EEG 2014 mit EEG-Umlage auf den Eigenverbrauch aus BHKW!

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    • ecopowerprofi schrieb:

      Zitat von »§ 61 EEG«
      3. wenn sich der Eigenversorger selbst vollständig mit Strom aus erneuerbaren Energien versorgt und für den Strom aus seiner Anlage, den er nicht selbst verbraucht, keine finanzielle Förderung nach Teil 3 in Anspruch nimmt, und


      Auslegung wie folgt: Keinen KWK-Zuschlag für die Einspeisung ==> keine EEG-Umlage auf Eigenverbrauch.
      D.h. aber auch man kann dann trotzdem die KWK-Zulage für den Eigenverbrauch verlangen, da ausdrücklich nur auf den nicht selbst verbrauchten Strom Bezug genommen wird. Die Einspeisevergütung nach EEX und VNNE bleibt hiervon unberührt.


      Da steht "vollständig mit Strom aus erneuerbaren Energien versorgt", d.h. in dem Portfolio darf kein fossiler KWK-Strom drin sein. Man muss also Biomethan als Brennstoff nehmen. Das kann man ja freiwillig als teuren Brennstoff nehmen, und keine Förderung nach dem EEG einfordern, sondern nach dem KWKG. In der Kombination mit einer PV-Anlage und einem Batteriespeicher könnte das vielleicht sogar klappen, wenn man dann ein virtuelles Inselnetz fährt, d.h. es wird immer leicht rückgespeist und wenn mal alle Stricke Reissen kann man nach wie vor noch Netzreserveleistung in Anspruch nehmen. Die Frage ist für mich nur, was passiert dann - wenn man temporär ein paar kWh aus der Grundversorgung des lokalen EVUs beziehen muss? Was ist, wenn das aufgrund eines Eingriff nach dem Einspeisemangements passiert und meine PV-Anlage abgeregelt wird und ich notgedrungen Stom aus dem Netz entnehmen muss - was ja ein gewünschter Vorgang bei Überschusssituationen sein kann?

      Gruß,
      Gunnar
      Ist die Wärme kraftgekoppelt, wird die Energie gedoppelt. (Ulli Brosziewski)
    • gunnar.kaestle schrieb:

      Man muss also Biomethan als Brennstoff nehmen.

      Man kann ja über den normalen Erdgasanschluss Biogas beziehen. Das wäre kein unlösbares Problem. Da es nur um die Stromproduktion geht, kann man für den Spitzenlastkessel "normales" Erdgas verwenden.

      gunnar.kaestle schrieb:

      Was ist, wenn das aufgrund eines Eingriff nach dem Einspeisemangements passiert und meine PV-Anlage abgeregelt wird und ich notgedrungen Stom aus dem Netz entnehmen muss - was ja ein gewünschter Vorgang bei Überschusssituationen sein kann?

      Diese Frage reizt mich besonders. Hier sind dann ja zwei Vorschriften aus dem Gesetz, die sich schon gegenseitig ausschließen. Das eine muss mann (RSE) und dass andere darf man nicht (Bezug). Gleichbedeutend mit einer Zwangsabschaltung. Ich kann nur sagen: "Denn Sie wissen nicht was sie tun."

      Man kann das aber auch auf die Spitze treiben und für den Bezug dann eine Vergütung für negative Regelenergie verlangen, da man nur dann bezieht, wenn der Netzbetreiber die Leistungsreduzierung vornimmt.

      Mein Fazid: Chaos weil man es den Lobbyisten Recht machen will und es dem Wähler noch irgendwie "verkaufen" muss.
      Rechnen hilft. Bleistift, Stück Papier und ein Taschenrechner und man wird sich über einige Ergebnisse wundern. ?(
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    • Moin,

      Mein Fazid: Chaos weil man es den Lobbyisten Recht machen will und es dem Wähler noch irgendwie "verkaufen" muss.
      Genau daran krankt doch die ganze Energiewende :evil:


      Gruß
      Tom
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    • Moin in Die Runde,

      hier das Rundschreiben vom BKWK

      B.KWK Mitgliederrundschreiben 12/2014

      ZUR INFORMATION


      Bundesregierung beschließt Reform des Erneuerbare-Energien-Gesetzes

      27.06.2014/JJ

      Sehr geehrte Damen und Herren,

      nach intensiver und kontroverser Diskussion hat heute der Bundestag die Reform des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) beschlossen. Dabei wurde die Beschlussempfehlung des Ausschusses für Wirtschaft und Energie (Drucksache 18/1891) angenommen, in der gegenüber dem bisherigen Regierungsentwurf noch kurzfristige Änderungen vorgenommen wurden.

