Erfahrungen mit dem Viessmann Vitotwin 300-W

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    • Hallo Sailor,

      danke für die Antwort. "Diagnose Generator" ergibt das selbe Bild: sprunghafter Leistungsanstieg / -rückgang wie im Post beschrieben, Spannung / Stromstärke konstant. Und irgendwie läuft ein Gebläse / Lüfter unregelmäßig an und geht dann wieder ab. Das Ganze aber anscheinend permanent, soll heißen ich muss nicht vor der Kiste warten, bis die Achterbahnfahrt endlich losgeht.

      Könnte die defekte Anzeige Auswirkungen auf andere Werte haben und diese - nach nun 3 Wochen - verfälschen? "Energie total in kWh" geht jetzt langsam durch die Decke, kein Wunder wenn einmal pro Minute 3,5 kW erzeugt werden ;)

      Gruß Elwood
    • Ich kenne mittlerweile etliche Leute, deren Wundertüte von Viessmann zurückgenommen wurde und die dann entweder Geld oder eine BSz von Viessmann bekommen haben. Ob die das heute noch machen, kann ich nicht sagen. Aber je länger Du wartest, desto geringer wird die Chance...

      Nur mal so als Tipp...
      Thomas Deus
      -Geschäftsführer-
      Fa. GO BHKW GmbH
      Trinenkamp 50, 45889 Gelsenkirchen
      www.go-bhkw.de
    • Elwood schrieb:

      Spannung / Stromstärke konstant
      Damit ist bewiesen, dass der Wurm ausschließlich in der Anzeige-Elektronik für die Leistung steckt. Die tatsächliche Leistung ist ja einfach das Produkt aus Spannung und Stromstärke, und demzufolge ebenfalls konstant.

      Elwood schrieb:

      Könnte die defekte Anzeige Auswirkungen auf andere Werte haben und diese - nach nun 3 Wochen - verfälschen? "Energie total in kWh" geht jetzt langsam durch die Decke, kein Wunder wenn einmal pro Minute 3,5 kW erzeugt werden
      "Energie total" ist vermutlich die einzige betroffene Anzeige. Die multipliziert wohl die (fehlerhafte) Leistungsanzeige mit der Betriebszeit und wird dadurch ebenfalls verfälscht. Der geeichte Stromzähler ist dagegen nicht betroffen, denn dieser zählt nur den tatsächlich durchgelaufenen Strom, und der verändert sich ja nicht.

      Wichtiger ist, dass anscheinend auch die interne Regelung die falschen Anzeigewerte nicht zum Anlass für irgendwelche "Korrekturen" nimmt (und dadurch womöglich die reale Stromproduktion beeinträchtigt). Was es mit dem Gebläse auf sich hat, weiß ich auch nicht, aber ich kann mir kaum vorstellen, dass ein evtl. zu häufiges Einschalten dem Vitotwin (oder dem Gebläsemotor) schadet.

      Meiner Meinung nach kannst Du daher in relativer Ruhe abwarten, bis der Viessmann-Kundendienst kommt. Laut unserem Heizungsbauer sind die zur Zeit im Stress, weil anscheinend mit dem Beginn der Heizperiode die Viessmann-Heizungen reihenweise die Grätsche gemacht haben und natürlich zu wenig Leute da sind. Bei uns ist Anfang Oktober wieder mal das Luftverteilerventil ausgefallen (das vierte in fünf Betriebsjahren), und weil das Gerät stand und der KD keine Zeit hatte, haben sie das Ersatzteil samt Einbauanleitung einfach unserem Heizungsbauer geschickt, damit der das einbaut. Hat auch geklappt - schau'mer mal wie lange es dieses Mal hält...
      Viessmann Vitotwin 300-W (1 kWel, 6 kWth) seit 2012

      PV-Anlage 8,45 kWp (65 x Solarworld SW 130poly Ost/Süd/West, SMA 5000 TL und 3000) seit 2010

