Neubauauf dem Land als Insel mit PV+BHKW+Holz

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    • Neubauauf dem Land als Insel mit PV+BHKW+Holz

      Liebe BHKW Gemeinde,
      ich habe mich durch allerhand Beiträge gelesen und viel dabei gelernt. Ein tolles Forum!
      Unser neues, etwas abgelegenes Landhaus (200qm, 4 Pers, Niedrigenergie Standard) wird eine Insel und ich möchte gerne wissen was ihr technisch von unserem Konzept haltet? Einige konkrete Fragen habe ich gleich mit eingebaut:

      3 KWp PV Anlage mit Batteriespeicher (aber welche Batterie?) liefert den Strom im Sommer und über einen Heizstab mit überzähligem Strom warmes Brauchwasser in den Kombispeicher (Welcher ist der sinnvollste Kombispeicher?)
      In der Übergangszeit und im Winter wollen wir einen wassergeführten Kamin heizen. Das finden wir gemütlich und Holz haben wir auch. Über den Kombispeicher liefert der Kamin auch gleich warmes Brauchwasser.

      Ist bei Frost keiner zu Hause, die Batterie leer oder ein dunkler Wintertag ohne PV ertrag läuft unser kleines BHKW für zwei Stunden. Das soll ein preiswerter aber solider Fischer-Panda 4000i Generator werden der 3,8 KW elk. liefert und ca. 8 KW thermisch. Den gibt es mit Abgaswärmetauscher, ist wassergekühlt und kann, wie der Kamin, einfach in das Heizsystem eingebunden werden. Der Fischer Panda (den ich für 4TD€ bekomme) kommt aus der Seefahrt hat eine simple, leicht zu wartende Technik (mit einem Farymann 18W auf Heizöl Basis) liefert eine saubere gleichmäßige Spannung und ist fix und fertig Schallgedämmt. Nur eine automatische wärme- und stromgeführte Motorsteuerung fehlt noch dafür. Vielleicht habt Ihr auch da noch einen heißen Tipp?

      Wie findet Ihr das technische Konzept? Wo seht Ihr Probleme?
    • Hallo Berlin 34,
      wenn ich mir deine Daten anschaue denke ich das dein BHKW nur als Reservekessel laufen soll.
      Dies kann auch ein normaler Ölkessel genauso gut tun.
      Ich würde kein Heizschwert sondern gleich eine Wärmepumpe mit Solar verbinden vielleicht 1-2kWp mehr zum Heizen je nach Platz auf dein Dach.
      Einen guten großen Schichtkombispeicher.
      Zu Spitzenzeiten Holz. Grundlast Solar-Wärmepumpe
      Dein Strom direkt verbrauchen in Wärme speichern und der rest Einspeisen.
      Dies muß von einen sehr erfahrenen Heizungsbauer errechnet werden.
      Gruß
      Pfleger
    • Hallo Pfleger,
      nicht Reservekessel, da eine Ölheizung doch keinen Strom erzeugt und mit eigenem Schornstein soviel wie der Fischer Panda Generator (BHKW) kosten würde. Das BHKW ist notwendig, da wir keinen Stromanschluss haben werden/wollen und rechnet sich auch eher, wenn wir auf die Ausgaben von 3-4 Tausend Euro für das Legen des Anschlusses gleich verzichten. Auf dem Dach wird genug Platz sein, es können also auch mehr KWp installiert werden, wenn das wirklich sinnvoll ist. Aber nicht vergessen: keine Einspeisung ohne Anschluss also die ggf. überzählige Energie in Batterie und warmem (Brauch-) Wasser speichern!?
      Nochmal die Idee:
      Im Sommer: mehr als genug PV Strom, Brauchwasser via Strom, Batteriepuffer für Nachtstrom
      Im Frühjahr und Herbst: PV Strom sollte gerade so reichen, Wärme und Brauchwasser durch wasserführenden Kamin, Batteriepuffer für Nachtstrom
      Im Winter: kaum PV Strom, Kamin für Wärme und Warmwasser, 2-3 Stunden Strom vom Fischer Panda (BHKW) der den Schichtkombispeicher und die Batterien füllt, Batteriepuffer wenn BHKW aus ist und/oder 0 PV Strom anfällt

      Welchen Schichtkombispeicher kannst Du wirklich empfehlen?
      Welcher Heizungsbauer hat sowas ähnliches schon gebaut und Erfahrung damit?

      beste Grüsse
      Berlin34
    • Hallo Berlin 34,

      ein interessantes Projekt.