      Zu den wesentlichen neuen Regelungen gehören insbesondere die grundsätzliche Einbeziehung und Beteiligung der Eigenerzeugung an der EEG-Umlage sowie die Umstiegsmöglichkeit von bestehenden KWK-Anlagen auf Biomethan.

      Für die Eigenerzeugung in KWK wesentlichen Regelungen regelt jetzt der § 61 „EEG-Umlage für Letztverbraucher und Eigenversorger“.

      Anteil der EEG-Umlage für die Eigenversorgung in KWK
      30 % für Strom, der nach dem 31. Juli 2014 und vor dem 1. Januar 2016 verbraucht
      wird,
      35 % für Strom, der nach dem 31. Dezember 2015 und vor dem 1. Januar 2017 verbraucht
      wird, und
      40 % für Strom, der ab dem 1. Januar 2017 verbraucht wird.

      Voraussetzung ist der Betrieb einer hocheffizienten KWK-Anlage, ein Monats- oder Jahresnutzungsgrad von mindestens 70 Prozent und die Erfüllung von Meldepflichten. Bei Nichteinhaltung der Kriterien erhöht sich die EEG-Umlage auf 100 %.

      Bagatellgrenze
      Die EEG-Umlage entfällt für Strom aus Stromerzeugungsanlagen mit einer installierten Leistung von höchstens 10 kW für bis zu 10 MWh selbst verbrauchten Stroms pro Kalenderjahr.

      Bestandsschutz
      Die EEG-Umlage entfällt bei Bestandsanlagen,
      1. wenn der Letztverbraucher die Stromerzeugungsanlage als Eigenerzeuger betreibt,
      2. soweit der Letztverbraucher den Strom selbst verbraucht und
      3. sofern der Strom nicht durch ein Netz durchgeleitet wird, es sei denn, der Strom wird im räumlichen Zusammenhang zu der Stromerzeugungsanlage verbraucht.

      Als Bestandsanlage gilt jede Stromerzeugungsanlage, die der Letztverbraucher vor dem 1. August 2014 als Eigenerzeuger betrieben hat. Alternativ reicht eine Genehmigung der Anlage nach Bestimmungen des Bundesrechtes (wie dem Bundes-Immissionsschutzgesetz) vor dem 23. Januar 2014 wenn diese vor dem 1. Januar 2015 genutzt wurde.

      Auch die Erneuerung, Erweiterung und Ersatz einer Stromerzeugungsanlage an demselben Standort bleibt EEG-Umlage frei, wenn die installierte Leistung nicht um mehr als 30 Prozent erhöht wird.

      Biomethan
      Blockheizkraftwerke (BHKW), die bisher Erdgas nutzten, können auch künftig zu den alten, hohen Fördersätzen auf Biomethan umsteigen. Das ist aus Kostengründen an die Voraussetzungen gebunden, dass sie ausschließlich Biomethan aus bestehenden Gasaufbereitungsanlagen nutzen und für jedes „neue“ BHKW ein „altes“ BHKW außer Betrieb geht.

      Der B.KWK wird in den nächsten Tagen eine detaillierte Auswertung der neuen Regelungen vornehmen.

      Eine zeitnahe Gelegenheit, gemeinsam mit Experten die neuen Regeln zu analysieren und die Auswirkungen auf die Praxis zu diskutieren bietet auch die B.KWK-Fachtagung am 8./9.7.14 in Berlin:
      FACHTAGUNG "Dezentrale Kraft-Wärme-Kopplung: Geschäftsfeld für Stadtwerke und Energieversorger



      Weiterführende Informationen

      Die angenommene Beschlussempfehlung des Ausschusses für Wirtschaft und Energie (Drucksache
      18/1891):
      dip21.bundestag.de/dip21/btd/18/018/1801891.pdf

      Die Rede von Bundesminister Sigmar Gabriel finden Sie hier:
      bmwi.de/DE/Mediathek/videos,did=644450.html


      Wichtige Fragen und Antworten zur EEG-Reform finden Sie hier.