      Solarthermie 14 qm Flachkollektoren seit 2004 (Vorgänger 8 qm 1979-2003)
    • Das "Viessmann Heizungen reihenweise die Grätsche machen" ist wohl absoluter Blödsinn. Jetzt ausfallende Heizungen gibts auch zuhauf von Junkers, Brötje, Buderus, Vaillant usw.
      Und im wesentliche hat es bei allen 2 Ursachen:
      - mangelnde Pflege (Wartung)
      - hohes Alter der Heizung und daraus folgende Defekte.
      Ach ja ein Klassiker fehlt - der Selbstschrauber.....
    • Hallo
      mein Vitotwin will seit Dienstag nicht mehr laufen :( .
      Am Dienstag um 10.11 schicht mir meine Heizung ein Email:"Störcode 8B-01-395 Kein kommZusatzbrenner FA"
      Habe mich von der Ferne auf die Anlage geschaltet um zu sehen was los war.
      Der Zusatzbrenner stand obwohl tagzuvor noch gelaufen auf "Aus".
      Umgestellt auf "Ein" und gedacht, gut wenn der jetzt nicht Startet wird halt etwas kälter im Haus.
      Nach Feierabend habe ich mich dann der Anlage angenommen.
      Auf der Fernbedienung die gleich Fehlermeldun mit dem Hinweis "Anlage neu starten"
      Habe dann unter der Fachmannebene den Sterling und Zusatzbrenner auf "Sperren Aktiv" umgestellt und ca 15-20min gewartet bis alles entsprechen heruntergefahren und gekühlt war.
      Vitotwin ausgeschaltet ca. 1min gewartet und wieder angeschaltet.
      Normalerweise geht dann die Display-Beleuchtung an, war aber nicht, das einzige was passierte war das die Umwälzpumpe und das Gebläse anlief und die Beleuchtung vom integrieten Stromzähler anging.
      Ich habe dann die Bedienungsanleitung herausgeholt.
      Ursache: Kommunikationfehler zwischen Zusatzbrenner und Regelung.
      Fehlerbehebung: ..... falls der Fehler nicht behoben ist Regelungsleiterplatte tauschen.
      Habe die Kiste mal aufgeschraubt und etwas an den Steckverbindungen gewackelt, hat aber alles nicht genutzt.

      Abend um 19.00 Uhr den Notdienst von meinem HB angerufen, mir war vorher schon klar das er heute nichts mehr machen kann.
      Rief dann zurück, ich habe das Problem erklärt und er sagte mir, kümmer ich mich morgen früh sofort drum.
      Mittwoch morgen 08.30Uhr Anruf vom HB, Viessmann ist informiert und meldet sich bei mir zur Terminabsprache.
      Mittwoch ca 11.00 Uhr anruf von Viessmann das der Techniker am Freitag zwischen 8.00 und 13.00 Uhr kommt.

      Zum Glück habe ich einen Kamin mit Wassertasche :) der jetzt 24h befeuert wird, ich sitze im T-Shirt im Wohnzimmer damit meine Eltern es etwas warm im Wohnzimmer und alle warm Duschen können.
      Schau mal was morgen dabei herumkommt.
      Ich hoffe er hat eine neue Platine in seinem Auto
      4,32 Kwp PV-Aufdachanlage (45° Dachneigung Südausrichtung) Volleinspeisung Inbetriebnahme 23.05.2009

      5,56 kWp PV-Anlage (Sonnengeführt) Volleinspeisung Inbetriebnahme 18.12.2009

      Vitotwin 300 mit 600l Pufferspeicher 2Heizkreise (FB und Radiatoren) Inbetriebnahme 17.10.2013

      7,67 kWp PV-Aufdachanlage (Dachneigung 45° Ost- West-Ausricht mit E3DC Strompeicher (9,2kW)) Inbetriebnahme 13.11.2015 :)
    • GM1967 schrieb:

      Jetzt ausfallende Heizungen gibts auch zuhauf von Junkers, Brötje, Buderus, Vaillant usw.
      Und im wesentliche hat es bei allen 2 Ursachen:
      - mangelnde Pflege (Wartung)
      - hohes Alter der Heizung und daraus folgende Defekte
      Ach ja ein Klassiker fehlt - der Selbstschrauber.....
      Mangelnde Wartung, OK.

