Holz Pelletheizung wie ist Eure Meinung dazu?

    • Wieder Zustimmung, sehr wichtiger Punkt....

      Ein Erlebnis werde ich nie vergessen:
      Wir haben in einem Galvanikbetrieb ein BHKW angeboten und man muss nicht drüber nachdenken, ob sich die Kiste (50 kW elektrisch) gelohnt hätte... Amortisation war so etwa 1 Jahr...

      Wurde leider nix draus, warum?
      Der Nachbar des GF hatte in seinem 150m²-Haus ein BHKW mit einer grünen Verkleidung, welches sich genau null gerechnet hat....
      "Kauf Dir ja kein BHKW, ist ne Katastrophe..."

      Entscheidend sind hier, -wenn man nicht wieder verbrannte Erde erzeugen will-, zwei Dinge:
      a) Störungsfrei funktionierende Maschinen (siehe BHKW-Friedhöfe/Wunderkisten etc.)
      b) Ehrliche Beratung und Berechnung, die eine Entscheidungsgrundlage liefert, ob der Kunde kauft oder nicht. Weiche Faktoren wie Unabhängigkeit etc. aufzeigen und deren Wichtigkeit beim Kunden abfragen

      BHKW als Verkaufsprodukt waren und sich für Versicherungsvertreter und Staubsaugerverkäufer ungeeignet. Wenn ich in Wirtschaftlichkeitsberechnungen oder Konzepten unserer Mitbewerber die zwei Zauberworte "bis zu" oder noch besser "bis zu mehr als" lese, bin ich sofort mit dem Konzept durch
      Thomas Deus
      -Geschäftsführer-

      Fa. GO BHKW GmbH
      Trinenkamp 50, 45889 Gelsenkirchen
      www.go-bhkw.de
    • Hans_Dampf schrieb:

      Wenn ich jetzt 5.000 kWh Strom in meinem Häuschen habe, und dann ein E-Auto, habe ich locker 15.000, eher mehr...
      Ich glaube, dass jedenfalls für Privatleute (=Häuschen-Besitzer) die Kompatibilität von E-Auto und BHKW überschätzt wird.

      Nimmt man an, dass der Durchschnittsverbrauch eines E-Autos bei 20 kWh pro 100 km liegt, dann müsste man - um 10.000 kWh im Jahr zusätzlich zu verbrauchen - 50.000 Kilometer im Jahr elektrisch fahren. Das ist etwa das Drei- bis Vierfache der normalen Jahresfahrleistung und (außerhalb des gewerblichen Bereiches) wohl nur für Außendienstler oder Fernpendler mit einem Tesla möglich. Otto Normalverbraucher dürfte für sein E-Auto allenfalls 2.500 bis 3.000 kWh im Jahr zusätzlich verbrauchen: Vorausgesetzt der gesamte Strombedarf wird zu Hause gedeckt!

      Nehmen wir nun aber an, der Pendler oder Außendienstler kommt nach seinen arbeitstäglich 200 gefahrenen Kilometern mit seinem halb leergefahrenen Tesla-Akku (40 kWh Ladebedarf) nach Hause und möchte jetzt aus seiner Brennstoffzelle laden. (Eine Bz muss es sein, denn nur die läuft das ganze Jahr über. Ein BHKW wird nachts mangels Wärmebedarf mehr als sechs Monate im Jahr gar nicht laufen.) Eine BlueGen bringt 1,5 kW Leistung. Setzt man 200 W für die Grundlast im Haus an, dann bleiben 1,3 kW fürs Auto. Zwischen 22:00h und 06:00h werden also auf diese Weise ca. 10 kWh geladen. Das reicht für die ersten 50 Kilometer: Der Rest muss aus dem Netz oder unterwegs aus der Stromtankstelle kommen. Im Jahr wären das für den viel fahrenden Tesla-Besitzer also vielleicht 3000 kWh, die tatsächlich aus einer Brennstoffzelle geladen werden können.

      Ein Dachs (5 kWel) würde natürlich mehr bringen, damit lädt man im Winter (wo der Dachs mit 12 kWth meist auch nachts durchläuft) den Tesla fast voll. Aber dafür kriegt der Tesla mindestens 6 Monate im Jahr überhaupt keinen Dachs-Strom, weil man da die Wärme nicht wegbringt. Mehr als 3000 kWh im Jahr werden auch da kaum zusammenkommen.

      Bei Gewerbebetrieben mit E-Mobil, BHKW und hohem kontinuierlichem Wärmebedarf kann das natürlich völlig anders aussehen. Ich rede hier ausschließlich von Privatleuten, die ein BHKW als stromerzeugende Heizung für ein Ein- oder Zweifamilienhaus betreiben.

