Senertec Dachs G 5.5 - Modernisierung nach 10 Jahren?

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    • Senertec Dachs G 5.5 - Modernisierung nach 10 Jahren?

      Guten Tag !

      Ich habe eine Dachs Anlage übernommen und brauche nun eure Hilfe als Volllaie zu dem Thema :S


      Folgende Situation :


      Im August wird die Anlage 10 Jahre alt. So viel ich weiss ... (bitte korrigiert mich)


      -Entfällt ab August dann der Zuschuss für den erzeugten Strom gemäß "KWKModG § 7 Abs. 4 Satz 2"
      -Entfallen damit auch noch weitere Zuschüsse wie z. B. die "Mineralsteuer Gas" vom Zoll ?


      Mein betreuender Händler hat mir geraten eine sogenanntes "Paket 50% Generator für Gas-Dachs (603)" zu verbauen. Die Zuschüsse aus dem KWK-Gesetz für die kommenden 10 Jahre würden in Summe dann bei meinem Anlagenbetrieb, etwas mehr als die kompletten Investitionskosten aus dem Umbau abdecken.
      Mein Händler verwies auch auf den Umstand, dass bei der Fortführung des Betriebes meines DACHSes ohne Modernisierung, mit der doppelten Höhe an Vollwartungs- und Instandhaltungskosten zu rechnen sei im Vergleich zu einer Neuanlage. Ich weiss, dass die Ventile wohl ihre Verschleissgrenze fast erreicht haben und ein Austausch des Zylinderkopfes (?) nötig wird in der Zukunft.


      Laut der Aussagen meines Händler scheint mir die Sache klar, dass eine Modernisierung Sinn macht, nur ich hätte gerne nochmals eine andere sachkundige Meinung zu dem Thema, da der Invest nicht unerheblich ist. Davon ab teilte mein Händler mir mit, dass er vermutet das Herr Gabriel zum 01.08.2014 über das EEG Entgelt auch für die DACHSe nachdenkt und das bis dahin umgebaute / aufgebaute Anlagen darunter nicht fallen würde aufgrund des Bestandschutzes ?


      "Paket 50% Generator für Gas-Dachs (603)" - Motorzylinder G/F neu, Katalysatorkit neu, Reglerkit für MSR 2 Dach G/F, Wärmetauscher neu, Zündanlage 2.o neu, Dachs Ethernet MSR 2, Schwerschicht für Schallkapsel, Generator 5,5 kW neu


      Grübelnde Grüße ?(
      Der Newbug

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Newbug ()

    • Moin moin Newbug,

      nach 10 Betriebsjahren entfällt die KWK-Vergütung und die vollständige Energiesteuererstattung von 5,50€/MWh. Diese ist an die AFA für den Dachs gebunden. Es wird dann nur noch die teilweise Energiesteuererstattung von 4,30€/MWh gezahlt. Was soll die Generalüberholung kosten, wie ist der jetzige Nutzen der Anlage? Daraus lässt sich dann eine Wirtschaftlichkeitsberechnung erstellen.

      Grüße aus Neuendorf

      Claus-H.
      Das Beratungstelefon des BHKW-Forum e.V. ist unter 04121-22132 ist kostenlos erreichbar.
      Jeder Verein lebt vom Erfolg, dieser darf sich auch beim BHKW-Forum e.V.
      in einer steigenden Mitgliederzahl widerspiegeln! :)
    • Hallo Claus-H.,

      vielen Dank für die schnelle Antwort :thumbsup:

      Zu Deinen Fragen :

      -Die Kosten für die kompletten Umbau betragen 13.460,-- € brutto
      -Die Anlage läuft ca. 4.300 Std. pro Jahr
      -Die elektrische Leistung beträgt 5,5 kW
      -Der Dachs wird mit Erdgas betrieben

      Gruß
      Der Newbug

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Newbug ()

    • Hallo ,erstmal--willkommen

      Newbug schrieb:

      Entfällt ab August dann der Zuschuss für den erzeugten Strom gemäß "KWKModG § 7 Abs. 4 Satz 2"
      ja

      Newbug schrieb:

      Entfallen damit auch noch weitere Zuschüsse wie z. B. die "Mineralsteuer Gas" vom Zoll ?
      bin ich im moment auch leider überfragt, aber ich denke, daß sich hierzu noch jemand äußert.