      Aber was das "hohe Alter der Heizung und daraus folgende Defekte" betrifft: Unser früherer Viessmann-Ölheizkessel mit MAN-Blaubrenner ist von 1979 bis 2012 gelaufen, also 33 Jahre lang. In dieser Zeit wurde er alle 2-3 Jahre vom Heizungsbauer gewartet. Um 1990 musste der Brenner ausgewechselt werden, das hat der Vorgänger unseres heutigen Heizungsbauers gemacht. Darüber hinaus gab es genau einen weiteren Defekt im Jahr 2005: Ein elektromechanisches Relais in der Regelung fing an zu schwächeln, und weil es kein Original-Ersatzteil mehr gab, mussten wir über das Internet von einem Tüftler für 40 EUR ein Alternativteil besorgen und (als klassische Selbst-Löter mit Modellbahn-Erfahrung) einbauen. Diese Reparatur hat bis zum Ausbau des Kessels 2012 gehalten. Den Viessmann-Kundendienst haben wir in diesen 33 Jahren kein einziges Mal gesehen. Und wenn wir nicht 2012 aus Umweltgründen auf Erdgas und ein BHKW umgestiegen wären, wäre das wahrscheinlich bis heute so geblieben.

      Das eigentliche Problem scheint mir zu sein, dass die Heizungen aller Hersteller – und damit meine ich ganz normale Heizkessel, nicht komplexe Geräte wie BHKW's oder Brennstoffzellen – heutzutage 1) anscheinend anfälliger sind als früher, 2) sie oft nicht mehr vom HB sondern nur noch vom OEM-Kundendienst repariert werden können und 3) insbesondere Störungen in der Elektronik nicht mehr durch Reparatur, sondern nur noch durch das Auswechseln der kompletten Regelung beseitigt werden können. Und wenn die dann als Ersatzteil nicht mehr verfügbar ist (womöglich schon zehn Jahre nach Inbetriebnahme), ist 4) gar keine Reparatur mehr möglich, sondern man muss gleich das ganze Gerät wegschmeißen, obwohl die Mechanik noch tadellos funktionieren würde. So geschehen in unserer Nachbarschaft mit der 14 Jahre alten (jährlich gewarteten!) Brennwerttherme eines führenden Herstellers. Kann natürlich sein, dass das ein Einzelfall war, aber von unserem Heizungsbauer höre ich anderes.

      Ich würde mir jedenfalls wünschen, dass es in unserer Industrie (nicht nur bei Heizkesseln) an Stelle geplanter Obsoleszenz wieder mehr "Kultur der Reparatur" gäbe. Dass dieser Wunsch im Zeitalter der Digitalisierung naiv ist, weiß ich natürlich.
      Viessmann Vitotwin 300-W (1 kWel, 6 kWth) seit 2012

      PV-Anlage 8,45 kWp (65 x Solarworld SW 130poly Ost/Süd/West, SMA 5000 TL und 3000) seit 2010

      Solarthermie 14 qm Flachkollektoren seit 2004 (Vorgänger 8 qm 1979-2003)
    • sailor773 schrieb:

      Das eigentliche Problem scheint mir zu sein, dass die Heizungen aller Hersteller – und damit meine ich ganz normale Heizkessel, nicht komplexe Geräte wie BHKW's oder Brennstoffzellen – heutzutage 1) anscheinend anfälliger sind als früher, 2) sie oft nicht mehr vom HB sondern nur noch vom OEM-Kundendienst repariert werden können und 3) insbesondere Störungen in der Elektronik nicht mehr durch Reparatur, sondern nur noch durch das Auswechseln der kompletten Regelung beseitigt werden können. Und wenn die dann als Ersatzteil nicht mehr verfügbar ist (womöglich schon zehn Jahre nach Inbetriebnahme), ist 4) gar keine Reparatur mehr möglich, sondern man muss gleich das ganze Gerät wegschmeißen, obwohl die Mechanik noch tadellos funktionieren würde. So geschehen in unserer Nachbarschaft mit der 14 Jahre alten (jährlich gewarteten!) Brennwerttherme eines führenden Herstellers. Kann natürlich sein, dass das ein Einzelfall war, aber von unserem Heizungsbauer höre ich anderes.
      Sailor, das stimmt zu 100% und ich kann das absolut bestätigen.

