Frequenzregler? Drehzahlregler?

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    • Kraut und Rüben ....

      Ihr mischt da Kraut und Rüben wild Durcheinander.
      Erst mal eines nach dem Anderen ....

      Der Generator hat 20 KW Gesamtleistung, ich versuche ihn aber immer nur zu 2/3 auszulasten.

      Das ist auch gut so. Im Dauerbetrieb ist bei den Motoren ein Derating durchzuführen. Insbesondere die Rußzahl (Bosch Rauchtrübungszahl ... usw) ist hauptsächlich von der Last abhängig (aber auch zum Zustand des Luftfilters, Luftdruck, Höhenlage, Zustand der Einspritzdüsen, Einspritzdruck usw.). Bei zu grosser Last gibt es mehr Ruß (höhere Einspritzmenge), mehr Eintrag von Ruß ins Motoröl, höherer Verschleiß.
      Bei höherer Belastung ist das Motoröl daher auch früher zu tauschen (Rußgehalt).
      Weiters wird die Tribologie / Motormechanik, Kurbelwellenlager, Pleuellager usw. nicht so stark belastet wie bei Volllast.

      Die Heizung lief und ich war gerade was am Schweiß alles am Generator, soweit kein Problem. Der Heizlüfter schaltet ab, ein kurzes (jeng) und mein Schweißgerät hat aufgehört zu Schweißen und die AVR hat sich auch verabschiedet.


      Die Frage ist - warum ? Gibt es irgend welche Indikatoren das daran die Drehzahl schuld sein soll ? (Ich glaube es ja nicht)
      Woraus schließt Du das die Drehzahl schwankt ? Hertzmeter angeschlossen ?

      Da komm ich natürlich auf die Idee, das mit der Drehzahlregelung zu verändern. Das schien mir erstmal das wichtigste, weil! wenn stabile Drehzahl = stabile Spannung. Dachte ich mir so.


      Na so ist das mal nicht. Natürlich hängt die induzierte Spannung im Stator von der Drehzahl ab. d.h. die induzierte Spannung ändert sich mit der Drehzahl.
      Diese Änderung gleicht aber die Spannungsregelung, kurz "AVR = Automatic Voltage Regulator" durch Regulierung des Erregerstromes aus.
      Sinkt die Drehzahl ab, so nimmt der AVR den Erregerstrom hoch, somit ergibt sich wieder die selbe Ausgangsspannung.
      Sinkt die Drehzahl zu sehr ab, so müsste der AVR den Erregerstrom immer weiter steigern. Dies kann Beschädigungen an der Rotorwicklung, and dem AVR oder an angeschlossenen Geräten nach sich ziehen. Deswegen haben die AVR Controller ein sogenanntes Unterfrequenzknie eingebaut. Sollte die Frequenz zu sehr absinken, so wird die Ausgangsspannung abgesenkt um den zulässigen Erregerstrom nicht zu überschreiten, sowie um angeschlossene Drehstromverbraucher zu schützen.
      Diese Funktion erlaubt auch das starten von sehr großen Drehstromverbraucher am Generator, denn eine Überlast welche den Antriebsmotor in die Knie zwingt, bedingt eine niedrigere Ausgangsspannung und somit eine Lastreduktion. (zum Preis einer deutlichen Spannungsschwankung nach unten).

      Beim Ausschalten des Heizlüfters muss der AVR natürlich die Erregung zurücknehmen.
      AVR Controller sind klassische PI oder PID Regler. Die Sprungantwort bewirkt, je nach Einstellung, ein Überschwingen der Spannung.
      Es sind hier mehrere Regelkreise involviert :
      1 - die Drehzahl geht durch die Entlastung des Motors leicht nach oben, somit die induzierte Spannung im Stator
      2 - durch den Lastabwurf geht ebenfalls die Spannung leicht nach oben, weil der Erregerstrom nun zu groß ist.

      Allgemein sind die AVR aber so schnell das wir an unseren Generatoren keine unzulässige Spannungserhöhung feststellen können,
      auch wenn 100% Last abgeworfen werden.
      Die Frequenz geht natürlich linear mit der Motordrehzahl nach oben, dies ist aber eher unkritisch zu sehen. Im allgemeinen ist die Abweichung der Motordrehzahl unter 10% dynamisch und unter 5% statisch.
      Die Abweichung der Drehzahl nach oben ist weniger kritisch zu sehen als die Abweichung nach unten. Daher stellt man die Generatoren im Leerlauf auf etwa 52 ...54 Hz ein, damit sich bei Vollast nur ja keine Unterfrequenz ergibt. Die Alternatoren halten durchwegs 60Hz aus (also 1800 U/min), irgendwann verabschiedet sich jedoch die Läuferwicklung (Fliehkraft ..)
      Bei den angeschlossenen Lasten kann man hier keine allgemeine Aussage treffen. Manche Geräte reagieren empfindlich auf Frequenzänderungen, manche Geräte weniger empfindlich. Dies kommt auf die Auslegung der Geräte an. Bei Schweissgeräten gibt es beispielsweise eigene Serien von Fronius, die einen besonders unempfindlichen Eingangsspannungsbereich für Generatorbetrieb haben.

      Zuerst sollten wir mal feststellen wo tatsächlich das Problem liegt, als blind irgendwo herumzubasteln ....

      Was ist denn der Momentane Status des Gerätes ? Ist der AVR noch defekt, oder schon getauscht ?
      Was ist der Nenn-Erregerstrom der Maschine (steht am Typenschild unter Excitation Current) ?
      Welche Meßgeräte stehen Dir zur Verfügung ?

      habe ich mal gelesen, das mache Spannungsregelungen nicht gut mit den "Sauereien" die Inverter so ins Stromnetz abgeben (Oberwellen etc.) zurechtkommen


      Das ist richtig. Wenn das Netzfilter schlecht dimensioniert ist, können starke Störungen Richtung Generator entlassen werden, die aber nicht sehr energiereich sind. Diese Störspitzen können durch die hohe (Ohmsche) Last des Heizlüfters "glattgebügelt" werden.
      Wenn durch ausschalten des Heizlüfters die Störungen plötzlich bis zur AVR durchkommen, kann es in Kombination mit dem Überschwingen der Spannung durchaus sein das ein Varistor oder der Thyristor im AVR auf einmal aufgibt.
      Diese Störungen kann mal gegebenenfalls messen und durch geeignete Entstörmaßnahmen (Drosseln, Kondensatoren, also Netzfilter) herausfiltern.
      Das Überschwingen der Spannung ist abhängig von mehreren Faktoren. Nur EIN Faktor ist die Drehzahlregelung, ein anderer die "Stability" Einstellung des AVR (=Schleifenverstärkung).

      Mein Stromi hat eine elektr. Motorvorwärmung, damit wird die Maschine immer auf 40 Grad vorgeheizt, um eben höhere Lastzuschaltungen zu erlauben


      Unsere Notstromgeneratoren sind ebenfalls mit einer elektrischen Motorvorwärmung ausgestattet, insbesondere dann wenn eine Notstromautomatik verbaut wird. In diesem Fall soll der Notstromgenerator wenige Sekunden nach Netzausfall die Last übernehmen. Dazu macht es natürlich Sinn den Motor entsprechend vorzuwärmen.