      Um besser beurteilen zu können, bräuchte man den ungefähren Jahresstromverbrauch sowie der erwarte/berechnete Wärmeverbrauch des Hauses. Schau mal unter Biete Stromspeichersystem 15(30) kWh

      Dort ist eine Kombination mit PV, BHKW und Stromspeicher beschrieben.

      Bernd der Dachsgebeutete braucht zur Zeit noch 50- 80kWh im Monat für sein System. Der Stromspeicher muss immer wieder geladen werden. Diese Ladungen erfolgen nicht immer, wenn gerade das BHKW läuft. Ob eine komplette Insellösung zu akzeptablen Preisen möglich ist, kann ich nicht beurteilen.

      Bei der Auslegung des Pufferspeichers muss berücksichtigt werden, dass im Sommer das BHKW auch laufen muss, wenn kein Wärmebedarf vorhanden ist. Der Pufferspeicher müsste meiner Meinung nach größer ausgelegt werden.

      Wie fit bist Du bezüglich Programmierung bzw. Regelungstechnik? Ist es möglich den Panda stromgeführt zu betreiben? Gibt es ein Eingangssignal, welches man nutzen könnte? Bezüglich stromgeführtem BHKW hat u.a. Tom3244 viel Erfahrung. Er benutzt eine Loxone-Steuerung.

      Grüße

      Neudachser2008
    • Lieber Neudachser 2008,

      vielen Dank für Deine Anmerkungen. Unsere Insellösung wird wirtschaftlich mittelfristig vernüntig, nicht zuletzt "sparen" wir 4 .000 Euro für den Stromanschluss und 2.500 Euro für den Gasanschluss die wir in die Inseltechnik stecken können. Ich will die Wirtschaftlichkeit aber nicht weiter diskutieren, da niemand genau weiß wie sich die Energiepreise in den nächsten 20 Jahren entwickeln werden bleibt das immer alles vage.
      Wir wollen das mit der Insel machen weil wir das cool finden. Auf unserem Katamaran funktioniert das autarke Stromleben übrigens ganz prima. Warum also nicht im super gedämmten Landhaus? Aussderdem bauen wir im Naturschutzgebiet und wollen was für die Umwelt und gegen die großen und dummen Versorger tun.

      Danke für den Hinweis mit dem Stromspeicher: Genau so ein Speichersystem benötigen wir aber zusammen mit einer 3-5 KWp PV Anlage. Das muss alles gut zusammen passen und zusammen arbeiten.

      Zu den Bedarfsdaten: Wir bauen ein neues Haus mit 300qm von denen aber maximal 200qm beheizt werden müssen. Das ist ein Neubau in Holzständerbauweise und ich gehe von einem Jahres-Heizenergiebedarf von 30-40 KW/h pro qm aus. Strom verbrauchen wir bei umsichtigem Verhalten etwa 2.500 KW/h im Jahr. Ohne Umsicht hier in einer großen Berliner Wohnung sind es 3.500 KW/h.

      Bei der Größe des Pufferspeichers scheiden sich die Geister. Es gibt auch gute Gründe den nicht zu groß zu machen. Schließlich muss der einmal die Woche wegen der Legionellen auf 60 Grad hoch und ich möchte nicht gerne auch Sommer 1000 Liter oder mehr auf rund 60 Grad halten. Ich suche einen in D gefertigten Kombispeicher mit rund 200 Litern Edelstahl-Brauchwasser-Tank in einem Speicher mit drumherum ca. 400 Litern Heizungswasser. Muss das BHKW im Sommer aus unerfindlichen Gründen doch mal länger als 2-3 Stunden laufen (solange können 600 Liter Wasser die Energie von 8 KW/h Wärme die das BHKW produziert aufnehmen), muss eben die dann überzählige Wärmeabfuhr über die FB Heizung in unbenutzten Räumen erfolgen. Wenn wir, wie Bernd der Dachsgebeutete 50-80 KW im Monat auch im Sommer
      mit BHKW dazu erzeugen müßten, hieße das mit dem Fischer Panda 1
      Betriebsstunde am Tag! Da wäre theoretisch für die Wärmeabfuhr auch ein ganz kleiner Wasserspeicher ausreichend.