      Bei allen Produkten ist der Prüfstand des Herstellers zunächst mal der Heizungskeller des Kunden, dies dann in Bagatellen oder echt heftigen Böcken. Neue Geräte ("Unsere neue Wunderkiste tralllala) bauen wir grundsätzlich erst nach frühestens einem Jahr ein, dann sind die Kinderkrankheiten raus, die hat man früher im Werk vor Auslieferung im Griff gehabt. Heute wird eben ausgeliefert, was soll es denn?

      Anfälliger sind die Dinger erstens, weil sie schlichtweg mehr können als die Dinger früher und sensibler sind und sich manche Kollegen einen Dreck um Heizungswasser etc. kümmern... Da kann dann der Hersteller nix für, er nimmt die Kunden aber auch nicht in die Pflicht und alle beten, dass nix passiert. Wir dürfen jedesmal ellenlange Erklärungen geben, wieso die VDI 2035 wichtig ist, was passiert, wenn man die nicht einhält und wieso die Aufbereitung des Wassers in der Anlage einer 4.000qm-Bude auch mal 2.500 Euro kostet, die der andere nicht mit drinnen hat. Die neuen Pumpen kannst Du ohne aufbereitetes Wasser nach einem Jahr wegschmeißen, wenn die länger halten, hattest Du Glück. DANN gehen die Hersteller aber her, ziehen eine Wasserprobe und sagen dem Endkunden, dass er jetzt Pech gehabt hat.

      Firmen, die einen externen KD haben, verbauen wir grundsätzlich nicht. Aber auch hier lauert die Seuche, denn das sind Subunternehmer, die für nen schmalen Taler 12 Fabrikate reparieren... Bei uns sagt man: Wat nix kost, is au nix!

      Unser Anspruch ist es, jeder Reparatur selber zu fahren. Dies ist bei manchen Herstellern schwierig, denn bei denen selber ist kurioser Weise kein Know How vorhanden. Wir haben neulich eine Wärmepumpe installiert, von der wir mehr wussten als der Hersteller... nicht so gut. Wenn der Hersteller seine eigenen Produkte nicht kennt, wie soll dann der Installateur die Dinger kennen (es sei denn, er ist ein irrer Freak so wie einer meiner Kompagnons)....

      Ich könnte Dir zu dem Thema 30 Seiten schreiben...

      Ich kenne die ganze Kette: Ich habe im Großhandel gelernt, bin dann zu Vaillant, habe dann mehrere Heizungsfirmen geführt.... Und ich kann Dir sagen: In den letzten 5 oder 6 Jahren hat sich unsere gesamte Branche nicht unbedingt verbessert, um es mal nett auszudrücken...

      Leute, mit denen man heute bei manchem Hersteller im Innendienst zu tun hat und die in Ihrer Signatur alle einen englischen Titel haben (meistens irgendwas mit customer xyz manager), hätten damals 1998 bei Vaillant nicht die Mülleimer leer machen dürfen...
      Thomas Deus
      -Geschäftsführer-
      Fa. GO BHKW GmbH
      Trinenkamp 50, 45889 Gelsenkirchen
      www.go-bhkw.de
    • Na erinnere dich an deinen 1979er Steinzeitkessel - Schwer und wenig Elektronik. Bei Steuerungsdefekt ging man auf Handbetrieb und heizte weiter. Der wirkungsgrad des kessel war mit 80-85% geplant

      Und heute?
      Kleine, leichte Wärmeerzeuger mit viel Elektronik. "Ohne" ist kein Betrieb möglich. Wirkungsgrad nahe oder über 100%.
      Das und weitere heutige Regeln und Tatsachen sind förderlich für ausfälle.
      Kein normaler KDler kann heute noch Regelungen bis ins letzte Detail kennen. Selbst der Werks-KD hat manchmal Probleme.