      Newbug schrieb:

      "Paket 50% Generator für Gas-Dachs (603)" - Motorzylinder G/F neu, Katalysatorkit neu, Reglerkit für MSR 2 Dach G/F, Wärmetauscher neu, Zündanlage 2.o neu, Dachs Ethernet MSR 2, Schwerschicht für Schallkapsel, Generator 5,5 kW neu

      da wäre doch mal interessant, was denn die Renovierung so kostet?
      und ob der Dachs auch zum Objekt passt.
      wieviele Betriebsstunden ?? welcher Betriebsstoff--Gas od. H.öl ?
      bis dann
      Grundsätzlich kann diesen Überlegungen zugestimmt werden.
      Pv seit 2000-8.67 kwp--.-therm.E.= Hackschnitzel 42%x Miscanthus 16% x Bhkw 24% x Scheitholz 8% x WW.WP 6%. x H.Öl 3%xSoTh.1%
      Pv seit 2007- 7,64 kwp
      .
      Pv seit 2014 -8,16 kwp mit Elektrospeicher 11,6 kwh 3 phas.
      Bhkw eco 3.0


    • Moin moin Newbug,

      daraus ergeben sich 1.131,00€ AFA/a über 10 Jahre = 0,263€/Betriebsstunde. Der Ertrag aus der KWK-Vergütung 0,2976€/h würde die Investition tragen .


      Grüße aus Neuendorf

      Claus-H.
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      in einer steigenden Mitgliederzahl widerspiegeln! :)
    • OK, dann fasse ich mal zusammen ... so eine Art "Lernzielkontrolle" :huh:

      Sollte ich den Dachs nicht modernisieren, habe ich spätestens ab August :
      1. keine KWK Erstatttung nach KWKModG § 7 mehr, für den gesamten erzeugten Strom
      2. komplett keine Energiesteuererstattung vom Zoll, ermittelt durch die Jahresbetriebsstunden des DACHS (5,50 € / MWh)
      3. erhalte ich nur noch die Erstattung auf den eingespeisten Strom (gesamten erzeugten Strom minus Eigenverbrauch) - Preisermittlung durch Strompreis an der Strombörse plus vermiedene Netznutzungsentgelte minus Messpreis)
      4. höhere zu erwartenden Wartungs- und Instandhaltungskosten aufgrund des Anlagenalters

      Alles richtig soweit ?


      Sollte ich den DACHS modernisieren, dann habe ich ab spätestens August :
      1. weiter die KWK Erstattung auf den gesamten erzeugten Strom
      2. weiter die Erstattung der Energiesteuer aufgrund der Jahresbestriebsstunden
      3. gleiche wenn nicht niedrigere Wartungs- und Instandhaltungskosten wie bisher

      Wenn ich jetzt richtig rechne (s. a. den Beitrag von Claus.-H.), würde alleine der Betrag der Erstattung aus der KWK Vergütung die Höhe der Investition nach 10 Jahren erwirtschaftet haben. Dazu kommt aber noch der Betrag der Energiesteuererstattung vom Zoll, welchen ich bei der Fortführung der alten Anlage auch nicht bekommen würde.
      Somit würden die niedrigen Betriebskosten (Wartung / Instandhaltung) plus der Energiesteuererstattung eine Art "Netto Gewinn" (besser Kosteneinsparung) darstellen im Vergleich zur Fortführung der alten, unmodernisierten DACHS Anlage. :whistling:


      Daher macht die Modernsierung unter den genannten Gründen auf jeden Fall Sinn ?!


