Viessmann verspricht Brennstoffzelle Vitovalor 300-P für April 2014

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    • Viessmann verspricht Brennstoffzelle Vitovalor 300-P für April 2014

      Jetzt prescht Viessmann vor: Ab April 2014 soll das Brennstoffzellen-BHKW Vitovalor 300-P mit einer Brennstoffzelle von Panasonic zu kaufen sein. Alle Details und ein Video haben wir für Euch zusammengestellt :)

      -> bhkw-infothek.de/nachrichten/1…lor-300-p-kommt-im-april/

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    • Hallo Gekritzel,

      die Idee ist gut. Wir geben, dass mal an das Entwicklerteam weiter, danke!

      Zurzeit besteht ja leider nur die Möglichkeit, das Bedienteil mit einem HDMI Kabel auszulagern, um es gegebenfalls an der Wand auf Augenhöhe zu bringen.

      Gruß °mi
      Viessmann Werke GmbH & Co. KG
      Viessmannstraße 1, 35108 Allendorf
      www.viessmann.de, bhkw.de

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Viessmann Werke ()

    • Gekritzel schrieb:

      Eventuell könnte ja mal ein gescheiter Mensch die Bedieneinheit auf Bedienhöhe setzen.
      Dieses "Problem" hatten wir bei unserem Vitotwin auch. Wir haben es nach eingehender technischer Analyse dadurch gelöst, dass wir einen alten Küchenhocker vor das Gerät gestellt haben. Dann kann man sich bequem hinsetzen und hat die Bedieneinheit (vor der man, zumindest anfangs, sowieso meist längere Zeit verbringt) zumindest physisch auf Augenhöhe. :rolleyes:

      Aber jetzt mal im Ernst.

      Zunächst mal finde ich es gut, dass eine Firma wie Viessmann in den Brennstoffzellenmarkt einsteigt und damit auch Häuser mit niedrigem Wärmebedarf als Markt für die KWK erschließt. Diese Häuser werden ja zukünftig immer mehr werden.

      Das Filmchen im Blog enthält natürlich wenig inhaltliche Information. Wer mehr über das Gerät wissen will, kann sich auf der Viessmann-Website die technischen Daten herunterladen:
      viessmann.de/de/ein-_zweifamil…raet_Vitovalor_300-P.html

      Da ergeben sich einige Fragen und Anmerkungen.

      1) Die elektrische Leistung der BZ wird mit 750 W angegeben, die thermische mit 1 kW. Der Gesamtwirkungsgrad (Hs) liegt bei 91,3%. So weit so gut. Aber was bedeutet die Angabe 90% (Hi)? Der Gesamtwirkungsgrad und auch der elektrische Wirkungsgrad wäre demnach bezogen auf den Heizwert schlechter als bezogen auf den Brennwert??

      2) Das BZ-Modul "kann 1-mal pro Tag eingeschaltet werden", gesteuert über ein Energiemanagement-Modul. Die Idee ist offenbar, bei beschränktem Wärmebedarf das Gerät hauptsächlich dann laufen zu lassen, wenn der Strombedarf am höchsten ist. Das mag außerhalb der Heizperiode sinnvoll sein, wenn die Wärme nur für Warmwasser verwendet werden kann und die 24 kWh, die das Gerät in 24h erzeugen würde, zu viel wären. Schade finde ich nur, dass der Energiemanager offenbar in Kombination mit einer PV-Anlage nicht richtig funktioniert und Viessmann daher von einer solchen Kombi abrät. Da würde ich mir für zukünftige Geräte eine bessere Lösung wünschen. (Dass eine zusätzliche Solarthermie die Laufzeit beeinträchtigt und aus diesem Grund ebenfalls davon abgeraten wird, liegt dagegen in der Natur der Sache.)

      3) Die Rücklauftemperatur ist sinnvollerweise (wegen des Brennwert-Effektes) auf 40°C begrenzt. Dass das nur mit Flächenheizungen geht ist klar, aber die Frage ist, welche TWW-Temperaturen damit erreicht werden können. Wenn die Spreizung VL/RL wie bei unserem Vitotwin nur 10 K beträgt, so können in den Speichern max. 50°C erreicht werden. Bei dem begrenzten Speichervolumen (46 l TWW + 170 l Puffer) ist das nicht viel für eine Familie. Wenn dann aber bei nennenswertem TWW-Bedarf aus Komfortgründen immer sofort der Zusatzbrenner anspringt, so bedeutet das, dass die Warmwasserbereitung ganzjährig im Wesentlichen vom Zusatzbrenner getragen wird. Die Brennstoffzelle läuft dann mit 1 kW(th) mit, während der Zusatzbrenner mit 20 kW(th) das TWW erwärmt: Im Sommer also eine bis maximal zwei Stunden pro Tag. Damit dürfte es schon schwer werden, 6000 Laufstunden im Jahr zu erreichen, selbst wenn die BZ zwischen Oktober und April mit 24h/Tag durchläuft.