      1979 mag ne Wartung nach 2-3 Jahren gereicht haben, heute funktioniert das eher nicht, die sind da empfindlicher. Wenn man zu lange wartet, ist ggf mehr kaputt.
      Tatsache ist aber, bei mir gibts Brennwertgeräte aus1993/94, die noch gut laufen, auch dank Wartung. Wichtig natürlich, daß die Teile noch geliefert werden. Gerade bei Elektronik gabs da in der Vergangenheit vereinzelt mal Probleme.
    • Moin GM,

      ich verstehe Deine Argumentation und will auch nicht mehr nach 1979 zurück, als unser Viessmann-Niedertemperaturkessel mit 93% (Hi) das beste war was es am Heizkesselmarkt zu kaufen gab. Dass ein höherer Wirkungsgrad neben mechanischen Verbesserungen (z.B. den Wärmetauscher aus einem Material zu machen, das saures Kondenswasser aushält) auch mehr Regelungs-Elektronik erfordert ist unbestritten, und auch dass defekte Elektronik nicht mehr wie früher vor Ort mit Pinzette und Lötkolben repariert werden kann. Ich verstehe sogar, dass es sich für die Hersteller nicht rechnet, massenhaft fabrikneue Ersatzplatinen für 20 Jahre zurückliegende Modellreihen auf Lager zu halten.

      ABER warum ist es z.B. nicht möglich, dass die Hersteller ausgetauschte defekte Elektronik bei sich im Werk durchprüfen, reparieren (meist ist ja nur ein Bauelement defekt), Alterungs-anfällige Teile wie Kondensatoren auf Verdacht tauschen und das so aufgearbeitete Teil dann als "refurbished"-Austauschteil in die nächste ältere Heizung wieder einbauen? Noch mal zwanzig Jahre muss es ja nicht halten. Und wenn den OEM's dafür die Lohnkosten in Deutschland zu hoch sind, könnten sie das für kleineres Geld z.B. in Südasien oder Afrika machen lassen - für die Leute dort wäre eine solche Arbeit allemal besser als unseren Elektronikschrott über offenem Feuer auf Edelmetalle aufzuarbeiten. Aber natürlich müsste man die Platinen dann von vornherein so konstruieren, dass das möglich ist. Bei PV-Wechselrichtern wird das z.B. so angeboten, also müsste das doch bei einer Heizungs-Elektronik auch machbar sein - auch wenn's vielleicht ein bisschen mehr kostet.

      Und das bringt mich zum zweiten Punkt, nämlich das "Sparen, koste es was es wolle". Damit wir hier wieder mehr In-Topic kommen, nehme ich als Beispiel das Luftverteilerventil beim Vitotwin, welches bei uns jetzt zum vierten Mal in fünf Betriebsjahren ausgewechselt werden musste. Das LVV besteht im Wesentlichen aus zwei Hohlzylindern aus schwarzem Kunststoff sowie einem Servomotor, der den inneren Zylinder im äußeren so dreht, dass über verschiedene Öffnungen geregelt Erdgas und Luft eintreten und je nach Betriebszustand auf Stirlingmotor und Zusatzbrenner verteilt werden können. Die Ausfälle beim LVV kommen daher, dass sich der Kunststoff durch die Wärme im Vitotwin-Gehäuse mit der Zeit verformt und dann der innere Zylinder schwergängig wird.

      So was kann natürlich jedem passieren. Nur war es laut Auskunft eines Kundendienst-Mitarbeiters so, dass in den ersten Vitotwin-Modellen die Hohlzylinder aus Aluminium waren und man erst später - vermutlich um Geld zu sparen - auf Kunststoff gewechselt hat. Seither gibt es die Ausfälle. Im letzten Vitotwin-Modell habe man dann das LVV an einer anderen Stelle eingebaut, wo es weniger Hitzestress gibt. Das habe wohl auch geklappt, nur nützt das den Betreibern früherer Modelle natürlich wenig.

      Bei so etwas frage ich mich, warum baut am dann zumindest dort, wo ein LVV ausfällt, nicht wieder das stabilere Metallteil ein? Bei dem, was allein die KD-Einsätze für Garantiefälle bisher gekostet haben, wäre Viessmann wahrscheinlich selbst dann günstiger weggekommen wenn sie die Ersatzteile aus Titan gebaut hätten. Oder, wenn das nicht möglich ist, warum baut man nicht den Servomotor kräftiger, damit er auch etwas schwergängigere Teile noch zuverlässig bewegen kann? Das kann doch nicht die Welt kosten. Und weil bei diesem spezifischen Fehler die Heizung komplett ausfällt (was bedeutet, dass man gerne mal 7-14 Tage bei minus 10°C mit Nachtstrom-Heizbirne und Kachelöfen auskommen muss, bis der KD mit dem neuen LVV kommt) ist das auch für den Kunden – selbst wenn er die Reparatur nicht zahlen muss – kein reines Vergnügen, von der verlorenen Stromproduktion ganz abgesehen. Also ich hätte die Mehrkosten für ein stabileres LVV gerne gezahlt, zumal das bestimmt weniger als 100 EUR gewesen wären.