      Fazit: Für Privathaushalte dürfte es - egal in welcher Konstellation - kaum möglich sein, mehr als 2-3000 kWh im Jahr aus einem BHKW in ein E-Mobil zu laden. Mit einer kräftigen PV-Anlage ist das besser, (jedenfalls wenn man wie @KaJu tagsüber zu Hause laden kann), aber wir reden ja hier nur über BHKW's.
      Viessmann Vitotwin 300-W (1 kWel, 6 kWth) seit 2012

      PV-Anlage 8,45 kWp (65 x Solarworld SW 130poly Ost/Süd/West, SMA 5000 TL und 3000) seit 2010

      Solarthermie 14 qm Flachkollektoren seit 2004 (Vorgänger 8 qm 1979-2003)

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    • Also, ich kann ja mal aus echten Anlagen meinen Senf dazutun:

      a) Der normale Tesla-Fahrer, der von uns ein BHKW bekommen hat, hat kein Häuschen...
      b) Die Frau vom Tesla-Fahrer hat auch ein E-Auto, wenn ggf. auch keinen Tesla...
      c) Der Tesla-Fahrer hat eine PV und einen Batteriespeicher, das BHKW ist dann nur logisch (siehe Kaju)

      Außerdem:
      Deine Ausführungen beim Dachs mögen stimmen, aber unsere Maschinen können ein wenig mehr...
      Man kann diese auf die Minute laufen lassen, außerdem haben die Maschinen eine E-Fahrzeug-Ladetaste und laufen dann eben mindesten 2 Stunden. Außerdem modulieren die Geräte und es gibt sie eben auch in 2, 2,6 und 4 und eben auch in 5 kW.

      Wenn man mal ein "normales Haus" in diesem Segment nimmt mit 300m² und BJ 80 und rechnet 70W/m², kommt man auf 21 kW Heizlast. Da läuft dann der 2.6er eben zwangsläufig weit mehr als 6.000 Stunden. Und eben zielgerichtet, sprich, wenn der Besitzer das Auto laden will.

      Wieso ein BHKW nur dann wirtschaftlich ist, wenn es 8.760h durchläuft, kann ich nicht nachvollziehen...
      Thomas Deus
      -Geschäftsführer-

      Fa. GO BHKW GmbH
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    • Moin

      Hans_Dampf schrieb:

      Deine Ausführungen beim Dachs mögen stimmen, aber unsere Maschinen können ein wenig mehr...
      nö, jedes BHKW macht Wärme und Strom - Dein "Mehr" ersetzt "nur" Hirnaktivität des Betreibers

      Hans_Dampf schrieb:

      Wenn man mal ein "normales Haus" in diesem Segment nimmt mit 300m² und BJ 80 und rechnet 70W/m², kommt man auf 21 kW Heizlast.
      Im Sommer wohl eher keine Heizlast von 21KW und bei exklusiver WW-Bereitung ist die Farbe des BHKW auch Wurscht denn die Stromerzeugung kann nur 1/3 bis 1/2 der täglichen "Warmwasserenergie" betragen.
      Im Winter hingegen ist "Zielgerichtet" wohl der falsche Ausdruck , bei einem Gerät mit 6000h p.a. ist es großer Zufall mal die 5Minuten Stillstand zu erwischen.

      Aber ich denke wir wissen was Du uns sagen willst. :D
      Pöl BHKW Tiger †
      Pöl BHKW Raptor †
      Ecopower 1.0
      Solarthermie 27m² Heat-Pipe-Röhren
      PV Anlage 1,8kWp Solarmax 2000C 15xKaneka k120
    • Ja, aber es ist doch ein Unterschied, ob die Büchse 12,5 oder 5,2 kW thermisch hat.... Und ob die Büchse modulieren kann etc.
      Deine Argumentation BHKW im Sommer ist genauso falsch wie PV nachts...
      Mit einem ausreichend dimensionierten Pufferspeicher kann man die Laufzeit des BHKW sehr gut dem Strombedarf anpassen.
      Hirnaktivität des Betreibers ist bei solchen Anlagen stets gegeben, denn dieser Kundenkreis interessiert sich sehr für die Thematik.
      Hirnaktivität beim BHKW-Hersteller sowie beim Anlagenplaner und -errichter schaden auch nicht unbedingt.
      Thomas Deus
      -Geschäftsführer-

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    • Hans_Dampf schrieb:

      Hirnaktivität des Betreibers ist bei solchen Anlagen stets gegeben, denn dieser Kundenkreis interessiert sich sehr für die Thematik.
      Wenn ich mir anschau mit was für Problemen die Leute hier aufschlagen und wie viele z.B. mit dem Dachs auf die Nase gefallen sind hab ich zweifel an der These.