      Diese elektrische Vorwärmung macht bei Notstromaggregaten Sinn, da der Motor bei solchen Anlagen in keinen Wärmekreislauf eingebunden wird.

      Für BHKW finde ich die Idee sehr gut, den Motor über die Restwärme des Speichers vorzuwärmen. Dies spart teure elektrische Energie und man spart die elektrische Motorvorwärmung. Alle anderen Komponenten wie Pumpen und Wärmetauscher sind ja ohnehin vorhanden - also ein echtes Einsparpotential ohne zusätzliche Komponenten, nur durch intelligente Ansteuerung. Gefällt mir persönlich sehr gut.

      In diesem Zusammenhang würde ich Dachsgärner bitten mal den Verbrauch der Motorvorwärmung über ein günstges Energiemessgerät über die Wintermonate zu messen - das wäre mal interessant das Einsparpotential hier zu erfassen.
      Die Motorvorwärmungen die wir verbauen haben so zwischen 400 .... 600 Watt, die Einschaltdauer ist mir aber unbekannt, haben wir noch nie nachgemessen.

      ... vor Erwärmung, käme dann aus der Batterie, hier können ich ja eine größere einbauen


      Du hast ja schon einen (relativ billigen) Wärmespeicher - die Energie in einer vergleichsweise teuren Batterie für die Motorvorwärmung zu speichern ist zwar technisch möglich, aber sicher nicht wirtschaftlich. Bei einigen Motoren haben wir elektrische Ansaugluftvorwärmung um den Start bei sehr tiefen Temperaturen zu ermöglichen - dabei ist die Laufzeit aber auf wenige Sekunden vor und während des Startes begrenzt ...

      BW und THW nehmen dazu dann Warmwasserstandheizungen


      Bei mobilen Anlagen an welche erhöhte Anforderungen an die Zuverlässigkeit gestellt werden sicherlich sinnvoll. Für ein BHKW wäre die Speicherung der Wärme im Warmwasserpuffer meine erste Wahl.
      mit freundlichen Grüßen
      Ing. Robert Nowotny
      Rotek GmbH - Motoren - Generatoren
    • Moin,

      Da gehe ich mir erstmal eine kaffee holen. :thumbsup:

      Meine Herrn! Robert da hast du ja viel geschrieben. da gebe ich dir doch erstmal ein Bier aus :-)@@(-:

      rnowotny schrieb:

      Was ist denn der Momentane Status des Gerätes ? Ist der AVR noch defekt, oder schon getauscht ?
      Was ist der Nenn-Erregerstrom der Maschine (steht am Typenschild unter Excitation Current) ?
      Welche Meßgeräte stehen Dir zur Verfügung ?
      Die AVR ist schon getauscht.

      Nenn-Erregerstrom der Maschine ist 6,4A

      ich habe nur einen Multimeter.

      deine Antwort, wirft jetzt bei mir wieder mehr Fragen auf.

      ich war mit meiner Schlussfolgerung, warum sich das Schweißgerät verabschiedet hat, so schon zufrieden _()_
      jetzt steht die Todesursache ja wieder im Raum.

      das Schweißgerät, betreibe ich jetzt lieber wieder am EVU Netz. (erstmal! bis die Ursache, zweifelsfrei geklärt ist.)

      als ich die AVR, wieder eingebaut habe, viel mir auf! das nur eine Phase, zur Spannungsregelung herangezogen wird. 230V
      der Regler aber auch eine 400V Regelung hat. was ist denn jetzt richtig :?:

      im Originalzustand, also vor dem Ausbau, war er aber auch nur auf 230 V geschaltet.
      ich habe ihn erstmal so wieder angeschlossen.

      gibt es denn da einen Unterschied :?:
      werden alle 3 Phasen, denn gleichzeitig über die Erregerspannung gesteuert :?:
      vielleicht lag es ja daran.


      so, das mit der elektronischen Drehzahl Steuerung, kam folgendermaßen!
      ein Freund von mir, betreibt eine Pulverkammer, mit einem größeren BHKW 84 KVA
      die war vorher auch mit einer mechanische Drehzahlregelung ausgestattet.
      nach einer Weile, 45-60 min, fing das Aggregat immer an zu Segen.

      Er hat dann den Generator Verkäufer angerufen und ihm das Problem geschildert.
      die Aussage hier
      "ja das könne vorkommen"

      da müsste man eine elektronische Regelung einbauen.
      gesagt getan, der hat dann die Regelung eingebaut und der Spuk war vorbei.
      da drängt sich mir der Verdacht auf, das der nur eine verkaufen wollte.


      so und ich jetzt,
      was für das Aggregat gut ist, kann für meins ja nicht schlecht sein ^^


      die elektrische vor Erwärmung, habe ich auch so gleich wieder verworfen.
      im Pufferspeicher ist die Energie ja schon vorhanden. das ist auch viel einfacher für mich, die Pumpe
      vorher einzuschalten.

      das ist ja auch nur ein Zufallsprodukt gewesen, ich hatte vergessen die Pumpe auszuschalten und am nächsten Tag
      hatte ich mich gewundert, warum das Aggregat von Anfang an so ruhig lief.

      warum das dann :?:
      na da lief ja die Heizungspumpe noch, also muss ich das doch nur so schalten, das sie 2- 3 min vorher, zu laufen beginnt.
      bei mir läuft die Pumpe, Temperatur gesteuert, also nicht immer, wie in anderen Heizungsanlagen.



      Elektrik:
      hier fehlen mir eindeutig, die entsprechenden Kenntnisse (Netzfilter, überschwingen :?: ) da habe ich wenig Ahnung.

      hier brauche ich eindeutig Nachhilfeunterricht.




      gruß DR_Big
      Rechtschreibfehler
      sind kein Zufall! Sie sind Teil einer weltweiten Verschwörung. X(

      100 Monokristalline Solar Module ECO line eco line 72/195 W Max. PV-Leistung (cos φ = 1) kWp 19,2 mit Kostal Piko 17
      und ein Pelletofen mit Warmwassertasche ^^
      und ein BHKW Für Die Werkstadt :whistling:

      und wer Rechtschreibfehler findet
      darf sie behalten. :thumbsup:
    • Ich musste auch noch was klären!

      Die mechanische Drehzahlregelung, habe ich schon ausgebaut und in meiner Schrott Tonne gelegt!
      So weiter nicht schlimm, normalerweise steht die bei mir immer so 2 Jahre rum, bis sie mal geleert wird.

      Aber es ist, wie es immer so ist, (murphys Gesetz), mein Sohn meinte mal aufräumen zu müssen und es geschah wie es kommen musste, sie ist jetzt weg.