      Ich möchte die PV Anlage aber so groß aus legen, dass das BHKW im Sommer gar nicht zum Einsatz kommt. Warmes Wasser soll mit dem nicht verbrauchten und nicht mehr in Batterien (weil voll) speicherbaren Solarstrom über die Heizpatrone erfolgen. Für diese Aufgabe habe ich eine Schaltung gefunden. Seht mal den Link.

      Zur Steuerungstechnik: Ich habe keine Ahnung von der Steuerung:
      Der Fischer Panda 4000i ist der einfachste und kleinste Generator (3,8 KW el.) in deren Lieferprogramm und hat eine analoge Steuerung für Start und Stop sowie automatischen Stop bei Ölunterdruck und Überhitzung. Die Signalleitungen zum Bedienpanel mit den Start/Stop Tastern und einem Stundenzähler sind im 12 V Bereich. Stop wird durch ein schließendes Magnetventil an der Dieselzuleitung erreicht. Der Gashebel ist fest auf die betriebsnotwendige Drehzahl (für 230 V Spannung) eingestellt. Ich nehme mal an, dass eine automatische Stromgeführte Gneratorsteuung dort ansetzen kann. Die brauche ich noch als stromgeführte Steuerung für das BHKW die auch mit einem noch auszuwählenden PV Wechselrichter und Batterielader zusammen arbeiten muß. Schließlich soll das BHKW ja anspringen, wenn z.B.:
      a). Der Heizstab im Wasserspeicher (im Extremfall wegen Frostgefahr) oder eine Zirkulationspumpe einschaltet aber weder genug Batterie- noch PV-Strom zur Verfügung steht
      b). gerade mal mehr Strom benötigt wird als PV Anlage und/oder Batterie hergeben
      c). Ein GSM-Modul angerufen wird das das BHKW startet um z.B. im Winter nach längerer Abwesenheit in ein warmes Haus zu kommen
      d). Die Batterien mal richtig voll geladen werden sollen und deshalb von "Hand" gestartet wird
      e). Im Herbst und Winter die wöchentliche Legionellen Vernichtung ansteht und das Speicherwasser auf 60 Grad hoch muß
      f). vielleicht noch weitere Aufgaben für die Steuerung die sich mir als Laien noch nicht erschlossen haben...

      Hat Tom3244 so eine Steuerung?

      viele Grüsse von
      Berlin34
      Dateien
    • berlin34 schrieb:

      Wir bauen ein neues Haus mit 300qm von denen aber maximal 200qm beheizt werden müssen. Das ist ein Neubau in Holzständerbauweise und ich gehe von einem Jahres-Heizenergiebedarf von 30-40 KW/h pro qm aus. Strom verbrauchen wir bei umsichtigem Verhalten etwa 2.500 KW/h im Jahr. Ohne Umsicht hier in einer großen Berliner Wohnung sind es 3.500 KW/h.
      hallo mal

      Ist die Pandalösung auf Dauerversorgung ausgelegt?
      Für mich sin diese Pandas völlig überteuert - im Expeditionsbereich sicher interessant, aber für eine Heimversorgung?




      Da lieber noch 2 kWp auf das Dach mit dazu packen, einen gescheiten Victron-Energy oder Studer Batterylader/ Konverter dazu
      + einen ordentlichen Speicher ( Traktions/Staplerbatterieen oder Winston Zellen // 400Ah - 24 kwh Brutto und ca. 19 kwh nutzbar )

      Schon mal den Pellet-Ökofen-e beäugt?
      okofen-e.com/


      Warum macht man sich da notorisch zuviel Gedanken wg. Steuerungen, usw. Würde für den Sommerbetrieb nur einen eco-AEG-Duschboiler
      installieren. Ist merklich unkomplizierter, sparsamer und funktioniert direkt im PV/Battery-Netzsystem.

      Das nächste Projekt wird ein reines AC1/230V Projekt m. 24 x 270wp Modulen auf dem Dach, Victron-Energy-Lader/Konverter-Komponenten,
      Traktionsbattery oder Winston-Zellen-Batteryblock.

      In Österreich werden die Pellet-Ökofen-e-BHKWs recht ordentlich gefördert. evtl. zuschlagen, so lange es den Zaster gibt?