      Bezüglich PV+Speicher+E-Mobil hatte ich Kontakt mit dem örtlichen Solarteur um Details zum Angebot nachzufragen und war schwer erschrocken wie er mit Allgemeinplätzen um sich warf. Da wurde halt ein (nicht verfügbarer!) Speicher vorgeschlagen ohne je gefragt zu haben was für Verbräuche im Objekt bestehen oder wie sich diese mit E-Mobil entwickeln könnten.
      Gleichzeitig seh ich wie viele Leute, einige mit dem nötigen Kleingeld, auf der Suche nach Strom-Autarkie sind und auf sowas direkt ansprechen.


      mfg JAU
    • Moin,

      Hans_Dampf schrieb:

      Ja, aber es ist doch ein Unterschied, ob die Büchse 12,5 oder 5,2 kW thermisch hat.... Und ob die Büchse modulieren kann etc.
      Deine Argumentation BHKW im Sommer ist genauso falsch wie PV nachts...
      ich glaub nicht das Du mich verstanden hast........

      Wenn ich im Hochsommer bei ausschließlicher Warmwasserproduktion ein e-auto mit 40KW Laden möchte ist es Wurst ob das mit nem Dachs, nem RMB oder nem Vaillant passiert, solange die elt. Leistung des BHKW geringer ist als die Ladeleistung ist auch Modulation total egal. Es ergibt sich einfach aus den Wirkungsgraden und der Möglichen Laufzeit ( Warmwasserpuffer ) also simple Mathe.
      Pöl BHKW Tiger †
      Pöl BHKW Raptor †
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    • Hans_Dampf schrieb:

      Ich meinte die Kombi aus PV, BHKW und Batteriespeicher. Dies ist bei E-Mobilität High-End.
      Das ist nicht High-End, sondern Verhältnisblödsinn! Die Kosten der (im eigenen Batteriespeicher) gespeicherten kWh liegen Stand heute bei 50ct plus!
      Wer Gegenteiliges behauptet, der lügt sich - meistens anderen... - ein Loch in die Tasche!
      Selbst mit meiner eigenen Anlage mit der vergleichsweise billigen Bleibatterie, alles selbst zusammengebaut, muss ich ehrlicherweise rund 30ct rechnen. Eigenleistung natürlich nicht eingerechnet. Ein Pumpspeicher macht es übrigens für ca. 5 ct, da ist in der Tat eine Größenordnung dazwischen.

      Der Zweck des BHKW ist die Ausnützung der Kraftwirkung des Brennstoffs bei der ohnehin nötigen Wärmeerzeugung. Das scheinen manche in der Diskussion vergessen zu haben.
      Ein Betrieb eines Generators im Sommer zum Laden einer E-Auto-Batterie bei gleichzeitigem Wegwerfen der Wärme ist nicht der Sinn der Sache! Und auch kaum wirtschaftlich, es sei denn man macht sich verschlungene Steuerspartricks zunutze.

      Wer ein E-Auto mit - eigenem - Solarstrom betreiben will, der muss sein E-Auto dann an der eigenen Steckdose haben, wenn die PV-Anlage produziert.
      Es sei denn, er macht das aus Spaß und es stört ihn nicht, dass er das Doppelte für den Strom zahlt wie beim Netzbetreiber. Siehe oben...

      Hier übrigens ein kleines "Bonbon": Eine der ältesten PV-Anlagen Deutschlands, gebaut 1986, heute noch in Betrieb und produzierend.
      Steht im Schwarzwald auf dem Rappenecker Hof, der übrigens energieautonom ist
      Allerdings sieht man dort auch schön, wieviel Mist mit Subventionen gemacht wird (nicht bezüglich der PV-Anlage!)

    • Es war niemals die Rede davon, die Wärme wegzuwerfen... Und es ist eben so, dass dieses Endkundensegment BHKW, PV und eben einen Batteriespeicher als Sachgesamtheit sieht.

      Im Sommer lädt die PV den Batteriespeicher, im Winter, wenn die PV fast nix bringt, macht das eben das BHKW, in der Übergangszeit eben beide...