      Wie gut das ich einen Sohn habe, auf den ich das jetzt schieben kann. Womit es sich wieder mal bestätigt,

      Kinder sind doch was sehr wertvolles. :crygirl:

      Ich brauche jetzt also so oder so, eine Drehzahlregelung, ist halt auch leichter zu montieren, wenn man denn eine hat.



      gruß DR_Big
      Rechtschreibfehler
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      und wer Rechtschreibfehler findet
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    • Kraut und Rüben II

      als ich die AVR, wieder eingebaut habe, viel mir auf! das nur eine Phase, zur Spannungsregelung herangezogen wird. 230V
      der Regler aber auch eine 400V Regelung hat. was ist denn jetzt richtig


      Also erst mal ist der Generator 3-Phasig. Die drei um 120° räumlich versetzten Spulen sind in Stern geschalten, damit stehen Dir am Klemmbrett die 3 Phasen und der Nullleiter zur Verfügung. Die Spannung welche nun zwischen Null und einer Phase auftritt sollte 230V sein, die Spannung zwischen den Außenleitern ist 400V.
      Wir nehmen nun mal an die Drehzahl sein konstant. Es steht uns nur eine Stellgröße (nämlich der Erregerstrom) zur Verfügung um die Ausgangsspannung zu regeln. Dies heisst, ich kann nur alle drei Spannungen gleichzeitig regeln, nicht jede Spannung einzeln. (Die Spannungen sind verkettet)
      Dies ist auch normalerweise kein Problem, solange die einzelnen Phasen gleich belastet sind.
      Wird nun aber eine einzelne Phase sehr stark belastet, so geht die Spannung dieser Phase nach unten. Die Spannung der beiden anderen Phasen geht aber nach oben.
      Dies nennt man auch Schräglast.

      Stell Dir ein gleichseitiges Dreieck vor, welches am Mittelpunkt an der Decke aufgehängt ist. An jeder Ecke des Dreieckes hängt ein Gewicht mit 1kg.
      Ziehe jetzt mal Strom an einer Phase (also ziehe einen Eckpunkt des Dreieckes nach unten) - es ist nun leicht vorstellbar das sich dieser Eckpunkt des Dreieckes nach unten neigt, während die beiden anderen Eckpunkte nach oben gehen. (Die Spannung der belasteten Phase geht nach unten, die beiden anderen Phasen mit der Spannung nach oben).
      Der AVR Regler zieht am Seil der Deckenaufhängung und kann nun folgendes Ausregeln : Entweder die Höhe des einen Eckpunktes (230V Meßspannung) oder die mittlere Höhe von zwei Eckpunkten (400V Meßspannung). Er kann aber die drei Spannungen NICHT unabhängig voneinander ausregeln.

      Wie groß ist dieser Effekt ? Schwer zu beantworten. Je größer der Generator im Vergleich zur Last, desto geringer ist der Einfluß der Schräglast.
      Je größer die Last im Vergleich zur Generatornennleistung, desto größer wird auch der Effekt.

      Daher sollte man bei einphasigen Lasten auch besser einen einphasigen Generator verwenden, oder nach Möglichkeit den vorhandenen Generator auf einphasig umschalten (Lambda Schaltung) - geht aber nicht bei jedem Generator, nur wenn alle Wicklungen herausgeführt sind und auch parallel geschaltet werden können.
      Die TFW2 Serie Generatoren welche wir vertreiben kann das (hat im Einphasigen Betrieb ca. 80% der Nennleistung verglichen mit Beschaltung für 3-Phasigen Betrieb).

      als ich die AVR, wieder eingebaut habe, viel mir auf! das nur eine Phase, zur Spannungsregelung herangezogen wird. 230V
      der Regler aber auch eine 400V Regelung hat. was ist denn jetzt richtig
      im Originalzustand, also vor dem Ausbau, war er aber auch nur auf 230 V geschaltet. ich habe ihn erstmal so wieder angeschlossen.
      gibt es denn da einen Unterschied , werden alle 3 Phasen, denn gleichzeitig über die Erregerspannung gesteuert


      Wie vorher erklärt ist es nicht möglich die drei Phasenspannungen unabhängig voneinander zu regeln.

      Daher bietet der AVR Regler üblicherweise zwei Möglichkeiten :
      1 - 230V Meßspannung gegen N
      der AVR Controller versucht in diesem Fall die Spannung der beschalteten Phase gegen N immer auf 230V zu halten.
      die beiden anderen Phasen bleiben unbeachtet.
      Diese Schaltung würde ich bevorzugen wenn ich sicherstellen möchte das diese eine Phase immer 230V hat -
      eben diese Phase sollte dann zu den 230V Steckdosen führen.
      Die anderen Phasen sollten nach Möglichkeit nicht an 230V Dosen aufgeführt sein.
      Bei dieser Betriebsart ist bei starker Belastung der für die 230V Dosen vorgesehenen Phase mit entsprechender Überspannung auf den anderen Phasen zu rechnen.

      2 - 400V Meßspannung zwischen zwei Phasen.
      der AVR Controller versucht die Spannung zwischen zwei Phasen auf 400V auszuregeln - der Nullpunkt und die dritte Phase bleiben unbeachtet.
      In diesem Fall ergibt sich bei Schräglast ein Mittelwert, eine Phase rutscht etwas nach oben, die andere etwas nach unten - 230V genau liegt aber an keiner Phase an.
      Diese Betriebsart würde ich bevorzugen wenn es notwendig ist 230V Verbraucher auf allen drei Phasen des Generators zu betreiben.

      Unsere AVR Controller aus der GAVR Serie bieten beide Möglichkeiten.

      so, das mit der elektronischen Drehzahl Steuerung, kam folgendermaßen!
      ein Freund von mir, betreibt eine Pulverkammer, mit einem größeren BHKW 84 KVA
      die war vorher auch mit einer mechanische Drehzahlregelung ausgestattet.
      nach einer Weile, 45-60 min, fing das Aggregat immer an zu Sägen.
      Er hat dann den Generator Verkäufer angerufen und ihm das Problem geschildert.
      die Aussage hier "ja das könne vorkommen"
      da müsste man eine elektronische Regelung einbauen.
      gesagt getan, der hat dann die Regelung eingebaut und der Spuk war vorbei.


      Also zuerst mal - was kann eine elektronische Steuerung mehr als eine mechanische Steuerung ?
      Garnichts.
      Sie lässt sich nur leichter einstellen.

      Auch vor dem zweiten Weltkrieg gab es Generatoren, Netzparallel, mit allem Pi-Pa-Po - und damals gab es noch keine Elektronik und es hat hervorragend funktioniert.

      Der einfache Fliehkraftregler ist ein reiner P-Regler. Wird ein P-Regler instabil, so ist seine Schleifenverstärkung zu groß.
      D.H. eine kleine Drehzahländerung bewirkt eine zu große Änderung der Einspritzmenge.

      Den Verstärkungsfaktor dieses P-Reglers kann man selbstverständlich beeinflussen und zwar über die Federkonstante des Fliehkraftreglers, oder über die Masse oder Abstand / Hebel der Fliehkraftgewichte.

