Stirlingkopftemperatur zu niedrig

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    • Stirlingkopftemperatur zu niedrig

      Hallo

      Seit ein paar Wochen läuft mein Ecogen jetzt . Einen kurzen Bericht zur Installation und Inbetriebnahme verfassen ich gerade.
      Ich möchte aber unabhängig davon eine Frage in den Raum stellen.

      Die ersten zwei Betriebswochen lief der Stirlingbrenner mit normaler Kopftemperatur (Solltemp ist 520 Grad). Seit etwa 1 Woche kommt er allerdings nicht mehr über 400 Grad. Und damit fällt der Wirkungsgrad bzw. die Erzeugte Leistung auf etwa 750W. Zuvor waren zwischen 900 und 950W erzielt worden.

      Zeitgleich traten Wartungs/Fehlermeldungen bzgl. Gebläsesteuerung/Gebläsekalibirierung auf, die nach Reset / Wartungsreset wieder verschwanden.

      Ich frage mich ob der Brenner "verschmutzt" sein kann weil einige Tage vor dem Leistungsabfall noch staubige Mauerarbeiten gemacht wurden.
      Hat jemand ähnliche Erfahrungen gemacht?

      mfg
      gk
    • Stirlingkopftemperatur zu niedrig

      Hallo gk,

      400°C ist schon deutlich zu niedrig.
      Du kannst ja probeweise die Blechabdeckung und die Styrodurabdeckung wegnehmen und das Gerät geöffnet laufen lassen. Beobachte dabei die Kopftemperatur. Wie lang ist bei dir ungefähr das Einsaugrohr im Schornstein? Wird die Verbrennungsluft über den Schornstein eingesaugt oder über den Raum?
      Die Arbeiten sind ja im Heizraum gemacht worden, oder?
      Wenn die Einsaugluft über den Schornstein eingesogen worden ist, dann sollte sie soweit rein sein?
      Hat es bei dir evtl. draußen gewindet und gestürmt, so dass es Auswirkungen auf das Gebläse gehabt haben könnte?
      Dieses Phänomen habe ich bei mir beobachtet.

      Gruß
      BigBen
      Brötje EcoGen WGS 20.1 als Heizer und Stromerzeuger im Keller
    • Hi Bigben

      Luft wird durch den Schornstein eingesogen, Länge etwa 8m .
      Ich dachte auch, dass die Ansaugung relative dicht ist. Das Ansaugrohr ( Aussenring des doppelwandigen Rohres ) endet aber offensichtlich an der Gehäusewand des Ecogen. D.h. das Gebläse saugt die Luft aus dem Gehäuseinnenraum an und nicht *nur" aus dem Einsaugrohr.
      Ich fürchte jetzt, dass zu viel feiner Staub durch die Schlitze im Gehäuse in das Gebläse kam.

      Ausserdem ist meine zweiter Kaminzug für den Holzofen noch nicht richtig abgeschirmt. Gemäß Schornsteinfeger soll der Holzofenschornstein verlängert werden , damit keine Ruß/Rauch in das Einsaugrohr gelangen kann.
      Vielleicht hab ich mir da was gezogen, glaub ich aber eher weniger !

      Es hat schon einmal etwas gestürmt, mal prüfen ob das mit dem Leistungsabfall zeitlich hinkommt.

      gruß
      Gk
    • Hallo Gk,

      schau doch rein in das Geräteinnere, wenn auf den Stirling zu viel Staub liegen sollte (kann man ja mit dem Finger richtig wischen), dann hast du definitiv zu viel Staub reingezogen. Etwas Staub ist aber immer vorhanden, von daher müsste es eigentlich tolerierbar sein.
      Wenn innen wirklich eine Staubschicht liegen sollte, dann sollte der HB eine Reinigung durchführen.

      Bei uns ist das Rohr für den Holzofen vom Heizungsbauer sofort nach der Umbaumaßnahme verlängert worden. Es überragt das Abgasrohr des EcoGen um ca. 50 - 70 cm. Ist wirklich wichtig.

      Wie gesagt, öffne die Abdeckungen und laß den EcoGen mal so laufen und beobachte die Kopftemperatur.