      Mit schönen Grüßen aus Berlin-Mitte
      Mit Energie geladenen Grüßen aus dem Teufelsmoor.
      Nicht nur privat bin ich von hocheffizienten BHKW überzeugt.
      Vom Hobby zum Beruf gekommen bin ich seit einigen Jahren auch Angestellter der MWB AG und seit Februar 2014 bei RMB Energie GmbH
    • Diese ***dwfw***dgfw*****vgvwr

      Nun ja,
      mal schaun wie schnell die Gerichte sind.

      Bis dahin,
      kann man sich ja mal auf den Seiten des BMWI rumtummeln um aktuell Stand zu sehen
      bmwi.de/DE/Themen/Energie/Erne…eg-reform,did=617412.html

      Schön z.B. die Antworten auf einzelne Fragen

      37. Müssen auch private Erzeuger künftig EEG-Umlage für den Strom zahlen, den sie selbst verbrauchen?



      Bei der Eigenstromversorgung sollen künftig alle einen Beitrag zu den Ausbaukosten für die erneuerbaren Energien leisten. Eigenversorger ist, wer seinen Strom selbst erzeugt und verbraucht, also beispielsweise auch private Haushalte, die Strom aus ihrer Photovoltaikanlage verbrauchen.

      Für Strom aus neuen Erneuerbare-Energien-Anlagen oder neuen Kraft-Wärme-Koppelungsanlagen (KWK), der in unmittelbarer räumlicher Nähe zu der Stromerzeugungsanlage genutzt wird, muss eine auf 40 Prozent reduzierte EEG-Umlage gezahlt werden (siehe oben). Für Strom aus konventionellen Anlagen fällt hingegen die volle Umlage an.

      Außerdem wird eine Bagatellgrenze eingeführt: Bei kleineren Anlagen mit einer installierten Leistung von höchstens zehn Kilowatt werden die ersten zehn Megawattstunden, die selbst verbraucht werden, nicht mit der EEG-Umlage belastet. Das heißt: Für das Solardach auf einem Einfamilienhaus oder für kleine KWK-Anlagen wird in der Regel weiterhin keine EEG-Umlage fällig. Soweit ein Betreiber einer hocheffizienten Kraft-Wärme-Koppelungsanlage mit einer installierten Leistung von zehn Kilowatt mehr als zehn Megawattstunden selbst verbraucht, muss er für die Strommenge, die die zehn Megawattstunden übersteigen, die verminderte EEG-Umlage zahlen.



      oder

      38. Schwächt die Beteiligung der Eigenstromversorger an der Finanzierung des EEG nicht den Neubau von Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen (KWK) und Anlagen zur Erzeugung von Strom aus erneuerbaren Energien?



      Der Ausbau der erneuerbaren Energien ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Es ist deshalb nur fair, wenn die Lasten auf möglichst viele Schultern verteilt werden und auch Eigenstromversorger ihren Beitrag leisten. Daher werden auch sie an der EEG-Umlage beteiligt. Beide Gruppen zahlen jedoch eine reduzierte EEG-Umlage. Um die Wirtschaftlichkeit von neuen Kraft-Wärme-Koppelungsanlagen weiterhin zu gewährleisten, wird mit der EEG-Novelle eine Verordnungsermächtigung mit ins Kraft-Wärme-Koppelungsgesetz (KWKG) aufgenommen, die die Bundesregierung in die Lage versetzt, die Belastungen der Eigenversorgung durch die EEG-Umlage mittels einer Anhebung der entsprechenden Fördersätze für die betroffenen Anlagen im KWKG auszugleichen.

      hehe....na mal schaun, ob das automatisch durchgezogen wird
      ....Werden die Fördersätze KWK also von 5,41 auf knapp 8ct Erhöhht?
      irgendwie glaub ich nicht daran.
      und selbst wenn....was sit denn das für ein Ding? Juhu, EEG-Umlage stabilisiert, jetzt geht die KWK-Umlage nach oben?
      Dann werden wir also in Zukunf als Bösewichte an den Pranger gestellt?!
    • firestarter schrieb:


      38. Schwächt die Beteiligung der Eigenstromversorger an der Finanzierung des EEG nicht den Neubau von Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen (KWK) und Anlagen zur Erzeugung von Strom aus erneuerbaren Energien?