      Um eine möglichst geringe Abweichung zur Solldrehzahl zu erreichen, wird der Proportionalfaktor recht hoch gewählt. Ist dieser aber nur ein wenig zu hoch, so kann der Generator bei bestimmten Lastzuständen zu schwingen (sägen) beginnen (Schleifenverstärkung > 1).

      Nimmt man den Proportionalfaktor zurück, so wird das System stabil, jedoch ist die Abweichung zur Solldrehzahl bei Störung (=Belastung) größer.
      Dem kann man entgegenwirken indem man ein I-Glied (also einen langsameren Stellmotor zur Drehzahlvorgabe des Fliehkraftreglers) hinzufügt.
      Ein "D" Anteil geht mechanisch schwer, da hat die elektronische Drehzahlregelung vorteile. Im Allgemeinen reicht aber ein PI Regler völlig aus.
      Nur "magisch" ist die elektronische Regelung auch nicht ... da gibt es natürlich auch Drehzahlabweichungen, man kann diese durch Einstellung der Anteile für P,I,D nur leichter optimieren.

      Die mechanische Drehzahlregelung, habe ich schon ausgebaut und in meiner Schrott Tonne gelegt!


      Du meinst die Fliehkraftgewichte, Regelfeder etc. die am Kopf der Einspritzpumpe sitzen, oder was ? Das wäre blöd.

      Wenn kein Mechanischer Regler mehr da ist, so braucht es SEHR schnelle Aktoren (Ein Stellmotor reicht hier bei weitem NICHT aus), welche direkt auf das Reglergestänge der Pumpenelemente wirken. Solche Aktoren bekommt man Beispielsweise bei Heinzmann (sind aber SEHR teuer).

      Die elektonisch geregelten Einspritzpumpen haben hier magnetische Linearsteller, nochmals rückgekoppelt mit Positionsmeldung usw ...
      GÜNSTIGE Stellglieder mit der dazu notwendigen Regelung habe ich noch keine gefunden.

      Welchen Motor hast Du denn genau ? Ich könnte Dir vielleicht eine Einspritzpumpe mit mechanischer oder elektronischer Regelung dafür anbieten, wenn es eine P-Type Reiheneinspritzpumpe ist ... Am Besten angeben welcher Motor, welche Einspritzpumpe, Fotos ....
      mit freundlichen Grüßen
      Ing. Robert Nowotny
      Rotek GmbH - Motoren - Generatoren
    • Hallo Robert,


      Als aller erstes, möchte ich mich doch bei dir bedanken, so gut erklärt habe ich das noch nirgends gefunden.
      das finde ich echt gut, wie du das einem Strom Legastheniker erklärt hast. :thumbup:



      Das mit der Schräglast, habe ich auch schon gelesen (1/3 der Gesamt Leistung sollte es nicht übersteigen) ich hoffe das ist so korrekt?

      Und ich denke, dass ich den 1. Fehler schon gefunden habe, ich habe alle 3 Phasen auf 230 V Steckdosen verteilt.
      Allerdings kann ich dazu sagen, dass ich das erst neu gemacht habe, so lief die Anlage noch nicht. Wegen der Schräglast, habe ich das aufgeteilt.

      Das werde ich natürlich korrigieren.

      Denn Heizlüfter, den ich benutze, hat 400 V jedenfalls hat er einen Kraftstromanschluss. Allerdings ist von vorne schon zu erkennen, dass da 3 Heiz Spiralen drinnen sind. Ich schraube ihn am Dienstag mal auf und schau mir an, wir er verklemmte ist. Das ist so ein billiges Teil aus dem Baumarkt.
      Da drängt sich mir schon ein Verdacht auf, vielleicht ist das ja auch der Übeltäter.

      Aber der größte Übeltäter bin wohl ich, weil ich das so leichtfertig aufgebaut hat. Wie der Mensch also ist, erst wenn's geknallt hat, schaut man warum.
      Vorher, hatte ich das ziemlich wild zusammen geklemmt. Da habe ich noch nicht auf die Schräglast und so geachtet.

      Nachdem es zu dem Gau gekommen ist, habe ich mir gesagt, so das machst du, erstmal ordentlich. Im Nachhinein stellen mir sich schon die Haare hoch.
      Möchte gar nicht erst wissen, was Du gesagt hattest, wenn du es gesehen hättest.

      Habe die 3 Phasen, (null und erde auch) erst einmal ordentlich in einem Schaltschrank gelegt, und dann in einem Sicherungskasten. Da kann ich jetzt auch schauen, welche Phase auf welcher Steckdose liegt. Die Teile habe ich mir hier über den Sommer besorgt.

      Das wird aber sicherlich, bald auch wieder kalt, da will ich die Anlage wieder am laufen haben.



      Motorseitig, habe ich auf jeden Fall eine Bosch verteiler Einspritzpumpe sitzen, ich werde aber mal genau nach den Bezeichnungen schauen. Ich hatte auch schon irgendwo mal gelesen, dass es Stellmagnete gibt, dir direkt auf das Gestänge wirken. Weiß aber nicht mehr genau wo.

      Da quäle ich noch mal Dr. Google. Das könnte sein, dass ich das bei Heinzmann gelesen habe, bin mir aber nicht mehr ganz sicher. Aber Drehmagnete, sind schon Sauteuer, finde ich.
      Was ich so gefunden habe, kosten die gleich über 100 tacken und das sind nur die kleinen. :wacko:

      Da bin ich auch schon auf die Idee gekommen, gleich einen Linearmotor einzubauen, also kein Stellmotor wie ich ihn jetzt habe. Der ist zwar auch schnell, aber eben nicht schnell genug.


      zb.
      Linearmotor -
      diese Motoren entwickeln je nach Elektrischer Leistung bei DC 12 V bis 300 V sehr hohe kräfte
      und sind sehr schnell - je nach Bauart sind Neodym Stab oder Neodym Platten Magnete verbaut eine oder mehrere Magnetspulen
      diese haben im Nano Roboter 300 Kg. Tische ausgerichtet -
      in diesem sind 4 Plattenmagnete und 1 Spule
      Kabel Gelb + Grau sind für + und minus - rot Schwarz ist ein temperatur fühler
      aussenmasse Stahl Gehäuse verchromt 40 x 75 x 110 mm - Stahlträgerplatte 10 x 115 x 110 mm -
      Verfahrweg vor und zurück ca 30 mm - bitte vorher ansehen
      Gewicht ca. 2,75 Kg.

      So was ähnliches, nur etwas schmäler. Da wäre man von den teuren Drehmagneten befreit. So ein Teil hat auch 100 % ein Schaltdauer. Die gibt es sogar mit Positionsrückmeldung, ob man das hierfür braucht, ist fraglich. Der Fliegkraftregler hatte auch keine.