      Ich kann hier nur auf den bislang vollkommen begeisterten User Kaju verweisen, der genau diese Konstellation, wenn auch mit BSZ, hat.
      Thomas Deus
      -Geschäftsführer-

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    • Hans_Dampf schrieb:

      Im Sommer lädt die PV den Batteriespeicher, im Winter, wenn die PV fast nix bringt, macht das eben das BHKW, in der Übergangszeit eben beide...
      Der Sinn und Nutzen des Batteriespeichers ist, ohne Batterie nicht speicherbare PV-Energie aufzubewahren für Zeiten, wo eben keine Sonne scheint.
      Der Treibstoff für BHKW ist aber bereits gespeicherte Energie, in der Regel langfristig ohne wesentliche Kosten speicherbar.
      Aus einem Energiespeicher Strom zu machen, diesen dann in einen anderen - sehr teuren! - Speicher zu schieben, um ihn irgendwann später zu nutzen, das ist erneut kaum sinnvoll. Eine weitere "Steigerung" wäre, den Strom vom BHKW in den Batteriespeicher und dann in den Tesla zu speichern...
      Der Batteriespeicher kann aus systemtechnischen Gründen für den Betrieb mit BHKW sinnvoll sein, sinnvoller ist allemal, das Netz als Speicher zu nutzen.

      Das eigentliche Problem, das solchen Unsinn wie Heimspeicher hervorbringt, ist die Industrie- und Steuerpolitik dieser Regierung.
      (Dies sagt einer, der selbst einen Heimspeicher betreibt...)
    • Hans_Dampf schrieb:

      Gas bekommt man hierzulande für 4 Cent, Strom für 25....
      Der Strom kommt aber fertig aus der Steckdose.

      Bis aus dem Gas Strom wird muss man ein BHKW anschaffen, Instand halten und den elektrischen Wirkungsgrad berücksichtigen. Wer das nicht tut

      Bernhard_Konrad schrieb:

      der lügt sich [...] ein Loch in die Tasche!

      Bei einem Stromspeicher das gleiche Problem: Anschaffung und Verschleiß. Jeder Zyklus macht den Akku unweigerlich ein wenig kaputt. Wie stark hängt natürlich von Dimensionierung und Gebrauch ab, wegdiskutieren lässt sich der Effekt aber nicht.

      In meinen Augen wird die Sache richtig bekloppt wenn man ein E-Mobil hat und dann nicht nur einen sondern zwei teure Akkus verschleißt. :S


      Ich bin da ganz bei Bernhard Konrad: Wir haben ein sehr zuverlässiges Stromnetz - nutzen wir es!


      mfg JAU

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von JAU ()

    • Tja, wenn die Rahmenbedingungen für die Nutzung des Netzes kundenfreundlicher wären, sind sie aber nicht.... Stichwort Saldierung Einspeisung und Bezug...

      Und zu den Akkus:
      Ich kenne Leute, deren Tesla hat 270.000 KM auf der Uhr und der Akku funzt noch immer...

      Klar muss man die ganzen Klamotten wie BHKW, PV etc. kaufen und unterhalten.

      Alternativ kann man ja auch den Strom vom Versorger beziehen, konventionell heizen und mit dem Bus fahren...

      Das Argument mit dem elektrischen WG ist Unsinn, hier zählt der gesamte WG der Kraft-Wärme-Kopplung
      Thomas Deus
      -Geschäftsführer-

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    • Hans_Dampf schrieb:

      Und zu den Akkus:
      Ich kenne Leute, deren Tesla hat 270.000 KM auf der Uhr und der Akku funzt noch immer...
      Nun stelle man die 270Tkm in Relation zu den 400km Reichweite je Akkuladung.
      Was zu rund 700 Vollzyklen führt...das ist nicht überaus beeindruckend.
      Übrigens zeigte das KIT (neudeutsch für Hochschule Karlsruhe) auf der letzten Intersolar die Ergebnisse seiner Zyklentests an LiIon-Akkus vor.
      Zwischen Werbeversprechen und Realität klafften da Welten.
      Leider waren die Ergebnisse anonymisiert, weil das Auftragsarbeit war.
      Die Ergebnisse stimmten überein mit denen der Universität Dalhousie; es gibt auf Youtube einen aufschlussreichen Vortrag darüber, leider (für Sprachmuffel) englisch.

      Was zurückführt zu den Kosten der Stromspeicherung, und zum "Loch in die Tasche lügen".

      Im Übrigen waren wir bei "Häuschen"-Anwendungen, ausgehend von der Frage nach Sinnhaftigkeit einer Pelletsheizung.