      Der Ausbau der erneuerbaren Energien ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Es ist deshalb nur fair, wenn die Lasten auf möglichst viele Schultern verteilt werden und auch Eigenstromversorger ihren Beitrag leisten. Daher werden auch sie an der EEG-Umlage beteiligt. Beide Gruppen zahlen jedoch eine reduzierte EEG-Umlage. Um die Wirtschaftlichkeit von neuen Kraft-Wärme-Koppelungsanlagen weiterhin zu gewährleisten, wird mit der EEG-Novelle eine Verordnungsermächtigung mit ins Kraft-Wärme-Koppelungsgesetz (KWKG) aufgenommen, die die Bundesregierung in die Lage versetzt, die Belastungen der Eigenversorgung durch die EEG-Umlage mittels einer Anhebung der entsprechenden Fördersätze für die betroffenen Anlagen im KWKG auszugleichen.


      hehe....na mal schaun, ob das automatisch durchgezogen wird
      ....Werden die Fördersätze KWK also von 5,41 auf knapp 8ct Erhöhht?
      irgendwie glaub ich nicht daran.
      und selbst wenn....was sit denn das für ein Ding? Juhu, EEG-Umlage stabilisiert, jetzt geht die KWK-Umlage nach oben?
      Dann werden wir also in Zukunf als Bösewichte an den Pranger gestellt?!


      Ich glaube das auch nicht, dass man diese Option über die Verordnungsermächtigung konsequent nutzt. Ausserdem wird man damit nur ein "Fördermittelkreislaufgesetz" realisieren, weil die Belastung von einem Topf in einen anderen Verschoben wird.

      Gruß,
      Gunnar
      Ist die Wärme kraftgekoppelt, wird die Energie gedoppelt. (Ulli Brosziewski)
    • Darf man addieren?

      Angenommen man hat ein BHKW mit unter 10 kW und eine PV mit unter 10 kW

      Das eine läuft auf KWK das andere auf EEG - das sind dann zwei Anlagen, oder?

      Das heißt dann aber automatisch, man kann 20 000 kWh verbrauchen ohne EEG Umlage, oder :?:


      Wenn ich dann noch ein BHKW mit Biomethan betreibe ist das dann eine dritte Anlage .||.
      Natürlich hätte ich auch noch als vierte Anlage ein Kleinwindrad zu bieten... ;-_


      Mit freundlichen Grüßen

      Solardachs
    • Solardachs schrieb:

      Das heißt dann aber automatisch, man kann 20 000 kWh verbrauchen ohne EEG Umlage, oder :?:

      Nee, nur 10.000kWh.

      Zur Info:
      (2) Der Anspruch nach Absatz 1 entfällt bei Eigenversorgungen,
      ...............
      4. wenn Strom aus Stromerzeugungsanlagen mit einer installierten Leistung von höchstens 10 Kilowatt erzeugt wird, für höchstens 10 Megawattstunden selbst verbrauchten Stroms pro Kalenderjahr; ..................

      Da steht nix von je Anlage.
      Rechnen hilft. Bleistift, Stück Papier und ein Taschenrechner und man wird sich über einige Ergebnisse wundern. ?(
      perdok.info/
      Oscar Perdok GmbH
      Gildeweg 14, 46562 Voerde
      Beratung, Planung und Installation von: KWK-Anlagen, PV-Anlagen, Stromspeicher mit Notstromfunktion, Eigene Herstellung von Ladestationen für E-Mobile, Energie-Effizienz incl. Kosten/Nutzen-Betrachtung, Ladestation für E-Mobile (kostenlos)