      Hoffentlich bleibt es noch lange warm, sehr zur Freude von mir, ärgerlich für die Ölmultis. :thumbsup:

      Viele Grüße

      DR_Big
      Rechtschreibfehler
      sind kein Zufall! Sie sind Teil einer weltweiten Verschwörung. X(

      100 Monokristalline Solar Module ECO line eco line 72/195 W Max. PV-Leistung (cos φ = 1) kWp 19,2 mit Kostal Piko 17
      und ein Pelletofen mit Warmwassertasche ^^
      und ein BHKW Für Die Werkstadt :whistling:

      und wer Rechtschreibfehler findet
      darf sie behalten. :thumbsup:
    • Kraut und Rüben Teil 3 - Oder - So wird das nie was ...

      Ich will Dich ja nicht entmutigen - aber ich bin der festen Überzeugung das wird nichts. Diesen Winter nicht und auch nächsten nicht.
      Dafür fehlt einfach zu viel Know How. Ohne Grundlegende Kenntnisse in Regelungstechnik - unmöglich !!!

      Das mit der Schräglast, habe ich auch schon gelesen (1/3 der Gesamt Leistung sollte es nicht übersteigen) ich hoffe das ist so korrekt?


      Es gibt zwei Kriterien, die von der Bauart des Generators abhängig sind :

      Sagen wir der Generator hat eine Nennleistung von 12kW. Das wären also 4 kW / Phase bei gleichmäßiger Belastung oder ein Nennstrom von 21.7A / Phase (bei cos. phi von 0.8)
      Wenn wir nun z.Bsp. 20A auf Phase 1 ziehen, so ist diese Thermisch (Erwärmung) noch innerhalb der zulässigen Werte. Es kann aber sein das die Spannungen auf Phase 2,3 bereits im unzulässigen Bereich ist.

      Wird nur EINE Phase eines Dreiphasigen Generators belastet, so kann diese üblicherweise etwa bis zur Hälfte der Nennleistung des Generators belastet werden. (die Wärme verteilt sich .... ) - näheres steht aber im Datenblatt des Generators.

      Und ich denke, dass ich den 1. Fehler schon gefunden habe, ich habe alle 3 Phasen auf 230 V Steckdosen verteilt.
      Allerdings kann ich dazu sagen, dass ich das erst neu gemacht habe, so lief die Anlage noch nicht. Wegen der Schräglast, habe ich das aufgeteilt.
      Das werde ich natürlich korrigieren.


      Das ist schon in Ordnung so - man sollte die Lasten nur möglichst gleichmäßig verteilen (siehe Amperemeter auf jeder Phase).
      Und der AVR Controller sollte mit 400V Meßspannung betrieben werden.

      Denn Heizlüfter, den ich benutze, hat 400 V jedenfalls hat er einen Kraftstromanschluss. Allerdings ist von vorne schon zu erkennen, dass da 3 Heiz Spiralen drinnen sind


      Der Heizlüfter ist sicherlich vom Werk aus symmetrisch verschalten, sprich dieser wird die Phasen gleich belasten.
      Im Übrigen ist es ziemlich pervers an den Generator einen Heizlüfter anzuschalten - in diesem Fall kannst Du das Heizöl gleich verbrennen ....

      Habe die 3 Phasen, (null und erde auch) erst einmal ordentlich in einem Schaltschrank gelegt, und dann in einem Sicherungskasten. Da kann ich jetzt auch schauen, welche Phase auf welcher Steckdose liegt. Die Teile habe ich mir hier über den Sommer besorgt.


      Mir wird schlecht. Welches Netz fährst Du ? Schutzisoliert ? Nullung ? mit RCDs ?
      Naja, wer will schon ewig Leben ...
      Was Du da tust ist sowohl Brand- als auch Lebensgefährlich. Gnade Dir Gott die Halle fackelt ab, es kommt jemand zu Schaden und ein Sachverständiger sieht sich das an.
      Da hört sich der Spaß auf ...

      Die gibt es sogar mit Positionsrückmeldung, ob man das hierfür braucht, ist fraglich. Der Fliegkraftregler hatte auch keine.


      ohne Worte - ich sag ja, das wird Nie was.
      Wie so etwas funktioniert findest Du hier :
      rotek.at/produkte/pdf-aktuell/…oF2-YH_01_Handbuch_de.pdf

      ab Seite 13 - Drehzahlregelung FSK639 + Aktuator .....
      mit freundlichen Grüßen
      Ing. Robert Nowotny
      Rotek GmbH - Motoren - Generatoren
    • rnowotny schrieb:



      Das mit der Schräglast, habe ich auch schon gelesen (1/3 der Gesamt Leistung sollte es nicht übersteigen) ich hoffe das ist so korrekt?


      Es gibt zwei Kriterien, die von der Bauart des Generators abhängig sind :

      Sagen wir der Generator hat eine Nennleistung von 12kW. Das wären also 4 kW / Phase bei gleichmäßiger Belastung oder ein Nennstrom von 21.7A / Phase (bei cos. phi von 0.8) Wenn wir nun z.Bsp. 20A auf Phase 1 ziehen, so ist diese Thermisch (Erwärmung) noch innerhalb der zulässigen Werte. Es kann aber sein das die Spannungen auf Phase 2,3 bereits im unzulässigen Bereich ist.

      Wird nur EINE Phase eines Dreiphasigen Generators belastet, so kann diese üblicherweise etwa bis zur Hälfte der Nennleistung des Generators belastet werden. (die Wärme verteilt sich .... ) - näheres steht aber im Datenblatt des Generators.


      Üblicherweise wird die Unsymmetrie per Mit- und Gegensystem festgestellt. Ströme im Nullsystem (Gleichanteil) sind sowieso zu vermeiden.

      In der VDE-AR-N 4105, der neuen Anwendungsregel "Erzeugungsanlagen am NS-Netz", ist die Schräg- bzw. Schieflast (gibt's da einen Unterschied?) auf 4,6 kVA = 20 A pro Phase begrenzt.

      Gruß,
      Gunnar
      Ist die Wärme kraftgekoppelt, wird die Energie gedoppelt. (Ulli Brosziewski)
    • Hallo Robert,


      Jetzt bin ich ja total platt, oder ich bin total verwirrt. ?(

      Vielleicht habe ich mich auch nicht sehr gut ausgedrückt.

      Die Erdeung habe ich natürlich nicht in den Schaltschrank gelegt! die war schon da, wo sie hingehört.
      Das hörte sich bestimmt etwas unglücklich an, als ich geschrieben habe das ich die Erdung vom Generator bis in denn Schaltschrank gezogen habe.

      Nur den null-leiter habe ich mitgenommen! Ist das den falsch :?:

      Die FSK639D ist doch genau das gleiche, das ich auch bei Woodward APECS 2000 Controller gefunden habe! :thumbsup:
      Außerdem steht doch alles in der Beschreibung, die du ihr zur Verfügung gestellt hast, genau drin.
      Das kann ich doch auch verstehen, und alle Punkte nacheinander ab arbeiten.
      Dann müsste das doch passen?

      Und so wie das aussieht, ist es auch nicht schwer so eine Minco noch daran zu klemmen.

      So ein Teil möchte ich haben! Das kann noch keine 2000 € kosten?


      Auf diesem Weg war ich doch schon, oder bin es noch.

      Das mit dem Heizlüfter erkläre ich auch noch.

