sind z.B. der "Kaffeekannen-Auspuff" für 25Euro. Doppelwandig und aus Edelstahl - sollte ewig halten.


      Die Split-Variante - beschrieben im Posting weiter oben - werde ich als nächstes aufbauen. Brauche sie zwingend für meinen 48V-Generator. Viel geiler finde ich sie aber in Kombination mit den Inverter-Geräten ISG 1200 und ISG 2000 von Güde. Die haben das Potential für automatischen E-Start und Netzeinspeisung (400VDC-Schiene) mit Bilanzpunktreglung - also auch was für Leute ohne Haus-Batterie.
      Bilder
      • Kaffeekanne.jpg

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      Citroen C-Zero, 35qm PV, 12kWh LiFePo (15x250Ah, Winston), 4kW Taiwan-Inverter, DIY BMS
      Hausdämmung 16cm PS 0.035, Waschmaschine und Trockner an Gasheizung angeschlossen

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von bkohl ()

    • Sehr interesantes Projekt.
      Ich würde versuchen bei einem umbau auf PMG Generator die Drehzahl zu reduzieren damit könnte man die Langlebigkeit, Wartungsintervalle und die Effizienz steigern. Leistung müste man warscheinlich ein wenig reduzieren sollte aber inverbindung mit dem Batteriespeicher für ein einfamilienhaus noch mehr als aussreichend sein.
    • alikante schrieb:

      Im übrigen hast Du auch hier Unrecht denn er betreibt mit Erdgas.
      Im Starterbeitrag, Seite 1, 5. Zeile steht "Flüssiggas". Auch die Gas-Koppeleinheit, die er verwendet, ist für Flüssiggasbetrieb.
      Und wer den Zoll kennt, der nimmt sich in Acht und klärt solche Fragen eingehend ab, bevor er plötzlich eine Klage wegen Steuerbetrug am Hals hat.
      Das war der Zweck meiner Bemerkung, nicht mehr und nicht weniger. "@alikante hat aber gesagt" interessiert den Zoll herzlich wenig. -
    • Aha,

      bkohl schrieb:

      1. Konzept: "so einfach und damit rentabel wie möglich"
      Basis ist ein Baumarkt-Stromerzeuger 2.7kW, der auf Gasbetrieb (z.Z.Flüssiggas) umgestellt wurde.
      ...

      3. gelöste Probleme:
      - Umstellung auf Gas
      Als BHKW Betreiber kennen wir den Zoll und haben mindestens 1x Jährlich mit ihm zu tun und ja ein BHKW - egal ob Gas, Flüssiggas oder Heizöl - interessiert den Zoll herzlich wenig. Denn wie schon geschrieben sind die Treibstoffe dafür bereits bei Kauf/Lieferung ordnungsgemäß versteuert.
      Viel inniger war die Beziehung zum HZA als ich noch ein EEG-BHKW auf Rapsöl betrieben habe, ein Steuerlager dafür einrichten mußte und mich wegen Stromsteuer ein wenig gezankt habe.


      Kennst Du diesen weisen Spruch ?? encrypted-tbn1.gstatic.com/ima…BvjrwbRSE1pvipSbaDXiZ4qLt

      Insofern vielen Dank für Deine Meinungsäuserung.

      mfg
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    • alikante schrieb:

      Es gilt aktuell die reduzierte Energiesteuer für Erdgas als Kraftstoff von 13,90€ je MWh gegenüber 31,80€ je MWh Regelsteuersatz für alle anderen Anwendungen zb. heizen.
      zb. heizen - nach deutscher Grammatik wäre das "zum Beispiel" (allerdings üblicherweise "z.B." abgekürzt)

      Erdgas zu Heizzwecken kostet 0,55ct/kWh an Energiesteuer. 3,18ct/kWh für Heizwärme würde die Verbraucher wohl auf die Barrikaden treiben.
    • Quelle Zoll : zoll.de/DE/Fachthemen/Steuern/…ff.html?searchResult=true

      Der Regelsteuersatz kommt nicht zur Anwendung sondern der reduzierte Satz von 5,5€/MWh


      mein Fehler


      Das ändert nach wie vor nichts am Prozedere.


      mfg
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    • @alikante & Bernhard: Das Ding läuft mit beiden Gassorten. Erdgas ist aber billiger

      Je besser die Technik funktioniert, werden rechtliche Dinge wichtiger. Das habe ich bisher einfach ausgeblendet.
      Also Danke für die Steuer-Informationen.
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    • bkohl schrieb:

      Je besser die Technik funktioniert, werden rechtliche Dinge wichtiger.
      Das ist klar, wobei Du mit dem Eigenbau hinter der Batterie kaum mit dem Fiskus zu tun haben wirst. Keine Einnahmen, keine Förderung, keine Steuern, keine Rückvergütungen.

      mfg
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    • bkohl schrieb:

      Die alleinige Wartung nur im Frühjahr sehe ich genauso. Vermutlich reicht eine Frischöl-Injektion von 1ml/h aus, um über den Winter zu kommen. Altöl sammelt sich im Kondensat-Behälter. Zündkerze, Ventilspiel, Wasserpumpe, Filter und Bürsten scheinen langlebig genug zu sein.
      Das sind wirklich spannende Erkenntnisse.
      Ein größerer Öl-Vorratsbehälter (wie auch immer angebunden) und günstigerweise ein bürstenloser Generator würde also reichen, um ein vollwertiges Mikro-BHKW mit akzeptablem Wirkungsgrad und guter technischer Standzeit zu bauen. Plus natürlich das Wärmetauscher-Zugemüse und Deine Wasserinjektion, etwas Steuerungstechnik und ein Kasten drumherum.