      Vor diesem Hintergrund erscheint der Energiemanager als Over-Engineering: Während der Heizperiode wird er kaum benötigt, weil da das Gerät wohl meistens 24h/Tag durchläuft. Außerhalb der Heizperiode nützt er nicht viel, weil da nur TWW-Bedarf ist und dieser im Wesentlichen durch den Zusatzbrenner gedeckt wird. Da ist es dann doppelt schade, wenn man den Strombedarf wenigstens tagsüber (12-16 Stunden) nicht mit einer PV-Anlage decken kann.

      4) Die Wirtschaftlichkeit erscheint - sagen wir mal - fraglich:

      FrankS schrieb:

      36.000 Euro incl. Installation
      Wenn das stimmt: Nehmen wir mal an, die Installation (hydraulisch und elektrisch) kostet 6.000 Euro, dann bleiben für das Gerät 30.000 Euro. Selbst wenn da die Umsatzsteuer mit dabei ist (?), wären das also gute 25.000 EUR netto oder ca. 12.000 EUR mehr als für ein Vitotwin. Das ist ein Liebhaber-Preis. Ich kann mir nicht vorstellen, dass sich das für irgendjemanden rechnet, selbst wenn das Gerät 7000 Stunden im Jahr läuft. Ich hoffe nur, dass da die Lernkurve zukünftig noch kräftig zuschlägt, sonst sehe ich für eine breite Markteinführung schwarz.

      5) Gibt es eigentlich irgendwelche belastbaren Daten zur Haltbarkeit der Brennstoffzelle? Oder gibt es - solange solche Daten nicht vorliegen - eine kundenfreundliche Garantiepolitik, d.h. bekommt man ein Austausch-Stack wenn das alte nach z.B. vier Jahren oder 20.000 Betriebsstunden die Grätsche macht?

      Unabhängig davon wünsche ich Viessmann Erfolg bei der Weiterentwicklung dieses Gerätes und hoffe, dass die Kostendegression über die Jahre ähnlich verläuft wie bei der Photovoltaik... :D

      Gruß, Sailor
      Viessmann Vitotwin 300-W (1 kWel, 6 kWth) seit 2012

      PV-Anlage 8,45 kWp (65 x Solarworld SW 130poly Ost/Süd/West, SMA 5000 TL und 3000) seit 2010

      Solarthermie 14 qm Flachkollektoren seit 2004 (Vorgänger 8 qm 1979-2003)
    • In der Lokalpresse von Teterow gab's einen Artikel dazu. Darin nannte der Geschäftsführer der installierenden Firma die 36.000 Euro. Wenn ich micht richtig erinnere in der Formulierung: "Interessenten müssen mit 36.000 Euro incl. Installation rechnen."

      Im Internet ist der Artikel allerdings nicht wortgleich verfügbar:
      nordkurier.de/mecklenburgische…en-was-vor-098234907.html

      Die Summe klingt aber plausibel, wenn man hier liest, dass Panasonic, der Zulieferer der Brennstoffzelle, vielleicht ab 2015 zu einem Verkaufspreis von 10.000 Euro für die Brennstoffzelle kommen will.
      handelsblatt.com/technologie/e…-hindernis/7202082-2.html
    • FrankS schrieb:

      Die Summe klingt aber plausibel, wenn man hier liest, dass Panasonic, der Zulieferer der Brennstoffzelle, vielleicht ab 2015 zu einem Verkaufspreis von 10.000 Euro für die Brennstoffzelle kommen will.
      handelsblatt.com/technologie/…/7202082-2.html
      Der letzte Absatz lautet dort:
      Ein Hindernis sind die noch hohen Preise für die Mini-Kraftwerke. Als Schallmauer für die Brennstoffzellen bezeichnet Shimizu einen – wohlgemerkt – unsubventionierten Verkaufspreis von umgerechnet 10.000 Euro. Dann würden sich die Zellen auch ohne Zuschüsse rechnen, meint er. Er hat schon eine Wegmarke im Blick: „Wir erwarten, dass dieser Penetrationspunkt um 2015 erreicht werden wird.“
      Ich verstehe ihn so, dass er mit Schallmauer den (End-)Verkaufspreis für das ganze Gerät meint, nicht nur für die BZ-Komponente. Also vielleicht ohne Zusatztherme und ohne Speicher (und ohne Umsatzsteuer), aber ansonsten komplett. Dann käme man einschl. Zusatzbrenner und Speicher auf die gleiche Größenordnung wie bei einem Stirling-BHKW. Und damit hätte er Recht: Wenn man ein Vitovalor für sagen wir 15.000 EUR netto kaufen könnte, würde ich das als ein wettbewerbsfähiges Angebot ansehen.
      Viessmann Vitotwin 300-W (1 kWel, 6 kWth) seit 2012

      PV-Anlage 8,45 kWp (65 x Solarworld SW 130poly Ost/Süd/West, SMA 5000 TL und 3000) seit 2010

      Solarthermie 14 qm Flachkollektoren seit 2004 (Vorgänger 8 qm 1979-2003)
    • Tja, also wenn man die 36.000 Euro in den Raum stellt und dann sieht, welchen Nutzen man dafür bekommt, muss sich zwangsläufig die Frage stellen, welchen Nutzen ich denn ALTERNATIV für 36.000 Euro kriegen würde bzw. welche Produkte und was die dann WIE LANGE können....

      Wenn man davon ausgeht, dass ein EFH von mir aus 6.000 kWh Strom in Jahr verbraucht, kann man dann ja mal über ne 7 kWp PV nachdenken, die kostet HARTVERGOLDET und mit Sunpower 345wP Modulen mit 25 Jahren Garantie fertig und in Betrieb befindlich von mir aus 10.000 Euro und macht so 6.300 kWh. Davon sind 30% EV Standard.... Also kauft der Besitzer noch 4.100 kWh zu.... Hat aber noch 26.000 Euro in der Tasche...

      Für weitere etwa 16.000 Euro gibbet dann on top einen Varta Batteriespeicher mit 5 kWh netto Speicherfähigkeit und 6.000 Zyklen.... Man kann nun stundenlange Abhandlungen abfassen, wie viel denn mit diesem Speicher nutzbar ist, aber gehen wir mal von 900*7 kWp=6.300 kWh abzgl. 30% = etwa 4.400 kWh abzgl. Überkapazität Sonntag 13.07.2014, 21.51 Uhr (maximalster Sonnenschein wegen WM-Titel in D) von mir aus nomma 1.000 kWh.

      Also Zukauf danach 6.000-1.900-3400=700 kWh Reststrom-Zukauf...

      Blieben nur 3 Fragen:
      a) Wieso ist Viessmann gegen die Kombi PV/BSZ???
      b) Was macht der hier beschriebene Kunde mit den 10.000 Euro, die noch übrig sind???
      c) Sunpower 25 Jahre Garantie..... Wie lange hält die Brennstoffzelle????
      d) Varta 6.000 Zyklen.... Sind wie viele Jahre???

      Naja.... in Summe:

      Bitte nicht rechnen. Nur kaufen!
      Thomas Deus
      -Geschäftsführer-
      Fa. GO BHKW GmbH
      Trinenkamp 50, 45889 Gelsenkirchen
      www.go-bhkw.de
    • Hans_Dampf schrieb:

      Blieben nur 3 Fragen:
      a) Wieso ist Viessmann gegen die Kombi PV/BSZ???
      Das Datenblatt zum Vitovalor sagt dazu:
      Durch eine integrierte Photovoltaikanlage würden die statistischen Daten des Energiemanagers verfälscht, da dieser nicht für eine solche Kombination ausgelegt ist. Die Laufzeiten von Vitovalor 300-P können sich verkürzen und ein wirtschaftlicher Betrieb wäre nicht mehr gewährleistet.
      Ich nehme an, dass der Energiemanager den Strombezug aus dem Netz erfasst, statistisch aufsummiert und - nach einer Lernphase - die BZ gezielt in den Tagesstunden laufen lässt, in denen der Strombezug statistisch überdurchschnittlich ist, bzw. oberhalb 750 W liegt. Wenn nun z.B. im Sommer zwischen 08:00h und 18:00h wegen des Eigenverbrauchs aus der PV kein Strom bezogen wird, fasst der EM diese Stunden als Schwachlastzeit auf und lässt die BZ in der Zeit nicht laufen. (Nur mein Erklärungsversuch.)