      Ich benutze den nur punktuell, wenn ich zum Beispiel einen Kotflügel lackieren muss.
      Dann wärmer ich diese Stelle vor, Lackier die entsprechende Stelle und stelle denn Heizlüfter dann wieder davor zu Trocknen.
      Vieleicht 10-15 min länger nicht.
      Ich heize, ja natürlich nicht die ganze Halle damit.
      Das Aggregat, braucht vielleicht eine halbe Stunde, um die Heizung auf Temperatur zu bringen. Dann brauche ich den Heiz- Lüfter sowieso nicht mehr, oder nur temporär, ich Lackiere nicht jeden Tag, das kommt aller Schaltjahre mal vor.

      Nur an dem einen entsprechenden Tag, war`s halt Saukalt und ich wollte nur kurz was Schweißen.

      Ich gebe es zu, es ist nicht so einfach seine Worte (das was ich eigentlich meine) so zu Papier zu bringen, das andere das verstehen. Wäre das so, wer ich bestimmt Schriftsteller geworden. Ich schreibe es bestimmt schlimmer, als es in der Realität dann ist.


      Aber zurück zu der Regeltechnik.

      Verkaufte ihr das Gerät auch einzelnen?

      Ich habe schon mal die Zähne auf der Schwungscheibe gezählt 108 Zähne
      macht bei 1500 Umdrehungen/min 2700 Hz in der Sekunde.

      Trotzdem schon mal vielen Dank für deine Geduld.

      Außerdem, erklärst du es doch gut, ich verstehe es vielleicht nicht gleich, aber nach und nach kommen wir der Sache noch näher. Das ist halt das Problem der Distanz. Wärst du mein Nachbar, wäre ich schon fertig.

      mfg Dr_Big
      Rechtschreibfehler
      sind kein Zufall! Sie sind Teil einer weltweiten Verschwörung. X(

      100 Monokristalline Solar Module ECO line eco line 72/195 W Max. PV-Leistung (cos φ = 1) kWp 19,2 mit Kostal Piko 17
      und ein Pelletofen mit Warmwassertasche ^^
      und ein BHKW Für Die Werkstadt :whistling:

      und wer Rechtschreibfehler findet
      darf sie behalten. :thumbsup:
    • DR_BIG schrieb:


      Ich habe schon mal die Zähne auf der Schwungscheibe gezählt 108 Zähne
      macht bei 1500 Umdrehungen/min 2700 Hz in der Sekunde.


      Ha, da habe ich als Oberlehrer noch etwas gefunden:
      Hz bedeutet schon pro Sekunde, Hz in der Sekunde = 1/s² ist eine Dreh- bzw. Winkelbeschleunigung

      Wenn man immer die Einheiten immer mitführt und wegkürzen kann, passiert sowas nicht:
      (1500 U/min * 108 Impulse/U) / (60 s/min) = 2700 Impulse/s = 2700 Hz

      Bei der Erdung kann man zwischen TT und TN-S Systemen unterscheiden. Geht beides und hat Vor- und Nachteile. TT = Erdung am Trafo und am Gerät scheidet aus, wenn man z.B. auf einem Untergrund mit schlechter Leitfähigkeit hockt. Dann kann im Fehlerfall der Fehlerstrom nur schlecht abfließen und hat Gefährdungspotential. In einem solchen Fall führt man den Schutzleiter PE bis zum Trafo / Generator, wo man einen großen, zentralen Erdanker mit gutem Kontakt installiert (TN-S = zentrale Erdung am Trafo und separatem N + PE) . Ansonsten spart man sich die 5. Litze und erdet den Schutzleiter PE lokal. Kombinationen von Schutzleiter PE und Nulleiter N (TN-C) gehen auch, sorgen aber für Überraschung wenn der PE-N bricht und dann die Ausgleichströme des N nicht mehr dahin fließen können wo sie hin sollen. Außerdem hat man durch die N-Ströme immer noch ein kleines Potentialgefälle zur Erde, wodurch sich mit dem PE-N verbundenen Gerätegehäuse komisch verhalten (da ist Saft drauf, auch wenn es nur wenige Volt bzw Bruchteile sind -> es fließt Strom).

      Gruß,
      Gunnar
      Ist die Wärme kraftgekoppelt, wird die Energie gedoppelt. (Ulli Brosziewski)
    • Hallo Gunnar,


      das pro Sekunde, hätte ich ruhig weglassen können, umgangssprachlich rede ich es immer so vor mich hin und schreibe das dann auch noch so auf.
      der Oberlehrer hat natürlich recht, Hz sind schon pro Sekunde.


      also das mit der Erdung, habe ich nach TN-S Systemen gemacht.

      ich weiß nicht was ich falsches geschrieben habe, dass die Werkstatt gleich in die Luftfliegt, wahrscheinlich habe ich eine Bombendrohung :thumbsup:

      da bin ich mir keiner Schuld bewusst. aber ich habe es ja vorher schon mal geschrieben, bin kein Schriftsteller. ;(
      aber irgendwas muss ich falsches geschrieben haben.

      vielleicht ist ja doch noch was falsch und ich sehe es einfach noch nicht.


      mfg und danke für deinen Beitrag.
      Rechtschreibfehler
      sind kein Zufall! Sie sind Teil einer weltweiten Verschwörung. X(

      100 Monokristalline Solar Module ECO line eco line 72/195 W Max. PV-Leistung (cos φ = 1) kWp 19,2 mit Kostal Piko 17
      und ein Pelletofen mit Warmwassertasche ^^
      und ein BHKW Für Die Werkstadt :whistling:

      und wer Rechtschreibfehler findet
      darf sie behalten. :thumbsup:
    • @gunnar - Schräglast

      Üblicherweise wird die Unsymmetrie per Mit- und Gegensystem festgestellt. Ströme im Nullsystem (Gleichanteil) sind sowieso zu vermeiden.

      Der Strom im Nullleiter ist kein Gleichanteil. Der Strom im Nullleiter kann auch nur dann größer als der an einer Außenader werden, wenn an einer Phase induktive Verbraucher hängen und an der anderen Phase kapazitive Verbraucher. Dies wäre sehr ungewöhnlich aber möglich.
      Um Probleme damit abzuwenden verwendet man einfach einen 4-poligen Leitungsschutzschalter, da wird der Strom des Neutrallleiters ebenfalls gemessen und gegebenenfalls getrennt.
      Der Grund ist, das die Ströme vektoriell addiert werden müssen und nicht nur vom Wert her ...

      In der VDE-AR-N 4105, der neuen Anwendungsregel "Erzeugungsanlagen am NS-Netz", ist die Schräg- bzw. Schieflast (gibt's da einen Unterschied?) auf 4,6 kVA = 20 A pro Phase begrenzt.


      VDE-AR-N 4105 trifft hier nicht zu, da es eine Inselanlage ist und nicht ins Niederspannungsnetz liefert.
      Schräglast = Schieflast = Assymetrie - das selbe Kind nur ein anderer Name ...
      mit freundlichen Grüßen
      Ing. Robert Nowotny
      Rotek GmbH - Motoren - Generatoren
    • Schutzmaßnahmen, Erdung, Nullung ...

