Dachs: Öliges Kondenswasser

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    • Dachsgärtner schrieb:

      Ich weiß nicht, ob du schon einmal einen Dachsmotor näher betrachtet hast, da ist alles ein bischen anders als bei einem "normalen" Motor.

      Leider noch keinen in der Hand gehabt ..

      Dachsgärtner schrieb:

      Zylinder und Zylinderkopf sind eins, darin eingebaut die Ventile. Wenn man an den Kolben ran will, dann muß dieser "Klotz" (ca. 30Kg) erst mal ab.

      Ja - das nennt man Monoblockbauweise. Gibt es schon sehr lange und hat ein paar Vorteile (Hauptvorteil : Zylinderkopfdichtung entfällt), aber den Nachteil der schlechten Wartbarkeit.
      siehe auch : en.wikipedia.org/wiki/Monobloc_engine
      Monoblockmotoren wurden auch in manchen Deutz Serien und auch aktuell bei Steyr für einige Serien verwendet.

      Dachsgärtner schrieb:

      Deshalb wird auch meistens nicht nur der Kolben, sondern sicherheitshalber auch der Zylinder gewechselt

      Für einen Vollwartungskunden eine feine Sache - aber wenn ich das selber bezahlen müsste ...

      Dachsgärtner schrieb:

      Auch gibt es zwischen Motorblock und Zylinder keine vorgefertigte Dichtung, hier wird mit Dichtungsmasse herumgefrickelt....

      Also die Fußdichtung wird bei Monoblockmaschinen üblicherweise mit Klingerseal oder ähnlichen Werkstoffen realisiert. Das Spaltmaß (Kompression) sind natürlich von der Dicke dieser Dichtung abhängig. Daher ist bei einigen Motoren dieses Maß auch noch zusätzlich mit Stahlscheiben justierbar.
      Motordichtmasse sehe ich bei solchen Motoren nicht gerne, da muss man sehr sauber und ohne Überschuß arbeiten.

      Dachsgärtner schrieb:

      Alles in allem finde ich dieses Konstruck nicht sonderlich Reparaturfreundlich!

      Da hast Du sicher Recht. Ob der Motor so hochgezüchtet ist das man wegen der Zylinderkopfdichtung Ängste beim Design ausgestanden hat kann man nur vermuten ...

      Bernd der Dachsgebeutelte schrieb:

      Hallo! Schon mal was von Namensschutz gehört??
      Den Namen Dachsgebeutelter trägt nur einer!!!

      Aber eines musst Du zugeben - ich kopiere nur von den Besten ;)

      baulion schrieb:

      Solange der nicht wegen Ölmangel stehenbleibt is da kein Grund zum Grübeln

      Mutige Aussage. Vor allem bei einem Motor der doch ein relativ grosses Ölvolumen hat um die Wartungszyklen zu verlängern. Normalerweise ist der zulässige Ölverbrauch eines Motors in Gramm/kWh angegeben.
      Erhöhter Ölverbrauch ist keine Lappalie. Bei einem Auto würde das doch auch keiner hinnehmen wenn der Motor plötzlich 2 Liter Öl auf 100km verbraucht.

      Dachsgärtner schrieb:

      Würde ich im wahrsten Sinne des Wortes "nicht so Schwarz sehen", das Kondensat ist eben kein Quellwasser, in jedem Motorenabgas gibt es Rußpartikelschen, die an der feuchten Oberfläche des Kondensors hängenbleiben und dann ins Kondensat gespühlt werden.

      Bei einem Dieselmotor hast Du da vollkommen recht, da im Abgas natürlich eine gewisse Partikelmasse vorhanden ist. Bei einem Erdgasmotor tritt bei der Verbrennung des Gases kein (oder nur verschwindend wenig) Ruß auf.
      Bei einem Gasmotor deutet das schwarze Kondensat auf mitverbranntes Öl hin. Mir fehlt jedoch die Erfahrung mit diesem Motor um zu beurteilen ob dies normal ist oder nicht.
      Jedenfalls würde ich den Ölverbrauch pro kWh messen und protokollieren um einen Trend zu sehen (Nachfüllen bis Peilmarker und Nachfüllmenge messen)
      mit freundlichen Grüßen
      Ing. Robert Nowotny
      Rotek GmbH - Motoren - Generatoren
    • rnowotny schrieb:

      Jedenfalls würde ich den Ölverbrauch pro kWh messen und protokollieren um einen Trend zu sehen (Nachfüllen bis Peilmarker und Nachfüllmenge messen)

      Das mit dem messen ist beim Dachs für den normal sterblichen Besitzer nicht so einfach und vom Hersteller auch nicht gerne gesehen.