      Ich glaube, dass sich dieses Problem mess- und regeltechnisch ohne größeren Aufwand lösen ließe wenn man wollte. Außerdem kann man natürlich sagen, solange die PV läuft, braucht man ja den Strom aus der BZ nicht. Die sollte dann - jedenfalls im Sommer - besser in der Nacht laufen um das Wasser für die Morgenduschen zu erwärmen. Strom brauchen Kühlgeräte, Router/Telefonanlagen etc. auch nachts. In der Heizperiode müsste das egal sein, da läuft die BZ mit oder ohne PV 24h pro Tag durch.

      Hans_Dampf schrieb:

      b) Was macht der hier beschriebene Kunde mit den 10.000 Euro, die noch übrig sind??
      Eine Brennwert-Gastherme kaufen & einbauen lassen, damit er im Winter nicht frieren muss :D .
      Der Rest kommt aufs Sparbuch, um im Winter den Strom zu bezahlen, den die PV-Anlage dann wegen Schnee oder Hochnebel nicht produzieren kann.

      Hans_Dampf schrieb:

      c) Sunpower 25 Jahre Garantie..... Wie lange hält die Brennstoffzelle????
      Das ist - vom Preis abgesehen - der Knackpunkt bei dieser Technologie. Die Frage kann Dir derzeit wahrscheinlich keiner beantworten. Langfristig baue ich hier aber auf den technischen Fortschritt. Zum Vergleich: In den Fünfziger Jahren war man froh wenn ein Käfermotor 100.000 km gehalten hat. Heutzutage sind 300.000 km Laufleistung für einen Motor überhaupt kein Thema, die Autos gehen meistens vorher an was anderem kaputt.

      Jedenfalls wird sich die Brennstoffzelle am Markt nur durchsetzen, wenn die Hersteller a) in der "Pionierzeit" eine äußerst kundenfreundliche Garantiepolitik fahren und b) die Geräte subventionieren, bis mit größeren Stückzahlen eine erhebliche Preisdegression einsetzt. Über 36.000 EUR brauchen wir in der Tat nicht zu reden, da kriegt man ja schon einen halben Tesla dafür... :wacko:
      Viessmann Vitotwin 300-W (1 kWel, 6 kWth) seit 2012

      PV-Anlage 8,45 kWp (65 x Solarworld SW 130poly Ost/Süd/West, SMA 5000 TL und 3000) seit 2010

      Solarthermie 14 qm Flachkollektoren seit 2004 (Vorgänger 8 qm 1979-2003)
    • FrankS schrieb:

      Zitat:
      Rund 36.000 Euro kosten Gerät und Einbau, so Markus Dönges vom Hersteller Viessmann.
      Na dann wird die Angabe ja wohl stimmen.

      Es war schon immer etwas teurer, einen besonderen Geschmack zu haben... :S
      Viessmann Vitotwin 300-W (1 kWel, 6 kWth) seit 2012

      PV-Anlage 8,45 kWp (65 x Solarworld SW 130poly Ost/Süd/West, SMA 5000 TL und 3000) seit 2010