      Ach ja: Vor kurzem hatte ich einen Interessenten (Rentner, alleinstehend, krank..), der einen Tesla S in der Garage stehen hat und sich energietechnisch verbessern wollte
      Wie das so meine Art ist habe ich ehrlich Auskunft gegeben, mit Benennung der Kosten und Wechselwirkungen.
      Worauf sein Interesse schnell erkaltete.
    • 270TKM sind erheblich mehr Zyklen, denn man fährt die Karre ja nie ganz leer.

      Der eine so, der andere so, aber ich kann aus eigener Erfahrung von Fahrten mit einem Tesla nur sagen, dass ich absolut nichts kenne, was mehr Spaß macht. Was dieses Auto kann, ist Wahnsinn und unendlich vor allen anderen.

      Wir bauen demnächst in einem Autohaus ein BHKW, der GF hat mit versprochen, mir für ein WE eine ZOE zu leihen. Werde berichten, was das Teil so kann, freue mich aber schon trierisch drauf...

      Dass wir hier seit längerem off topic sind, habe ich allerdings auch gemerkt, aber das Thema ist halt sehr spannend
      Thomas Deus
      -Geschäftsführer-

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    • Moin,

      JAU schrieb:

      Wir haben ein sehr zuverlässiges Stromnetz - nutzen wir es!
      sehe ich ebenso !! Für mich ist es ebenfalls ökonomischer und ökologischer Unsinn die Auto-Batterie aus der Haus-Batterie zu laden ( vorallem über den Umweg AC ) .

      Grüße
      Pöl BHKW Tiger †
      Pöl BHKW Raptor †
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    • Hans_Dampf schrieb:

      270TKM sind erheblich mehr Zyklen
      Die Anzahl Vollzyklen ist DER Maßstab für die Lebensdauer einer Batterie. Aus technischen Gründen wird man kaum Vollzyklen fahren, weil die den Batterien nicht gut tun.
      Aber als Summe ist die Zahl nützlich zum Vergleich der Lebensdauer.

      Meine Staplerbatterie (48V, 575Ah) garantiert praxis-bewährte 1250 Vollzyklen bei Kosten von rund 3000 Euro, das macht rund 10 ct/kWh (nur die Batterie!!!, da kommt noch der Ladestrom drauf, die Amortisation des Drumherum...). Nach 10 Jahren wird sie getauscht und zu (fast) 100% recycelt.
      LiIon-Speicher fangen bei 50ct/kWh überhaupt erst an...

      Deswegen: stationär und mobil sind völlig unterschiedliche Kisten! Autofahren darf halt mehr kosten als Wohnen.
    • Ihr orientiert Euch bei der Diskussion um die Netze am Wunschdenken, welches ich auch habe, was aber nicht so ist...

      Wenn ich eine Kiste habe, die p. a. 120.000 kWh Strom produziert, der EV liegt von mir aus bei 85.000 kWh, die Einspeisung bei 35.000 und der Restbezug bei 250.000 kWh (solche Anlagen haben wir ohne Ende). Ich muss dann aber eben nicht 215.000 kWh bezahlen, sondern 250.000 und kriege ne Hungervergütung für die 35.000 kWh.
      Ist nicht schön, aber Realität.

      Bezüglich der Ladezyklen kann man sich bis nächstes Jahr Ostern streiten, entscheidend sind hier bei E-Auto wie auch bei den Batteriespeichern die Garantiebedingungen, die Handhabung durch den Nutzer etc.

      MACHBARE (!) Alternativen zu dem Konzept BHKW/PV/E-Auto sind gefragt und eben kein "Besser wäre, wenn...."

      Und wie gut die Netze sind, sieht man immer wieder, wenn die Netzüberwachung beim BHKW streikt, weil irre Schwankungen sind
      Thomas Deus
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    • Hans_Dampf schrieb:

      Ich muss dann aber eben nicht 215.000 kWh bezahlen, sondern 250.000 und kriege ne Hungervergütung für die 35.000 kWh.
      Was aber völlig korrekt ist. Schon allein weil sich die Steuer die auf dem gekauften Strom drauf ist nicht mal eben wegdiskutieren lässt. Kaufen ist nunmal was anders als Verkaufen.

      Das wir unter Wunschdenken leiden geb ich dir ein Stück weit recht. Problem ist halt: Statt Regelenergie werden private Stromspeicher gefördert. Ich würd ja drüber lachen wenns nicht so zum heulen wäre.
      Versuche auch keinem vorzuwerfen wenn er aus den gegebenen Möglichkeiten versucht möglichst viel raus zu holen. Aber ich muss auch nicht jedem Mist mitgemacht haben...

      Und ich muss ihn schon gar nicht gut finden.


      mfg JAU