      Das ist es, was ich mir unter "Kultur der Reparatur" (ein Zitat von Prof. Heckel vom Deutschen Museum in München) vorstelle und wünschen würde. Kompromisse beim Wirkungsgrad muss man dafür nicht machen. Nur kostet es halt bei der Investition ein paar Euro mehr, die man dann später X-fach wieder hereinspart.

      Aber mit jeder vorzeitig aus solchen Gründen verschrotteten Heizung (und deren zwangsläufigem Ersatz durch eine neue) steigern wir natürlich das Bruttosozialprodukt... :thumbdown:

      Gruß, Sailor
      Viessmann Vitotwin 300-W (1 kWel, 6 kWth) seit 2012

      PV-Anlage 8,45 kWp (65 x Solarworld SW 130poly Ost/Süd/West, SMA 5000 TL und 3000) seit 2010

      Solarthermie 14 qm Flachkollektoren seit 2004 (Vorgänger 8 qm 1979-2003)
    • sailor773 schrieb:

      ABER warum ist es z.B. nicht möglich, dass die Hersteller ausgetauschte defekte Elektronik bei sich im Werk durchprüfen, reparieren (meist ist ja nur ein Bauelement defekt), Alterungs-anfällige Teile wie Kondensatoren auf Verdacht tauschen und das so aufgearbeitete Teil dann als "refurbished"-Austauschteil in die nächste ältere Heizung wieder einbauen?
      Sailor, nix für Ungut, aber wo lebst Du? Die Teile kommen zu 99% nicht vom Kesselhersteller selber und der Weg, den Du beschreibst, kostet 5x so viel wie den Sch... einfach wegzuwerfen. Für die Umwelt sehr schlecht, aber so what?

      Was ist denn, wenn heute ein Fernseher kaputt geht? Weg damit... als ich klein war, wurde unserer immer zur Reparatur abgegeben oder mein Vater hat selber dran rumgefummelt (Oh Gott, wenn ich dran denke...)


      sailor773 schrieb:

      Bei PV-Wechselrichtern wird das z.B. so angeboten, also müsste das doch bei einer Heizungs-Elektronik auch machbar sein - auch wenn's vielleicht ein bisschen mehr kostet.
      Ja, aber in der Praxis nicht immer gemacht, ist aber ein nettes Greenprinting (unser WR wird in der 3. Welt recyclet...)

      Zu den Bauteilen:
      Es ist nicht so, dass wenn Herr Dipl. Ing. Thorben Schmitz (englische Berufsbezeichnung auf der Visitenkarte) dafür verantwortlich ist und danach bezehalt wird, ob Bauteil xy DAUERHAFT (!) funktioniert. Wenn er aber schafft, das Teil xy bei einem in Summe VK-Preis 20.000 Euro-Gerät von 6,30 Euro auf 5,50 Euro zu drücken, ist es der King. Die Horrorkosten Kundendienst und Imageschaden sind wieder ne andere Kostenstelle und nicht relevant für seine Vergütung.. alles beim Vaillant-Hasen erlebt...

      Du bist mit Deiner antiken (genau richtigen) Einstellung ein mieser Schädling unserer Gesellschaft, denn die ganze Scheiße, die die Industrie produziert, muss jemand kaufen und da ist es extrem asozial, Dinge zu reparieren oder deren Reparatur zu fordern- Das fast neue muss auf den Schrott und durch ganz neues Zeug ersetzt werden.

      Der Output muss steigen, wir brauchen Wachstum, denk mal an die Dividenden der Aktionäre...