      Solarthermie 14 qm Flachkollektoren seit 2004 (Vorgänger 8 qm 1979-2003)
    • 1) Die elektrische Leistung der BZ wird mit 750 W angegeben, die
      thermische mit 1 kW. Der Gesamtwirkungsgrad (Hs) liegt bei 91,3%. So
      weit so gut. Aber was bedeutet die Angabe 90% (Hi)? Der
      Gesamtwirkungsgrad und auch der elektrische Wirkungsgrad wäre demnach bezogen auf den Heizwert schlechter als bezogen auf den Brennwert??
      Nein der Gesamtwirkungsgrad ist 90% (Hi) und 81% (Hs)
      2) Das BZ-Modul "kann 1-mal pro Tag eingeschaltet werden", gesteuert
      über ein Energiemanagement-Modul. Die Idee ist offenbar, bei
      beschränktem Wärmebedarf das Gerät hauptsächlich dann laufen zu lassen,
      wenn der Strombedarf am höchsten ist. Das mag außerhalb der Heizperiode
      sinnvoll sein, wenn die Wärme nur für Warmwasser verwendet werden kann
      und die 24 kWh, die das Gerät in 24h erzeugen würde, zu viel wären.
      Schade finde ich nur, dass der Energiemanager offenbar in Kombination
      mit einer PV-Anlage nicht richtig funktioniert und Viessmann daher von
      einer solchen Kombi abrät. Da würde ich mir für zukünftige Geräte eine
      bessere Lösung wünschen. (Dass eine zusätzliche Solarthermie die
      Laufzeit beeinträchtigt und aus diesem Grund ebenfalls davon abgeraten
      wird, liegt dagegen in der Natur der Sache.)
      Hintergrund des Energiemanagers ist, den Eigenverbrauch im Gebäude zu maximieren. Hierfür werden Verbrauchsdaten des Hauses ausgewertet und zur Entscheidung des Startzeitpunktes herangezogen. Die Verbrauchsdaten des Hauses werden hierfür aus einem separaten Zweirichtungszähler ausgelesen. Da es derzeit keine standardisierte Datenschnittstelle an PV-Wechselrichtern gibt, können die Daten der PV - Stromerzeugung nicht vom Energiemanager der Vitovalor ausgewertet und in die Betriebsstrategie integriert werden. Sollte eine PV- Anlage mit der Brennstoffzelle kombiniert werden, betrachtet der Energiemanager den PV-Strom als zugekauften Strom. Der in Entwicklung befindliche Energiemanager von VI betrachtet künftig auch Wetterdaten, Stromtarife und auch die dann hoffentlich standardisierte PV - Schnittstelle um die Kombination solcher Systeme optimal aufeinander abstimmen zu können.

      3) Die Rücklauftemperatur ist sinnvollerweise (wegen des
      Brennwert-Effektes) auf 40°C begrenzt. Dass das nur mit Flächenheizungen
      geht ist klar, aber die Frage ist, welche TWW-Temperaturen damit
      erreicht werden können. Wenn die Spreizung VL/RL wie bei unserem
      Vitotwin nur 10 K beträgt, so können in den Speichern max. 50°C erreicht
      werden. Bei dem begrenzten Speichervolumen (46 l TWW + 170 l Puffer)
      ist das nicht viel für eine Familie. Wenn dann aber bei nennenswertem
      TWW-Bedarf aus Komfortgründen immer sofort der Zusatzbrenner anspringt,
      so bedeutet das, dass die Warmwasserbereitung ganzjährig im Wesentlichen
      vom Zusatzbrenner getragen wird. Die Brennstoffzelle läuft dann mit 1
      kW(th) mit, während der Zusatzbrenner mit 20 kW(th) das TWW erwärmt: Im
      Sommer also eine bis maximal zwei Stunden pro Tag. Damit dürfte es schon
      schwer werden, 6000 Laufstunden im Jahr zu erreichen, selbst wenn die
      BZ zwischen Oktober und April mit 24h/Tag durchläuft.

      Vor diesem
      Hintergrund erscheint der Energiemanager als Over-Engineering: Während
      der Heizperiode wird er kaum benötigt, weil da das Gerät wohl meistens
      24h/Tag durchläuft. Außerhalb der Heizperiode nützt er nicht viel, weil
      da nur TWW-Bedarf ist und dieser im Wesentlichen durch den Zusatzbrenner
      gedeckt wird. Da ist es dann doppelt schade, wenn man den Strombedarf
      wenigstens tagsüber (12-16 Stunden) nicht mit einer PV-Anlage decken
      kann.
      Die Rücklauftemperatur ist nicht wegen des Brennwert-Effektes auf 40°C begrenzt, innerhalb der Brennstoffzelle wird im Reformierungsprozess des Erdgases zu Wasserstoff Wasser benötigt. Bei einer Rücklauftemperatur von bis zu 40°C kann hier genügend Wasser kondensieren und so ist kein zusätzlicher Wasseranschluss notwendig ist. Die Brennstoffzelle lädt die Speicher mit kontinuierlich 67°C. Hierdurch kann ein spezifischer Durchfluss von ca. 22l/min bei 40°C erreicht werden. Die Wärme der Brennstoffzelle wird hierbei für die Vorwärmung des Trinkwassers genutzt, der Spitzenlastkessel zur Nachwärmung, falls die gewünschte Vorlauftemperatur nicht erreicht werden kann. Dies führt also zu einer Wärmeabnahme aus der Brennstoffzelle und somit zu einer Laufzeiterhöhung auch Außerhalb der Heizperiode.