      Ich hätte erwartet, dass Du Kolben-Verschleiß, verbrannten Zylinderkopf, Lager-Verschleiß oder sonstwas berichten würdest.
      Aber nichts von alledem.
      Technisch gesehen wäre also in Serienfertigung ein Preis um 1000 Euro möglich - das ist sensationell!

      Was würde dann wohl ein modulierbares 3kW-Gerät kosten? Wohl kaum dramatisch mehr...

      Also nochmal: Das war Spitze :thumbup:
    • Neu

      Hallo!
      Bin neu hier. Super gemacht. Mit viel Ausdauer und Verstand. Ich habe kein BHKW, nur einen selbstgesetzten Kachelofen mit selbstgebauter Einspeisung in die Zentralheizung und ein China Notstromaggrat mit 2 KW.
      40 Jahre Erfahrung im warten und reparieren von Motoren vom Rasenmäher bis zum LKW.
      Der geringe el. Wirkungsgrad liegt am ungünstigem Betriebspunkt des Gasmotors.
      Hohe Drehzahl (3000?) und geringer Last (35%?). Drehzahl halbieren wäre ideal, ist aber bei einem direkt geflanschtem Generator etwas aufwendig. (Anderer Generator oder Getriebe) Würde als Nebenefekt aber auch Lärm und Verschleiß stark mindern.
      Das Kompressionsverhältnis ist zu gering.
      Der Motor ist für 91 Oktan gebaut, Erdas hat ca. 130 Oktan. Dünnere Kopfdichtung oder wenn nicht aufzutreiben, Kopf abdrehen oder abfräsen.
      Wassereinspritzung in den Abgaskrümmer ist mir neu, löst aber offentsichlich viele Probleme, scheint genial.
      Herzliche Grüße
    • Neu

      Hallo Carlo
      Interessante Aspekte, die Du da einbringst.
      Erhöht ein höheres Kompressionsverhältnis nicht auch die Verbrennungstemperatur - und damit die Belastung von Kolben, Zylinderkopf, Ventilen und Ventilsitzen?
      Also doch höheren Verschleiß?

      Wie ist die Oktanzahl von Flüssiggas?
    • Neu

      @Carlo: Welches Kompressionsverhältnis wäre denn für Erdgas ideal?

      Hab mir heute ein ISG 1200 ECO zum Spielen gekauft. Dort könnte man die Drosselklappe weglassen und die Drehzahlreglung mittels variabler elektronischer Last auf der 400VDC-Schiene bewerkstelligen. In der Praxis wäre das dann ein Einspeise-WR oder ein Batterie-Ladegerät. Zwischen z.B. 300-1000W wird dann der Eigenbedarf durch Drehzahl-Modulation erzeugbar. Der Wirkungsgrad sollte in dieser ungedrosselten Betriebsweise deutlich besser sein.

      @Bernhard: Der Zylinderkopf ist mit Wasserinjektion sicherlich gut kühlbar
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      Oktanzahl Flüssigas 105 bis 115 hängt vom BButananteil ab. Campinggas niedere Zahl, Autogas höhere.
      Ja die Temperaturen werden höher. Über 580 Grad C sollten die Auspuffgase direkt nach nach dem Ventil nicht erreichen. Da der Motor nicht mit Vollgas läuft sollte dies kein Problem sein. Auf über 11 würd ich mit der Verdichtung nicht gehen.
      Betrieb ganz ohne Drosselklappe ist Dauervollgas und damit der schnelle Exitus.
      Mehr wie dreiviertelgas Dauerleistung halte ich bei solchen Motoren für vorsätzliche Sachbeschädigung.
    • Neu

      Erdgas hat eine Niedrigere Verbrennungstemperatur alsFlüssiggas. Bevor ich die Verdichtung erhöhe, würde ich erst malan den Zündzeitpunkt gehen. Das senkt die Abgastemperatur amAuslass, Steiger Leistung und Effizienz. Am Besten wäre es aber dieDrehzahl über einen anderen Generator auf < 2000rpm zu bekommen.
      Bei dem ISG 1200 ECO finde ich die Drehzahl für denDauerbetrieb viel zu Hoch (>=4000upm)
    • Neu

      Den Zündzeitpunkt auf später legen senkt die Abgastemperatur, senkt die Leistung, senkt den Wirkungsgrad. Nur wenn man die Drehzahl senkt ist es erforderlich den Zündzeitpunkt auf später zu stellen. Vorzündung ist dann immer noch erforderlich. Früher machte das der Fliehkraftregler im Zündverteiler, heute die Elektronik. Da kann man wohl nur den Geber anders positionieren. Solange man die Drehzahl nicht für die Frequenz oder die Leistung braucht, sollte man sie so niedrig wie möglich halten. (Natürlich mit etwas Reserve)
    • Neu

      Zündzeitpunk auf Später stellen Erhöht die Abgastemperatur! Stell man die Zündung auf Früher sinkt (z.B. von 10° vor OT auf 14° vor OT) sinkt die Abgastemperatur am Auslass und Leitung und Effizienz steigen da mehr Energie im Brennraum bleibt. Stellt man den Zündzeitpunkt jedoch zu Früh fängt es an zu Klopfen (Unkontrollierte Zündung des Gemisches).
      Bei erdgas magerbetrieb ist die Klopffestigkeit so hoch das man den Zündzeitpunkt von einem auf Benzin ausgelegt motor noch um einiges in richtung Früh Verschieben kann.
      Beste Lösung wäre ein PMG Generator der so bei 2000-2200 upm 58v liefert und damit dann den Speicher direkt lädt. Wahrscheinlich könnte da sogar der Zündzeitpunkt bei der Werkseinstellung Bleiben wenn der nicht Drehzahlvariabel ist.