      Ich hoffe, Du hast wenigsten 4 Fernseher, von denen der älteste 2 Jahre alt ist.... Falls nein: Noch ist Black Friday, also handele!
      Thomas Deus
      -Geschäftsführer-
      Fa. GO BHKW GmbH
      Trinenkamp 50, 45889 Gelsenkirchen
      www.go-bhkw.de
    • sailor773 schrieb:

      Im letzten Vitotwin-Modell habe man dann das LVV an einer anderen Stelle eingebaut, wo es weniger Hitzestress gibt. Das habe wohl auch geklappt, nur nützt das den Betreibern früherer Modelle natürlich wenig.
      Aus meiner Fehlerhistorie:

      Freitag 17.02.17:
      Kundendienst Viessmann im Haus. Luftverteilerventil klemmt und ist verschmutzt:
      Luftverteilerventil,Getriebemotor,Elektroden,Zündtrafo und Gaskombiregler
      ersetzt.

      Die neue Verbaustelle - ich gehe mal davon aus, dass das bei meiner 2015er Kiste der Fall ist - scheint jetzt also mit "verschmutzter" Luft zu kämpfen, weniger mit "Hitzestress".

      Gruß Elwood
    • Freunde, nochmal und zum letzten Mal, denn danach soll es mir egal sein:

      Es gibt eine Reihe von Leuten, die die Kiste zurückgegeben haben und von Viessmann entweder die Knete oder eine BSZ gekriegt haben, Ich denke nicht, dass die Wahrscheinlichkeit, dass Ihr dann auch eine BSZ oder Knete bekommt dramatisch anwachsen wird mit der Zeit, die Ihr verstreichen lasst.
      Thomas Deus
      -Geschäftsführer-
      Fa. GO BHKW GmbH
      Trinenkamp 50, 45889 Gelsenkirchen
      www.go-bhkw.de
    • Hallo
      Am Freitag war der Viessman KD bei mir.
      Nach dem ich dem KD erzählt habe was Sache ist, und welche Fehlermeldungen aufgelaufen waren, war ihm sofort klar wo das Problem ist.
      Das ENS (Netzüberwachungsmodul) sei defekt.
      Er hat dann gleich den Kondensator mit ausgetauscht.
      Nach ca 1h lief die Anlage wieder.
      Die Kosten für den Einsatz übernimmt Viessmann :) .
      Gruß Christof
      4,32 Kwp PV-Aufdachanlage (45° Dachneigung Südausrichtung) Volleinspeisung Inbetriebnahme 23.05.2009

      5,56 kWp PV-Anlage (Sonnengeführt) Volleinspeisung Inbetriebnahme 18.12.2009

      Vitotwin 300 mit 600l Pufferspeicher 2Heizkreise (FB und Radiatoren) Inbetriebnahme 17.10.2013

      7,67 kWp PV-Aufdachanlage (Dachneigung 45° Ost- West-Ausricht mit E3DC Strompeicher (9,2kW)) Inbetriebnahme 13.11.2015 :)
    • Neu

      silverstonee schrieb:

      Oder hat jemand ne Idee?
      Was Du probieren könntest ist, den Reset noch ein paarmal zu wiederholen, manchmal springt er erst beim dritten oder vierten Versuch wieder an. Bei uns war das so vor zwei Jahren bei Flammausfall des Zusatzbrenners (Fehler 262). Dann musst Du abwarten ob der Fehler wieder auftritt.

      Falls die letzte Wartung schon sehr lange her sein sollte, könnte es sein dass die Störung an den Elektroden liegt. Das könnte der Heizungsbauer beheben. Wenn es das aber nicht ist, wäre mal wieder ein klemmendes Luftverteilerventil die mögliche Ursache, auch wenn das im Handbuch unter "Behebung" nicht aufgeführt ist.
      Viessmann Vitotwin 300-W (1 kWel, 6 kWth) seit 2012

      PV-Anlage 8,45 kWp (65 x Solarworld SW 130poly Ost/Süd/West, SMA 5000 TL und 3000) seit 2010

      Solarthermie 14 qm Flachkollektoren seit 2004 (Vorgänger 8 qm 1979-2003)
    • Neu

      Bei mir waren es die Zündelektroden des Stirlingbrenners.
      Eine hatte sich in der Keramikfassung gelöst und verdreht. So, dass kein Zündfunke mehr überspringen konnte.
      Wenn der Zusatzbrenner in Betrieb ist, einfach mal mehrfach die Fehlermeldung resetten.
      Beim dritten oder vierten Versuch zündet der Brenner des Stirlings dann häufig durch eine Entzündung des ausgeströmten Erdgas am Zusatzbrenner.