      4) Die Wirtschaftlichkeit erscheint - sagen wir mal - fraglich:

      Wenn
      das stimmt: Nehmen wir mal an, die Installation (hydraulisch und
      elektrisch) kostet 6.000 Euro, dann bleiben für das Gerät 30.000 Euro.
      Selbst wenn da die Umsatzsteuer mit dabei ist (?), wären das also gute
      25.000 EUR netto oder ca. 12.000 EUR mehr als für ein Vitotwin. Das ist
      ein Liebhaber-Preis. Ich kann mir nicht vorstellen, dass sich das für
      irgendjemanden rechnet, selbst wenn das Gerät 7000 Stunden im Jahr
      läuft. Ich hoffe nur, dass da die Lernkurve zukünftig noch kräftig
      zuschlägt, sonst sehe ich für eine breite Markteinführung schwarz.
      Derzeit werden in einzelnen Bundesländern Förderprogramme gestartet, die zwischen 8.000 und 15.000 € der Investition fördern. Im nächsten Jahr ist eine Bundesweite Förderung von Brennstoffzellen geplant. Hierdurch werden die Investitionskosten für das Brennstoffzellenheizgerät gesenkt, was sich positiv auf die Wirtschaftlichkeit auswirkt.

      5) Gibt es eigentlich irgendwelche belastbaren Daten zur Haltbarkeit der
      Brennstoffzelle? Oder gibt es - solange solche Daten nicht vorliegen -
      eine kundenfreundliche Garantiepolitik, d.h. bekommt man ein
      Austausch-Stack wenn das alte nach z.B. vier Jahren oder 20.000
      Betriebsstunden die Grätsche macht?
      Panasonic hat bereits in Japan ca 34.000 Brennstoffzellen verkauft. Diese Technik ist also schon mehrere Jahre im Einsatz. Weiter bietet Viessmann eine Funktionsgarantie die vom Kunden erworben werden kann. Hier inbegriffen ist eine Leistungsgaratie ( maximale Degradation der Leistung um 15% in 10 Jahren)

      sailor773 schrieb:

      Unabhängig davon wünsche ich Viessmann Erfolg bei der Weiterentwicklung dieses Gerätes und hoffe, dass die Kostendegression über die Jahre ähnlich verläuft wie bei der Photovoltaik... :D

      Gruß, Sailor
      Danke!

      Gruß °mi
      Viessmann Werke GmbH & Co. KG
      Viessmannstraße 1, 35108 Allendorf
      www.viessmann.de, bhkw.de
    • Hallo °mi von Viessmann,

      zunächst mal danke für die Klarstellungen.

      Viessmann Werke schrieb:

      Nein der Gesamtwirkungsgrad ist 90% (Hi) und 81% (Hs)
      Aha. Also ist die Angabe bei Hs ein Druckfehler. Anscheinend wird doch eine ganze Menge Energie für die Methanreformierung benötigt.

      Viessmann Werke schrieb:

      Sollte eine PV- Anlage mit der Brennstoffzelle kombiniert werden, betrachtet der Energiemanager den PV-Strom als zugekauften Strom.
      Wenn ich das richtig verstehe, macht der Energiemanager also keinen Unterschied zwischen zugekauftem EVU-Strom und dem Strom, der als Eigenverbrauch aus der PV ins Haus kommt. Anders gesagt: Er steuert die Laufzeit der Brennstoffzelle so, als ob die PV überhaupt nicht da wäre, korrekt?
      Also das fände ich zunächst mal nicht so kritisch. Ich nehme mal an, dass Brennstoffzellen in der Kombi mit PV so wie jedes andere BHKW über die Zählerkaskade angeschlossen werden. Dann wird der BZ-Strom vorrangig selbst verbraucht, und die Eigenverbrauchsquote der gleichzeitig laufenden PV-Anlage (und damit deren Wirtschaftlichkeit) geht zurück, weil der PV-EV erst bei einer Last oberhalb 750W beginnt. Aber auf die Laufzeit - und damit die Wirtschaftlichkeit - der BZ hätte das eigentlich keinen Einfluss. Oder habe ich das doch falsch verstanden?