      Alles richtig verstanden von mir ??? ?(


      Gruß
      Der Newbug




    • Newbug schrieb:

      Alles richtig verstanden von mir ??? ?(
      ja, schon verstanden,grundsätzlich auch richtig.so
      Aber
      was wir noch nicht wissen, ist die Eigenverbrauchsquote, wenn die nämlich zu niedrig ist, dann kann für die angegebenen Kosten von 13 5oo.-€ ja ein anderes , ev besser passendes Gerät eingebaut werden
      Pv seit 2000-8.67 kwp--.-therm.E.= Hackschnitzel 42%x Miscanthus 16% x Bhkw 24% x Scheitholz 8% x WW.WP 6%. x H.Öl 3%xSoTh.1%
      Pv seit 2007- 7,64 kwp
      .
      Pv seit 2014 -8,16 kwp mit Elektrospeicher 11,6 kwh 3 phas.
      Bhkw eco 3.0


    • Also, hier die Daten aus 2013 ...

      Gesamter erzeugter Strom 30.078 kWh
      davon
      eingespeist ins Stromnetz 19.909 kWh
      Eigenverbrauch vom erzeugten Strom 10.169 kWh

      Zugekaufter Strom 4.639 kWh
      Gasverbrauch 13.369 cbm



      Bemerkung :
      Für meine Berechnungen gehe ich zur Sicherheit von einer niedrigeren Betriebsdauer von 4.300 Std./anno aus, 2013 lief die Anlage ca. 5.450 Std. :whistling:

      Grüße
      Der Newbug

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Newbug ()

    • Newbug schrieb:

      eingespeist ins Stromnetz 19.909 kWh
      Ach du schreck - schonwieder ein viel zu großes BHKW.

      Grüße
      Pöl BHKW Tiger †
      Pöl BHKW Raptor †
      Ecopower 1.0
      Solarthermie 27m² Heat-Pipe-Röhren
      PV Anlage 1,8kWp Solarmax 2000C 15xKaneka k120

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von alikante ()

    • alikante schrieb:

      Ach du schreck - schonwieder ein iel zu großes BHKW.
      Hallo Newbug,
      weißt Du jetzt, warum ich nochmals so detailiert nachgefragt habe ???!!!
      na denn rechne nochmal
      viel Erfolg
      Gruß
      Pv seit 2000-8.67 kwp--.-therm.E.= Hackschnitzel 42%x Miscanthus 16% x Bhkw 24% x Scheitholz 8% x WW.WP 6%. x H.Öl 3%xSoTh.1%
      Pv seit 2007- 7,64 kwp
      .
      Pv seit 2014 -8,16 kwp mit Elektrospeicher 11,6 kwh 3 phas.
      Bhkw eco 3.0


    • Newbug schrieb:

      durch ein kleineres BHKW, korrekt ?

      Korrekt---verscherbeln, wo er reinpasst--Erlös plus Rep. Kosten ergeben ein schönes,neues---mit Modulation.
      viel Erfolg
      Gruß
      Pv seit 2000-8.67 kwp--.-therm.E.= Hackschnitzel 42%x Miscanthus 16% x Bhkw 24% x Scheitholz 8% x WW.WP 6%. x H.Öl 3%xSoTh.1%
      Pv seit 2007- 7,64 kwp
      .
      Pv seit 2014 -8,16 kwp mit Elektrospeicher 11,6 kwh 3 phas.
      Bhkw eco 3.0


    • Hallo Newbug !

      Wenn ich Claus richtig verstanden habe (und so habe ich es auch aus anderer Quelle gehört) verbleiben "Energiesteuererstattung von 4,30€/MWh "!