      Bei der Erdung kann man zwischen TT und TN-S Systemen unterscheiden.


      Naja, da gibt es noch mehr - aber um den armen Kerl nicht noch weiter zu verwirren würde ich folgendes vorschlagen :

      Du brauchst ein TN-S System - d.h. am Klemmkasten des Generators werden Nulleiter (N) und Erde (PE) verbunden und dieser Anschluss auf den Gebäudeerder geführt (PE).
      (selber Kabelquerschnitt wie die Phasen, ich verweise auf die TAB .. )

      Aus dem Klemmkasten kommen nun folgende Kabel :

      - Richtung Verteilerschrank : L1, L2, L3, N, PE
      - Richtung Gebäudeerder : PE

      Im Verteilerschrank sollte nun ein FI (RCD), 30mA, mindestens Type "A" oder besser Type "B" wegen des Inverterschweissgerätes und allfälliger Frequenzumrichter.

      Der Gebäudeerder sollte zumindest mal von einem Elektriker nachgemessen werden, die Schutzeinrichtungen sollten auch vor Inbetriebnahme überprüft und gemessen werden.

      ich weiß nicht was ich falsches geschrieben habe, dass die Werkstatt gleich in die Luftfliegt


      So lange alle Geräte in Ordnung sind passiert ja Gott sei Dank nichts - aber die Schutzeinrichtungen sind ja nicht zum Spass da, sondern schützen Deine Halle vor Brandgefahr und Dein Leben. Da sollte man wirklich keine Kompromisse eingehen.

      Die FSK639D ist doch genau das gleiche, das ich auch bei Woodward APECS 2000 Controller gefunden habe!
      Außerdem steht doch alles in der Beschreibung, die du ihr zur Verfügung gestellt hast, genau drin.
      Das kann ich doch auch verstehen, und alle Punkte nacheinander ab arbeiten.
      Dann müsste das doch passen?
      Und so wie das aussieht, ist es auch nicht schwer so eine Minco noch daran zu klemmen.
      So ein Teil möchte ich haben! Das kann noch keine 2000 € kosten?


      Also ich kann Dir anbieten :
      Minco F2 --> EUR 150,-
      Öldrucksensor (Analog + Ausschalter) --> EUR 12,-
      Wassertemp. Sensor (Analog + Ausschalter) --> EUR 12,-
      Öltemp Schalter --> EUR 12,-

      (alle Preise ohne 19% MwSt, Freundschaftspreis)

      FSK639D + Aktor + Drehzahlsensor --> keine Ahnung, war auf den 100kW Deutz Aggregaten immer schon drauf - ich frage Dir gerne, dauert aber 7-14 Tage ...

      wieviel kW hat denn Dein Generator ? Ein 100A FI wird auch nicht grad billig, vielleicht habe ich da etwas für Dich.
      Notfalls kannst Du hinter dem 4-pol LS mehrere FI´s setzen um verschiedene Stromkreise abzudecken.
      mit freundlichen Grüßen
      Ing. Robert Nowotny
      Rotek GmbH - Motoren - Generatoren
    • @gunnar Schräglast - korrektur

      Der Strom im Nullleiter kann auch nur dann größer als der an einer Außenader werden, wenn an einer Phase induktive Verbraucher hängen und an der anderen Phase kapazitive Verbraucher.


      Quatsch, ich muss mich korrigieren - wenn wir zwei Ohmsche Verbraucher annehmen, oder zwei Lasten mit gleichem Cos. Phi,
      und zwei Phasen sind belastet, die Dritte Phase bleibt unbelastet, so ist der Strom im Nulleiter 1,73 x so hoch wie in den Aussenleitern.
      Dies ist der ungünstigste Fall unter der Annahme das gleichartige Verbraucher an zwei Phasen ungeschlossen werden und die dritte Phase unbelastet bleibt.

      Schlimm wird es, wenn der Strom der ersten Phase um 60° nacheilt (induktive Last) , der Strom der anderen Phase um 60° voreilt (kapazitive Last) - die Spannungen sind ja um 120° zueinander verschoben.
      In diesem Fall tritt der doppelte Strom am Nulleiter auf. (sehr ungewöhnliches Lastbild jedenfalls ... ).
      Jede weitere Belastung, mit welchem Cos.Phi auch immer auf der dritten Phase verringert den Strom am Nullleiter wieder.
      mit freundlichen Grüßen
      Ing. Robert Nowotny
      Rotek GmbH - Motoren - Generatoren
    • Quatsch hoch drei

      Es ist schon so spät das ich scheinbar nicht mehr vektoriell addieren kann. |:-(
      Der Faktor 1.73 stimmt natürlich nicht.
      Aber es ist jeder eingeladen Bleistift und Papier zu nehmen und die Ströme vektoriell zu addieren, die Resultierende ist immer kleiner (oder maximal gleich gross) als die Einzelströme ...
      Ich bin schon zu verwirrt heute ;)

      Die Aussage mit induktiven und kapazitiven Lasten an zwei verschiedenen Phasen stimmt jedoch ;) wenigstens etwas .... ||_
      mit freundlichen Grüßen
      Ing. Robert Nowotny
      Rotek GmbH - Motoren - Generatoren
    • rnowotny schrieb:

      Üblicherweise wird die Unsymmetrie per Mit- und Gegensystem festgestellt. Ströme im Nullsystem (Gleichanteil) sind sowieso zu vermeiden.

      Der Strom im Nullleiter ist kein Gleichanteil.


      Mit-, Gegen- und Nullsystem sind mathematische Zerlegungen der dreiphasigen Größen in symmetrische Komponenten.

      Das Mitsystem addiert auf L1, L2, L3 den gleichen Vektor (jeweils um 120° verschoben) , wohingegen das Gegensystem auf L1, L2, L3 einen Vektor addiert, der um -120° verschoben ist. Das Nullsystem ist ein Vektor, der auf alle drei Phasen gleich addiert wird.

      Die Kombination von 1 Mit + 1 Gegen + 1 Nullsystem addiert sich in L1 zu 3 und in den beiden anderen Phasen zu 0. Ein einphasiger Anschluss hat somit gleiche Anteile von Mit Gegen und Null. Ein zweiphasiger Anschluss ist dasselbe wie ein dreiphasiger (=nur Mitsystem) minus eine Phase. Es sind also 3 kVA symmetrisches Mitsystem - 1 Phase zu 3 kVA (=1 Mit + 1 Gegen +1 Null) in Summe: 2 Mit - 1 Gegen - 1 Null. Gegen und Nullsystem stören z.B. letztere bei der Sättigung des Trafos und erste bei den Eisenverlusten in drehenden Maschinen.

      Die Vektorsumme ist der Strom im Neutralleiter. Da Mitsystem und Gegensystem beides ausbalancierte Größen sind (nur andersherum aufgereiht) die sich ausgleichen, ist das Nullsystem mal drei der Strom durch den N-Leiter.