      Viessmann Werke schrieb:

      Der in Entwicklung befindliche Energiemanager von VI betrachtet künftig auch Wetterdaten, Stromtarife und auch die dann hoffentlich standardisierte PV - Schnittstelle um die Kombination solcher Systeme optimal aufeinander abstimmen zu können.
      Prima. Ich hoffe nur, dass sich die WR-Hersteller auf solche Standards einigen bzw. das bereits getan haben (?).

      Viessmann Werke schrieb:

      Die Brennstoffzelle lädt die Speicher mit kontinuierlich 67°C. Hierdurch kann ein spezifischer Durchfluss von ca. 22l/min bei 40°C erreicht werden. Die Wärme der Brennstoffzelle wird hierbei für die Vorwärmung des Trinkwassers genutzt, der Spitzenlastkessel zur Nachwärmung, falls die gewünschte Vorlauftemperatur nicht erreicht werden kann. Dies führt also zu einer Wärmeabnahme aus der Brennstoffzelle und somit zu einer Laufzeiterhöhung auch Außerhalb der Heizperiode.
      Also irgendwas verstehe ich da noch nicht. 22 l/min sind 1.320 l/h. Nicht ganz klar ist welcher Durchfluss gemeint ist: TWW oder Heizwasser? Ist aber egal: Wenn Heizwasser gemeint ist, wäre das Delta T (67-40=) 27 K, bei TWW wäre es ungefähr (40-12=) 28K. Kommt also fast auf das gleiche raus. Aber daraus errechnet sich die Wärmeleistung ohne Verluste mit mindestens (1.320l/h * 27=) 35.640 kcal/h oder 41,4 kW. Da muss irgendwo ein Fehler stecken.
      Aber auch wenn da irgendwo ein Faktor 2 drin steckt, heißt das doch: Bei TWW-Bedarf werden - sobald der Speicher leer ist - 21 kW Leistung benötigt. Davon erzeugt der Zusatzbrenner 20 kW (95%), die BZ 1 kW (5%). Ein höherer Beitrag der BZ kann sich nur über die Ladung des Speichers ergeben. Meine Frage war, ob die BZ allein die Spreizung von 40°C auf 67°C hinbekommt, d.h. den Speicher (wenn genug Zeit ist) allein aufladen kann. Bei 1 kW thermischer Leistung und 27 K Spreizung dürften dazu weniger als 32 l/h Heizwasser mit 40°C durchgepumpt werden, d.h. ein halber Liter pro Minute. Ansonsten müsste auch die Speicherladung für das TWW zum Teil durch den Zusatzbrenner übernommen werden, was den Nutzen außerhalb der Heizperiode doch einschränkt.

      Viessmann Werke schrieb:

      Derzeit werden in einzelnen Bundesländern Förderprogramme gestartet, die zwischen 8.000 und 15.000 € der Investition fördern. Im nächsten Jahr ist eine Bundesweite Förderung von Brennstoffzellen geplant. Hierdurch werden die Investitionskosten für das Brennstoffzellenheizgerät gesenkt, was sich positiv auf die Wirtschaftlichkeit auswirkt.

      Viessmann Werke schrieb:

      Weiter bietet Viessmann eine Funktionsgarantie die vom Kunden erworben werden kann. Hier inbegriffen ist eine Leistungsgaratie ( maximale Degradation der Leistung um 15% in 10 Jahren)
      Also wenn die genannten Fördersummen tatsächlich kommen (ich glaub's wenn ich's sehe) und die Kosten für die Funktionsgarantie sich in Grenzen halten (?), dann steht m.E. einer breiten Markteinführung in Häusern mit niedrigem Wärmebedarf nichts mehr entgegen. Ich hoffe nur, dass dann auch die Kosten entsprechend fallen, denn bei größeren Zahlen kann ein solches Förderniveau nicht gehalten werden. Würde mich freuen, weil ich grundsätzlich ein Fan der Brennstoffzelle bin.

      Gruß, Sailor
      Viessmann Vitotwin 300-W (1 kWel, 6 kWth) seit 2012

      PV-Anlage 8,45 kWp (65 x Solarworld SW 130poly Ost/Süd/West, SMA 5000 TL und 3000) seit 2010

      Solarthermie 14 qm Flachkollektoren seit 2004 (Vorgänger 8 qm 1979-2003)
    • Ein Wunsch für die Zukunft. (Träummodus an)
      Eine Brennstoffzelle die nicht nur Wasserstoff in Strom wandelt sondern auch überschüssigen PV Strom in Wasserstoff wandelt.
      Ein Hochdruckpuffertank und die gekühlte Druckerhöhung würde dann unabhängiger vom Stadtgas machen.