      Gruß
      BigBen
      Brötje EcoGen WGS 20.1 als Heizer und Stromerzeuger im Keller
    • Hallo

      Also mittlerweile war der Brötje-Kundendienst vor Ort. Leider nicht mit meinem Wunschergebnis.
      Die Experten meinten, dass die niedrige Kopftemperatur ( => Leistung) normal sei, weil auch keine Wärmeanforderung vorhanden ist. D.h. die Aussentemperatur ( ~17°C) ist zu hoch, "da moduliert der Stirling halt runter".
      Die erreichbare Leistung hängt wohl stark von der Differenz zwischen Kessel- und Rücklauftemperatur ab ( ab 7Kelvin Spreizung erreicht man maximale Leistung) , und diese Spreizung war nicht vorhanden , sondern blieb bei etwa 4-5°. z.B. Kessel temp 46, Rücklauf 42

      Musste mich mit dieser Begründung zufrieden geben. Obwohl ich immer noch nicht verstehe , warum die Kesseltemperatur nicht höher geht, wenn z.B. der Trinkwasserpuffer von 40° auf 50° erhitzt werden soll. Dann sollte ja genügend Wärmeanforderung vorhanden sein und der Stirling auf die Nenntemperatur hochheizen (520°).

      Zur Zeit erreicht mein Stirling nach der Anlaufphase maximal 420°, nach etwa 1h fällt die Temp dann auf etwa 390° (+/-10°)

      Meine Fragen wären also :
      - Bei welcher Spreizung (kesseltemp. - KesselrücklaufTemp) erreicht ihr welche Leistung ?
      - Kann der Ecogen tatsächlich so stark modulieren.
      - Sollte beim Trinkwasser "laden" die Kopftemperatur nicht auch hoch gehen.
      - Wie kann man die max. Leistung des Stirling testen.
      ( Schornsteinfeger Modus, Komfort-Heizgrenze stark erhöhen, Puffer für Heizkreis vorher abkühlen lassen etc.)

      Vielen Dank im Vorraus.
      GK
    • Stirlingkopftemperatur zu niedrig

      Hallo GK,

      generell gesagt liegt die Leistung meines EcoGens höher als deines.
      Die Spreizung ist bei uns ein dynamisches Wesen, je nach Wärmeanforderung für die Heizung oder Warmwasser schwank die Spreizung zwischen ca. 5 bis 10°C. Ist sie grösser, ist auch die Leistung grösser (so ca +/- 100W? Bin nicht ganz sicher). Ist die Pufferspeichertemperatur höher als ca. 55°C moduliert mein EcoGen ebenso. Dann kann die Leistung auch um 500W liegen.

      Falls du auch den Brötje SPZ800 Pufferspeicher hast, dann schaue doch die Stellung des Thermostatventils an dem Pufferspeicher. Bei mir steht das Ventil auf ca. 3,8. Das Thermostat hat bei mir die Markierungen von 1 bis 7, was einem Temperaturbereich von 30° bis 60°C entspricht.
      Experimentiere damit - mal auf 1 mal auf 7 und beobachte. Damit wird das RL Wasser gemischt.

      Zu dem Trinkwasser habe ich für dich ein Screenshot meiner Parameter beigefügt.
      Wenn du den Parameter 1630 auf "Gleitend" stellst, dann sollte das Warmwasser parallel mit der Heizung erzeugt werden. Bei "Absolut" wird zuerst das WW aufgeheizt und erst danach die Heizungspumpe zugeschaltet. Also bei "Gleitend" habe ich im Vorlauf in der kalten Monaten zw. 35° bis 45° gehabt. Jetzt in der warmen Jahreszeit liegt die VL Temperatur bei 50°-55°. Ab ca. 55° moduliert der Stirling.
      Vergleiche doch deine Parameter mit meinen. Ebenso die Einstellungen zu dem Pufferspeicher.
      Aber Obacht - wo sind bei dir die Fühler am Puffer platziert? Es kann sein, dass sie bei dir woanders liegen als bei mir!
      Wie kann man die max. Leistung erzwingen? Habe noch nicht machen müssen :(

      Viel Erfolg!

      BigBen
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