      Gruß,
      Gunnar
      Ist die Wärme kraftgekoppelt, wird die Energie gedoppelt. (Ulli Brosziewski)
    • rnowotny schrieb:

      Es ist schon so spät das ich scheinbar nicht mehr vektoriell addieren kann. |:-(
      Der Faktor 1.73 stimmt natürlich nicht.
      Aber es ist jeder eingeladen Bleistift und Papier zu nehmen und die Ströme vektoriell zu addieren, die Resultierende ist immer kleiner (oder maximal gleich gross) als die Einzelströme ...


      Wenn in einem symmetrischen System auf R S T jeweils ein Ampere fließt, und dann die Leitung T gekappt bzw. der Verbraucher/Erzeuger zwischen T und N keinen Strom durchlässt, wäre meine Vermutung dass der Ausgleichsstrom, der nun über N fließt genauso groß ist, wie der zuvor über T geflossen ist.

      Passt auch mit der Zerlegung:
      Vorher: 3 Mitystem, d.h. 3 pu auf jeder Phase.
      Nun: 2 Mit, -1 Gegen und -1 Null. 1 Null addiert sich über 3 Phasen zu 3 pu auf dem Nullleiter.

      Gruß,
      Gunnar
      Ist die Wärme kraftgekoppelt, wird die Energie gedoppelt. (Ulli Brosziewski)
    • Auch wenn wir uns vom Thema entfernen ....

      @gunnar

      ich würde sagen wir haben beide Recht -
      bei rein Sinusförmigen Lasten addieren sich die Ströme rein vektoriell (wenn wir annehmen das die Lasten noch keine gravierende Nullpunktverschiebung bewirken).

      Bei Lasten mit einphasigen Gleichrichtern usw. addieren sich aber die 3,9 .... Oberwellen am Neutralleiter.

      Siehe dazu : bochyweb.de/Netzrueckwirkungen…ngen_Notstrombetrieb.html

      Der Arme DR_BIG versteht nun garnix mehr :D
      mit freundlichen Grüßen
      Ing. Robert Nowotny
      Rotek GmbH - Motoren - Generatoren
    • rnowotny schrieb:

      Der Arme DR_BIG versteht nun garnix mehr :D



      Na da kannst du mal davon ausgehen Robert, aber ich habe es mir wenigstens mal durchgelesen.
      Verstanden habe ich aber davon nur Bahnhof.
      Ich denke das muss ich aber auch nicht.

      Wenn es aber, zur Lösung meines Problems beiträgt, soll es mir recht sein.

      Und
      Wer braucht denn schon ein KKW, der Strom kommt doch aus der Steckdose. :-(|__|
      Wenn die Handbohrmaschine, sich nachher verkehrt rum dreht, drehe ich einfach den Stecker herum. ^|__|^

      Ich konnte auch nicht ahnen, was ich da, für eine Diskussion Los drehte.
      Dass das mit dem Strom, nicht so einfach ist, wie man sich das vorstellt, das wusste ich auch vorher schon.
      Es reicht doch, wenn ihr das wisst und ich 3 Phasen, N und PE auseinanderhalten kann.
      Dann sollte ich das, mit eurer Hilfe, doch richtig angeschlossen bekommen. Da mach ich mich doch gerne zum verlängerten Arm von euch.




      Bitte vergiss es aber nicht.

      rnowotny schrieb:

      Also ich kann Dir anbieten :

      FSK639D + Aktor + Drehzahlsensor --> keine Ahnung, war auf den 100kW Deutz Aggregaten immer schon drauf - ich frage Dir gerne, dauert aber 7-14 Tage ...

      wieviel kW hat denn Dein Generator ? Ein 100A FI wird auch nicht grad billig, vielleicht habe ich da etwas für Dich.
      Notfalls kannst Du hinter dem 4-pol LS mehrere FI´s setzen um verschiedene Stromkreise abzudecken.

      Eine Minco F2 habe ich schon eingebaut. :)
      Der Generator hat 20 KW Gesamtleistung.
      400 V
      36.1 A
      50 Hz bei 1500 U/min

      Auf eine oder 2 Wochen kommt es jetzt nun auch nicht mehr an.
      In der Zwischenzeit, kann ich ja noch an der Verkabelung Arbeiten, zum Beispiel, um die AVR richtig anzuschließen.
      Ich bin für solche Hilfe sehr dankbar,
      So wird die Anlage, hoffentlich, bis es kalt wird doch noch fertig.




      gruß DR_Big
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      Rechtschreibfehler
      sind kein Zufall! Sie sind Teil einer weltweiten Verschwörung. X(

      100 Monokristalline Solar Module ECO line eco line 72/195 W Max. PV-Leistung (cos φ = 1) kWp 19,2 mit Kostal Piko 17
      und ein Pelletofen mit Warmwassertasche ^^
      und ein BHKW Für Die Werkstadt :whistling:

      und wer Rechtschreibfehler findet
      darf sie behalten. :thumbsup:
    • Hallo,

      rnowotny schrieb:

      In diesem Zusammenhang würde ich Dachsgärner bitten mal den Verbrauch der Motorvorwärmung über ein günstges Energiemessgerät über die Wintermonate zu messen - das wäre mal interessant das Einsparpotential hier zu erfassen.

      Da die Vorwärmung das einzige war, was an dem gebrauchten Aggi nicht funktionierte (Ex Telekom) wurde diese ausgetauscht. Ich hatte sie dann probeweise an ein Schukokabel angeschlossen und an ein Energiemessgerät angeschlossen...
      ...Das Calix Vorwärmelement hat eine Leistung von 750W und wird mittels Thermostat auf 40 Grad C geregelt. Am Tag genehmigte es sich so 3..4Kwh. :(
      Ich muß dazu sagen, das Aggi ist in einer Lärmschutzkapsel, nur die Abluft und Zuluftöffnungen sind offen (hier waren früher noch Schalldämpfer angebracht)
      Nun ja, wir haben in den letzten drei Jahren unseren Stromhunger halbiert, (neue Klimaregelung, neue Heizung etc) da möchte ich dem Ener´gieversorger auch mal was gutes Tun! :P Ist ja auch ein wenig Hobby! ;-_

      rnowotny schrieb:

      Der Arme DR_BIG versteht nun garnix mehr

      Nicht nur der....
      ... nun ja, jetzt weiß ich wenigstens warum mein Aggi einen Steuerausgang zur Gleichrichterreduzierung hat. Andererseits habe ich schon öfters gelesen, das Notstromaggregate und USV´s schon einmal häufiger nicht gut miteinander klarkamen, besonders dann wenn die USV aufgrund von Startproblemen des Diesels länger überbrücken mußten. Wenn dann schlagartig die Akku´s sich wieder vollsogen.... :thumbdown:
      Ist irgentwie so, als wenn bei einer Havarie auf See sich die Rettungsboote gegenseitig versenken! ^|__|^
      Besser ein kleines Kraftwerk im Keller...
      ...als eine große Stromrechnung im Briefkasten!