      Ich weiß, die Kosten, die Sicherheit, und dann noch der Wirkungsgrad durch die Druckerhöhung.
      Aber in nicht allzu ferner Zukunft fallen viel PV Anlagen aus der Förderung und haben Strom für 3 Ct/kWh übrig.
      Und Putin wird irgendwann sein Gas auch nicht mehr "verschenken", wenn die Chinesen ihre Leitungen von Russland nach China fertig gebaut haben.

      Träummodus aus....
      Wer einmal fragt, wirkt für einen Moment dumm, wer es nie tut, bleib es sein Leben lang
    • Neuer Antrieb

      Hallo


      Was soll man davon halten?
      Wäre doch auch eine Lösung für den Keller

      google.de/imgres?imgurl=http:/…&ved=0CDAQ9QEwAg&dur=6198

      Dieser Sportwagen tankt Salzwasser







      20. September 2014, 13:16 Uhr






      Kaum zu glauben: Laut dem Hersteller schafft dieser
      Elektrosportwagen 350 km/h. Den Antrieb besorgen Salzwasserbatterien.
      Ist das die Zukunft des Elektroautos?
      Carl Philipp Walter



      sonnenreiche Dachs und Speichergrüße


      hitschi
      ist erst im Nebenberuflichem Aufbau: Fa. Kühr Elektrotechnik eingetragen in der HWO
      Elektroinstallation, SPS Technik, Eib- Partner, Fachpartner von Varta, Alarmanlagentechnik nach VDS
      Inhaber Christof Kühr, Negertalstr. 2a, 57462 Olpe Unterneger
      Mail: Christof.Kuehr@freenet.de / Hompage:C-Kuehr.de.tl

      NUR WER HANDELT KANN ETWAS VERÄNDERN :thumbsup:
    • Preissenkung

      Viessmann hat wohl weniger als 100 Vitovalor verkauft... Dafür wurde jetzt der Preis drastisch gesenkt (bhkw-infothek.de/nachrichten/2…der-hexis-galileo-1000-n/). Zusammen mit der BAFA-Förderung werden die Brennstoffzellen damit endlich interessant!
      Man achte darauf, dass der BHKW-Lieferant nicht gegen § 312 StGB verstößt. :neo:
      Aktuelle BHKW-Meldungen vom BHKW-Forum e.V.
      -> bhkw-infothek.de/nachrichten/
    • Hitschi schrieb:

      Was soll man davon halten?
      Wäre doch auch eine Lösung für den Keller
      ...aber nur, wenn die elektrochemische Fabrik, die die verbrauchten Batterieflüssigkeiten wieder aufarbeitet, in den Keller passt und dort natürlich auch emissionsfrei arbeitet. In dem Artikel steht leider nichts darüber wie das gemacht wird bzw. wer das für die Autos mal machen soll, aber ich fürchte, das ist der Haken.

      Neuendorfer schrieb:

      Dafür wurde jetzt der Preis drastisch gesenkt (bhkw-infothek.de/nachrichten/…galileo-1000-n/). Zusammen mit der BAFA-Förderung werden die Brennstoffzellen damit endlich interessant!
      DAS ist der Weg: Da verdienen zwar die Viessmänner bestimmt erstmal nichts mehr dran (geschweige denn einen Deckungsbeitrag für die Entwicklungskosten), aber nur so kann über gesteigerte Stückzahlen die Lernkurve losgetreten werden, mit deren Hilfe die Dinger dann auch in der Fertigung billiger werden. Wenn man sich die Infothek so durchliest, bekommt man den Eindruck, dass auf einmal alle Hersteller gleichzeitig mit Brennstoffzellen kommen. Wäre ja toll, wenn das jetzt so losgehen würde wie mit der PV um die Jahrtausendwende... dann gibt es die Vitovalor womöglich in zehn Jahren zum Preis eines Brennwertkessels? :thumbsup:
      Viessmann Vitotwin 300-W (1 kWel, 6 kWth) seit 2012

      PV-Anlage 8,45 kWp (65 x Solarworld SW 130poly Ost/Süd/West, SMA 5000 TL und 3000) seit 2010

      Solarthermie 14 qm Flachkollektoren seit 2004 (Vorgänger 8 qm 1979-2003)