      Der Notbehelf mit Meterstab und so ist mir, ehrlich gesagt, auch irgendwie zu blöd. X(
      Die dezentrale KWK ist keine Brücke - sie ist die Lösung :thumbsup:

      und der Spenden-Button für unser Forum ist auf der Portal-Seite rechts :!:
    • baulion schrieb:

      Das mit dem messen ist beim Dachs für den normal sterblichen Besitzer nicht so einfach und vom Hersteller auch nicht gerne gesehen.


      Ich finde dieses "Abstellen durch Öldruckmangel" auch nicht so prickelnd, schließlich reisst im vollen Betrieb die Schmierung ab....

      ...mein LKW fängt bei 2,5 Ltr zu wenig schon einmal an zu meckern, wenn man dieses solange ignoriert das 4,5 Ltr fehlen geht der Motor in Notbetrieb.
      Ölstandskontrolle per Knopfdruck!

      Mein Dachsschrauber sagte mir, das es beim Abschalten auch eine gewisse Streung gibt, jede Maschine schaltet wohl bei einer anderen Restölmenge ab.

      Mit dieser Blechlehre hat man ja wenigstens einigermassen reproduzierbare Ergebnisse. Aber so aus der freien Hand? ?(
      Besser ein kleines Kraftwerk im Keller...
      ...als eine große Stromrechnung im Briefkasten!
    • baulion schrieb:

      Das mit dem messen ist beim Dachs für den normal sterblichen Besitzer nicht so einfach und vom Hersteller auch nicht gerne gesehen. Der Notbehelf mit Meterstab und so ist mir, ehrlich gesagt, auch irgendwie zu blöd.


      Verstehe - da ich den Dachs in natura noch nicht gesehen habe, dachte ich das der Motor wie üblich einen Ölpeilstab hat.
      Wäre es meine eigene Maschine und bereits ausserhalb der Garantie, würde ich persönlich einen nachrüsten.
      mit freundlichen Grüßen
      Ing. Robert Nowotny
      Rotek GmbH - Motoren - Generatoren
    • rnowotny schrieb:

      Verstehe - da ich den Dachs in natura noch nicht gesehen habe, dachte ich das der Motor wie üblich einen Ölpeilstab hat.


      Es ist ein ca. 3/4" Stopfen, der mit einem 10er Imbusschlüssel geöffnet werden muß, dann kann man mit einem Stahllineal oder eben diesem Spezialwinkel nachgemessen werden. Ölnachfüllen durch diese Öffnung geht auch nur mit einem Winkeltrichter.

      Beim Ölwechsel wird mittels Handpumpe durch diese Öffnung abgesaugt, eingefüllt wird das Öl dann über den eh geöffneten Ventildeckel.
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    • Kondenswasser ... Begriffdefinition

      Kondenswasser entsteh bei der Senkung des Gesamtdruckes. Im vorliegenden Fall, entsteht "Tauwasser", da sich nur der Partialdruck ändert. So wird auch fälschlicherweise das innen an den Fenstern sich bildende "Wasser" als Kondensat bezeichnet. Ebenso kann sich im Baukörper selbst wie auch an der Oberfläche kein Kondensat sondern immer nur Tauwasser bilden.
      Mit lieben Grüssen, peTer
    • starrunner schrieb:

      Kondenswasser entsteh bei der Senkung des Gesamtdruckes. Im vorliegenden Fall, entsteht "Tauwasser"
      @Starrunner - sorry aber mit dieser Haarspalterei hilfst Du dem Fragesteller in keiner Weise denn es ändert nix am Öl im Wasser!! Derart Kommentare werfen nur ein schlechtes Licht - so nach Art :Herr Lehrer ich weis was .....- auf Dich.

      Das muß nicht unbedingt sein, es sei denn Du möchtest es so.

      mfg
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