      Ich habe einen 11 Jahre alten Dachs für ca.1000 € Material und ca 1200 € Lohn (jedoch ist die alte MSR1 Regelung geblieben) überholt und mich daher bewußt gegen die Förderung entschieden. Das Risiko ist so wesentlich geringer! Das geht allerdings nur wenn man einen fachkundigen "Helfer" kennt.

      Hallo Alikante!
      Ein Zitat von Dir:

      "Ach du schreck - schonwieder ein iel zu großes BHKW."

      Aufgrund der anteiligen hohen Wartungskosten für "1-KWh-BHKW" ist die Wirtschaftlichkeit auch nicht immer "prikelnd"!

      Gruß

      Alfons B.
    • Die Madaille hat halt immer (mindestens) zwei Seiten.

      Ich bezweifle aber das ein 5,5KW BHKW in einem EFH wirtschaftlicher zu betreiben ist als eine 1KW Maschine. Ich spreche nicht von Maßnahmen wie Stromspeicherung sondern von einer 0 8 15 Konfiguration in der sich das BHKW ausschließlich durch Netzstromsubstitution rechnet.


      Grüße
      Pöl BHKW Tiger †
      Pöl BHKW Raptor †
      Ecopower 1.0
      Solarthermie 27m² Heat-Pipe-Röhren
      PV Anlage 1,8kWp Solarmax 2000C 15xKaneka k120
    • Hallo Newbug!

      Vorab: Ich bin noch kein Dachs-Experte!

      Es ist ja nicht so, dass Du für 13000 € eine komplett neue Maschine bekommst ! Da gibt es noch genug alte Bauteile die dem "Zahn der Zeit" unterliegen können (Generator etc...). Dazu komen die vielen "Politischen" Einflüsse auf die KWK-Branche.

      Ein großer Vorteil in der "Großen Modernisierung" liegt jedoch im Austausch der Regelung zum MSR2. Da Deine bisherigen Laufzeiten von über 5000 Bh gar nicht so schlecht sind, ist der von Dir geplante Weg, auch nicht schlecht. Auf jeden Fall besser wie der Verkauf der alten Anlage für ca. 2.500 € und dem Neukauf für 28.000 €. Ist in dem Mod.-Angebot auch ein Senertec-Kondenser enthalten ?

      Ich habe mir, für meine Alt-Anlage, einen Kondenser (nicht von Senertec) für ca. 600 € gekauft und von meinem Heizungsbauer in die Abgasanlage mit anschließen lassen.

      Gruß Alfons B.
    • Hallo Alikante !

      Die Wirtschaftlichkeit kann man sich doch sehr genau ausrechnen. Ich habe mit eine Excel-Tabelle gestaltet, mit der ich fast alle Einflüsse, auf die Wirtschaftlichkeit ein BHKW-Anlage einwirken, ausrechnen kann.(Jeder Fall liegt objektspezifisch anders) Da spielen viel mehr Faktoren mit, wie man als Laie vermutet. Die diversen "BHKW-Rechner" sind viel zu oberflächlig und allgemein.

      Für mich gibt es Grundprinzipien: 1) Die Investition sollte in einem Zeiraum von mind. ca. 7 Jahren durch Einsparung oder Verkauf (Mietshaus) zurück erwirtschaftet sein. 2) Wartungskosten von viel mehr als 3 Cent/erzeugte KWh (Größenordnung - Dachs) akzeptiere ich nicht ! 3) Die Ersatzteile für ein BHKW müssen auch über einen Zeitraum von mind. 10 Jahre sicher und bezahlbar zu beschaffen sein !

      Gruß

      Alfons B.
    • Alfons B. schrieb:

      Ich habe mir, für meine Alt-Anlage, einen Kondenser (nicht von Senertec) für ca. 600 € gekauft und von meinem Heizungsbauer in die Abgasanlage mit anschließen lassen.
      das Interessiert mich, könntest Du mir bitte nen Link zum Händler/Hersteller schicken.

      grüße
      Pöl BHKW Tiger †
      Pöl BHKW Raptor †
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